{"id":806,"date":"2011-04-05T13:11:46","date_gmt":"2011-04-05T05:11:46","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/?p=806"},"modified":"2011-06-11T20:38:08","modified_gmt":"2011-06-11T12:38:08","slug":"fruhling-in-yunnan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/2011\/04\/05\/fruhling-in-yunnan\/","title":{"rendered":"Fr\u00fchling in Yunnan"},"content":{"rendered":"<p><strong>21. Januar 2011 &#8211; Kunming<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140753-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-855 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140753-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"421\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140753-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140753-Desktop-Aufl\u00f6sung-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140753-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 421px) 100vw, 421px\" \/><\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Kunming wird auch die Stadt des ewigen Fr\u00fchlings genannt. Zurecht. Als wir am Morgen m\u00fcde von der 18-Stunden-Hartsitzerfahrt ankamen, durften wir einen beeindruckenden Sonnenaufgang erleben und die milden Temperaturen taten echt gut nach den Minusgraden. Viele B\u00e4ume bl\u00fchten schon und insgesamt machte die Stadt einen sehr guten Eindruck auf mich. Sie war\u00a0nicht nur geografisch gesehen\u00a0westlicher. Es gab weniger Wohnhochh\u00e4user und mehr 4-5 st\u00f6ckige Wohnkomplexe. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140757-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-856 alignnone\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140757-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140823-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-857\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140823-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140866-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-858\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140866-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Das Hostel war schnell gefunden und hatte nach den Entt\u00e4uschungen in Chengdu endlich<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140770-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-863\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140770-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg\" alt=\"\" width=\"306\" height=\"408\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140770-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140770-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140770-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 306px) 100vw, 306px\" \/><\/a> mal richtig gute, hei\u00dfe Duschen. Frisch geduscht suchten wir nach Essbarem und schlenderten zu einem im LonelyPlanet angepriesenen alten Kuninger Viertel. Dieses entpuppte sich\u00a0als\u00a0zu einem\u00a0Touristenviertel ausgebautem Randbezirk der Stadt. Es hat mir auf Anhieb nicht gefallen. \u00dcberall wird der gleiche Tourikram verkauft und ich wollte eigentlich sofort wieder umkehren, aber man reiste ja nicht allein. Also verbrachte ich die n\u00e4chsten 2 Stunden damit den anderen hinterher zu laufen und unbedeutende Bilder von noch mehr Tempeln und Pagoden zu machen. Hinter einem der Tempel fand ich tats\u00e4chlich etwas, was eher nach altem Kunming aussah: eine \u00f6rtliche Marktstra\u00dfe, auf dem allerlei Gem\u00fcse feilgeboten wurde, f\u00fchrte in ein abgelegeneres, gesch\u00e4ftiges\u00a0Viertel, das haupts\u00e4chlich von Einheimischen besucht wird.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_864\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140791-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-864\" class=\"size-medium wp-image-864\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140791-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140791-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140791-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140791-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-864\" class=\"wp-caption-text\">integrierter &quot;Tempel&quot; im Hochhaus sozialistischen Stils<\/p><\/div>\n<p>Nach dem Abstecher an den Rand der Stadt, besuchten wir die West- und Ostpagode der Tang-Dynastie in der Stadt. Vorbei an diesen 2 unspektakul\u00e4ren Wahrzeichen der Stadt wandten wir uns dem Islam zu und besichtigten eine versteckte Moschee hinter einem Kaufhaus mitten in der Haupteinkaufsstra\u00dfe Kunmings. Das hatte auch was.