{"id":44,"date":"2023-03-31T00:11:49","date_gmt":"2023-03-30T22:11:49","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/juliusreinemann\/?p=44"},"modified":"2024-01-12T23:01:17","modified_gmt":"2024-01-12T22:01:17","slug":"das-abenteuer-beginnt-meine-erfahrungen-auf-dem-zwischenseminar-und-bei-der-ausreise-nach-bolivien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/juliusreinemann\/2023\/03\/31\/das-abenteuer-beginnt-meine-erfahrungen-auf-dem-zwischenseminar-und-bei-der-ausreise-nach-bolivien\/","title":{"rendered":"Das Abenteuer beginnt! Meine Erfahrungen auf dem Vorbereitungsseminar und bei der Ausreise nach Bolivien."},"content":{"rendered":"<p id=\"viewer-foo\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Ich will ganz ehrlich sein. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, schon viel fr\u00fcher und ausf\u00fchrlicher nicht nur von meinen Erlebnissen und Erfahrungen in den ersten Woche in Bolivien, sondern auch von meinem Vorbereitungsseminar am Werbellinsee zu berichten. Im assoziativen Schreiben wollte ich mich \u00fcben und das Lesen meines Blogs so spannender machen. Am Ende ist es nun aber doch anders gekommen, denn die letzten vier Wochen waren vor allem eins: Absolut vollgepackt mit Neuem. Sich einige ruhige Stunden zu nehmen, um einen Blogeintrag zu schreiben, bleibt hier selbstverst\u00e4ndlich schnell auf der Strecke. Ich will es nun jedoch endg\u00fcltig versuchen und nun erstmals auf diesem Blog von einigen meiner Erfahrungen der letzten Wochen berichten. <\/span><\/p>\n<p id=\"viewer-eak6n\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\"><strong>Eine kleine Ank\u00fcndigung schon vorweg:<\/strong> Yuqi, eine meiner Mitfreiwilligen aus La Paz, und ich werden bald unsere erste <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliusreinemann\/podcast\/\">Podcastfolge<\/a> ver\u00f6ffentlichen und hier an dieser Stelle in einem anderen Format \u00fcber unsere Zeit in Bolivien berichten und reflektieren. Mehr hierzu folgt in K\u00fcrze (und dieses Mal wirklich!!). <\/span><\/p>\n<p id=\"viewer-dpfb6\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Ich denke, ich kann jenen Moment, an dem Bolivien f\u00fcr mich vom Plan, vom Traum zur Realit\u00e4t wurde, relativ genau benennen: W\u00e4hrend ich an jenem Freitagabend vor nun knapp drei Wochen am Berliner Hauptbahnhof stehe und auf meinen ICE nach M\u00fcnchen warte, wird es mir endg\u00fcltig klar: Du fliegst jetzt nach Bolivien. Immer schien mir dieser Moment sehr weit entfernt, am Ende lie\u00df es das zehnt\u00e4tige Vorbereitungsseminar noch so wirken, als w\u00fcrde er nie kommen. Doch nun gab es nichts mehr dergleichen. Next stop: Bolivia. <\/span><\/p>\n<div id=\"viewer-66kqk\" class=\"_2vd5k b6lcWf\">\n<div class=\"_3VL_9 VgmBGL VgmBGL\">\n<div class=\"_2kEVY\" role=\"button\" data-hook=\"imageViewer\">\n<div id=\"new-image772\" class=\"_3WJnn _2i-Gt _2Ybje\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p id=\"viewer-f74hq\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Die Jugendherberge am Werbellinsee (Der Eigenname \u201eSeezeit-Resort\u201c weckt meiner Meinung nach Assoziationen, die mit der Realit\u00e4t wenig zu tun haben) befindet sich mitten in Brandenburg. Voller Energie, Vorfreude und Motivation, aber bestimmt auch mit ebenso vielen Fragen und einer gewissen Nervosit\u00e4t waren wir, die knapp 150 Freiwilligen der M\u00e4rz-Ausreise 2023 von Kulturweit, zehn Tage zuvor an diesem Ort angekommen. <\/span><\/p>\n<p id=\"viewer-e1ej9\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Das Seminar am Werbellinsee, das waren zehn sehr intensive Tage, die vom ersten bis letzten Atemzug mit Programm und Networking gef\u00fcllt waren. In etwa die H\u00e4lfte der Zeit verbrachten wir dabei in unseren Homezones. Meine bestand aus den Freiwilligen, die nun nach Costa Rica, Mexiko und nat\u00fcrlich Bolivien ausgereist sind. Ich muss sagen, dass dieser Aspekt des Seminars mir am besten gefallen hat. In unserer tollen Gruppe f\u00fchlte ich mich w\u00e4hrend des Seminars wirklich sehr gut aufgehoben und wohl.