{"id":606,"date":"2013-04-01T13:36:24","date_gmt":"2013-04-01T11:36:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/?p=606"},"modified":"2013-04-01T14:25:49","modified_gmt":"2013-04-01T12:25:49","slug":"quer-durch-china-finale-chinas-grand-canyon-und-ein-hauch-von-tibet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/2013\/04\/01\/quer-durch-china-finale-chinas-grand-canyon-und-ein-hauch-von-tibet\/","title":{"rendered":"Quer durch China Finale: Chinas Grand Canyon und ein Hauch von Tibet"},"content":{"rendered":"<p>Mit letzter Kraft bew\u00e4ltigten Simon und ich den Weg vom Bahnhof zum Hostel, in dem wir Theresa und Julian trafen. Die Wiedersehenspl\u00e4ne, die wir schon vor einer gef\u00fchlten Ewigkeit auf dem Zwischenseminar geschmiedet hatten, waren tats\u00e4chlich Realit\u00e4t geworden. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Bereit zum Feiern f\u00fchlte sich allerdings keiner von uns wirklich. Simon und ich hatten alle verf\u00fcgbaren Energiereserven aufgebracht und dennoch galt es noch eine wichtige Frage zu kl\u00e4ren: wie ging es denn nun weiter? Eine genaue Vorstellung davon schien n\u00e4mlich noch keiner von uns zu haben. Zu allem \u00dcberfluss mussten wir am Nachmittag best\u00fcrzt feststellen, dass es keinerlei verf\u00fcgbare Zugtickets mehr zur\u00fcck in die Heimat gab. Das Fr\u00fchlingsfest forderte seinen Tribut \u2013 hunderte Chinesen, die am Ende der Ferien ebenfalls nachhause wollten, waren uns zuvorgekommen. Das bedeutete, dass wir einen Tag vor Ende unserer Reise darum pokern durften, kurzfristig freigeschaltete Fahrscheine zu ergattern. Bis kurz vor knapp nicht zu wissen, wie und ob wir \u00fcberhaupt rechtzeitig nach Wuhan kamen \u2013 eine nicht gerade verlockende Vorstellung.<\/p>\n<p>Trotz aller Wiedersehensfreude waren wir am Tiefpunkt der Reise angelangt. Hatten wir uns vielleicht ein bisschen \u00fcbernommen? Warum hatten wir uns nur nicht fr\u00fcher um die Planung gek\u00fcmmert? W\u00e4ren drei Wochen quer durch China nicht vielleicht genug gewesen? Diese Fragen dr\u00fcckten mir \u00e4hnlich unangenehm wie drei Pott chinesische T\u00fctensuppe auf den Magen, als ich von den Strapazen der langen Zugfahrt ausgelaugt ins Bett fiel.<\/p>\n<p>Als die Sonne jedoch nach einer unbeschreiblich erholsamen Nacht auf mein Gesicht fiel, schienen alle Probleme gleich ein bisschen in den Hintergrund zu r\u00fccken. Uns blieb noch eine Woche Zeit, China zu entdecken, und die w\u00fcrden wir nun auch nutzen! Also ignorierten wir f\u00fcrs Erste gekonnt die Tatsache, dass das erfolgreiche Ende unserer Reise nach wie vor in den Sternen stand und machten uns auf zu unserem n\u00e4chsten Abenteuer in Chinas \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln. Schon wieder eine Zugfahrt? Nicht ganz. Wer braucht schon einen Zug, wenn man auch einen Nachtbus nehmen kann! Nachtz\u00fcge gab es n\u00e4mlich keine und wir wollten ja keinen Tag verlieren. Ob das eine so tolle Idee war, bezweifelte ich in dem Moment, als ich in den Bus stieg und den ersten Atemzug Bus-Luft einsog. Da h\u00e4tte ich am liebsten auf der Stelle kehrtgemacht und mir schnellstm\u00f6glich eine der in China hei\u00dfgeliebten Atemmasken besorgt.<\/p>\n<div id=\"attachment_563\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0186.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-563\" class=\"size-medium wp-image-563\" alt=\"Noch frohen Mutes im Nachtbus\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0186-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0186-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0186-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0186.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-563\" class=\"wp-caption-text\">Noch frohen Mutes im Nachtbus<\/p><\/div>\n<p>Logischerweise zogen sich die Passagiere ihre Schuhe aus, als sie sich in ihr zugeteiltes Bett legten, und anscheinend hatte so mancher Passagier entweder vergessen, sich die F\u00fc\u00dfe zu waschen oder vor seiner Ankunft einen Marathon-Lauf bew\u00e4ltigt. Mit leicht verzerrter Miene tauchte ich zwischen den eng aneinandergestellten Bett-Reihen unter l\u00f6chrigen, lustig verf\u00e4rbten Socken hindurch und quetschte mich in meine eigene Schlaf-Koje. 1,70 Meter f\u00fcr einen 1,90-Meter-Laowai. Die Ma\u00dfe kamen mir irgendwie bekannt vor.<\/p>\n<p>Wenigstens veranstalteten unsere Mitfahrer nach der Abfahrt nicht so viel Radau wie im Hardseater nach Kunming. Kaum verwunderlich angesichts der Tatsache, dass sich in der Liege-Batterie sowieso niemand bewegen konnte. Diese Bewegungsunf\u00e4higkeit nutzte der Busfahrer jedoch eiskalt aus, um uns mit dem Begr\u00fc\u00dfungsvideo zu traktieren. Wieder. Und wieder. Und wieder. Irgendwann gab ich es auf, zu z\u00e4hlen, wie oft ich nun schon die \u00e4u\u00dferst beruhigende Animation von zwei grundlos explodierenden Bussen gesehen hatte. Da half eben nur eins: Augen (und Nase und Ohren) zu und durch. Leichter gesagt als getan, aber immerhin beschloss der Busfahrer irgendwann, dass sich die Sicherheitshinweise nun eindringlich genug in unsere Geh\u00f6rg\u00e4nge gebrannt hatten.<\/p>\n<p>So brauste bald ein Bus voller uns\u00e4glich schnarchender Chinesen und vier Freiwilligen durch die Dunkelheit, allein auf entlegenen Stra\u00dfen, wo weit und breit kein anderes Auto, geschweige dem die Lichter einer Stadt erkennbar war. Eine gute Sache hatte meine Schlaflosigkeit aber definitiv: auf diese Weise verpasste ich immerhin nicht den gro\u00dfartigen Sternenhimmel drau\u00dfen vor der angeschlagenen Scheibe. An den Abermillionen winzigen Leuchtpunkten und entfernten Galaxien konnte ich mich trotz meiner hoffnungslosen \u00dcberm\u00fcdung kaum sattsehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0195.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-564\" alt=\"SAM_0195\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0195-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0195-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0195-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0195.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wie nach einem verr\u00fcckten Traum erwacht standen wir auf einmal mit unseren Rucks\u00e4cken auf dem R\u00fccken im Morgengrauen an einer Stra\u00dfenbiegung mitten in unserem ersten Zielort: Lijiang mit seiner zum Weltkulturerbe gek\u00fcrten Altstadt. Mitten in jener Altstadt versteckte sich irgendwo unser Hostel \u2013 aber das zu finden, gestaltete sich um einiges komplizierter, als wir uns vorgestellt hatten. Wie gro\u00df konnte so eine Altstadt schon sein! Nun ja, diese hier geh\u00f6rte nun mal zu den am besten erhaltenen in ganz China. Dementsprechend k\u00e4mpften wir uns durch ein verschachteltes Labyrinth von engen Gassen und Kan\u00e4len ohne jegliche Anhaltspunkte. Ein Hostel reihte sich an das andere und nach einiger Zeit \u00fcberlegten wir, einfach auf gut Gl\u00fcck eines davon auszuprobieren. Doch pl\u00f6tzlich schien das Ende unseres Umherirrens in Sicht: vor uns lag das \u201eMama Naxi\u201c. Dummerweise das falsche. H\u00e4tten die mit der Wahl ihrer Namen nicht kreativ genug sein k\u00f6nnen, damit es nicht zu derartigen Verwechslungen kommt?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0199.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-565\" alt=\"SAM_0199\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0199-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0199-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0199-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0199.