{"id":707,"date":"2011-02-28T15:36:56","date_gmt":"2011-02-28T07:36:56","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/?p=707"},"modified":"2011-03-28T01:09:22","modified_gmt":"2011-03-27T17:09:22","slug":"winter-in-sichuan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/2011\/02\/28\/winter-in-sichuan\/","title":{"rendered":"Winter in Sichuan"},"content":{"rendered":"<p><strong>12. Januar 2011 &#8211; Qingdao<\/strong>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Ich habe mich f\u00fcr einen Trolley entschieden. Dieser steht gepackt zusammen mit meinem Daypack neben der Garderobe und ich bin fertig f\u00fcr die Reise. Zuvor habe ich daran gedacht, alle verderblichen Lebensmittel aufzuessen bzw. mit auf die Zugfahrt zu nehmen. Es wird eine lange Fahrt, meine l\u00e4ngste Zugfahrt bisweilen. Ich habe vor dem Ticketkauf zwischen Sitz- und Schlafplatz \u00fcberlegt, mich dann f\u00fcr einen Schlafplatz entschieden, weil die 41-Stundenfahrt 2 N\u00e4chte beinhaltet. Zum Gl\u00fcck konnte ich den Weichschl\u00e4fer noch gegen einen Hartschl\u00e4fer tauschen, sodass es insgesamt &#8222;nur&#8220; 474 Yuan kostete. Den Tanzkurs am Abend musste ich absagen, da der Zug schon nachmittags ging. Etwas mulmig war mir schon, werde ich doch \u00fcber einen Monat lang nicht zu Hause sein. Ich hoffte, dass alles klappt und wir nicht all zu viel Stress durch die gr\u00f6\u00dfte, regelm\u00e4\u00dfige Migrationsbewegung der Welt bekamen. Richtig, auch dieses Mal konnte ich Patrick dazu bewegen, zusammen zu reisen :). Auch Annika wollte mitkommen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<div id=\"attachment_721\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130451-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-721\" class=\"size-medium wp-image-721\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130451-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130451-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130451-Desktop-Aufl\u00f6sung-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130451-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-721\" class=\"wp-caption-text\">n\u00e4chtliches Treiben im Zug<\/p><\/div>\n<p>\u00a0Also ging es irgendwann nachmittags zum Bahnhof. Mein Trolley war wahnsinnig schwer. Ich werde nie wieder so viel mitnehmen auf Reisen, besonders nicht im Sommer! Schon die Wartehalle quillte \u00fcber vor wartenden Menschen, Koffern und und Koffer-substituirenden Reiss\u00e4cken. <em>Na das kann ja was werden<\/em>. Pl\u00f6tzlich war ich heilfroh \u00fcber meinen Schlafplatz. Als die Massen dann eingelassen wurden, dr\u00e4ngte alles rein und es wurde mal wieder ungem\u00fctlich eng und laut. Die Ticketkontrolleurin hatte es aufgegeben nach den Fahrkarten zu fragen und scheuchte die Massen mit einem &#8222;Kuai yi dianr&#8220; nur so durch. Man rannte die Treppe hoch und auf den Zug zu; Angst, dass f\u00fcr das eigene Gep\u00e4ckst\u00fcck kein Platz mehr frei sein k\u00f6nnte. Das Hartschl\u00e4ferabteil war zu dem Zeitpunkt noch ertstaunlich leer. Mein Trolley fand ausreichend Platz in der oberen Ablage und ich im obersten Bett. Unter mir lagen eine Frau und ein Junge, deren Beziehung zueinander ich bis zum Ende der Fahrt nicht verstehen sollte. Sie war entweder seine Mutter, \u00e4ltere Schwester oder eine andere n\u00e4here Verwandte. Ich kam mit ihr ins Gespr\u00e4ch, aber traute mich nicht genauer zu fragen. Sie sprach einen Sichuan-Dialekt mit dem Jungen, der nur schwer zu verstehen war. Ich verstrieb mir die eineinhalb Tage im Zug mit Essen, Musik h\u00f6ren, Chinesisch lernen, Schlafen, Details der Reiseroute planen und mit meinen Mitreisenden quatschen. Am zweiten Tag lernte ich einige Deutschland-interessierte Mitreisende kennen, denen ich vieles \u00fcber mein Heimatland erz\u00e4hlen konnte und die den st\u00e4ndigen Vergleich zu China gesucht haben. &#8222;Deutscher Reis&#8220; ist zum Beispiel die Kartoffel :).\u00a0 Ich bekam auch Hilfe bei meinen Chinesichaufgaben von einer interessierten Chinesin. Mittlerweile wei\u00df ich auch besser, wie man sich g\u00fcnstig und trotzdem abwechslungsreich und gesund auf einer Zugfahrt ern\u00e4hrt. Gekochte S\u00fc\u00dfkartoffeln und Mais, viele Sonnenblumenkerne und ausreichend Obst sind das Geheimnis. Fr\u00fcher dachte ich es g\u00e4be nur T\u00fctensuppen, weil alles andere verdirbt ohne K\u00fchlung und Essen im Zug zu teuer ist.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Die Stunden vergingen mehr oder weniger schnell. Wenn um 21.30Uhr die Lichter ausgingen und alle schliefen, ist es sehr entspannend und sch\u00f6n einfach noch im Gang zu sitzten, den Mond zu betrachten, versuchen, die vorbeiziehende Landschaft zu betrachten und gute Musik zu h\u00f6ren. Am Freitag, den 14. Januar, verlie\u00df ich um 9.20 Uhr morgens einige Tausend Kilometer weiter westlich den Zug in Chengdu.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>14. Januar 2011 &#8211; Chengdu<\/strong>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Es wurde erstaunlich sp\u00e4t erst hell, das konnte ich im Zug sehen. Was aber auch klar ist, wenn man sich weiter westlich befindet. Ich habe im Zug eine nette Frau kennengelernt, die mir geholfen hat, die richtige Bushaltestelle zu finden und so kam ich fix im DreamsTravel Hostel an, in dem Patrick schon auf mich wartete. Das Hostel ist wirklich zu empfehlen. Es liegt im tibetischem Viertel der Stadt, in dem man oft M\u00f6nchen (einige schliefen in meinem 10-Bett-Budget-Dorm) und vielen Minderheiten begegnet. Woran man Minderheiten erkennt? Das wusste ich auch nicht, aber die Kleidung verr\u00e4t sie doch schnell. <\/span><span style=\"color: #000000\">Wir sind am ersten Tag ins den gr\u00f6\u00dften Tempel Chengdus gegangen, zu dem viele pilgern. Entt\u00e4uschenderweise sah er nun mal aus wie&#8230; ein Tempel eben. Eine nette Pagoda\u00a0stand in der Mitte, an deren Balustraden Vogelfutter vertreut lag. Sonst\u00a0gab es noch einen eingez\u00e4unten Hahn, der in der Mittagspause von gelangweilten K\u00f6chen genervt wurde, die ihn f\u00fcttern wollten und so mit K\u00f6rnern beschmissen.