<\/span><\/p>\n<div id=\"viewer-7e6e3\" class=\"_2vd5k b6lcWf\">\n<div class=\"_3VL_9 VgmBGL VgmBGL\">\n<div class=\"_2kEVY\" role=\"button\" data-hook=\"imageViewer\">\n<div id=\"new-image773\" class=\"_3WJnn _2i-Gt _2Ybje\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p id=\"viewer-9m0bf\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Nat\u00fcrlich wurden wir w\u00e4hrend des Seminars erneut \u00fcber alle m\u00f6glichen organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen unseres Freiwilligendiensts informiert. Hinzu kamen beispielsweise Sprechstunden mit unserer Versicherung sowie dem Kulturweit-Team. Der Schwerpunkt des Seminars lag jedoch auf Themen wie (Wahrnehmung von) Kultur,(Post-)Kolonialismus, globalen Machtdifferenzen, Diskriminierung, fairem Berichten, der eigenen Rolle als Freiwilliger oder beispielsweise auch Konfliktmanagement. Zumindest war dies der Anspruch des Seminars an sich selbst, den es, so zumindest meine Meinung, nur teilweise erf\u00fcllen konnte. Gerade hinsichtlich meiner Rolle als Freiwilliger im Gastland und Themengebieten wie dem fairen Berichten sind meinerseits bis zum Ende des Seminars Fragen offen geblieben, auf die ich keine hinreichende Antwort gefunden habe. Dar\u00fcber hinaus fand in unserer Homezone kaum regionenspezifische Vorbereitung statt, beispielsweise h\u00e4tte ich mich auf dem Seminar gerne noch deutlich intensiver mit der Geschichte des Kolonialismus in Lateinamerika auseinandergesetzt. <\/span><\/p>\n<div id=\"viewer-13nri\" class=\"_2vd5k b6lcWf\">\n<div class=\"_17-_F vsUsHN vsUsHN\">\n<div class=\"_2kEVY\" role=\"button\" data-hook=\"imageViewer\">\n<div class=\"\">Inhaltlich waren f\u00fcr mich die Workshops und Reflexionsr\u00e4ume am wertvollsten, bei denen ich selbst aus einem zumeist breit gef\u00e4cherten Angebot an Themen w\u00e4hlen konnte. So besuchte ich exemplarisch einen Reflexionsraum zu meinem eigenen Wei\u00dfsein, ein f\u00fcr mich leider g\u00e4nzlich neues Thema. Ebenfalls sehr bereichernd waren f\u00fcr mich die Workshops \u00fcber globale Megatrends und Verschw\u00f6rungstheorien.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p id=\"viewer-109c0\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">An einem Tag galt es in den Homezones, innerhalb weniger Stunden ein eigenes Projekt durchzuf\u00fchren. Hierbei haben Ida, Yuqi und ich uns zusammengetan und einen kurzen Podcast \u00fcber Simon Bol\u00edvar produziert. Obwohl die Zeit sehr knapp bemessen war (15 Minuten vor Abgabefrist war das Schnittprogramm heruntergeladen&#8230;) kann sich das Ergebnis meines Erachtens dennoch sehen lassen. Den Podcast k\u00f6nnt ihr<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliusreinemann\/2023\/03\/30\/pilotfolge-simon-bolivar-volksheld-oder-grausamer-diktator\/\"> hier<\/a> nachh\u00f6ren.