\u00a0 Annika brauchte dringend ein neues Handy. Das Ger\u00e4t haben wir im Au\u00dfenbezik Kunmings schon gekauft. F\u00fcr etwa 150 Yuan, wenn ich mich richtig erinnere, bekam sie ein gebrauchtes, wei\u00dfes, edles, sch\u00f6nes Klapphandy, dass ich am liebsten selbst gekauft h\u00e4tte&#8230; aber meins funktionierte ja noch! Ich half ihr beim Kauf und meisterte die Verhandlungen sowie Qualit\u00e4tspr\u00fcfungen auf Chinesisch. Nun suchten wir nur noch nach einer SIM-Karte. Nach ewigem Warten in einem Gesch\u00e4ft schickte man uns in ein anderes Gesch\u00e4ft, weil sie eine Karte haben wollte, mit der man auch ins Ausland telefonieren kann. Also wieder warten. Als wir endlich dran waren ging alles relativ z\u00fcgig. Tarif ausgew\u00e4hlt, PIN aufgesucht, bezahlt und fertig. Erst jetzt wusste ich, dass es verschiedene Tarife gab und blickte etwas durch das verwirrende System der SIM-Karten. Denn einfach fragen ging ja auch nicht, den komplizierten Erkl\u00e4rungen kann ich ohnehin nicht folgen. Gl\u00fccklich \u00fcber den erfolgreichen Handykauf\u00a0lie\u00dfen wir uns in\u00a0einem nahegelegenen Park\u00a0nieder und beobachteten kr\u00e4hende Riesenstockenten\u00a0\u00fcbers Wasser schwimmen. Die untergehende Sonne r\u00fcckte die Motive ins rechte Licht und es entstanden einige sch\u00f6ne Fotos.<\/p>\n<p>F\u00fcr den\u00a0n\u00e4chsten Tag hatten wir uns die Westberge vorgenommen. &#8222;Wer die Westberge<\/p>\n<div id=\"attachment_865\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140809-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-865\" class=\"size-medium wp-image-865\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140809-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140809-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140809-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140809-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-865\" class=\"wp-caption-text\">Eine der beiden Zwillingspagoden in Kunming<\/p><\/div>\n<p>nicht gesehen hat, hat Kunming nicht gesehen.&#8220;,\u00a0so\u00a0ein lokales Sprichwort. Eigentlich waren die gar nicht so spektakul\u00e4r wie behauptet. Ein\u00a0gro\u00dfe See erstreckt sich s\u00fcdwestlich\u00a0von Kunming und dessen Westseite ragt ein Gebirgszug in den Himmel. Wir\u00a0nahmen auf dem Hinweg die Seilbahn \u00fcber den See und wanderten ein bisschen umher. Ziel war eigentlich das Dachentor, denn &#8222;Wer das Drachentor nicht gesehen hat, hat die Westberge nicht gesehen.&#8220; so das Sprichtwort weiter. Ich vermute Geldmacherei hinter all diesen Spichw\u00f6rtern, denn der Eintritt zum Drachentor war doch recht hoch. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wieviel\u00a0es genau war, aber wir sind jedenfall nicht reingegangen. Je l\u00e4nger\u00a0man in\u00a0China ist, desto weniger l\u00e4sst man sich von Namen wie Drachentor, Bambustempel und Jadegr\u00fcner-See-Park beeindrucken. Es ist doch alles mehr Schein als\u00a0Sein. Gleich vor dem Eingang zum Drachentor entdeckten wir einen Maler, der Namen f\u00fcr nur 2 Yuan auf k\u00fcnstlerische Weise\u00a0umsetzt und so einen sch\u00f6nen Schriftzug entstehen l\u00e4sst. Nicht lange gez\u00f6gert lie\u00df ich mir meinen\u00a0chinesischen Namen aufmalen und das Ganze noch einlaminieren. Schlie\u00dflich musste das noch\u00a0 unbeschadet nach Qingdao zur\u00fcck kommen.\u00a0So\u00a0erh\u00f6hte\u00a0sich der Preis auf das 6-fache, aber egal. Und wie wir so umherwanderten, stie\u00dfen wir auf einige Chinesen, die einen Trampelpfad bergauf gingen. Hinterher.\u00a0Nach einer halben Stunde\u00a0\u00fcber Stock und Stein sind wir irgendwo\u00a0oben auf den Westbergen angekommen. Eine kleine H\u00e4useransammlung begr\u00fc\u00dfte uns. Und wie so \u00fcberall in China, musste man\u00a0nicht lange suchen, um einen kleinen Imbiss zu finden. Nach der leckeren Nudelsuppe suchten\u00a0wir\u00a0nach einem Weg runter vom Berg zur\u00fcck in die Stadt. Man zeigte uns eine Richtung, der wir zun\u00e4chst folgte. Schnell stellte sich aber heraus, dass diese\u00a0immer nur bergauf f\u00fchrte. Ein\u00a0entgegen kommender Autofahrer war so feundlich uns mit nach unten\u00a0zu\u00a0nehmen.