\u00a0Danach probierten wir Chengdus unglaubliches, einspuriges\u00a0Metro-&#8222;System&#8220; aus und fuhren zum Volkplatz. Wie auf vielen gro\u00dfen Pl\u00e4tzen in China gr\u00fc\u00dfte uns eine \u00fcbergro\u00dfe Mao-Statue und man konnte Menschen bei allem (un-)Menschlichem beobachten.<\/span>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130524-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-725\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130524-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130526-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-723 alignnone\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130526-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130642-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-726\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130642-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130552-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-727\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130552-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/span>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Ich wollte noch auf ein Hochhaus gehen, um einen \u00dcberblick \u00fcber Chengdu zu verschaffen. Also steuerten wir auf das h\u00f6chste Geb\u00e4ude in der N\u00e4he zu und betraten ein B\u00fcrogeb\u00e4ude. Ich versicherte dem Wachmann, dass wir zum Englischcenter in den\u00a030. Stock wollten, dr\u00fcckten stattdessen aber auf den 43. Stock und fuhren ganz nach oben. Dann der Schock: Baustelle! Oder fertig gestellte Baustelle. Wir kamen in einen ungefliesten, kahlen Betonraum, der f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit noch nicht hergerichtet wurde. Alles kahl und es w\u00e4re die perfekte Kulisse f\u00fcr einen Actionfilm gewesen mit um die Ecke springenden Armsch\u00fctzen und fiesen Ganoven. Panisch rannte ich zur\u00fcck zum Aufzug als dieser sich schlie\u00dfen wollte, aber zum Gl\u00fcck gab es schon eine Taste zum Aufzug rufen. Erleichtert \u00fcber den sicheren Abstieg vom Geb\u00e4ude machten wir uns vorsichtig auf den Raum zu besichtigen und n\u00e4her an die Fenster zu kommen. Es h\u00e4tte jederzeit einst\u00fcrzen k\u00f6nnen, hatte ich das Gef\u00fchl, aber das war wohl etwas \u00fcbertrieben, zumal man das Stockwerk problemlos mit dem Aufzug erreichen konnte und keine Warnschilder existierten. Sollten wir erwischt werden, w\u00fcrden wir einfach den dummen Touristen spielen! Der Blick \u00fcber Chengdu war jetzt nicht so atemberaubend wie vielleicht erwartet. Eine dichte Dunstglocke schwebte \u00fcber der sonst grauen, voller Hochh\u00e4user besiedelten Stadt, die kein sch\u00f6nes Panorama (anders Shanghai)\u00a0bietet. Patrick wollte noch in den 44. Stock, aber hinter der dicken T\u00fcr schienen andere Leute zu sein, also fuhren wir wieder runter, in der Hoffnung nichts Illegales gemacht zu haben. <\/span>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130546-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-729\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130546-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130547-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-730\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130547-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130550-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-731\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130550-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130543-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-732\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130543-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/span>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Wir besuchten noch eine kleine Touristenmeile gegen\u00fcber vom Hostel und staunten \u00fcber die vielen Hasen-Lampions. Abends waren wir oft im Hostel. die Mitarbeiter sind super nett und auch die anderen G\u00e4ste sehr<\/span>\u00a0\u00a0<\/p>\n<div id=\"attachment_735\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130570-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-735\" class=\"size-medium wp-image-735\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130570-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130570-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130570-Desktop-Aufl\u00f6sung-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130570-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-735\" class=\"wp-caption-text\">Zwei Chinesinnen, ein Koreaner und der Deutsche!