\u00a0<\/span><\/p>\n<p id=\"viewer-220se\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Die Aufbruchsstimmung unter uns 150 Freiwilligen habe ich in dieser Form noch nie erlebt. Jede*r rei\u00dft in ein anderes Land, in eine andere Einsatzstelle, und hatte w\u00e4hrend der Vorbereitung g\u00e4nzlich verschiedene Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen. Obwohl man sich vermutlich in Zukunft nicht mehr (und erst Recht nicht w\u00e4hrend des Freiwilligendienstes) begegnen wird, war es unglaublich bereichernd, sich mit all den Menschen auszutauschen, die nun beispielsweise nach Vietnam, in die Mongolei, nach \u00c4gypten, nach Rum\u00e4nien, in den Senegal oder nach Brasilien ausgereist sind. <\/span><\/p>\n<div id=\"viewer-cqjq4\" class=\"_2vd5k b6lcWf\">\n<div class=\"_17-_F vsUsHN vsUsHN\">\n<div class=\"_2kEVY\" role=\"button\" data-hook=\"imageViewer\">\n<div id=\"new-image775\" class=\"_3WJnn _2i-Gt _2Ybje\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p id=\"viewer-5u16n\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Die zehn Tage am Werbellinsee sind meiner Wahrnehmung nach blitzschnell verflogen. Auf fast unheimliche Art und Weise blendete ich \u00fcber zehn Tage fast alles aus, was sich au\u00dferhalb dieses Mikrokosmos&#8216; abspielte. Fast schien es mir, als sei ich schon ein St\u00fcck weit w\u00e4hrend dieser zehn Tage ausgereist. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge machten wir uns am Ende des Seminars auf den Heimweg. Einerseits war man nun endg\u00fcltig in erwartungsvoller Vorfreude hinsichtlich der unmittelbar bevorstehenden Ausreise, andererseits musste man sich viel zu fr\u00fch von so vielen gro\u00dfartigen Menschen verabschieden, die man doch gerade erst kennengelernt hatte.<\/span><\/p>\n<p id=\"viewer-8l63i\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Mit einem gro\u00dfen Schatz an neuen Erfahrungen, Erkenntnissen und neuen Kontakten machte ich mich nun auf den R\u00fcckweg nach M\u00fcnchen. Doch nicht nur dies, auch den sich \u00fcber zehn Tage erheblich angestauten Schlafmangel und ein deutliches Krankheitsgef\u00fchl nahm ich mit nach Hause. <\/span><\/p>\n<p id=\"viewer-cnotm\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Sp\u00e4tabends in M\u00fcnchen angekommen, blieb mir nun noch ein Tag in meiner Heimatstadt. An diesem galt es, sehr schnell zu waschen und umzupacken, sodass ich rechtzeitig bereit f\u00fcr die gro\u00dfe Reise war. Am Nachmittag verabschiedete ich mich von einer letzten Freundin, Nike, wobei wir noch einmal einen Spaziergang durch unser Stadtviertel unternahmen und ich mich von einigen pr\u00e4genden Orten (beispielsweise meiner ehemaligen Schule) verabschiedete (ja, ich lege es schon auch darauf an, derlei Momente pathetisch aufzuladen\u2026). Sp\u00e4testens jetzt empfand ich ein krasses Gef\u00fchlschaos, die Situation war f\u00fcr mich mehr als surreal. Noch nie hatte ich l\u00e4nger als drei Wochen im Ausland verbracht, nun auf einmal sollte ich f\u00fcr ein Jahr in einem mir v\u00f6llig unbekannten Land auf einem mir unbekannten Kontinent leben. Und so floss an diesem Tag endg\u00fcltig auch die ein oder andere Tr\u00e4ne. Nach einem letzten Abendessen mit meiner Familie ging ich fr\u00fch schlafen (der Schlafmangel der letzten Tage machte es m\u00f6glich), denn am n\u00e4chsten Tag klingelte um 4 Uhr morgens der Wecker. <\/span><\/p>\n<div id=\"viewer-6g9bf\" class=\"_2vd5k b6lcWf\">\n<div class=\"_3CWa- sxFoib sxFoib\">\n<div class=\"_2kEVY\" role=\"button\" data-hook=\"imageViewer\">\n<div id=\"new-image777\" class=\"_3WJnn _2i-Gt _2Ybje\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p id=\"viewer-52dk9\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Ich rechne es meiner Familie sehr hoch an, dass