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Eine hilfsbereite Mitarbeiterin begleitete uns allerdings den gesamten Weg bis zum richtigen Hostel. Nach einer Stunde Orientierungslosigkeit sollten wir unsere Wahl nicht bereuen. Wie die meisten anderen Geb\u00e4ude der Altstadt war auch das Mama Naxi Nr. 2 um zwei Innenh\u00f6fe herum gebaut und gro\u00dfz\u00fcgig mit h\u00f6lzernen Ornamenten und mythologischen Figuren ausgestattet. Zwei Hollywoodschaukeln luden au\u00dferdem dazu ein, den Rest des Tages faul den Bauch in die Sonne zu strecken. Nichts da! Nach dem Tief in Kunming wollten wir jetzt wieder etwas vor die die Kamera bekommen \u2013 und dazu bot die Altstadt zahlreiche M\u00f6glichkeiten. Eine Flasche frischen Yak-Milch-Joghurt schl\u00fcrfend schlenderten wir an malerischen, aus dunklem Holz gezimmerten H\u00e4usern vorbei und \u00fcberquerten zahlreiche Br\u00fccken, die \u00fcber kleine, klare Wasserl\u00e4ufe f\u00fchrten. Venedig-Feeling in China. Mal abgesehen davon, dass anstatt dem Geruch von T\u00fcmpel und Taubenschei\u00dfe ein leichter Fr\u00fchlingsduft in der Luft lag, denn \u00fcberall hatten Blumen und Ranken begonnen, zu bl\u00fchen und die grauen Mauern zu \u00fcberdecken. Dazu gesellten sich die Aromen von allerhand Gew\u00fcrzen und Fr\u00fcchten, die auf einem alten Markt feilgeboten wurden.<\/p>\n<div id=\"attachment_566\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0217.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-566\" class=\"size-medium wp-image-566\" alt=\"Ein fahrbarer Obststand - immer wieder verlockend\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0217-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0217-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0217-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0217.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-566\" class=\"wp-caption-text\">Ein fahrbarer Obststand &#8211; immer wieder verlockend<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_568\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0239.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-568\" class=\"size-medium wp-image-568\" alt=\"\u00dcberall rote Lampions\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0239-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0239-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0239-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0239.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-568\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcberall rote Lampions<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_570\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0276.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-570\" class=\"size-medium wp-image-570\" alt=\"Venedig in China\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0276-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0276-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0276-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0276.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-570\" class=\"wp-caption-text\">Venedig in China<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_567\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0233.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-567\" class=\"size-medium wp-image-567\" alt=\"Ob der wohl auch auf dem Markt versteigert wurde? Ich h\u00e4tte ihn gleich gekauft!\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0233-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0233-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0233-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0233.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-567\" class=\"wp-caption-text\">Ob der wohl auch auf dem Markt versteigert wurde? Ich h\u00e4tte ihn gleich gekauft!<\/p><\/div>\n<p>Die Stra\u00dfen waren erf\u00fcllt von einem bunten Get\u00fcmmel und wir genossen es, uns entspannt von der Menge treiben zu lassen, bis wir am Nachmittag einige Stufen an einem H\u00fcgel hinauf qu\u00e4lten, um einmal einen Blick von oben auf die Altstadt zu werfen. Ein Meer von geschwungenen Ziegeld\u00e4chern breitete sich erhaben unter den entfernten schneebedeckten Bergen in der Ferne aus und f\u00fchrte meine kindische H\u00e4lfte beinahe in Versuchung, wie ein Ninja \u00fcber die Dachfirste zu rennen und von Haus zu Haus zu springen. Was uns in den n\u00e4chsten beiden Tagen erwartete, w\u00fcrde sich jedoch halsbrecherisch genug gestalten, um diese Idee schnell wieder zu verwerfen.<\/p>\n<div id=\"attachment_569\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0262.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-569\" class=\" wp-image-569\" alt=\"SAM_0262\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0262.jpg\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0262.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0262-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0262-450x300.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-569\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcber den D\u00e4chern der Altstadt von Lijiang<\/p><\/div>\n<p>Fr\u00fch am folgenden Morgen stiegen wir in einen kleinen Tourbus und zuckelten zum Einstieg der Tigersprungschlucht. Der gestaltete sich weniger atemberaubend, als ich mir das vorher ausgemalt hatte. Immerhin gilt die Schlucht als eine der tiefsten Schluchten der Welt und wird auch als \u201eGrand Canyon Chinas\u201c angepriesen. F\u00fcr eine solch vielversprechende Beschreibung begann die Klettertour allerdings einigerma\u00dfen gem\u00e4\u00dfigt. Unter bew\u00f6lktem Himmel verlie\u00dfen wir das Dorf, in dem wir angekommen waren und spazierten durch leicht ansteigende Reisterrassen. Bei einem derart angenehmen Auftakt bot sich immerhin genug Gelegenheit, unsere neuen Weggef\u00e4hrten n\u00e4her kennenzulernen. Im Bus hatten wir Bekanntschaft mit Konstanze, einer aufgeweckten deutschen Praktikantin und Trigg, einem Amerikaner, der aus einer Hippie-Familie entstammte und normalerweise seinen Alltag in einer chinesischen Kleinstadt vollkommen ohne Englisch bew\u00e4ltigen musste, geschlossen. Ach ja, und dann gab es da noch den Einheimischen, der uns unschuldig grinsend auf seinem Esel verfolgte und geduldig darauf wartete, dass unsere F\u00fc\u00dfe zu qualmen begannen.<\/p>\n<div id=\"attachment_571\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0295.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-571\" class=\"size-medium wp-image-571\" alt=\"Unser treuer Esel-Reiter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0295-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0295-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0295-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0295.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-571\" class=\"wp-caption-text\">Unser treuer Esel-Reiter<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_572\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0311.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-572\" class=\"size-medium wp-image-572\" alt=\"Gr\u00fcne Reisterrassen am Eingang der Schlucht\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0311-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0311-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0311-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0311.