\u00a0Auf halben Weg wollte das P\u00e4rchen sich einen Tempel anschauen, also\u00a0bedankten wir uns bei ihnen und liefen den Rest zu Fu\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150122-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-859\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150122-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150145-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-860\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150145-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150156-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-861\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150156-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150157-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-862\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150157-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>22. Januar 2011 &#8211; Shilin<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150069-Desktop-Aufl\u00f6sung2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-869\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150069-Desktop-Aufl\u00f6sung2-640x480.jpg\" alt=\"\" width=\"606\" height=\"456\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150069-Desktop-Aufl\u00f6sung2-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150069-Desktop-Aufl\u00f6sung2-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150069-Desktop-Aufl\u00f6sung2.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 606px) 100vw, 606px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Die Stadt Shilin liegt etwa 80 km s\u00fcd\u00f6stlich von Kunming und \u00fcber 30% ihrer Bewohner geh\u00f6ren ethnischen Minderheiten an, haupts\u00e4chlich der Yi-Nationalit\u00e4t. Eigentlich kommt niemand wegen der Stadt hierher, sondern nur wegen dem Steinwald, was der Name \u00fcbersetzt bedeutet. Dieser 350 km\u00b2 gro\u00dfe Nationalpark bietet die dichteste Ansammlung von Kalksteinformationen in China und vielleicht auch auf der Welt. Er wird in 3 Bereiche eingeteilt: Der Gro\u00dfe Steinwald, der Kleine Steinwald und der Naigu Steinwald. Es lassen sich mit einer guten Portion Fantasie Tier-, Pflanzen- und auch menschliche Formen entdecken. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140895-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-870\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140895-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140902-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-871\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140902-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140904-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-873\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140904-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140913-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-874\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140913-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Anfangs folgten wir den geteerten Hauptstra\u00dfen. Es wirkte wie ein Museum, rechts und links die Austellungsst\u00fccke, einz\u00e4unt durch einen 10 cm hohen Minizaun. Langweilig. Also nahmen wir die erstbeste Gelegenheit auf einen Trampelpfad oder kleinen gepflasterten <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150011-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-883\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150011-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150011-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150011-Desktop-Aufl\u00f6sung-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150011-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Weg zu kommen. Von da an gefiel mir der Steinwald viel besser. Wir blieben meist auf den ausgeschilderten und gepflasterten Wegen, um keine Skulptur zu verpassen, und machten hier und da ein kleines Picknick. Das Wetter war auch spitze und als Patrick gute Musik aufdrehte, war es nicht mehr zu toppen. Perfektes Urlaubsfeeling. Die Karstformationen waren ziemlich interessant. Wir gr\u00fcbelten lange dar\u00fcber nach, warum fast alle Steine an der gleichen Stelle Furchen und Einbr\u00fcche hatten. Ich war ja der Meinung, dass die Steinspitzen abgefallen sind und man sie k\u00fcnstlich wieder aufgebaut hat. Den Chinesen traue ich ja alles zu. Die anderen beiden lachten mich f\u00fcr meien Theorie aus. Zugegeben war sie nicht besonders logisch (wie sollte man die Steine so hoch draufbekommen und das bei Hunderten Spitzen und\u00a0zwischen vielen Steint\u00fcrmen, die keinen Platz f\u00fcr Kr\u00e4ne bieten&#8230;), aber mir fiel keine bessere ein. Eine Infotafel kl\u00e4rte uns dann