sie es sich antaten, mich zu dieser Unzeit an den Flughafen zu begleiten. Fast etwas peinlich ist mir, dass ich an jenem morgen exzeptionell lang am Check-In warten musste, und f\u00fcr den eigentlichen Abschied nur noch wenige, eher hektische Minuten blieben. Aber so war es nunmal. Zeit f\u00fcr ein letztes Selfie blieb aber dennoch. F\u00fcr mich war dieser Moment bei weitem am emotionalsten und schwierigsten, beim Schreiben dieser Zeilen habe ich wieder Tr\u00e4nen in den Augen. Aber es half alles nichts, ein Flugzeug nach Paris wartete auf mich. Passenderweise war ich noch nie so knapp bei einem Flug, noch w\u00e4hrend ich bei der Sicherheitskontrolle war, ert\u00f6nte der Boardingcall. Schnell war auch ich im Flugzeug und noch schneller war ich auch schon am Flughafen Charles-de-Gaulle in Paris. Nachdem ich hier fast f\u00fcnf Stunden verbracht hatte (wovon ich zwei Stunden in Schlangen der Ausreise wartete, merci, Paris A\u00e9roport\u2026) trat ich meinen l\u00e4ngsten Flug an, der mich in 12 Stunden nach Panama-City f\u00fchrte. <\/span><\/p>\n<div id=\"viewer-5c4od\" class=\"_2vd5k b6lcWf\">\n<div class=\"_17-_F vsUsHN vsUsHN _3vo3y zOjvSU zOjvSU\">\n<div class=\"_2kEVY\" role=\"button\" data-hook=\"imageViewer\">\n<div id=\"new-image778\" class=\"_3WJnn _2i-Gt _2Ybje\"><\/div>\n<div class=\"\">Ich bin fast nie krank. Jedenfalls w\u00fcrde ich das von mir selbst behaupten. Doch irgendwie hat mein K\u00f6rper ein Talent daf\u00fcr, mich in den Situationen, in denen es darauf ankommt, dann doch im Stich zu lassen. Besonders bei Langstreckenfl\u00fcgen scheint dies der Fall zu sein, bei vier von f\u00fcnf, die ich bis jetzt in meinem Leben absolviert habe, war ich mehr oder weniger krank. Selbstverst\u00e4ndlich war dem nun auch bei meiner Anreise nach Bolivien so. Besonders auf dem Flug nach Panama-Stadt merkte ich nun wieder ein deutliches Krankheitsgef\u00fchl, was es mir (in Kombination mit vermutlich ungesunden Mengen an Melatonintabletten) erm\u00f6glichte, eine f\u00fcr mich rekordverd\u00e4chtige Zeit des Flugs mit Schlafen zu verbringen. Ich hatte im Vorfeld gro\u00dfe Sorge \u00fcber die mit dieser 30-st\u00fcndigen Reise einhergehende Belastung, doch am Ende war es dann doch weniger schlimm als gedacht. Sp\u00e4testens ab Panama-City sorgte die M\u00fcdigkeit daf\u00fcr, dass ich eigentlich gar nicht mehr so viel aktiv mitbekam.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div data-hook=\"rcv-block39\"><\/div>\n<div id=\"viewer-4dq4q\" class=\"_2vd5k b6lcWf\">\n<div class=\"_3VL_9 VgmBGL VgmBGL\">\n<div class=\"_2kEVY\" role=\"button\" data-hook=\"imageViewer\">\n<div id=\"new-image779\" class=\"_3WJnn _2i-Gt _2Ybje\"><\/div>\n<div class=\"\">Nun war der Moment gekommen: Ich bestieg ein Flugzeug nach Bolivien, nach Santa Cruz. Nach dem immerhin rund f\u00fcnfst\u00fcndigen Flug nach Santa Cruz de la Sierra setzte unser Flugzeug gegen vier Uhr morgens Ortszeit zur Landung in Bolivien an. Nun galt es seine letzten Kraftreserven zusammenzunehmen und sich in die Schlange zur Migraci\u00f3n, der Einreise, einzureihen. Nach \u00fcber 1,5 Stunden des Wartens war schlie\u00dflich ich an der Reihe.