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-572\" class=\"wp-caption-text\">Gr\u00fcne Reisterrassen am Eingang der Schlucht<\/p><\/div>\n<p>Wenn das so weiterging, konnte er lange warten. Dachten wir uns sahen uns auf einmal mit den 28 Serpentinen konfrontiert. Die hatten es tats\u00e4chlich durchaus in sich, insbesondere wenn man einen Rucksack mit sich zu schleppen hat. Immer wieder trafen wir auf andere fr\u00f6hliche Wandergruppen, die ihren pers\u00f6nlichen Eselreiter wie einen freundlich kreisenden Geier nach sich zogen. Konstanze entschloss sich schlie\u00dflich daf\u00fcr, das Esel-Taxi zu testen \u2013 dem Rest von uns brannten auf dem h\u00f6chsten Punkt der Tour ordentlich die Schenkel. Von da an jagte ein hei\u00dferwartetes Panorama das andere. Im Angesicht der gigantischen, beinahe senkrecht abfallenden Felsw\u00e4nde kam ich mir so klein vor wie selten zuvor und f\u00fchlte eine urt\u00fcmliche Ehrfurcht vor der hier allgegenw\u00e4rtigen Kraft der Natur.<\/p>\n<p>Weit unten glitzerte wei\u00df und blau der rei\u00dfende Fluss, der sich \u00fcber viele Jahrtausende in den Fels gefressen hatte und \u00fcber uns w\u00e4lzten sich dramatisch d\u00fcstere Wolkent\u00fcrme \u00fcber die schneebedeckten Berggipfel. Es h\u00e4tte kein epischeres Wetter f\u00fcr eine Exkursion \u00fcber steile Steinpfade und entlegene Wanderwege geben k\u00f6nnen! Mal passierten wir verschlafene D\u00f6rfer, mal stolperten wir durch im Wind rauschende Bambusw\u00e4lder und Nadelbaum-Gruppen oder marschierten durch karge, unber\u00fchrte Felslandschaften.<\/p>\n<div id=\"attachment_573\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0357.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-573\" class=\"size-medium wp-image-573\" alt=\"Das Flusstal weit unter uns\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0357-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0357-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0357-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0357.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-573\" class=\"wp-caption-text\">Das Flusstal weit unter uns<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_577\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0548.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-577\" class=\"size-medium wp-image-577\" alt=\"Wolkenverhangene Berggipfel\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0548-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0548-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0548-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0548.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-577\" class=\"wp-caption-text\">Wolkenverhangene Berggipfel<\/p><\/div>\n<p>Kurz bevor das letzte schwache Sonnenlicht hinter den Bergen erlosch, erreichten wir schlie\u00dflich eine kleine Siedlung und mieteten uns f\u00fcr die Nacht im Halfway-Hostel ein. Mit zittrigen Beinen schafften wir es gerade noch, uns um einen der Tische im Esszimmer zu versammeln und unser wohlverdientes Abendessen zu bestellen. Ich kann nur versichern \u2013 nach einer derart herausfordernden Klettertour in einer warmen Stube ein \u00fcppiges, fantastisch zubereitetes Men\u00fc mit seinen Freunden und treuen Wanderkumpanen zu genie\u00dfen, geh\u00f6rt wohl zu den besten und lohnendsten Erlebnissen \u00fcberhaupt! Dicht gefolgt von einem Besuch der Panorama-Toilette des Hostels, gegen deren Aussicht selbst mein BBB einpacken muss.<\/p>\n<div id=\"attachment_574\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0392.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-574\" class=\"size-medium wp-image-574\" alt=\"Wolken zum Greifen nahe\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0392-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0392-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0392-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0392.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-574\" class=\"wp-caption-text\">Wolken zum Greifen nahe<\/p><\/div>\n<p>Die zweite H\u00e4lfte unserer Wanderung durch die Tigersprungschlucht sollte die Erfahrungen des vergangenen Tages jedoch abermals \u00fcbertrumpfen. Am Morgen beobachtete ich von der \u201eInspiration Terrace\u201c des Hostels aus fasziniert, wie wei\u00dfe Wolkenfetzen direkt unter mir durch die Schlucht glitten. Der Anblick inspirierte mich beinahe dazu, wie Son Wukong auf eine der Wolken zu springen und sie zu b\u00e4ndigen. Da die ausgefranzten Dinger allerdings einen recht eigenwilligen Eindruck machten und nebenbei noch ein Mords-Tempo vorlegten, schloss ich mich doch lieber wieder meiner Wander-Gemeinde an. Sicher ist sicher.<\/p>\n<div id=\"attachment_575\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0415.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-575\" class=\"size-medium wp-image-575\" alt=\"Ein Wasserfall direkt auf unserem Weg\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0415-199x300.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0415-199x300.jpg 199w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0415.jpg 682w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-575\" class=\"wp-caption-text\">Ein Wasserfall direkt auf unserem Weg<\/p><\/div>\n<p>Obwohl von sicher eigentlich nicht die Rede sein konnte. Leichter Nieselregen verwandelte die Steinplatten, auf denen wir entlang balancierten, teilweise in gef\u00e4hrliche Rutschpartien und ein gewaltiger Wasserfall st\u00fcrzte sch\u00e4umend direkt auf den engen Pfad. W\u00e4hrend ich von Stein zu Stein h\u00fcpfte und Wassertropfen mein Gesicht benetzten, versuchte ich nicht daran zu denken, dass mich ein falscher Tritt dem Grund der Schlucht schneller n\u00e4herbrachte, als mir lieb war. Hatte Lonely Planet uns nicht sogar erz\u00e4hlt, dass bereits einige unvorsichtige Wanderer hier in die Tiefe gest\u00fcrzt waren? Immer sch\u00f6n weiterlaufen. Unser riskantes Jump\u2019n\u2018Run-Spielchen fand seinen H\u00f6hepunkt, als wir auf eine weitere H\u00fcgelkuppe stiegen und auf einen Felsvorsprung hinaustraten. Ich breitete die Arme aus, lehnte mich nach vorne dem Abgrund entgegen und \u2013 wurde von einer heftigen B\u00f6e getragen, die mir entgegenwehte und mich nicht fallen lie\u00df. Unabl\u00e4ssig peitschte mir der Wind ins Gesicht, heulte \u00fcberm\u00fctig um den Felsvorsprung und hob mich beinahe vom sicheren Boden. So f\u00fchlte sich also Freiheit an.<\/p>\n<div id=\"attachment_604\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0420.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-604\" class=\"size-medium wp-image-604\" alt=\"Steile Klippen - eine Einbahnstra\u00dfe ins Flusstal\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0420-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0420-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0420-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0420.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-604\" class=\"wp-caption-text\">Steile Klippen &#8211; eine Einbahnstra\u00dfe ins Flusstal<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_611\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0474.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-611\" class=\"size-medium wp-image-611\" alt=\"Mutprobe des Tages: die Sky Ladder\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0474-199x300.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0474-199x300.jpg 199w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0474.jpg 682w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-611\" class=\"wp-caption-text\">Mutprobe des Tages: die Sky Ladder<\/p><\/div>\n<p>Klopfenden Herzens setzten wir unseren Trip fort, von nun an immer tiefer in das Flusstal hinab. N\u00e4chster Stopp: die Stromschnellen im Flusstal. Doch um die zu erreichen, mussten wir erst einmal (Eintritt zahlen und) einen gewohnt risikoreichen Abstieg direkt an der Felswand entlang wagen. Mutprobe des Tages: eine 25 Meter lange Leiter, die senkrecht nach unten f\u00fchrte. Nach dem Sky Drop nun also die Sky Ladder. Dieses Mal allerdings komplett ohne Sicherheitsb\u00fcgel und Wirbelstrombremsen, die den Fall aufhalten konnten. Immer nur sch\u00f6n einen Fu\u00df unter den anderen auf die n\u00e4chste metallene Querstrebe setzen und m\u00f6glichst nicht nach unten schauen \u2013 oder nach oben, es sei denn, man m\u00f6chte einen Blick auf den Hintern des Nachfolgers werfen.