<\/p><\/div>\n<p>\u00a0aufgeschlossen und interessiert. Ich begegnete einem Tibeter, der mich aus mir nicht ersichtlichen Gr\u00fcnden st\u00e4ndig auslachte, einem des Hui-Volk angeh\u00f6rigen, etwas aufdringlichen Chinesen, mehreren netten, gespr\u00e4chsbereiten Koreanern, einer Bai-Chinesin und vielen Han-Chinesen nat\u00fcrlich. Wir hatten immer viel Spa\u00df zusammen. Die Bai-Chinesin, die sich Apple nannte, kochte h\u00e4ufiger abends und danach betrank sie sich regelm\u00e4\u00dfig. Einmal war es so schlimm, dass sie \u00fcber das Gl\u00fcck in der Welt philosophierte und dabei realisierte wie ungl\u00fccklich die Menschen sind und nicht aufh\u00f6ren zu weinen wollte. Weil Patrick heillos \u00fcberfordert war mit der Situation, \u00fcbernahm ich und erz\u00e4hlte ihr, dass sie entscheidend zum Gl\u00fcck anderer Menschen beitragen w\u00fcde. Und es stimmte doch auch ;). Reisen schafft eben Arbeitspl\u00e4tze! Als sie dann so m\u00fcde war, dass sie schlief, war nicht nur ich erleichtert.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag besuchten wir das Startbild Chengdus auf Wikipedia: eine h\u00fcbsche Br\u00fccke im Pagoden-Stil, die heute ein \u00fcberteures Restaurant beherbergt. Inzwischen kam auch Annika an, die wir nach einem Besuch des Parks des herrlichen Flussblickturms (was f\u00fcr Namen) im Hostel trafen. Eigentlich wollten Annika und ich zu den Pandas, aber leider war es schon zu sp\u00e4t daf\u00fcr. Auch am n\u00e4chsten Tag werden wir wohl keine Zeit haben, weil es dann f\u00fcr einen Tag nach Leshan gehen soll, den Riesenbuddha gr\u00fc\u00dfen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>16. Januar 2011 &#8211; Leshan<\/strong>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Leshan ist nur 2\u00a0Stunden von Chengdu entfernt<strong>. <\/strong>Deshalb konnten wir uns am Morgen mehr Zeit lassen und nahmen den Bus um etwa 11 Uhr. Der kleine Van fasste 8 Personen und so tuckerten wir auf Autobahnen bis zur Stadt Leshan. Nachdem die ersten Fahrg\u00e4ste ausgestiegen sind, ging es f\u00fcr uns 3 weiter\u00a0zum Parkeingang des Riesenbuddhas. Die eine Frau\u00a0aus dem Van bot uns an, f\u00fcr uns\u00a0den Sch\u00fclerpreis\u00a0zu verhandeln, was wir dankbar annahmen. Woran wir aber nicht gedacht haben, war, dass sie f\u00fcr uns gleich beide Eintrittskarten gekauft hat und wir somit selbst mit Sch\u00fclerpreis mehr zahlten als f\u00fcr den reinen Besuch des Buddhas notwendig gewesen w\u00e4re. &#8222;Auch bei netten Menschen sollte\u00a0man aufpassen&#8220; ist die Lehre daraus. Wor\u00fcber ich mich anfangs noch aufregte, war im Nachhinein gar nicht so schlecht. Der extra-Park war echt sch\u00f6n und man konnte einige\u00a0\u00a0<\/p>\n<div id=\"attachment_746\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130706-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-746\" class=\"size-medium wp-image-746\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130706-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130706-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130706-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130706-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-746\" class=\"wp-caption-text\">hinter mir der in den Berg gemei\u00dfelte, liegende Buddha<\/p><\/div>\n<p>\u00a0thail\u00e4ndisch anmutende Riesenstatuen begutachten, einen berggro\u00dfen, liegenden Buddha sehen und eine Treppe, die in den Himmel zu f\u00fchren scheint, hinauflaufen. Rechts und links von ihr waren Tausende von Schl\u00f6ssern von P\u00e4rchen angebracht worden, die auf ewig haltenene Liebe hoffen. Die Erde in der Region hat die Sichuan-typische rote Farbe und viele Statuen sind moos\u00fcberwachsen, was dem ganzen noch eine viel mystischere Stimmung gibt. Fast so wie in Tomb Raider ;). Wir fanden einen neuen-alten Tempel, der gerade erst gebaut wird und dessen Eingangstor zugebaut wurde. Wie immer f\u00fchrte unweit des Tors ein kleiner Trampelpfad den H\u00fcgel hinauf und schlie\u00dflich in den Komplex. Interessant waren die Wendeltreppen, die in den noch offenen zweiten Stock des Rohbaus f\u00fchrten. Von oben hatte man eine nette Aussicht \u00fcber die nebelige, regnerische Umgebung.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130696-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-739\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130696-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130715-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-740\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130715-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130743-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-741\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130743-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130757-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-742\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130757-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Immer den Schildern Richtung &#8222;Da Fo&#8220; folgend, erreichten wir nach kurzer Zeit endlich den Buddha. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass hinter der Br\u00fcstung schon der Buddha auf uns warten w\u00fcrde, das ging doch schneller als vermutet. Und in echt ist das Teil nochmal viel beeindruckender als auf Fotos. Eigentlich wollte ich gar nicht hierher fahren, weil es \u00fcberall in China gro\u00dfe Buddhas gibt, aber nachdem ich nun da war, w\u00fcrde ich es jedem Chengdu-Reisenden ans Herz legen auch mal nach Leshan zu fahren. Au\u00dfer dem Buddha, der an sich schon wirklich beeindruckend und sehenswert ist, sollte man sich den Park auch nicht entgehen lassen. Und zuletzt ist die Aussicht auf die reissenden Str\u00f6mungen im Fluss auch einzigartig. Leider hat bei uns das Wetter nicht ganz mitgespielt, aber wenigstens war es dort nicht so voll. Natasha, die um das Fr\u00fchlingsfest herkam, musste 1 Stunde auf der Treppe anstehen, um an den Berg runter zu den F\u00fc\u00dfen des Buddhas zu klettern.