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p id=\"viewer-fgao5\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Tats\u00e4chlich verbrachte ich auch deutlich mehr als f\u00fcnf Minuten am Einreiseschalter, da es aufgrund meines mehr als drei Monate alten Visums zu Konfusion kam und man mich zuerst zum erneuten Bezahlen des Visums aufforderte. Nachdem dies mit einem weiteren Beamten gekl\u00e4rt war, musste ich dem Grenzsch\u00fctzer noch einige Dokumente vorlegen, exemplarisch meine Vertr\u00e4ge und meine Airbnb-Best\u00e4tigung. Ganz unschuldig am Ablauf meiner Einreise bin ich jedoch auch nicht, da ich in diesen Minuten realisierte, das bolivianische Adresssystem nicht richtig durchschaut zu haben (mittlerweile wei\u00df ich, dass es irgendwie auch kein System gibt bzw. mehrere Systeme parallel zueinander existieren). Somit konnte ich, was wirklich ung\u00fcnstig und f\u00fcr mich sehr untypisch ist, die Frage, wo ich denn nun wohnen w\u00fcrde, nur unzureichend beantworten, was den Beamten sichtlich st\u00f6rte. Vermutlich muss ich in diesem Moment jedoch einen sehr hilflosen Eindruck gemacht haben, weswegen der Beamte schlie\u00dflich doch den Einreisestempel in meinen Reisepass haute. <\/span><\/p>\n<p id=\"viewer-7argq\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Da war ich nun, in diesem Bolivien. Also fast. Zumindest war ich in der kleinen Ankunftshalle des Flughafens in Santa Cruz. Sofort besorgte ich mir erste Bolivianos (die bolivianische W\u00e4hrung) sowie eine Sim-Karte. Zuf\u00e4llig traf ich einen Mitfreiwilligen sowie sp\u00e4ter noch zwei andere Freiwillige meiner Organisation, die aus Madrid kamen und nach La Paz weiterreisten.<\/span><\/p>\n<div id=\"viewer-obuh\" class=\"_2vd5k b6lcWf\">\n<div class=\"_17-_F vsUsHN vsUsHN\">\n<div class=\"_2kEVY\" role=\"button\" data-hook=\"imageViewer\">\n<div id=\"new-image780\" class=\"_3WJnn _2i-Gt _2Ybje\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p id=\"viewer-f8vac\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\"> Nun galt es lediglich noch, einen letzten Flug hinter sich zu bringen. Wobei dies eigentlich der falsche Ausdruck ist, denn f\u00fcr mich war der Flug mit der staatlichen Fluggesellschaft Boliviens, der BoA (Boliviana de Aviaci\u00f3n) und deren museumsreifem Flugzeug, ein ganz eigenes Erlebnis. Daneben konnte ich vom Himmel aus die atemberaubende bolivianische Landschaft beobachten. Nach etwas mehr als einer halben Stunde begab sich das Flugzeug bereits in seinen Landeanflug nach Cochabamba, wobei es sehr dicht an den hohen, diese Stadt umgebenden Bergen vorbeiflog. <\/span><\/p>\n<p id=\"viewer-as4fc\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Und nachdem wir \u00fcber Cochabamba eingeschwebt waren, landete ich in meiner Heimat f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr\u2026 <\/span><\/p>\n<p id=\"viewer-a9muh\" class=\"mm8Nw _1j-51 roLFQS _1FoOD _3M0Fe Z63qyL roLFQS public-DraftStyleDefault-block-depth0 fixed-tab-size public-DraftStyleDefault-text-ltr\"><span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\"><em>Die Fortsetzung dieses Blogeintrags \u00fcber meine ersten Wochen in Cochabamba ver\u00f6ffentliche ich sehr bald! <\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich will ganz ehrlich sein. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, schon viel fr\u00fcher und ausf\u00fchrlicher nicht nur von meinen Erlebnissen und Erfahrungen in den ersten Woche in Bolivien, sondern auch von meinem Vorbereitungsseminar am Werbellinsee zu berichten. Im assoziativen Schreiben wollte ich mich \u00fcben und das Lesen meines Blogs so spannender machen. Am Ende ist &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliusreinemann\/2023\/03\/31\/das-abenteuer-beginnt-meine-erfahrungen-auf-dem-zwischenseminar-und-bei-der-ausreise-nach-bolivien\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Das Abenteuer beginnt! 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