<\/p>\n<p>Mit ordentlich Adrenalin im Blut gelangten wir endlich am Tigersprung-Felsen an, dem Stein, an dem einst ein Tiger \u00fcber den Fluss gesprungen war und mit seinen kraftvollen Hinterl\u00e4ufen die Schlucht auseinandergedr\u00fcckt hatte. Von dem Tiger mit den Superkr\u00e4ften fehlte zwar jede Spur, doch seine Macht schien sich immer noch in der Naturgewalt der Wasserstr\u00f6me wieder zu spiegeln. Reinwei\u00dfe Wassermassen erbrachen sich in nie enden wollenden Kaskaden, explodierten in w\u00fctenden Schaumkronen und schienen die Schlucht noch weiter auseinander dr\u00e4ngen zu wollen. So viel unb\u00e4ndige Energie in Kontrast zu den statischen Bergmassiven \u2013 eine \u00fcberw\u00e4ltigende Kombination.<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0666.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-580\" alt=\"DSC_0666\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0666-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0666-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0666-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0666.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0661.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-579\" alt=\"DSC_0661\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0661-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0661-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0661-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0661.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0672.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-608\" alt=\"DSC_0672\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0672-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0672-200x300.jpg 200w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0672.jpg 685w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Ein wenig \u00fcberw\u00e4ltigte uns leider auch die Tatsache, dass wir hier in einer Sackgasse steckten. Den ganzen Weg bis zur geteerte \u00a0Stra\u00dfe mussten wir auch wieder hinaufkraxeln, und zwar ziemlich z\u00fcgig, weil oben der n\u00e4chste Bus nicht ewig auf uns warten w\u00fcrde. Dummerweise konnte ich weit und breit kein Eseltaxi finden (und fand erst sp\u00e4ter heraus, dass es sogar so etwas wie eine Esel-Taxi-Hotline gab), sodass wir noch einen letzten, schwei\u00dftreibenden Gewaltmarsch zur\u00fccklegten und schlie\u00dflich v\u00f6llig hin\u00fcber, aber zufrieden in den Bus krochen. Von Konstanze und Trigg verabschiedeten wir uns zwar vor der Abfahrt, doch die n\u00e4chsten tollen Wegbegleiter waren schnell gefunden.<\/p>\n<div id=\"attachment_578\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0583.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-578\" class=\"size-full wp-image-578\" alt=\"Kulturweit in der Tigersprungschlucht\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0583.jpg\" width=\"1024\" height=\"685\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0583.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0583-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0583-448x300.jpg 448w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-578\" class=\"wp-caption-text\">Kulturweit in der Tigersprungschlucht<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_581\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0699.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-581\" class=\"size-medium wp-image-581\" alt=\"Blick aus dem Fenster des Busses\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0699-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0699-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0699-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0699.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-581\" class=\"wp-caption-text\">Blick aus dem Fenster des Busses<\/p><\/div>\n<p>Auf der Fahrt weiter in die Berge kamen wir mit dem schlichtweg liebensw\u00fcrdigen Koreaner Jason und den Zwillingen Colleen und Molly aus Minnesota ins Gespr\u00e4ch und die \u00a0forschungsbegeisterten Amerikanerinnen zogen mich mit ihren umwerfenden Lebensgeschichten bald in den Bann. Gerade einmal 22 Jahre alt, untersucht Colleen Minderheiten in China, w\u00e4hrend Molly durch ganz Asien tourt und hin und wieder an verschiedenen biologischen Projekten teilnimmt. Dadurch erfuhr ich beispielsweise, dass in der Kultur der lokalen Naxi-Minderheit die Frauen das Sagen haben und wie man in einem bestimmten Gebiet eine Bestandsaufnahme der ans\u00e4ssigen Krabbeltiere durchf\u00fchrt. Man lernt eben nie aus. Ganz nebenbei stellte sich heraus, dass die zwei Schwestern trotz (oder vielleicht gerade wegen) aller Intelligenz die Meisterwerke des japanischen Filmmachers Hayao Miyazaki mindestens genauso verehrten, wie ich selbst, sodass wir schnell eine unsichtbare Bande geschlossen hatten. Ganz hatte Molly die exakt gleiche Idee f\u00fcr die Betitelung ihres Blogs wie ich &#8211; nur das dieser in ihrem Fall tats\u00e4chlich &#8222;Journey To The West&#8220; hei\u00dft, weil sie ja \u00fcber den Pazifik nach Asien gereist war.<\/p>\n<p>Unsere Gruppe blieb deshalb weiterhin bestehen, als wir die Schwelle zum Paradies \u00fcbertraten. Zum zweiten Mal auf meiner Reise gelangte ich nach Shangri-La, ein beschauliches St\u00e4dtchen mitten auf einer Art Hochplateau im Gebirge. Den vielversprechenden Namen tr\u00e4gt die Stadt \u00fcbrigens erst seit 2001. Er bezieht sich auf das fiktive Shangri-La aus dem Roman \u201eLost Horizon\u201c von James Hilton und sollte das Tourismus-Gesch\u00e4ft ankurbeln. Ungef\u00e4hr so, wie als w\u00fcrde man irgendein altes Schloss in Schottland pl\u00f6tzlich Hogwarts nennen, nur dass Shangri-La tats\u00e4chlich eine Art Magie auszustrahlen schien.<\/p>\n<div id=\"attachment_583\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-583\" class=\"size-medium wp-image-583\" alt=\"Tanz auf der Stra\u00dfe\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0500-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0500-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0500-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0500.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-583\" class=\"wp-caption-text\">Tanz auf der Stra\u00dfe<\/p><\/div>\n<p>Als unsere kleine Abenteurer-Gesellschaft auf der nicht gerade einfachen Suche nach einem Ort zum Abendessen durch die Gassen der Altstadt spazierte, wehte uns ein Hauch von Tibet entgegen. An einem erleuchteten tibetischen Gebets-T\u00fcrmchen flatterten bunte Gebets-Flaggen im winterlichen Wind und versprachen der Umgebung Gl\u00fcck und Wohlstand. Etwas weiter entfernt auf einem gro\u00dfen Platz erschallte laute tibetische Musik und ein Haufen Menschen in allen Altersklassen hatte sich zu einem gro\u00dfen Kreis zusammengefunden, um gemeinsam einen Tanz zu veranstalten. Trotz knurrender M\u00e4gen und schmerzender F\u00fc\u00dfe lie\u00dfen auch Molly, Jason, Theresa und ich uns vom Rhythmus mitrei\u00dfen und mischten uns unter das tanzende Volk. Bei so viel Hin- und Herspringen war die klirrende K\u00e4lte schnell vergessen, aber alsbald mussten wir weiterziehen, um endlich etwas zwischen die Z\u00e4hne zu bekommen. Schlie\u00dflich lag ein weiterer anstrengender Tag hinter uns konnten ein wenig Energie gut gebrauchen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir in den dunklen Stra\u00dfen umherirrten, loderte eines der letzten Fr\u00fchlingsfest-Feuerwerke \u00fcber uns, gefolgt von friedlicher Stille und einem v\u00f6llig zauberhaften Augenblick. \u00a0Ein wenig orientierungslos gelangten wir auf eine gepflasterte Kreuzung zwischen den Holzh\u00e4usern und \u00fcberlegten, welche Abzweigung wir wohl nehmen sollten, da bemerkten wir, dass wir direkt vor den Mauern eines leicht erh\u00f6ht gelegenen Klosters gelandet waren. Die gesamte Anlage erstrahlte golden unter dem blass leuchtenden Mond, der gerade durch die Wolken brach. Ein leichtes, feines Schneegest\u00f6ber hatte eingesetzt und pl\u00f6tzlich begannen die M\u00f6nche irgendwo aus den Tiefen des Klosters mit ihren kehligen, markersch\u00fctternden Stimmen zu singen. Nicht nur \u00fcber meinen R\u00fccken jagte in diesem Moment ein G\u00e4nsehaut-Schauer. Ein perfekter, f\u00fcr immer unvergesslicher Moment.