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Warum hat man den Buddha \u00fcberhaupt gebaut?\u00a0 Wie schon erw\u00e4hnt ist der am Berg\u00a0\u00a0<\/p>\n<div id=\"attachment_744\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130867-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-744\" class=\"size-medium wp-image-744\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130867-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130867-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130867-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130867-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-744\" class=\"wp-caption-text\">Da Fo - Riesenbuddha<\/p><\/div>\n<p>\u00a0vorbeiflie\u00dfende Fluss nicht der ruhigste. Fr\u00fcher sind viele Menschen mit ihren Booten gekentert als sie an dieser Stelle vorbeifuhren. Um die Flussg\u00f6tter zu bes\u00e4nftigen, baute der M\u00f6nch Haitong 713 den 71 m hohen Riesenbuddha. Nach seinem Tod vollendeten seine Sch\u00fcler 90 Jahre sp\u00e4ter die Statue. Sie blickt auf den heiligen Berg Emei Shan unweit davon. Tats\u00e4chlich wurde der Fluss sicherer f\u00fcr die Schifffahrt. Die Massen an Steinen, die beim Bau aus dem Berg abgetragen wurden, ver\u00e4nderten den Lauf des Flusses, sodass gef\u00e4hrliche Str\u00f6mungen seltener waren. Der Buddha ist, gesch\u00fctzt durch ein internes Drainagesystem, recht gut erhalten.\u00a0\u00a0<\/p>\n<div id=\"attachment_745\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130876-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-745\" class=\"size-medium wp-image-745 \" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130876-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130876-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130876-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130876-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-745\" class=\"wp-caption-text\">Gro\u00dfer Buddha von unten. Man beachte die Gr\u00f6\u00dfe seines Zehs im Vergleich zum Warnschild.<\/p><\/div>\n<p>\u00a0Auf dem Weg zur\u00fcck nach Chengdu mussten wir -mal wieder- rennen, was unsere Beine aushielten. Wir waren sp\u00e4t dran f\u00fcr den letzten Bus. Wer h\u00e4tte das gedacht&#8230; Wenn man entspannt irgendwo hinfahren will, muss man damit rechnen gehetzt zur\u00fcckzufahren. F\u00e4hrt man gehetzt hin, kann man entspannt zur\u00fcckfahren. Sowohl entspannt hin als auch zur\u00fcck, habe ich bisher noch nicht geschafft. Im Bus angekommen, nickte ich schnell ein und wachte erst wieder auf, als mein linkes Bein drohte abzusterben. Bis nach Chengdu war es auch nicht mehr weit&#8230;\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Chengdu gingen Annika und ich noch schnell zu Carrefour, um uns mit reichlich Proviant f\u00fcr die morgige 12 st\u00fcndige Busfahrt nach Jiuzhaigou zu versorgen. Wir kauften Teigwaren, Obst, Gem\u00fcse, Toastscheiben, S\u00fc\u00dfigkeiten, Kaffee und Wasser. Patrick hatte indessen sein Date, weshalb wir f\u00fcr ihn miteinkauften. Es wurden 4 schwere T\u00fcten. Chinesische Lebensmittel sind eher f\u00fcr lange Reisen gemacht als sie in Deutschland sein w\u00fcrden. Alles gibt es in kleinen Protionen abgepackt, \u00fcberall hat man an Becher und Besteck gedacht und viele Dinge halten sich ohne K\u00fchlung. Nach dem anstrengenden Shopping a\u00dfen wir bei KFC und fanden anschlie\u00dfend die Bushaltestelle nicht, an der unser Bus fahren sollte. Als wir sie dann fanden und einstiegen, fuhren wir eine Ewigkeit lang, aber unsere Haltestelle wurde einfach nicht angesagt. Der Busfahrer teilte uns mit, dass er einen ge\u00e4nderten Plan fuhr und nicht an unserer Station vorbeikommen w\u00fcrde. Also stiegen wir schwer bepackt aus und mussten wohl oder \u00fcbel ein Taxi nehmen. Ein Gl\u00fcck, dass das so g\u00fcnstig ist hier!\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>17. Januar 2011 &#8211; Busfahrt nach Jiuzhaigou<\/strong>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag hie\u00df es zeitig aufstehen, schlie\u00dflich fuhr der einzige Bus nach Jiuzhaigou schon um 8.oo Uhr. Tickets hatten wir schon und so ging es nach einem scharfen Fr\u00fchst\u00fcck ohne Probleme zum Busbahnhof. Wir waren sogar recht fr\u00fch da und ausnahmsweise mal entspannt unterwegs. Der Bus kam, wir stiegen ein und sahen 2 bekannte Gesichter aus dem Hostel wieder: 2 der Tibeter. Aber der eine Tibeter, der sich immer so \u00fcber meine Anwesenheit gefreut hatte, war nicht darunter ;). W\u00e4hrend der Fahrt versorgten uns die beiden mit Live-Performances der tibetischen Musik. Ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass die Volksmusik auch bei Jugendlichen noch so beliebt ist. Das kann man von dt. Volksmusik\u00a0 nicht behaupten. Wir kamen an zerst\u00f6rten Felsh\u00e4ngen, rei\u00dfenden, t\u00fcrkisblauen Fl\u00fcssen und zusammengebrochenen Br\u00fccken vorbei. Die Sch\u00e4den des Gro\u00dfen Bebens 2008 wurden noch immer nicht vollst\u00e4ndig behoben und vielerorts kann man sich die Lage vor 2 Jahren noch ziemlich gut vorstellen. Unser Bus fuhr auch einen von der normalen Route abweichenden Weg, weil dieser durch das Erdbeben zerst\u00f6rt wurde. Deshalb brauchten wir auch lange 12 Stunden f\u00fcr eine Strecke vom etwa 500 km, die man locker in 7 Stunden befahren kann. Ich fragte mich, warum es f\u00fcr diese Dauer keinen Nachtbus gab, aber als ich die Strecke sah, war mir klar warum. Teilweise war die Stra\u00dfe nur einspurig und verlief am Berg