auf: In den Kerben befanden sich leicht abzutragendes Material, das in Folge von Wind- und Wassererosion davongetragen wurde und den harten Kalkstein zur\u00fccklie\u00df. Ah! H\u00e4tte man sich denken k\u00f6nnen&#8230; Alle Steine sind dem gleichen Grund entsprungen (logisch), weshalb sich die Kerben alle auf einer H\u00f6he befanden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-875\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140935-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140943-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-876\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140943-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140945-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-877\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140945-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140960-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-878\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140960-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Also der Steinwald hatte schon was. Unser letztes Ziel im Nationalpark war der Eternal Mushroom. Ohne zu wissen, was das eigentlich war, lie\u00dfen wir uns vom wohlklingenden Namen anlocken. Chinesen sind in dieser Hinsicht sehr kreativ. &#8222;Bambustempel&#8220; und<\/p>\n<div id=\"attachment_884\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140933-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-884\" class=\"size-medium wp-image-884\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140933-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140933-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140933-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1140933-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-884\" class=\"wp-caption-text\">Eines der Skulpturfelsen, genannt: Mutter und Kind<\/p><\/div>\n<p>&#8222;Park der Gro\u00dfartigen Aussicht&#8220; befl\u00fcgeln die Fantasie und sind gr\u00f6\u00dftenteils leider eine Entt\u00e4uschung. Jedenfalls halten sie nicht das, was man sich unter solchen Namen ausmalt. Der Bambustempel hat vor seinem Tor ein paar Bambusstr\u00e4ucher stehen, die sonst auch vor jedem anderen Tempel zu finden sind und der Park ist und bleibt ein gew\u00f6hnlicher Park am Fluss. Vielleicht wurde die Aussicht auf den Fluss fr\u00fcher so gelobt&#8230; Zur\u00fcck zum Magic Mushroom. Wir folgten dem Weg an Feldern vorbei auf eine Plattform, die zugleich eine Sackgasse war. Um uns herum pilzartige Gesteinsverformungen, die durch Winderosion am Sockel schmaler und nach oben hin breiter werden &#8211; wie ein Pilz eben.\u00a0 Nett sah es aus und da die Pilze nicht all zu hoch waren, lie\u00dfen wir uns jeweils darauf ablichten :). Der Wind wehte ganz sch\u00f6n stark und man musste aufpassen, nicht runterzufallen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150024-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-879\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150024-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150099-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-880\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150099-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150082-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-881\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150082-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150100-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-882\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/04\/P1150100-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Irgendwann werden auch magische Pilze langweilig und wir machten uns zum Ausgang des Parks auf; zur\u00fcck auf die breite, geteerte Stra\u00dfe und zu den gepflegten, mit Miniz\u00e4unen gesicherten Gr\u00fcnfl\u00e4chen. Und wie wir auf unseren Bus warteten, kaufte Annika sich noch eine sch\u00f6ne, traditionelle Kopfbedeckung der dort ans\u00e4ssigen Yu-Minderheit.