{"id":90,"date":"2013-09-21T19:21:53","date_gmt":"2013-09-21T17:21:53","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kaagahighschooljohanna\/?p=90"},"modified":"2013-09-21T19:21:53","modified_gmt":"2013-09-21T17:21:53","slug":"endlich-angekommen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kaagahighschooljohanna\/2013\/09\/21\/endlich-angekommen-3\/","title":{"rendered":"Endlich angekommen&#8230;"},"content":{"rendered":"<div>Seit meinem letzten Eintrag sind schon einige Tage vergangen&#8230;<\/div>\n<div>In dieser Zeit ist so viel passiert.Wo fange ich blo\u00df an zu erz\u00e4hlen.<\/div>\n<div>Beginnen wir mit dem Abschied.<\/div>\n<div>Ich h\u00e4tte gedacht es w\u00fcrde leichter werden sich von meiner Familie zu verabschieden, dass war es jedoch nicht. Als es dann endlich soweit war und es Zeit war Tsch\u00fcss zu sagen, kullerten ein paar Tr\u00e4nen.<\/div>\n<div>Ich habe mich recht schnell gefangen und stieg gefasst in das Flugzeug nach Z\u00fcrich. Dieser Flug dauerte nur eine gute Stunde, in der ich still vor mich hin d\u00f6ste. In Z\u00fcrich gelandet hie\u00df es schnell Anschluss finden und ab zum Flieger. Mir blieben wenige Minuten bis ich dann das Flugzeug nach Nairobi bestieg.<\/div>\n<div>Es war ein komisches Gef\u00fchl, denn ich wusste: Jetzt geht es los!<\/div>\n<div>An meinem Platz angekommen blickte ich schon in zwei freundliche Augen. Ein Engl\u00e4nder sa\u00df neben mir, mit dem ich mich zeitweise etwas unterhielt. Die neun Stunden Flug vergingen im wahrsten Sinne wie im Flug\u00a0\ud83d\ude09 zum &#8222;Mittagessen&#8220; ( was eigentlich erst mein Fr\u00fchst\u00fcck war), gab es \u00fcberbackenes H\u00e4hnchen mit etwas Brot einem Salat und einer wunderbaren Salatsauce.<\/div>\n<div>Nach zwei lustigen Filmen nickte ich ein. Passend zur Landung wurde ich wach. Ich hatte einen guten Platz und blickte gespannt aus dem Fenster.<\/div>\n<div>Diese Aussicht&#8230; es war einfach nur wundersch\u00f6n&#8230;<\/div>\n<div>Die Sonne ging gerade unter, der Himmel gl\u00fchte in einer Mischung aus rot und einem dunklen gelb und erleuchtete die Felder.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Da der Flughafen vor ein paar Wochen gebrannt hat, wurden alle Flugg\u00e4ste mit einem Shuttle in eine Lagerhalle gefahren, wo wir unser Gep\u00e4ck abholen konnten. Nachdem mir auch das gelungen war, stand ich vor einem gro\u00dfen Problem.<\/div>\n<div>Ich hatte am Vorabend in meinem Hotel angerufen und um ein Taxi gebeten, welches mich\u00a0am Montag\u00a0Abend abholen sollte.<\/div>\n<div>Ich sah mich suchend um. Bestimmt 50 Kenianer hielten Schilder hoch auf denen verschiedene Namen, Adressen und Hotelnamen drauf standen&#8230; Meinen Namen oder Hotel fand ich jedoch nicht&#8230;<\/div>\n<div>Ich irrte bestimmt 20 Minuten umher, bis mir ein Mann mit einem Plakat wo w.j. Sommer draufstand entgegen kam. Dies erschien mir plausibel, den Buchstaben w hinterfragte ich jedoch nicht.\u00a0Also luden wir die Sachen ein und fuhren los in Richtung Hotel. Wir kamen ins Gespr\u00e4ch und er fragte mich, ob ich mich schon auf die wilden Tiere freuen w\u00fcrde, die ich n\u00e4chste Woche besichtigen wolle..ich guckte ihn entgeistert an.<\/div>\n<div>Wilde Tiere ?