entlang in Serpentinen. Auch mussten Ausweichman\u00f6ver her, um herumliegenden Felsbrocken sicher zu umfahren. Das alles in v\u00f6lliger Dunkelheit (Laternen gibt es auf dem Land nicht) w\u00e4re lebensm\u00fcde, das wissen sogar die Chinesen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140090-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-753\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140090-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140098-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-754\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140098-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140104-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-755\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140104-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140100-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-757\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140100-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Aber die Strecke w\u00e4re auch viel zu schade, um nachts befahren zu werden. Denn daf\u00fcr ist sie viel zu sch\u00f6n. Wir kamen an gefrorenen Seen vorbei, wundersch\u00f6nen, klaren Fl\u00fcssen, Tannenw\u00e4ldern, von denen ich dachte, sie seien nur in Skigebieten so sch\u00f6n und einer\u00a0 Steppenlandschaft, die auch in der Mongolei h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Wir durchquerten das h\u00fcbsche Dorf Songpan, wo ich eigentlich Pferde reiten wollte. Aber zeitlich hat es leider nicht gepasst. Je weiter wir hochkamen (der n\u00f6rdliche Teil Sichuans liegt auf einer Hochebene) desto mehr Schnee lag. Wundersch\u00f6ner, wei\u00dfer Schnee :). Zum Gl\u00fcck funktionierte die Heizung im Bus. Bald mussten auch Schneeketten ran und ich erlebte zum ersten Mal, dass in China Geld f\u00fcr die Toilettenbenutzung genommen wird. Dabei sind die bezahlten Toiletten meist schlechter als die kostenlosen, aber auf Reisen hat man selten die Wahl. So durfte ich weitere Sorten des in China nicht ganz so stillen \u00d6rtchens kennenlernen ;). Annika war die ganze Fahrt lang nicht auf Klo. Auch eine Erfahrung. Die Zeit im Bus vertrieb ich mir mit abwechselnd Schlafen, Essen, Musik h\u00f6ren, aus dem Fenster gucken und mit Annika quatschen.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130926-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-749\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130926-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130964-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-750\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130964-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130991-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-751\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1130991-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140018-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-752\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140018-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Nach nur 10 Stunden kamen wir gegen 18 Uhr im Dorf an und wurden sogleich von einem Hotelschlepper angesprochen und genervt. Sie verfolgte uns ein ganzes St\u00fcckchen und bot an, uns mit dem Auto zum Hotel zu fahren, sodass wir es uns anschauen k\u00f6nnten. Angesichts des weiten Weges bis zum Hostel, der frostigen Temperaturen und der kostenlosen Autofahrt, willigten wir schlie\u00dflich ein und lie\u00dfen uns zum Hotel chauffieren. Das Zimmer sah echt gut aus und alles wirkte seri\u00f6s, auch der Preis. Deshalb zogen wir es vor in unser Hostel zu gehen. Nat\u00fcrlich kannte keiner der Hotelangestellte unser Hostel in diesem 1000 Seelen Kaff, aber nach kurzem Fu\u00dfmarsch fanden wir es schlie\u00dflich. Es war\u00a0\u00a0<\/p>\n<div id=\"attachment_758\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140243-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-758\" class=\"size-medium wp-image-758\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140243-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140243-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140243-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140243-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-758\" class=\"wp-caption-text\">Neben den zahlreichen Minderheiten in Sichuan stellen wir selbst eine dar - die deutsche Minderheit! Hier vor dem Hostel.<\/p><\/div>\n<p>\u00a0kalt in dem Dorm. Wir h\u00e4tten f\u00fcr mehr Geld auch ein Zimmer kriegen k\u00f6nnen, aber dann h\u00e4tte ich mir mit Annika ein Bett teilen m\u00fcssen, was ich nicht kann. Ich brauche nunmal mein eigenes Bett zum Schlafen. Also Dorm. Im Dorm trafen wir einen Japaner, der, wie sich heraustellte, im gleichen Hostel in Chengdu war wie wir und auch mit dem gleichen Bus ankam. Wir gingen mit ihm und einer Familie \u00fcberteuert Essen und verstanden uns auch sonst auf Anhieb gut mit ihm, Hiroki. Ich konnte mir seinen Namen nicht merken. Erst Tage sp\u00e4ter in Kunming wusste ich, wie er hie\u00df ^^. Es wurde eine kalte Nacht, eine sehr kalte Nacht. Gef\u00fchlte Minusgrade herrschten im Dorm, das zum Gl\u00fcck sehr klein war. So konnte die K\u00f6rperw\u00e4rme die Luft wenigstens um ein paar Grade aufheizen. An Duschen war angesichts des kalten Wassers und des unm\u00f6glichen Zustandes der Duschkabinen nicht zu denken. Man h\u00e4tte sich auch sofort eine Erk\u00e4ltung eingefangen bei den Temperaturen. Also schlief ich in voller Montur mit zus\u00e4tzlichen Unterhemden, Socken, Weste, Schlafsack und 2 Decken. Lediglich die Jacke legte ich ab. Dennoch wachte ich immer wieder auf nachts, weil mir einfach zu kalt war.