{"id":112,"date":"2013-09-28T12:09:19","date_gmt":"2013-09-28T11:09:19","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kaagahighschooljohanna\/?p=112"},"modified":"2013-09-28T12:09:19","modified_gmt":"2013-09-28T11:09:19","slug":"karibu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kaagahighschooljohanna\/2013\/09\/28\/karibu\/","title":{"rendered":"Karibu!"},"content":{"rendered":"<p>Karibu in Kenya, Karibu in Meru, Karibu in Kaaga Girls&#8230;<\/p>\n<p>Diese Begr\u00fc\u00dfung habe ich zu meiner Freude bestimmt 100 mal geh\u00f6rt.. Doch bevor ich direkt mit meiner Begr\u00fc\u00dfung in Meru beginne, noch ein paar S\u00e4tze zu meiner Fahrt hierher. Ganz wichtig: Meru wird auf dem e betont nicht auf dem u das ist ein typischer Fehler der Europ\u00e4er. Nun gut. Die Fahrt von Nairobi nach Meru. Ich muss zugeben ich bin vielleicht etwas zu euphorisch an die Sache mit den Matatus gegangen. Ich hatte schon vorher geh\u00f6rt, dass sich solch eine Fahrt schwierig gestalten k\u00f6nnte. Ich halte mir zu gute, dass ich ohne Vorurteile an die Sache herangetreten bin, sich jedoch manches best\u00e4tigt hat.<\/p>\n<p>Drei Sachen zu den Matatus.<\/p>\n<p>1. Sie fahren nur wenn es voll besetzt ist &#8211; das finde ich auch gut ABER dass kann dann auch mal 1-2 Stunden dauern bis sich 11 Personen gefunden haben, die in den selben Ort wollen wie du.<\/p>\n<p>2. Sie m\u00fcssen vor jeder Speed bomb ihre Geschwindigkeit drosseln. Das ist der Grund warum man f\u00fcr 226 Kilometer nicht ca drei sondern f\u00fcnf Stunden oder l\u00e4nger braucht.<\/p>\n<p>3. Sie sind im Vergleich zu Deutschland echt g\u00fcnstig. So zahlten Emmah und ich zusammen 1200 KES. Das sind umgerechnet ca 12 Euro. ( zum Verst\u00e4ndnis im Moment sind 108 KES ca 1 Euro )<\/p>\n<p>Emmah und ich mussten eine knappe Stunde warten bevor es los gehen konnte. Als dann die letzte Person eingestiegen war fuhren wir endlich los. Zun\u00e4chst noch auf einer gut ausgebauten Stra\u00dfe mit wenigen Speed Bombs. Das \u00e4nderte sich nach ein paar Kilometern. Die Stra\u00dfen wurden immer schmaler und steiniger&#8230; mit vielen Schlagl\u00f6chern und Speed Bombs. Ich hatte das Gef\u00fchl je weiter weg wir aus der Stadt fuhren, umso besser wurde die Luft. Ich unterhielt mich mit Emmah und stellte viele fragen bez\u00fcglich meiner Arbeit an der Schule. Ich war so m\u00fcde, dass mir zwischenzeitlich die Augen zufielen. Ich zwang mich sie zu \u00f6ffnen, denn ich wollte auf keinen Fall irgendwas verpassen. Es war sch\u00f6n sich die Landschaft anzugucken&#8230; Jedoch habe ich es mir immer ganz anders vorgestellt.. Irgendwie gr\u00fcn und&#8230; gr\u00fcn eben \ud83d\ude09 Da es in den letzten Wochen ziemlich hei\u00df war, war die Landschaft sehr vertrocknet. Schockierend war aber auch, dass wirklich \u00fcberall am Stra\u00dfenrand M\u00fcll lag. Die Kenianer verbrennen alles. Und wenn ich alles sage meine ich das auch so. Egal wie lange wir fuhren \u00fcberall brannten kleine M\u00fcllhaufen. Es ging Berg auf und Berg ab gef\u00fchlte 53 Linkskurven und 34 Rechtskurven, aber immer nur geradeaus. Als wir schlie\u00dflich am Matatubahnhof ankamen war mir schlecht. Wir riefen uns ein Taxi. W\u00e4hrend der Zeit die wir auf dieses warten mussten, sp\u00fcrte ich so ziemlich 150 Augenpaare meinen K\u00f6rper abtasten. Ich f\u00fchlte mich sehr unwohl. Wie Emmah mir erkl\u00e4rt hatte, waren es die Menschen in Meru nicht gew\u00f6hnt eine wei\u00dfe Person zu sehen. Teilweise war es ihnen sogar fremd. Darum war ich nat\u00fcrlich die Attraktion f\u00fcr alle. Ich war so froh als das Taxi kam, wir meine Sachen einluden und Richtung Schule fuhren. Ich war so aufgeregt. Gleich w\u00fcrde ich mein Zimmer sehen, indem ich ein Jahr wohnen w\u00fcrde. Emmah begleitete mich zu meinem Zimmer, gab mir ein paar Instruktionen, dann gingen wir gemeinsam in die K\u00fcche uns a\u00dfen eine Kleinigkeit. Dann verabschiedete sie sich, da sie nicht auf dem Schulgel\u00e4nde wohnt, wie einige andere Lehrer. Ich war auf mich allein gestellt. Das Zimmer war so leer und ich f\u00fchlte mich schrecklich. Ich war unheimlich traurig&#8230;<\/p>\n<p>Als dann der erste Schock vorbei war, sammelte ich mich und stellte meine M\u00f6bel in meinem Zimmer um und r\u00e4umte meine Klamotten in den Schrank&#8230; Ich spannte das M\u00fcckennetz \u00fcber mein Bett ( ganz wichtig damit ich vor der b\u00f6sen Malariam\u00fccke gesch\u00fctzt bin ) und legte mich erschlagen von 10000 Eindr\u00fccken, schlafen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karibu in Kenya, Karibu in Meru, Karibu in Kaaga Girls&#8230; Diese Begr\u00fc\u00dfung habe ich zu meiner Freude bestimmt 100 mal geh\u00f6rt.. Doch bevor ich direkt mit meiner Begr\u00fc\u00dfung in Meru beginne, noch ein paar S\u00e4tze zu meiner Fahrt hierher. 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