<\/p>\n<p><strong>24. Januar<\/strong> <strong>2011 &#8211; Yuanyang Reisterassen<\/strong><\/p>\n<p>Am 23. Januar stiegen wir abends in den Schlafbus Richtung S\u00fcden ein &#8211; genauer Richtung Yuanyang zu den Reisterassen, das Bild, an dass die meisten Leute denken, wenn sie &#8222;China&#8220; h\u00f6ren. Nach einer langen und erholsamen Busfahrt (hatte ich schon erw\u00e4hnt, dass ich Schlafbusse liebe?) kamen wir morgens um 5 Uhr an. Um 6 Uhr etwa leuchtete mir eine Taschenlampe ins Gesicht: Die Frau vom Hostel kam, um uns abzuholen. Nach einigen Missverst\u00e4ndnissen packten wir unsere Sachen und lie\u00dfen uns zum Hostel bringen. Hiroki hatte kurzfristig kein Ticket mehr f\u00fcr unseren Bus gekriegt, fuhr deshalb eine andere Route und wollte sp\u00e4ter dazusto\u00dfen. Am Hostel kurz das Gep\u00e4ck abgeladen und schon ging es los. Wir mieteten Fahrerin und Minivan f\u00fcr einen Tag und teilten es uns mit 2 Amerikanern, was letztendlich jeden nur etwa 80 Yuan kostete. F\u00fcr die Scenic Spots musste man Eintrittskarten kaufen. Mit 60 Yuan nicht ganz so billig.<\/p>\n<p>Es fing schon nicht gut an: Die ersten Reisterassen waren wolkenverhangen und man sah au\u00dfer dickem Nebel, den ich auf dem HuangShan schon zu gen\u00fcge gesehen habe, nichts. Also entschieden wir uns f\u00fcr eine Fr\u00fchst\u00fcckspause im dreckigsten Dorf, dass ich je gesehen habe. M\u00fclleimer gibt es nicht, erz\u00e4hlt uns unsere Fahrerin, einfach auf die Stra\u00dfe damit, es w\u00fcrde zur Seite gekehrt werden. Wann danach mit dem ganzen Zeug passiert, wei\u00df ich auch nicht. Wir probierten lokale bao zi und fuhren danach zu den n\u00e4chsten Terassen. Gott sei Dank kl\u00e4rte es auf und man hatte eine wunderbare Aussicht auf eine faszinierende Landschaft, die mit ein paar Restnebelschleiern umso mystischer aussah. Der Nebel kommt und geht wie er will, sagen die Einheimischen, besonders im Fr\u00fchling sei es sehr nebelig, was unsere Fahrerin keineswegs davon abhielt mit 50 km\/h \u00fcber Serpentinen zu brettern, wo man doch nur 50 m Sichtweite hatte&#8230; Hauptsache, das Warnblinklicht ist an und ab und zu wird gehupt.<\/p>\n<p>Auf dem Weg durch die Berge begegneten wir Ringviehtreibern und H\u00e4ndler, die die ganzen Strecken zu Fu\u00df liefen. Das Gebiet ist riesig, teilweise sind wir eine halbe Stunde gefahren. Gegen Mittag wurde Hiroki aufgelesen und am Abend entspannten wir uns im Hostel, das eher wie ein Hotel war, mit einem Film, den Annika in Kunming gekauft hatte. Wir wollten, dass Hiroki\u00a0 bei uns im 3-Bett-Zimmer schlief, aber die Hostelleitung war strikt dagegen. Wir legten uns ziemlich mit ihnen an. Er h\u00e4tte sogar den gleichen Preis wie f\u00fcr ein Dormbett gezahlt, aber sie blieben sturr. Er tat uns leid, dass er als Einziger ins kalte Dorm ohne Heizdecke musste und, dass die Besitzer noch Schadenfreude empfanden, war echt das H\u00f6chste! Heimlich gaben wir ihm eine unserer Heizdecken und w\u00fcnschten uns eine gute (warme) Nacht.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich war die Nacht gar nicht so kalt gewesen, nur der Nebel am n\u00e4chsten Tag tr\u00fcbte etwas die Stimmung. Wir checkten so schnell wie m\u00f6glich aus. Das Photographer&#8217;s Hostel ist nur f\u00fcr g\u00fcnstige \u00dcbernachtungen zu empfehlen und hat sonst nichts, was man aus anderen Hosteln gewohnt ist. Nachdem wir unser Gep\u00e4ck am Busbahnhof deponiert hatten, suchten wir uns einen Motorrikschafahrer f\u00fcr eine letzte Tour zu den Terassen. Bereits am zweiten Tag hatte ich genug von Reisterassen, sahen doch eh alle gleich aus. Aber die Zeit bis zum Abend musste man ja irgendwie sinnvoll rumkriegen. Wir fanden einen netten und g\u00fcnstigen Fahrer, mit dem wir schlie\u00dflich den ganzen Tag verbrachten. Er war echt cool drauf und half uns bei einigen Sehensw\u00fcrdigkeiten per Hintert\u00fcrchen reinzukommen. So stapfen wir durch ein Dorf und \u00fcber Trampelpfade zu einer weiteren Aussichtsform. Zum Gl\u00fcck haben wir den Eintritt gesparrt, denn au\u00dfer einer wei\u00dfen Wand sah man dort nichts. Wir fuhren noch zu einem Dorf, das 60 Yuan Eintritt verlangte. Zu viel. Also nichts wie los auf Vorschlag unseres Fahrers die Reisterassen runtergeklettert und den Hintereingang nehmen. Leider machten wir einen Fehler: Zuvor am Ticketstand haben wir uns zu lange \u00fcber die Preise aufgeregt, sodass man uns schon kannte. Zudem waren wir die einzigen Touristen dort. Als man uns also im Dorf entdeckte ohne den Ticketschalter passiert zu haben, wurden wir sofort des Dorfes verwiesen. Schade, h\u00e4tte klappen k\u00f6nnen. Ein bisschen was haben wir trotzdem gesehen. Ein etwas psychisch behinderter Mann bot sich im Dorf an unser Reisef\u00fchrer zu sein. Nett von ihm. Leider war er total nutzlos und dackelte eher uns hinterher, bis man uns eben entdeckte.