<\/p>\n<p>F\u00fcrsorglicherweise hatte sich Colleen in der Zwischenzeit erfolgreich darum bem\u00fcht, ein ge\u00f6ffnetes Restaurant zu finden. Ein wahrer Gl\u00fcckstreffer, wie sich bald herausstellte. Zur Einstimmung goss man uns dampfenden Yak-Butter-Tee ein, der uns von innen w\u00e4rmte und mit seinem recht s\u00fc\u00dflichen, ausf\u00fcllenden Aroma ziemlich ein ziemlich au\u00dfergew\u00f6hnliches Geschmackserlebnis darstellte. Noch au\u00dfergew\u00f6hnlicher gestaltete sich aber f\u00fcr uns das darauf folgende Festmahl. Zu den \u00fcblichen Beilagen (bestehend aus Tomaten-R\u00fchrei, Kartoffelstreifen, Kohl und gebratener Aubergine) probierte ich zum ersten Mal in meinem Leben Yak-Fleisch in verschiedenen Variationen. Nun ja, zugegebenerma\u00dfen hatte mir Sandra zuvor bereits ein St\u00fcck getrocknetes Yak-Fleisch als Proviant mit auf die Reise gegeben, aber das lie\u00df sich kaum vergleichen mit der intensiven Note der frisch gebratenen und luftgetrockneten, geschmorten \u00c4quivalente, die in etwa so schmeckten, wie als h\u00e4tte man eine Kuh mit einem Wildschwein gekreuzt.<\/p>\n<p>Jedenfalls gab uns dieses deftige Abendmahl ordentlich Kraft, sodass wir noch einige Zeit in unserer netten Runde zusammensa\u00dfen und dabei unter anderem einen Crash-Kurs in Minnesota-Dialekt erhielten (was lustigerweise ungef\u00e4hr so klingt wie ein Deutscher, der versucht, amerikanischen Slang zu imitieren). Am Ende hatte mir der Laoban (zur Erinnerung: Chef) sogar erlaubt, beim Yak-Butter-Stampfen zu helfen. Angesichts der danach \u00fcberall an den W\u00e4nden verteilten Buttermasse h\u00e4tte er sich das vielleicht lieber zweimal \u00fcberlegen sollen. Doch auch wenn wir viel zu lachen hatten, waren wir am Ende froh, mit gut gef\u00fcllten B\u00e4uchen unter unsere Heizdecken zu schl\u00fcpfen.<\/p>\n<div id=\"attachment_584\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0508.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-584\" class=\"size-medium wp-image-584\" alt=\"Yak-Butter-Tee f\u00fcr alle!\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0508-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0508-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0508-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0508.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-584\" class=\"wp-caption-text\">Yak-Butter-Tee f\u00fcr alle!<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_585\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0515.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-585\" class=\"size-medium wp-image-585\" alt=\"Frisch ger\u00f6stetes Yak-Fleisch\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0515-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0515-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0515-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0515.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-585\" class=\"wp-caption-text\">Frisch ger\u00f6stetes Yak-Fleisch<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_586\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0516.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-586\" class=\"size-medium wp-image-586\" alt=\"Gest\u00e4rkt vom Abendessen\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0516-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0516-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0516-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0516.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-586\" class=\"wp-caption-text\">Gest\u00e4rkt vom Abendessen<\/p><\/div>\n<p>Als gro\u00dfes Finale unserer Reise wollten wir an unserem letzten Tag gemeinsam ein tibetisches Kloster besuchen. Colleen hatte sich am Vorabend von einem lokalen Forscher-Kollegen die beste Route dorthin beschreiben lassen und \u00fcbernahm f\u00fcr uns den Job als Exkursionsleiterin. Bald erreichten wir die \u00e4u\u00dferen, verlassenen Stra\u00dfen der Stadt, wo wir kaum noch Menschen begegneten. Nur eine verwilderte Schweinefamilie stolzierte uns \u00fcber den Weg und einige zottelige Yaks sahen argw\u00f6hnisch von ihrem Fr\u00fchst\u00fccks-Grasb\u00fcschel auf, als die bunt gemischte Truppe an ihnen vorbeimarschierte. Schlie\u00dflich lie\u00dfen wir die letzten, wei\u00df get\u00fcnchten H\u00e4user hinter uns und fanden uns pl\u00f6tzlich mitten auf einer weiten Ebene wieder, die sich bis zu den Bergen erstreckte.<\/p>\n<p>Unter strahlend blauem Himmel wanderten wir \u00fcber die karge, trockene Fl\u00e4che, die einzigen Menschen weit und breit, nur begleitet von einer stetigen, frischen Brise kristallklarer Luft und den hin und wieder vor\u00fcberziehenden Schatten der Wattebausch-f\u00f6rmigen Wolken. Zugegebenerma\u00dfen, ganz alleine waren wir auch wieder nicht, denn irgendwoher mussten die in rauen Mengen herumliegenden Pferde\u00e4pfel ja kommen. An und in einer Ansammlung von kleinen, flachen Seen grasten friedlich dutzende Ponys, die sich von uns \u00fcberhaupt nicht st\u00f6ren lie\u00dfen. Nachdem wir ein paar riesige, an Klappst\u00fchle erinnernde Holzkonstruktionen (vermutlich zum Trocknen von Stroh) passiert hatten, \u00fcberquerten wir einen H\u00fcgel und standen unverhofft in einem haupts\u00e4chlich von Mitgliedern der tibetischen Minderheit besiedelten Dorf.<\/p>\n<div id=\"attachment_591\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0738.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-591\" class=\"size-medium wp-image-591\" alt=\"Das Grasland von Shangri-La\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0738-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0738-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0738-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0738.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-591\" class=\"wp-caption-text\">Das Grasland von Shangri-La<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_590\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0733.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-590\" class=\"size-medium wp-image-590\" alt=\"Ein Pony im T\u00fcmpel\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0733-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0733-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0733-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0733.