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>18. Januar 2011 &#8211; Jiuzhaigou National Park<\/strong>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140374-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-788\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140374-Desktop-Aufl\u00f6sung-640x360.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140374-Desktop-Aufl\u00f6sung-640x360.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140374-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x168.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140374-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 1365w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>\u00a0\u00a0Fr\u00fch begann der n\u00e4chste Tag. Zu Fr\u00fchst\u00fccken gab&#8217;s was wir aus Chengdu mitgenommen hatten. Wir haben f\u00fcr 3 Tage eingekauft, weil man uns dazu riet, da das Essen dort \u00fcberteuert und nicht schmackhaft sein sollte. Wenigstens verdarb nichts wegen den K\u00fchlschranktemperaturen im Zimmer. Gegen 9 kamen wir nach einer 3 min\u00fctigen Taxifahrt am Eingang des Parks an. Die Tickets kosteten in der Nebensaison\u00a070 Yuan plus\u00a0\u00a0<\/p>\n<div id=\"attachment_777\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140249-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-777\" class=\"size-medium wp-image-777\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140249-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140249-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140249-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140249-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-777\" class=\"wp-caption-text\">gefrorener Wasserfall<\/p><\/div>\n<p>\u00a080 Yuan f\u00fcr den Bus, der uns dort rumfahren sollte. Ich hatte Gl\u00fcck und bekam dank dt. Sch\u00fclerausweis den Sch\u00fclerpreis :). In der Hauptsaison waren die Preise gesalzen: knapp 200 Yuan pro Person. Zuerst wollten wir auf den Bus verzichten, aber aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe und unserer begrenzten Zeit lie\u00dfen wir uns doch drauf ein. Es war die richtige Entscheidung! Es herrschten Minusgrade und nach nur 15 min Fotopause wollte ich schleunigst zur\u00fcck in den geheizten Bus. Nach Wandern war mir \u00fcberhaupt nicht zu Mute. Bei h\u00f6heren Temperaturen w\u00e4re es sicher ein tolles Erlebnis, aber im Winter einfach viel zu kalt! Der Bus tuckerte zu allen wichtigen Naturschaupl\u00e4tzen im Park, wir bekamen ca. 20-30 min Fotopause\u00a0jeweils und konnten auf den Aussichtsplattformen herumlaufen. Es ging viele Hundert H\u00f6henmeter hoch und wieder runter. Jiuzhaigou ist bekannt f\u00fcr sein unwirklich scheinendes, kristallklares, blau-t\u00fcrkises Wasser in den Tausend Seen. Und es ist wirklich bezaubernd sch\u00f6n. Das Wasser sieht wie gemalt aus und die Tannenw\u00e4lder im Hintergrund tun ihr \u00dcbriges, um alles in eine\u00a0winterliche M\u00e4rchenlandschaft zu\u00a0verwandeln. Hier wohnt die Schneek\u00f6nigin\u00a0:).\u00a0Ich m\u00f6chte am liebsten drin Baden, w\u00e4re es nur nicht so kalt&#8230; Einige Seen, wie der gr\u00f6\u00dfte See im Park, sind zugefroren und schneebedeckt. Andere wiederum nicht. Ich vermute, dass die f\u00fcr die t\u00fcrkise F\u00e4rbung des Wasser verantwortlichen Mineralien und Algen auch eine Frostschutzwirkung haben.\u00a0Dar\u00fcberhinaus ist das Wasser sehr klar und n\u00e4hrstoffarm, weshalb kein orgnanisches\u00a0Material zersetzt wird. In vielen der Seen sind daher die von den Einheimischen als &#8222;Tausendj\u00e4hrige B\u00e4ume&#8220; bezeichneten Holzr\u00fcckst\u00e4nde zu finden.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140247-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-766\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140247-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140324-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-767\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140324-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140316-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-768\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140316-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140329-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-769\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140329-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Es gibt eine Sage \u00fcber die Entstehung dieses\u00a0besonderen Gebietes, das seit 1992 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist. Demzufolge soll ein Gott seiner Frau einen magischen Spiegel\u00a0geschenkt haben. Diese war jedoch unvorsichtig und lie\u00df ihn fallen. Er zerfiel in\u00a0\u00fcber 100 Splitter, die sp\u00e4ter\u00a0zu den Seen im Tal wurden.