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck auf der Motorrikscha ging es ins Hauptdorf zur\u00fcck, von wo aus wir dem Schlafbus nach Kunming nehmen wollten. Unser Fahrer war total korrekt und hat nicht mal Aufschlag f\u00fcr den Abstecher ins Dorf verlangt. Auf dem Dorf hilft man sich viel gegenseitig. So nahm unser Fahrer 2 Jungen im Alter von etwa 15-17 auf dem Weg mit. Erschreckend ist, dass selbst so junge Leute schon rauchen.<\/p>\n<p><strong>26. Januar 2011 &#8211; Dali<\/strong><\/p>\n<p>So, jetzt kommen wir endlich zu meinem Lieblingsort auf der Reise, Dali. Dali ist wie viele alte D\u00f6rfer in eine Alt- und eine Neustadt geteilt. Zum Gl\u00fcck ist die Neustadt weit genug entfernt von der Altstadt, sodass man das\u00a0Gef\u00fchl hat, ein wenig in der alten Zeit zu schwelgen.\u00a0Dali ist nicht gro\u00df, die Altstadt jedenfalls, und ist ein eigentst\u00e4ndiges kleines touristisches Dorf. Mit dem Bus f\u00e4hrt man aus der neuen Stadt raus an Feldern vorbei bis man am Stadttor der Altstadt ankommt. Und die Lage Dalis ist eindrucksvoll. Hinter einem ragen majest\u00e4tisch die Gipfel des 4000m hohen Cang Shan\u00a0auf und vor einem breitet sich der lange Erhai See aus. Dali genau dazwischen. In den f\u00fcnf Jahrhunderten des unabh\u00e4ngigen Yunnans war Dali das Zentrum\u00a0und auch das Ende der Burmastra\u00dfe. Die gr\u00f6\u00dfte Minderheit in der Region sind die 1,5 Mio. Bai. Hin und wieder trifft man einen von ihnen, so wie die alte Frau am See, die uns unbedingt einen Bootstrip andrehen wollte und einfach nicht loslies. Selbst als wir schon zigmal abgelehnt hatten und den gleichen Weg zur\u00fcck mussten, kam sie nochmal an. Aber ohne Hartn\u00e4ckigkeit kommt man in Asien nicht weit.<\/p>\n<p>Wir haben einen Abend und einen Tag in Dali verbracht. Vom Hostel mieteten wir f\u00fcr 10 Yuan g\u00fcnstig\u00a0Fahrr\u00e4der und fuhren erstmal drauflos.\u00a0Au\u00dfer den 3 Pagoden gibt es eigentlich nicht viel zu sehen. An diesem Punkt der Reise waren wir besonders knauserig. Ich wei\u00df nicht mehr wieviel der Eintritt kostete, jedenfalls war er uns f\u00fcr 3 Pagoden und einige Tempel zu hoch. Also musste der hohe Felshaufen als Aussichtspunkt herhalten.\u00a0Fahrr\u00e4der abgestellt und raufgeklettert, hatte ich nicht nur einen tollen\u00a0Blick auf die Pagoden, sondern auch auf den riesigen See. Das sah so geil aus! Nach tausenden Fotos\u00a0schwangen wir uns wieder auf die Drahtesel und fuhren Richtung Erhai See, vobei an einem alten Dorf.\u00a0Eine erfrischende Brise wehte uns entgegen. Und ehe ich es vergesse, in Dali habe ich die schlimmsten Toiletten in ganz China gesehen! Eigentlich ist es auch ganz am\u00fcsant und mittlerweile st\u00f6rt es mich nicht mehr so. Diese Toiletten werden wohl alle halbe Jahre mal geleert und Privatsph\u00e4re ist auch ein Fremdwort. Nur die Geschlechtertrennung wird beibehalten. Am Nachmittag des zweiten Tages entschieden wir uns zur Weiterfahrt\u00a0nach Lijiang.<\/p>\n<p>Dali ist echt ein Ort\u00a0der Erholung. Zwar auch touristisch erschlossen, aber gerade das macht es so\u00a0sch\u00f6n. Die vielen kleinen Caf\u00e9s und die Ausl\u00e4nderstra\u00dfe haben schon was f\u00fcr sich und die alte\u00a0Stadmauer mit Blick auf den See ist etwas ganz Besonderes. Ich w\u00fcrde immer wieder gerne hierher zur\u00fcckkommen.<\/p>\n<p><strong>28. Januar 2011 &#8211; Lijiang<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Wir kamen am Abend in Lijiang an, das nur 4 Stunden von Dali entfernt liegt. Das Hostel Mama Naxi lag genau in der Altstadt, perfekt. Dieses Mal war es kein Hostel des Hostelworld-Verbandes sondern ein Guesthouse. Woran sich das bemerkbar machte? Es herrschte eine famili\u00e4rere Atmosph\u00e4re, es gab keine Locker f\u00fcr das Gep\u00e4ck, weil ja niemand zu Hause sein Gep\u00e4ck einschliessen w\u00fcrde, und der Aufenthaltsraum gleichte dem Wohnzimmer von Mama Naxi. Diese war eine nette, \u00e4ltere Frau, die einem bei allen Problemen half, kochte und eben wie eine Mama war. Neben dem Personal wohnten noch 4 Katzen, 2 Hunde und ein armer Vogel im Guesthouse. Es war echt gem\u00fctlich da, obwohl ich die internationale Atmosph\u00e4re\u00a0in Hosteln bevorzuge.