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-590\" class=\"wp-caption-text\">Ein Pony im T\u00fcmpel<\/p><\/div>\n<p>Und noch unverhoffter sa\u00dfen wir ein paar Minuten sp\u00e4ter um einen niedrigen Tisch im sonnenbeschienen Innenhof eines Hauses versammelt und bekamen frischen Yak-Butter-Tee eingeschenkt. Wie es dazu gekommen war? Molly und Julian hatten sich beim Fotos schie\u00dfen hinter ein Eingangstor gewagt und waren prompt auf eine lokale Geburtstagsparty eingeladen worden. Da man eine solch gastfreundliche Einladung kaum abschlagen will, befanden wir uns nun inmitten der Feierlichkeiten und konnten gar nicht so ganz fassen, wie uns geschah. Um uns herum wuselten Frauen in traditionellen, weinroten Gew\u00e4ndern und tischten uns selbst zubereitete Leckereien auf, die M\u00e4nner spielten l\u00e4rmend Majiang und man schien sich k\u00f6stlich zu am\u00fcsieren. Vom Geburtstagskind fehlte zwar jede Spur, daf\u00fcr stie\u00df Jason auf die dreij\u00e4hrige Prinzessin des Hauses, die (verst\u00e4ndlicherweise) innerhalb k\u00fcrzester Zeit einen Narren an dem liebenswerten Koreaner gefressen hatte und gar nicht mehr von seiner Seite weichen wollte.<\/p>\n<div id=\"attachment_594\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0553.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-594\" class=\"size-medium wp-image-594\" alt=\"Auf der tibetischen Geburtstagspary\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0553-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0553-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0553-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0553.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-594\" class=\"wp-caption-text\">Auf der tibetischen Geburtstagspary<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0763.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-595\" class=\"size-medium wp-image-595\" alt=\"Jason und seine Prinzessin\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0763-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0763-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0763-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0763.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-595\" class=\"wp-caption-text\">Jason und seine Prinzessin<\/p><\/div>\n<p>Sp\u00e4ter durften wir sogar das Innere des Geb\u00e4udes betreten und uns zu dem in eine prachtvolle Uniform gekleideten \u00c4ltesten setzen. Welch Ehre f\u00fcr uns dahergelaufene Ausl\u00e4nder! Da die meisten Mitglieder der tibetischen Minderheit im Gegensatz zu den Han-Chinesen nicht nur zum Fr\u00fchlingsfest fromme Buddhisten sind, hingen in der Stube einige religi\u00f6se Artefakte, darunter auch ein Portrait des Dalai Lama. Das w\u00fcrde man selbst bei einem gl\u00e4ubigen Han-Chinesen nicht finden, denn der Dalai Lama ist lediglich der spirituelle Anf\u00fchrer der tibetischen Volksgruppe und nicht aller Buddhisten. Einfach gesprochen verk\u00f6rpert er einen Erleuchteten, der (anstatt ins Nirvana \u00fcberzugehen und damit den Zyklus der Wiedergeburten zu durchbrechen) unter uns verweilt, um den Menschen an seiner Weisheit teilhaben zu lassen und ihnen damit zu einem gl\u00fccklichen, harmonischen Leben verhelfen soll. Der jetzige Dalai Lama, Friedensnobelpreistr\u00e4ger Tendzin Gyatsho (richtig, Dalai Lama ist kein Name, sondern ein Titel), entstammt angeblich einer langen Reihe an freiwilligen Wiedergeburten, lie\u00df aber bereits verlauten, dass er als Nummer 14 der letzte sein k\u00f6nnte, weil er die Institution als ausgedient ansieht.<\/p>\n<div id=\"attachment_605\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0557.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-605\" class=\"size-medium wp-image-605\" alt=\"Das Portrait vom Dalai Lama\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0557-199x300.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0557-199x300.jpg 199w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0557.jpg 682w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-605\" class=\"wp-caption-text\">Das Portrait vom Dalai Lama in der Wohnung<\/p><\/div>\n<p>Als das auf gro\u00dfen Emp\u00f6rung unter den Gl\u00e4ubigen stie\u00df, verk\u00fcndete er, dass die tibetischen Buddhisten selbst abstimmen sollten, ob es eine weitere Wiedergeburt geben wird oder nicht. Au\u00dferdem deutete er an, dass sein Nachfolger vielleicht ein M\u00e4dchen sein wird und in einem freien Land zur Welt kommen wird. Wie gemeinhin bekannt, kontrolliert derzeit die Volksrepublik die Region Tibet, weswegen Seine Heiligkeit ins Exil fl\u00fcchten musste. Die damit verbundenen Aufst\u00e4nde und Unruhen schienen im beschwingten Treiben der Geburtstagsfeierlichkeiten allerdings nur wie ein entfernter b\u00f6ser Traum. Schlie\u00dflich bekam die Gesellschaft sogar Besuch von einem ehrw\u00fcrdigen M\u00f6nch in purpurroter Robe und feschen Nikes, was uns daran erinnerte, dass wir ja eigentlich ein Kloster besichtigen wollten.<\/p>\n<p>Also bedankten wir uns tausend Mal bei unseren lieben Gastgebern und zogen weiter \u2013 begleitet von der gl\u00fccklich umher h\u00fcpfenden Prinzessin des Hauses. Nur die starken H\u00e4nde des Vaters vermochten das bitter weinende M\u00e4dchen von ihrem hei\u00dfgeliebten Jason zu trennen. Ein herzerweichendes Spektakel. Vor den Mauern des riesigen Klosterkomplexes angelangt, bogen wir wieder einmal h\u00fcbsch neben dem Haupteingang ab und umrundeten die H\u00e4lfte der Anlage. Immer wieder kamen uns Gruppen von fr\u00f6hlich winkenden und singenden Menschen entgegen und steckten uns mit ihrer guten Laune an. Einige schwangen mitunter Gebetsketten und direkt vor der Hintert\u00fcr warfen sich zwei Gl\u00e4ubige dem\u00fctig immer wieder zu Boden. Immerhin hatten sie ihre Knie mit Jute-S\u00e4cken gepolstert. Durch die Wohnh\u00fctten der M\u00f6nche arbeiteten wir uns zu dem hohen, festungsartigen Haupt-Tempel vor. Im Schatten der wei\u00dfen R\u00fcckwand hie\u00df uns ein kleiner M\u00f6nch willkommen, der regungslos in seine Kutte geh\u00fcllt im Schnee stand und uns aus listig blitzenden Augen beobachtete. Ob er wohl ahnte, woher wir gekommen waren?<\/p>\n<div id=\"attachment_593\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0791.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-593\" class=\"size-medium wp-image-593\" alt=\"Ein kleiner tibetischer M\u00f6nch (danke an Theresa f\u00fcr dieses fantastische Bild)\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0791-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0791-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0791-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0791.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-593\" class=\"wp-caption-text\">Ein kleiner tibetischer M\u00f6nch (danke an Theresa f\u00fcr dieses fantastische Bild)<\/p><\/div>\n<p>Als wir um die Ecke bogen, stellten wir fest, dass wir vor dem pr\u00e4chtigsten Kloster standen, das ich je gesehen hatte (zugegebenerma\u00dfen ist die Liste allerdings auch nicht besonders lang). Ich konnte einfach nicht anders, als ehrf\u00fcrchtig zu den golden gl\u00e4nzenden Stuckd\u00e4chern mit den im Sonnenlicht reflektierenden Spitzen und Tierstatuen hinaufzuschauen und dabei dank vor Staunen weit ge\u00f6ffnetem Mund sicher einen wahnsinnig l\u00e4cherlichen Eindruck zu machen. Kaum hatte ich das gro\u00dfe Haupttor durch einen wallenden Vorhang betreten, klappte mir die Kinnlade noch weiter herunter. Eine Explosion von farbenpr\u00e4chtigen, filigranen Ornamenten, aufw\u00e4ndigen Mustern, und knallbunten Malereien von sagenhaften Wesen und Heiligen schwappte mir entgegen. Im zweiten Stockwerk wanden sich meisterhaft geschnitzte Drachen um die tragenden S\u00e4ulen und ich sah den gigantischen Buddhas, die im Erdgeschoss sa\u00dfen, direkt in ihre g\u00fctigen und zugleich gebieterischen Gesichter. Von einer Empore aus konnte man dar\u00fcber hinaus einen Blick zwischen die zahlreichen von der Decke h\u00e4ngenden, fein bestickten Stoffbahnen werfen. Dort unten gingen die M\u00f6nche ihrem t\u00e4glichen Gebet nach, legten Opfergaben nieder, meditierten, sangen, lachten miteinander \u2013 und spielten gelegentlich mit ihren I-Phones unter der purpurnen Kutte. Man muss ja schlie\u00dflich auch im Kloster die Nachrichten aus aller Welt mitverfolgen.