<\/div>\n<div>Eigentlich hatte ich vor nach den zwei Einf\u00fchrungstagen in Nairobi direkt nach Meru zu meiner Einsatzstelle weiterzureisen. Als er mir dann auf seinem mobile phone die Email mit der Bitte ein Taxi zum Flughafen zu schicken zeigte, stellte ich fest, dass ich mich in dem falschen Taxi befand. Der \u00e4u\u00dferst freundliche Taxifahrer lachte herzlich und fuhr mich zur\u00fcck zum Flughafen. Wir suchten beide vergeblich. Er nach seinem Fahrgast und ich nach meinem Taxi. Leider ohne Erfolg. Nach nun insgesamt zwei guten Stunden war es mir schlie\u00dflich egal&#8230; Ich stieg in das n\u00e4chste Taxi was mir angeboten wurde und sagte ich wolle zum United Kenya Club Hotel. Mittlerweile war die Sonne komplett untergegangen. Die Stra\u00dfen wurden durch Laternen erhellt. Eine unangenehme W\u00e4rme str\u00f6mte mir entgegen. Ich \u00f6ffnete das Fenster und sah auf die Stra\u00dfen. Es war laut und staubig, aber ich freute mich in die ersten Gesichter zu blicken. Ich war angekommen. Zwar noch nicht ganz, aber ich war zun\u00e4chst angekommen.<\/div>\n<div>Am Hotel eingetroffen half mir der Taxifahrer mit meinem Gep\u00e4ck und als wir schlie\u00dflich vor der Rezeption standen kl\u00e4rte sich die kuriose Geschichte mit meinem nicht vorhandenem Taxitransfer auf. Ein gro\u00dfer Mann diskutiere mit dem Personal und wiederholte immer, dass er zu einem anderen Hotel wolle und \u00a0 das er nicht verstehe weshalb er hier abgesetzt wurde, denn er h\u00e4tte am Vortag im Hotel angerufen und um einen Transfer geboten. Ich stie\u00df dazu und sah ihn schmunzelnd an. Er entgegnete Are you Mrs Sommer ? Ich lachte. Ja die war ich und er ? Er hie\u00df Winter Johannes Sommer und kam aus England. Er ist mit dem selben Flugzeug wie ich gelandet und hatte genau wie ich am Tag zuvor ein Taxi reserviert.<\/div>\n<div>Kurios.<\/div>\n<div>Nachdem nun alles aufgekl\u00e4rt war, schleppte ich mein ganzes Gep\u00e4ck in den zweiten Stock in Zimmer Nummer 1 ( keine Ahnung warum es oben bei 1 beginnt \ud83d\ude00 ) \u00a0und warf mich ersch\u00f6pft auf das Bett.<\/div>\n<div>Endlich angekommen.<\/div>\n<div>Anne, stie\u00df es mir in den Kopf. Anne hatte mir zuvor eine SMS geschrieben und mich gefragt wo ich sei, weil sie sich wunderte wo ich blieb. Ich lief also zum Zimmer Nummer 16 und klopfte. Mein Herz pochte. Hoffentlich machte sie die T\u00fcr auf. Tats\u00e4chlich. Nach gef\u00fchlten f\u00fcnf Minuten blickte ich in Annes hell gr\u00fcne Augen. Wir unterhielten uns und verabredeten uns f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag zum Fr\u00fchst\u00fcck. Ersch\u00f6pft und mit einem kleinen Gl\u00fccksgef\u00fchl schlief ich dann ein.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Am n\u00e4chsten Morgen wurden Anne und ich dann von Viktoria abgeholt. Viktoria ist unsere Bezugsperson, sollten wir mal Fragen oder Probleme in unserer Einsatzstelle haben. Sie arbeitet im Goethe Institut und betreut mehr als 100 PASCH- Schulen in Ostafrika. Die zwei Tage nutzten wir um verschiedene organisatorische Dinge zu besprechen.<\/div>\n<div>Ein paar Stunden blieben Anne und mir jedoch auch, um einen kurzen Einblick in die Millionen Stadt Nairobi zu bekommen.<\/div>\n<div>Am Mittwoch\u00a0Abend trafen Anne und ich uns noch mit Daniela und ein paar anderen Kollegen aus dem Goethe Institut. Die Mitbewohnerin von Daniela bekochte uns. Anschlie\u00dfend fuhren wir mit dem Taxi zur\u00fcck zu unserem Hotel und packten unsere Sachen.<\/div>\n<div>Am n\u00e4chsten Morgen sollte es endlich zu unseren Einsatzstellen gehen. F\u00fcr Anne hie\u00df es ab zum Flughafen und Richtung Kampala. Ich hatte das Gl\u00fcck, dass mich die Deutschlehrerin Emmah meiner Einsatzstelle, mit dem Matatu ( ein Kleinbus von 7-11 Leuten oder auch manchmal mehr ) abholen w\u00fcrde.<\/div>\n<div>Also lie\u00df mich das Taxi am Goethe Institut raus und fuhr Anne weiter Richtung Flughafen. Ich wartete gemeinsam mit Viktoria auf Emmah.<\/div>\n<div>Nun konnte es nach Meru losgehen.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit meinem letzten Eintrag sind schon einige Tage vergangen&#8230; In dieser Zeit ist so viel passiert.Wo fange ich blo\u00df an zu erz\u00e4hlen. Beginnen wir mit dem Abschied. 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