<\/span><\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag begann um 8 Uhr. F\u00fcr Annika und mich jedenfalls. Wir fr\u00fchst\u00fcckten in der N\u00e4he und tranken einen langersehnten guten Kaffee. Irgendwann um\u00a09 war Patrick\u00a0auch aufgestanden und wir entdeckten gemeinsam die Altstadt. Ich finde Lijiang nicht\u00a0besonders reizend. Es\u00a0hat viel von seinem ehemaligen Charme eingeb\u00fc\u00dft durch den Tourismus. Die Altstadt\u00a0ist nur dem Namen nach &#8222;alt&#8220;. In den restaurierten, einst\u00f6ckigen H\u00e4usern sind Restaurants, Souvenirl\u00e4den und sonstiger Krimskrams untergebracht. Alles zu touristischen Preisen. Die Altstadt ist wie ein Labyrinth, st\u00e4ndig verliefen wir uns auf der Suche nach dem Hostel. Alles sah irgendwie gleich aus und \u00fcberall wurden die gleichen Dinge verkauft, was die Orientierung nicht gerade erleichterte. Es wurde sogar in s\u00e4mtlichen L\u00e4den der gleiche Song gespielt, ein sehr ber\u00fchmtes Lied einer lokalen S\u00e4ngerin. Gegen Mittag trafen wir Hiroki im Hostel und machten uns zu viert nun auf zum Teich des schwarzen Drachen, der zusammen mit dem Yulongxue Shan das beliebteste Fotomotiv Lijiangs ist. Den Ratschlag eines Deutschen folgend, liefen wir die Stra\u00dfe gen Norden vorbei am Haupteingang hoch und hielten nach einer Br\u00fccke in den Park Ausschau. Wie \u00fcberall in China wurde Eintritt f\u00fcr den Park verlangt und nicht zu wenig. Ganze 80 Yuan wollten sie von jedem haben. Vor dem Eingang lungerten schon einige alte Frauen rum, die anboten Touristen f\u00fcr nur 30 Yuan pro Person in den Park zu bringen. Aber wir hatten ja bereits den Hinweis, dass es ganz einfach ist, selbst diese Br\u00fccke zu finden. Und tats\u00e4chlich fanden wir eine Br\u00fccke, die schnurstracks in den Park f\u00fchrte. Nur noch durch das Loch im Zaun und wir waren drin. Dachten wir jedenfalls. Ewig irrten wir an einem Berghang umher, vorbei an Gr\u00e4bern, Kleidungsst\u00fccken und singenden M\u00e4nnern. Ich war sau froh, dass wir erstens zu viert und zweitens nicht nachts unterwegs waren!! Irgendwann sahen wir ein, dass wir uns verlaufen hatten und suchten einen Weg raus. Den fanden wir auch, aber das war eine zwielichtige Gasse zwischen 2 Fabrikgel\u00e4nden, in der \u00fcberall Knochen und Tiersch\u00e4del verstreut lagen&#8230; Endlich drau\u00dfen musste ich mich erstmal von diesem Schock erholen. Sp\u00e4ter mussten wir feststellen, dass wir bereits im Park waren und das Loch um Zaun schon wieder aus dem Gel\u00e4nde rausf\u00fchrte auf einen Berg. Also nochmal \u00fcber die Br\u00fccke und diesmal rechts rum und nicht durch den Zaun. Der Park war ganz nett, aber sicher keine 80 Yuan wert. Und das Fotomotiv des Berges mit dem See, einer Br\u00fccke und einer Pagode davor ist berechtigt das beliebteste Bild. Wie gemalt!<\/p>\n<p>Am Abend wurden wir noch Zeuge einer Tanzeinlage einiger Naxi-Frauen. Sehr interessant. Begeisterte Chinesen tanzten auch mit. Die Naxi sind die in Lijiang vorherrschende Minderheit. Sie haben eine reichhaltige Kultur, Dongba genannt. Es wird geglaubt, dass in jedem Gegenstand ein Geist wohnt. Der Wassergeist ist f\u00fcr die Naxi der wichtigste Geist, denn Wasser bedeutet Leben. Am Eingang des Parks gibt es ein sehr interessantes und gut gemachtes Museum zu den Naxi und ihrer Kultur. Lijiang am Abend ist beeindruckend. \u00dcberall leuchten einem Lampions und gelbe Lichter den Weg, es gibt eine lange Kneipenstra\u00dfe und Essen ohne Ende. Eine Spezialit\u00e4t sind die Lijiang Baba&#8217;s. Ich hab leider vergessen wie die chin. Schriftzeichen aussehen. Das ist ein s\u00fc\u00dfer oder herzhafter Fladen. Echt gut!!<\/p>\n<p><strong>29. Januar 2011 &#8211; Tigersprungschlucht<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Der ganze n\u00e4chste Tag war f\u00fcr die Tigersprungschlucht eingeplant. Eigentlich wollte ich da gar nicht hin, aber da die Zeit reicht und Patrick hinwill, warum nicht. Und ich habe es nicht bereut. Es ist nach Dali der zweitsch\u00f6nste Ort.<\/span><\/p>\n<p>Noch vor Sonnenaufgang um 8 Uhr sa\u00dfen wir im Bus zur Schlucht. Die Fahrt dauerte 2 1\/2 Stunden etwa, inkl. versp\u00e4teter Abfahrt. Als wir ankamen wurde erstmal Eintritt kassiert, obwohl wir die Information hatten, dass es\u00a0kostenlos w\u00e4re. Dank meinem abgelaufenen Sch\u00fclerausweis bekam ich den g\u00fcnstigeren Tarif von 50 Yuan, Patrick musste als einziger 100 blechen und war dementsprechend schlecht gelaunt nachher. Wir handelten noch den Preis f\u00fcr ein Mietwagen plus Fahrer aus und kamen eigentlich ganz gut weg mit 40 Yuan pro Person. Dann ging es endlich los. Wir machten an dem ersten Punkt halt, entschieden uns aber recht schnell dazu weiterzufahren, weil es \u00fcbertrieben windig war. \u00a0Der zweite Punkt war das einzige Restaurant dort, an dem wir Halt f\u00fcr eine Mittagspause machten. Die Preise waren erstaunlich human und der Blick aus den Toiletten war auch einzigartig :D.