<\/p>\n<div id=\"attachment_601\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0601a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-601\" class=\"size-medium wp-image-601\" alt=\"Ein alter M\u00f6nch lauscht den Raben\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0601a-300x179.jpg\" width=\"300\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0601a-300x179.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0601a-500x298.jpg 500w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0601a.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-601\" class=\"wp-caption-text\">Ein alter M\u00f6nch lauscht den Raben<\/p><\/div>\n<p>Nicht alle Mitglieder der Glaubensgemeinschaft hatten daf\u00fcr jedoch ein Smartphone n\u00f6tig. Auf der Dachterrasse fiel mir ein uralter M\u00f6nch auf, der an die Br\u00fcstung zwischen den goldenen Rehstatuen lehnte und gedankenverloren in die Ferne zu den Schneebergen sah. Kultur-Expertin Colleen erkl\u00e4rte mir sp\u00e4ter, dass der Gute nicht einfach nur die Sicht auf Shangri-La und die einzigartige Landschaft genoss, sondern Kontakt zu den Raben aufnahm. Die schwarzen V\u00f6gel zogen zuhauf \u00fcber den schimmernden D\u00e4chern ihre Kreise und gelten in der tibetischen Kultur als noch h\u00f6here Wesen als die Menschen selbst. Sie erz\u00e4hlten dem aufmerksam lauschenden M\u00f6nch von Ereignissen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.\u00a0 Vielleicht h\u00e4tte ich den guten Mann auch einmal fragen sollen, was die Zukunft wohl f\u00fcr uns bergen w\u00fcrde, denn so h\u00e4tten wir vielleicht die gr\u00f6\u00dfte Schnapsidee unserer gesamten Reise umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_596\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0577.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-596\" class=\"size-medium wp-image-596\" alt=\"Der Eingang zum Tempel\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0577-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0577-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0577-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0577.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-596\" class=\"wp-caption-text\">Der Eingang zum Tempel<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_597\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0583.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-597\" class=\"size-medium wp-image-597\" alt=\"Knallbunte T\u00fcrbeh\u00e4nge\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0583-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0583-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0583-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0583.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-597\" class=\"wp-caption-text\">Knallbunte T\u00fcrbeh\u00e4nge<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_598\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0590.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-598\" class=\"size-medium wp-image-598\" alt=\"Was treiben die M\u00f6nche wohl da unten?\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0590-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0590-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0590-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0590.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-598\" class=\"wp-caption-text\">Was treiben die M\u00f6nche wohl da unten?<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_599\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0591.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-599\" class=\"size-medium wp-image-599\" alt=\"Detailverliebte Dachgestaltung\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0591-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0591-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0591-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0591.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-599\" class=\"wp-caption-text\">Detailverliebte Dachgestaltung<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_600\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0596.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-600\" class=\"size-medium wp-image-600\" alt=\"Elefanten-Gargoyle vor dem Berg-Panorama\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0596-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0596-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0596-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0596.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-600\" class=\"wp-caption-text\">Elefanten-Gargoyle vor dem Berg-Panorama<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_592\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0836.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-592\" class=\"size-medium wp-image-592\" alt=\"Ein letzter Blick auf die Kloster-Anlage\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0836-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0836-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0836-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0836.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-592\" class=\"wp-caption-text\">Ein letzter Blick auf die Kloster-Anlage<\/p><\/div>\n<p>Immer noch hingerissen verlie\u00dfen wir die Klosteranlage, sahen ein letztes Mal zu den Turmspitzen zur\u00fcck und mussten schweren Herzens Abschied von Colleen, Molly und Jason nehmen. Seltsam, dass manche so wunderbare Menschen uns nur f\u00fcr eine so kurze Zeit begleiten und uns trotzdem das Gef\u00fchl geben k\u00f6nnen, dass wir uns schon ein Leben lang kennen. Doch wohl oder \u00fcbel trennten sich unsere Wege, als Julian, Simon, Theresa und ich zum zweiten Mal in einen Nachtbus nach Kunming kletterten. Wir hatten gedacht, wir stellten uns besonders schlau an und buchten das Familienbett im hintersten Teil des Busses, weil wir dort sicherlich mehr Platz hatten, um uns breit zu machen. Zu Beginn schien der Plan aufzugehen \u2013 bis wir bemerkten, dass das Familienbett f\u00fcr f\u00fcnf und nicht f\u00fcr vier Personen ausgelegt war. Das war wohl ein Griff ins Klo \u2013 dachte sich sicher vor allem der bemitleidenswerte Chinese, der sich an der ersten Haltestelle direkt zwischen die vier einzigen Laowais im Bus quetschen musste. Der Arme r\u00fchrte sich den Rest der Fahrt nicht einmal, um seine Decke \u00fcberzuwerfen und starrte nur verdrie\u00dflich nach vorne, ohne ein Auge zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Kunming waren wir uns einig: nie wieder Familienbett! Wenigstens hatten wir auch die zweite Fahrt abgesehen von einigen Beinahe-Nervenzusammenbr\u00fcchen unbeschadet \u00fcberstanden und freuten uns darauf, uns erst einmal ausgiebig im Hostel zu erholen. W\u00e4re da nicht die Tatsache gewesen, dass wir immer noch keine Zugtickets in unsere Heimatst\u00e4dte besa\u00dfen. Lediglich Simon ergatterte sich das letzte Stehticket nach Wuhan, wir anderen sahen uns gezwungen, einen nicht gerade g\u00fcnstigen Flug zu buchen. Selber schuld, wer sich nicht rechtzeitig darum k\u00fcmmert \u2013 immerhin durfte ich nun behaupten, auf meiner Tour wirklich jedes existente \u00f6ffentliche Verkehrsmittel Chinas genutzt zu haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_602\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0613.