\u00a0Jiuzhaigou hei\u00dft \u00fcbersetzt 9-D\u00f6rfer-Tal, benannt nach den 9 tibetischen D\u00f6rfern, die einst dort existierten. Zwar gibt es die D\u00f6rfer immernoch, aber ihre Bewohner haben sich den Tourismus angepasst. Einige k\u00f6nnen besichtigt werden, andere nicht. Auch wurden Seen aufgrund von Feuergefahr (im Winter?!) abgesperrt. Das Tal erhebt sich durchschnittlich 2500 \u00fc. NN und hat eine L\u00e4nge von 50 km und eine Breite von 20 km. Alle Seen sind nat\u00fcrlich aufgestaut worden. Angeblich sollenn auch Tiere, wie Pandas, im Park wohnen, aber ich hab au\u00dfer V\u00f6geln keine anderen gesehen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140413-Desktop-Aufl\u00f6sung1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-772\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140413-Desktop-Aufl\u00f6sung1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140475-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-774\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140475-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140420-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-775\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140420-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140422-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-776\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140422-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Teile der Wasserf\u00e4lle sind zugefroren und formen bizarre Figuren, deren Gr\u00f6\u00dfe beeindruckend ist. Es ist einfach gigantisch, wenn der halbe Wasserfall stehen geblieben ist und in sich verharrt.\u00a0Fl\u00fcsse verbinden die Seen miteinander und h\u00fcllten Pflanzen\u00e4ste in eine dicke Schicht Eis.\u00a0Ich f\u00fchlte\u00a0mich in Kanadas Norden versetzt (nicht, dass ich jemals da war \ud83d\ude09 ), in der jeden Moment ein B\u00e4r um die Ecke springen k\u00f6nnte und wilde Elche r\u00f6hren. Die\u00a072 000\u00a0Hektar des Parks wurden mir erst jetzt\u00a0richtig bewusst. Und wir wollten wandern?! Man br\u00e4uchte mindestens 2-3 Tage, um zu Fu\u00df alles sehen zu k\u00f6nnen. Dennoch begegneten wir einigen Fu\u00dfg\u00e4ngern auf dem Weg. Im Sommer ist es normalerweise so, dass immer mal Bus fahren und man an Haltestellen ein- und aussteigen kann, je nach Belieben. Im Winter muss man in einem Bus bleiben und mit seiner Touristengruppe fahren. Aber meistens wird solange gewartet bis alle wieder an Bord sind. Deshalb fand ich&#8217;s\u00a0auch nicht schlimm, eine feste Gruppe zu<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140355-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-780\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140355-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140355-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140355-Desktop-Aufl\u00f6sung-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140355-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> haben. So konnte ich wenigstens den Rucksack im Bus lassen. Gegen Ende der Tour kamen wir an einem tibetischen Dorf vorbei. Tats\u00e4chlich leben dort noch Menschen, aber es hei\u00dft, dass viele von ihnen Han-Chinesen und keine echten Tibeter sind. Man will den Schein wahren. Das Dorf wirkte verlassen und k\u00fcnstlich angemalt. Kein wirklich sch\u00f6ner Anblick. Aber die wei\u00dfen Stupas, tibetische Denkm\u00e4ler und ein Symbol f\u00fcr Buddha und den Dharma, waren ein gutes Fotomotiv ;). Zusammen mit den vielen bunten Gebetsfahnen sah das wie von einer anderen Welt aus. So fremd, dass man es einfach fotografieren muss. Ich bin Tibet und dem tibetischen Buddhismus zuvor noch nie so nah gekommen. Im Westen h\u00f6rt man meist nur von den Separationsbestrebungen dieser Region und wei\u00df eigentlich gar nichts \u00fcber Menschen und Kultur. Jetzt ist Tibet realer geworden f\u00fcr mich. Man muss auch nicht\u00a0nach Tibet reinfahren f\u00fcr tibetische Kultur. In den Grenzprovinzen wie Sichuan, Qinghai und Yunnan leben auch viele Tibeter und in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten wie Chengdu gibt es auch tibetische Viertel. Alles sehr interessant :). Schade nur, dass es so teuer, kompliziert und zeitintensiv ist, um nach Lhasa zu fahren. Ein anderes Mal vielleicht.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Wir dachten schon der Bus w\u00e4re ohne uns abgefahren, weil wir ihn nirgends fanden. Gl\u00fccklicherweise stand er nur um die Ecke und wartete ungeduldig auf seine vier versp\u00e4teten Ausl\u00e4nder. Und ich war froh, dass mein Rucksack noch da war. Geschafft vom Tag gingen wir die 2 km zur\u00fcck zum Hostel und hatten eine w\u00e4rmende Fertignudelsuppe. W\u00e4hrend dessen klingelte Patricks Handy. Annika rief an. Annikas Handy jedenfalls. Annika\u00a0\u00a0<\/p>\n<div id=\"attachment_781\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140366-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-781\" class=\"size-medium wp-image-781\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140366-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140366-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140366-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140366-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-781\" class=\"wp-caption-text\">Jiuzhaigou zum Neidisch-werden \ud83d\ude09<\/p><\/div>\n<p>\u00a0selbst sa\u00df keinen halben Meter von Patrick entfernt und l\u00f6ffelte fr\u00f6hlich Nudelsuppe. Total verwirrt ging Patrick ran und es antwortete eine Frau auf Chinesisch. Das Handy wanderte zu Hiroki, der versuchte herauszufinden, was eigentlich los war. Annika wurde ganz panisch und durchsuchte ihre Sachen nach dem Handy, offensichtlich war es nicht mehr da!! Der Hostelbesitzer wurde zur Hilfe geholt und nach einigen S\u00e4tzen stellte sich raus, dass tibetische M\u00f6nche Annikas Handy im Bus nach Chengdu gefunden h\u00e4tten. Sie w\u00e4ren jetzt in Chengdu. Hiroki versuchte einen Treffpunkt mit ihnen auszumachen, da wir morgen nach Chengdu zur\u00fcckfahren w\u00fcrden. Doch die einzige Antwort auf die Frage wo genau sie sich bef\u00e4nden, war &#8222;In Chengdu&#8220;. Sehr hilfreich. Dann versuchte er sie dazuzubringen, das Handy zu unserem\u00a0Hostel in Chengdu zu bringen und es dort abzugeben.