<\/p>\n<p>Der dritte Halt wurde bei der eigentlichen Schlucht gemacht. Wir wanderten\u00a01 Stunde lang\u00a0am Berg\u00a0hinunter und eine wieder hoch. An der tiefsten Stelle angekommen machten wir viele Fotos und\u00a0kletterten auf den Felsen herum. F\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Felsen, auf dem\u00a0eine Steintafel mit der simplen Inschrift &#8222;\u4e2d\u864e\u8df3\u5ce1&#8220; steht, wurde sogar Eintritt verlangt. Auf dem Weg nach oben kamen wir an einem Rastpunkt an (eine einfache H\u00fctte), in der noch das Verkaufsschild f\u00fcr Edelweissblumen stand. Sogar auf Deutsch stand da der Name drauf. Ich finde das ziemlich schokierend und traurig zugleich, dass eine h\u00f6chstseltene Pflanze, die in Deutschland unter Artenschutz steht, in China einfach mal so f\u00fcr 2\u20ac an interessierte Touristen verkauft wird. Auf dem Weg nach oben mussten wir einige Meter lang, eine\u00a0senkrecht nach oben f\u00fchrende Himmelsleiter hochklettern. Ich hatte jeden Moment das Gef\u00fchl die Verankerung bricht und ich w\u00fcrde r\u00fccklings nach unten fallen&#8230;<\/p>\n<p>Au\u00dfer Atem, aber heil oben angekommen, wurden wir mit einem einzigartigem Panorama belohnt und ich bin immer noch der Meinung, dass die Landschaft locker in Tibet h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Auf dem Weg zur\u00fcck machten wir noch Bekanntschaft mit der chinesischen Konfliktl\u00f6sung. Wir wollten nochmal am ersten Punkt halten, wurden aber recht schnell von den Sicherheitskr\u00e4ften verwiesen mit der &#8222;Begr\u00fcndung&#8220;, dass es &#8222;eine Angelegenheit gibt&#8220; (\u6709\u4e8b\u60c5). Was f\u00fcr eine verriet man uns nicht. Kaum zur\u00fcck im Auto d\u00fcste unser Fahrer sowas von\u00a0schnell davon, dass wir nicht locker lie\u00dfen, um den wahren Grund zu erfahren. Hiroki \u00fcbersetzte uns, dass es anscheinend Probleme zwischen den Anwohnern in der Schlucht und der Regierung gibt. Wer da den K\u00fcrzeren gezogen hat, ist ja wohl klar. Die Regierung will den selbstst\u00e4ndigen Verkauf der Bewohner verbieten, die sehen es aber als ihr gutes Recht an, Waren an Touristen zu verkaufen und sich so etwas dazuzuverdienen. Verst\u00e4ndlich. Wir wurden von Weitem dann noch Zeuge eines riesigen, bewaffneten\u00a0Polizeiaufgebots. Beeindruckend&#8230; Man hat uns vom Schauplatz weggelockt, indem uns versprochen wurde, den ganzen Eintritt zur\u00fcckgezahlt zu bekommen. Auch nicht schlecht, denn wir kamen genau am ersten Tag an, an dem die Hauptsaison wieder losging und kassiert wurde.<\/p>\n<p><strong>30. Januar 2011 &#8211; Zur\u00fcck in Lijiang und zur\u00fcck nach Kunming<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Den letzten Tag machten wir nichts Besonderes mehr. Am Tag davor ist Hiroki abgefahren. Schade eigentlich. Annika ging es gesundheitlich immer schlechter, aber sie hielt sich tapfer mit Medikamenten \u00fcber Wasser. Nachdem wir das Bus- gegen ein Zugticket getauscht hatten, sind wir abends\u00a0in einen der wenigen Doppeldecker-Schlafz\u00fcge Richtung Kunming gestiegen. In unserem Abteil war eine Chinesin, die mir ganz aufgeregt erz\u00e4hlt hat, dass sie das erste Mal so nah an Ausl\u00e4ndern\u00a0ist ^^. Schon s\u00fc\u00df irgendwie. Scheint sie sonst nur von Weitem durch die Kamerazoomfunktion gesehen zu haben.<\/span><\/p>\n<p><strong>31. Januar 2011 &#8211; Letzter Tag in Kunming<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Morgens kamen wir wieder in der Fr\u00fchlingshauptstadt an. Eigentlich wussten wir gar nicht so richtig, was wir machen sollten. Der Bambustempel lie\u00df sich schnell in 2 Stunden abhandeln, nichts gro\u00df was besonderes. Sch\u00f6n waren die vielen geschnitzten Erhats und die Tierfiguren auf den Balustraden, sonst war von Bambus eher weniger zu sehen. Wir waren die einzigen Besucher zu der Zeit und es war wunderbar ruhig dort drin.<\/span><\/p>\n<p>Am Abend nahmen Annika und ich den Zug nach Guangzhou und verabschiedeten uns von Patrick, der einen sp\u00e4teren Zug nach Shanghai nehmen wird. Ich besuche Familie, Annika trifft auf unsere Freunde in Guangzhou und Patrick ist in Shanghai zum Fr\u00fchlingsfest eingeladen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>21. Januar 2011 &#8211; Kunming Kunming wird auch die Stadt des ewigen Fr\u00fchlings genannt. Zurecht. 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