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-602\" class=\"size-medium wp-image-602\" alt=\"Sonnenuntergang nach einem entspannten Tag in Kunming\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0613-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0613-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0613-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0613.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-602\" class=\"wp-caption-text\">Sonnenuntergang nach einem entspannten Tag in Kunming<\/p><\/div>\n<p>Julian und Simon traten ihre letzte Reise bereits am n\u00e4chsten Morgen an, w\u00e4hrend Theresa und ich uns noch einen entspannten Tag auf der Sonnenterrasse unseres Hostels machten. Dabei hatten wir noch die Ehre, den Wei\u00dfrussen Roman kennenzulernen, einer der meiner Meinung nach verr\u00fccktesten Typen \u00fcberhaupt. Der zeigte uns in beeindruckenden Kamera-Aufnahmen, wie er mit kaum Geld in der Tasche durch die Weltgeschichte tourte und allerhand abgefahrene Experimente wagte. Die meiste Zeit schlief er bisher auf irgendwelchen Hausd\u00e4chern, schlich sich als Frau verkleidet in eine Moschee im Iran und plante nun, ein Boot zu stehlen und auf dem Mekong durch Laos zu paddeln. Verr\u00fcckt, auf welch unglaubliche Geschichten man gelegentlich st\u00f6\u00dft! Die Menschen, die man beim Reisen trifft, sind eben mindestens genauso faszinierend, wie die Dinge, die man sieht. Und egal, was man sieht, es sind die Menschen, die uns entlang des Weges begleiten, die diese Dinge zu wirklich unvergesslichen Erlebnissen machen.<\/p>\n<div id=\"attachment_607\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0632.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-607\" class=\"size-medium wp-image-607\" alt=\"Die noch geschlossene Rose von Jericho\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0632-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0632-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0632-448x300.jpg 448w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0632.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-607\" class=\"wp-caption-text\">Die noch geschlossene Rose von Jericho<\/p><\/div>\n<p>Trotz allem war ich gl\u00fccklich, wieder mit dem Flieger in Wuhan zu landen, wo ich von sch\u00f6nstem Fr\u00fchlingswetter empfangen wurde. Nach vier Wochen immer unterwegs ohne Verschnaufpause konnte ich endlich meinen zugleich geliebten und gehassten Rucksack in die Ecke pfeffern und meine Mitbringsel im Zimmer ausbreiten. Zu meiner riesigen Hirnkoralle vom Strand auf Sanya gesellte sich ein Stein aus einem chinesischen Friedhof, eine R2D2-Bambusfl\u00f6te aus Yangshuo und ein brauner, verdorrter Rankenb\u00fcschel aus der Tigersprungschlucht. Der erbl\u00fchte in einem ordentlichen Wasserbad tats\u00e4chlich zu einer Rose von Jericho, einer Pflanze, die sich nach v\u00f6lliger Austrocknung wieder zu entfalten vermag. Eine \u00e4hnliche Verwandlung, wie wenn man nach einer Fahrt mit dem Nachtbus wieder in seinem eigenen Bett schlafen darf.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem freute ich mich unglaublich dar\u00fcber, meine Freunde in Wuhan wiederzutreffen und mich mit ihnen \u00fcber die vergangenen Tage auszutauschen. Denn zu erz\u00e4hlen gab es genug. Noch nie zuvor hatte ich in so kurzer Zeit so viele aufregende Orte entdeckt und fantastische Dinge erlebt &#8211; Zauberberge, Reisterrassen, florierende Casinos, fliegende Drachen und Feuerwerk am Fr\u00fchlingsfest, der Blick aus dem Freefall-Tower 484 Meter \u00fcber Guangzhou, auf gef\u00e4hrlichen Pfaden in der Tigersprungschlucht bis zum weiten Grasland von Shangri-La, einer tibetischen Geburtstags-Party und einem zauberhaften Kloster. Experiment \u201eQuer durch China\u201c \u2013 ein voller Erfolg.<\/p>\n<div id=\"attachment_603\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0630.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-603\" class=\"size-medium wp-image-603\" alt=\"Tang Yuan - ein letzter Kraftschub f\u00fcrs neue Jahr!\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0630-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0630-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0630-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/SAM_0630.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-603\" class=\"wp-caption-text\">Tang Yuan &#8211; ein letzter Kraftschub f\u00fcrs neue Jahr!<\/p><\/div>\n<p>Zugegebenerma\u00dfen schwirrte mir nach so vielen Abenteuern und unvergesslichen Eindr\u00fccken ganz sch\u00f6n der Kopf und meine Reserven waren f\u00fcrs Erste ausgesch\u00f6pft. Doch jeder Schritt, jede Entbehrung und selbst jede der 26 Stunden im Zug nach Kunming hatte sich letzten Endes voll und ganz gelohnt. Zusammen mit David und Flo tankte ich am Laternenfest, dem letzten Tag der Fr\u00fchlingsferien neue Energie, als wir bei einer Freundin von David zum \u201eTang Yuan\u201c essen eingeladen wurden. Diese s\u00fc\u00dfe Suppe mit sesamgef\u00fcllten Reiskl\u00f6\u00dfen stellt \u00fcblicherweise das letzte gemeinsame Mahl dar, das eine chinesische Familie am Fr\u00fchlingsfest zusammen einnimmt, bevor sie sich trennt und alle wieder ihre eigenen Wege gehen. Eine Art letzter Kraftschub f\u00fcrs neue Jahr. Der kam genau richtig, denn der nahende Fr\u00fchling in Wuhan w\u00fcrde noch einiges zu bieten haben. Langeweile in meiner chinesischen Heimatstadt? Niemals!<\/p>\n<div id=\"attachment_589\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0728.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-589\" class=\"size-full wp-image-589\" alt=\"Egal, welche Dinge man auf einer Reise zu sehen bekommt, es sind die Menschen, die uns auf dem Weg begleiten, die diese Dinge zu unvergesslichen Erlebnissen machen!\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0728.jpg\" width=\"1024\" height=\"685\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0728.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0728-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/04\/DSC_0728-448x300.jpg 448w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-589\" class=\"wp-caption-text\">Egal, welche Dinge man auf einer Reise zu sehen bekommt &#8211; es sind die Menschen, die uns entlang des Wegs begleiten, die diese Dinge zu unvergesslichen Erlebnissen machen!<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit letzter Kraft bew\u00e4ltigten Simon und ich den Weg vom Bahnhof zum Hostel, in dem wir Theresa und Julian trafen. Die Wiedersehenspl\u00e4ne, die wir schon vor einer gef\u00fchlten Ewigkeit auf dem Zwischenseminar geschmiedet hatten, waren tats\u00e4chlich Realit\u00e4t geworden. Eigentlich ein &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/2013\/04\/01\/quer-durch-china-finale-chinas-grand-canyon-und-ein-hauch-von-tibet\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":587,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[563,114,182,307],"tags":[37455,55056,829,55058,55055],"class_list":["post-606","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erlebnis","category-freiwillige","category-glaube","category-mentalitat","tag-kloster","tag-lijiang","tag-natur","tag-shangri-la","tag-tigersprungschlucht"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/606"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=606"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/606\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":612,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/606\/revisions\/612"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/media\/587"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=606"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=606"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=606"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}