{"id":52,"date":"2017-09-20T19:44:51","date_gmt":"2017-09-20T17:44:51","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/karilenke\/?p=52"},"modified":"2018-02-13T16:30:33","modified_gmt":"2018-02-13T15:30:33","slug":"eine-entdeckungsreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/karilenke\/2017\/09\/20\/eine-entdeckungsreise\/","title":{"rendered":"Eine Entdeckungsreise"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten 20 Tagen habe ich mich auf den Weg gemacht und bin angekommen &#8211; einige Male. Aber vor allem bin ich aufgebrochen. Aufgebrochen aus der heimischen Behaglichkeit und aus gewohntem Umfeld. Und Aufbruch bedeutet Umbruch. Aufbruch bedeutet Angst und Aufbruch bedeutet Freude. Aufbruch bedeutet Ungewissheit und Aufbruch bedeutet Loslassen. Aufbruch bedeutet Abschied und Willkommen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-52 gallery-columns-2 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/karilenke\/img_20170909_191631\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/karilenke\/files\/2017\/09\/IMG_20170909_191631.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-47\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/karilenke\/files\/2017\/09\/IMG_20170909_191631.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/karilenke\/files\/2017\/09\/IMG_20170909_191631-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/karilenke\/files\/2017\/09\/IMG_20170909_191631-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-47'>\n\t\t\t\tWerbellinsee\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Zun\u00e4chst ging es f\u00fcr mich und rund 320 weitere Freiwillige an den Werbellinsee zum Vorbereitungsseminar. Die Zeit dort ist schwer in Worte zu fassen. Den unheimlichen Input, den wir erhalten haben, gilt es nun in unser Handeln verantwortlich zu integrieren und in unseren K\u00f6pfen weiter zu entwickeln.<\/p>\n<p>Es wurde \u00fcber Rassismus und &#8222;Wei\u00df-sein&#8220;, Privilegien und Ausgrenzung, \u00fcber den kritischen Medienumgang und die verantwortliche Berichterstattung, Gender und die eigene Identit\u00e4t, aber auch \u00fcber kulturweit, das Ausw\u00e4rtige Amt und die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. kritisch und konstruktiv diskutiert.<\/p>\n<p>Begleitet wurden diese Thematiken von einem Rahmenprogramm und sog. Homezones, die auch Erholung und Spa\u00df enthielten, einen Ausflug nach Berlin inkludierten und Partner*innen-Tagen, die &#8211; in meinem Fall &#8211; die Aufgabe eines Freiwilligen an einer Schule beleuchteten. Au\u00dferdem bot sich ausreichend M\u00f6glichkeit, um Kontakte und Freundschaften zu kn\u00fcpfen, die den Aufenthalt in einem fremden Land gemeinsam erleben lassen.<\/p>\n<p>Doch so kam zu dem herzlichen Willkommen auch ein wehm\u00fctiger Abschied hinzu, denn in 10 Tagen voller aufr\u00fcttelnder Erlebnisse und Ehrlichkeit w\u00e4chst man zusammen.<\/p>\n\n<p>Weiter reiste ich nun, am 14.9., nach \u00dajharty\u00e1n in Ungarn. Der Abschied zu Hause fiel schwer und dennoch bin ich voller Zuversicht ins Flugzeug gestiegen.<\/p>\n<p>Seitdem lebe ich in einem Rausch neuer Eindr\u00fccke. Positiver Eindr\u00fccke. Doch es fehlt der Pause-Knopf und vor allem der zur Wiederholung. Marmeladenglasmomente, die nicht vorbei sein sollen, die wiedererlebt werden wollen.<\/p>\n<p>Erst seit fast einer Woche bin ich hier. Eine Woche mit ca. 300 neuen Personen, einem neuen Umfeld, einem neuen Zuhause, neuem Essen, einer neuen Sprache, einer anderen Kultur\u00a0 &#8211; eine Woche in einem fremden Land. Aber eigentlich f\u00fchlt es sich nicht mehr sehr fremd an, sondern richtig. Es ist richtig, dass ich hier bin und diese Reise ins Ungewisse gewagt habe.<\/p>\n<p>Die Freundlichkeit und Herzlichkeit, die Offenheit und Begeisterung f\u00fcr mich, meine Sprache und meine Kultur sind nur einige der Faktoren, die dieses Ankommen so einfach gemacht haben. Ich bin am richtigen Ort f\u00fcr mich und diese Zeit angekommen, auch, wenn ich mein &#8222;richtiges Zuhause&#8220; vermisse.<\/p>\n<p>Doch auch hier bin ich einige Male aufgebrochen, denn es gibt so viel zu erleben. Ich bin aufgebrochen, um in Kinderherzen geschlossen zu werden. Ich bin aufgebrochen, um mit Lehrerinnen und Lehrern \u00fcber Schule, den Unterricht, Deutschland und so vieles mehr zu diskutieren und sie kennenzulernen. Ich bin aufgebrochen, um \u00fcber die Deutsche Selbstverwaltung zu erfahren und von ihr \u00fcber die bedeutsame Geschichte meines &#8222;neuen Zuhauses&#8220; zu lernen. Ich bin aufgebrochen, um Budapest zu erkunden. Ich bin aufgebrochen, um die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher (GJU) zu treffen und mit ihnen \u00fcber unsere Tradition und unsere Zukunft nachzudenken. Ich bin aufgebrochen, um mit dem \u00f6rtlichen, jungen schw\u00e4bischen Freundeskreis ins M\u00e1tra-Gebirge zu reisen und neue Geschichten zu erfahren und neue Freundschaften zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich bin aufgebrochen, um anzukommen. Ankommen auf einem langen Weg, der vieles bewegen wird. Ankommen auf einer Reise ins Ungewisse, denn auch, wenn die ersten Stationen nun bekannt sind, so liegt die Zukunft im Ungewissen und ich freue mich sehr auf mehr herzliche Willkommen und mehr Aufbr\u00fcche. Und irgendwann, irgendwann werde ich ankommen &#8211; irgendwo.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten 20 Tagen habe ich mich auf den Weg gemacht und bin angekommen &#8211; einige Male. Aber vor allem bin ich aufgebrochen. Aufgebrochen aus der heimischen Behaglichkeit und aus gewohntem Umfeld. Und Aufbruch bedeutet Umbruch. Aufbruch bedeutet Angst und Aufbruch bedeutet Freude. Aufbruch bedeutet Ungewissheit und Aufbruch bedeutet Loslassen. 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