\u00a0N\u00e4chstes Problem: die M\u00f6nche haben kein Geld f\u00fcr Busfahrten und keine Ahnung wo das Hostel ist. Also wollten wir ihnen die Adresse als SMS zukommen lassen. Da es aber tibetische\u00a0M\u00f6nche waren, waren sie der chinesischen Schrift nicht m\u00e4chtig. Na ganz toll! Und da schimpft man auf ignorante Ausl\u00e4nder und Expats. Zu allem \u00dcberfluss gab\u00a0Annikas Handyakku seinen Geist auf und weg war die Verbindung. Somit gab es keine M\u00f6glichkeit mehr, die M\u00f6nche zu kontaktieren und es war auch unwahrscheinlich, dass Annika ihr Handy jemals wiedersehen <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140639-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-790\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140639-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140639-Desktop-Aufl\u00f6sung-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140639-Desktop-Aufl\u00f6sung-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140639-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>sollte. Sie war\u00a0ziemlich aus dem H\u00e4uschen\u00a0und\u00a0verzweifelt \u00fcber verlorene Nummern und den Schock, das in dem Rucksack geglaubte Handy verloren zu haben. Es war kurz\u00a0ein halber Weltuntergang f\u00fcr sie. Verst\u00e4ndlich. Aber hey, man kann sich ein neues Handy besorgen, eine neue Nummer kaufen und Freunde sind auch nicht tot, dass man sie nicht erreichen k\u00f6nnte. Aber Annika konnte das alles nicht alleine machen. Sie schafft es einfach nicht. Unglaublich welches Selbstvertrauen in diesem M\u00e4dchen steckt. Also musste ich ran. In Kunming besorgte ich ihr ein\u00a0ziemlich geiles Handy, aber dazu sp\u00e4ter mehr.Nachdem sie sich beruhigt hatte und\u00a0die Nudelsuppen kalt geworden sind, gingen wir in unseren K\u00fchlschrank zum\u00a0Schlafen. Diese Nacht war w\u00e4rmer und ich schlief durch. Am n\u00e4chsten Tag war ich froh, endlich auschecken zu k\u00f6nnen. Wie immer wollten wir fr\u00fch raus, um nicht hetzen zu m\u00fcssen, aber ich h\u00e4tte es besser wissen m\u00fcssen. Jeder von uns tr\u00f6delte ein bisschen und Annika fand ewig ihre Kautionsquittung nicht. Mit einem Taxi w\u00e4ren wir p\u00fcnktlich zum Busbahnhof gekommen. Die unkompetenten Hostelmitarbeiter versicherten uns es g\u00e4be Taxis so fr\u00fch am Morgen (7 Uhr), doch auf dem ganzen Weg Richtung\u00a0Busbahnhof kam uns kein Einziges entgegen.\u00a0Das Dorf wirkte wie ausgestorben. Gelegentlich fuhren Autos vorbei, doch sie\u00a0hielten weder auf heftiges Winken noch in-den-Weg-stellen. Man hupte uns nur w\u00fctend an. Die Zeit dr\u00e4ngte, wir hatten noch 2 km Fu\u00dfmarsch mit viel Gep\u00e4ck vor uns und nur sehr wenig Zeit bis zur Abfahrt. Die Karten sind schon gekauft und es w\u00e4re extrem schei\u00dfe, den Bus zu verpassen. Das w\u00fcrde unsere ganze Planung \u00fcber den Haufen werfen, viel Geldverlust\u00a0und eine weitere K\u00fchlschranknacht bedeuten. Patrick und ich rannten vor, Hiroki und Annika unterhielten sich gem\u00fctlich weiter hinten. Wir hielten einige Busse an in der Hoffnung es w\u00e4re unserer. Ich war total fertig als wir schlie\u00dflich den Busbahnhof erreichten und schw\u00f6rte mir, das n\u00e4chste Mal noch fr\u00fcher aufzubrechen. Unser Bus? Stand noch! Was f\u00fcr ein schweine Gl\u00fcck wir doch immer haben. Man hatte sich die verkauften Tickets notiert und wusste so, dass wir 4 noch fehlen w\u00fcrden. Total au\u00dfer Atem,\u00a0aber sehr dankbar stieg ich in den Bus ein.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140556-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-783\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140556-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140559-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-784\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140559-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140630-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-785\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140630-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140648-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-786\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140648-Desktop-Aufl\u00f6sung-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Busse scheinen h\u00f6chstens 10 min auf versp\u00e4tete Fahrg\u00e4ste zu warten und wann waren wir da? 8.10 Uhr! Planm\u00e4\u00dfige Abfahrt war um 8.00 Uhr &#8230; \ud83d\ude42 Auf dem Weg zur\u00fcck nach Chengdu holte ich viel Schlaf nach. Da es wieder runter von der Hochebene ging und somit bergab, kamen wir nach nur 7-8 Stunden in Chengdu an.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140380-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-792\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140380-Desktop-Aufl\u00f6sung-640x480.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140380-Desktop-Aufl\u00f6sung-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140380-Desktop-Aufl\u00f6sung-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/juliagoeseast\/files\/2011\/02\/P1140380-Desktop-Aufl\u00f6sung.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12. Januar 2011 &#8211; Qingdao\u00a0\u00a0 Ich habe mich f\u00fcr einen Trolley entschieden. Dieser steht gepackt zusammen mit meinem Daypack neben der Garderobe und ich bin fertig f\u00fcr die Reise. 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