{"id":476,"date":"2013-03-09T17:54:25","date_gmt":"2013-03-09T16:54:25","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/?p=476"},"modified":"2013-03-10T06:04:04","modified_gmt":"2013-03-10T05:04:04","slug":"quer-durch-china-part-2-vom-goldenen-wasser-zum-ruckgrat-des-drachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/2013\/03\/09\/quer-durch-china-part-2-vom-goldenen-wasser-zum-ruckgrat-des-drachen\/","title":{"rendered":"Quer durch China Part 2: Vom Goldenen Wasser zum R\u00fcckgrat des Drachen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_441\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2802.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-441\" class=\"size-medium wp-image-441\" alt=\"Yangshuo von oben\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2802-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2802-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2802-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2802.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-441\" class=\"wp-caption-text\">Yangshuo von oben<\/p><\/div>\n<p>Bereits w\u00e4hrend unserem ersten abendlichen Spaziergang durch Yangshuo wurde uns ersichtlich, warum die meisten Reisenden nur einen kurzen Abstecher nach Guilin machen und so schnell wie m\u00f6glich nach Yangshuo weiterziehen. Das kleine D\u00f6rfchen liegt mitten in den zauberhaften Karstbergen der Region, die nun von zahlreichen Baustrahlern fantastisch in Szene gesetzt direkt \u00fcber den geschwungenen Hausd\u00e4chern in die Dunkelheit ragten. In der zwar sehr touristischen, aber ganz wunderbar auf traditionell\u00a0 getrimmten West Street, der Haupt-Fu\u00dfg\u00e4ngergasse, konnte man seinen Souvenir-Kaufdrang ausleben und \u00fcberteuerte regionale Spezialit\u00e4ten probieren. Oder wie in unserem Fall einfach das gesch\u00e4ftige Treiben genie\u00dfen und die Stra\u00dfenverk\u00e4ufer bel\u00e4cheln, die\u00a0 unerm\u00fcdlich versuchen, ihre Vogelgesangs-Pfeifen zu verkaufen. Vielleicht h\u00e4tte man sie darauf hinweisen sollen, dass es wenig effizient ist, potenziellen Kunden mit einem Instrument in die Ohren zu tr\u00f6ten, die klingt wie R2D2 im Stimmbruch.<\/p>\n<div id=\"attachment_443\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2643.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-443\" class=\"size-medium wp-image-443\" alt=\"Idylle am Stra\u00dfenrand\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2643-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2643-300x168.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2643-500x281.jpg 500w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2643.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-443\" class=\"wp-caption-text\">Idylle am Stra\u00dfenrand<\/p><\/div>\n<p>Da es au\u00dfer der West Street in Yangshuo nicht viel zu erleben gab, schnappten wir uns alsbald ein paar Fahrr\u00e4der und erkundeten, verst\u00e4rkt durch die nette deutsche Praktikantin Lisie, die Umgebung. Anstatt die Karstberge rauf- und runter zu radeln, hielten wir uns bescheiden an kleine Str\u00e4\u00dfchen, die uns von Dorf zu Dorf f\u00fchrten. Der Fahrtwind trug den frischen, klaren Duft des nahenden Fr\u00fchlings mit sich und befreite unsere Lungen vom winterlichen Wuhaner Smog. Immer wieder kreuzte sich unser Weg mit dem Fl\u00fcsschen, auf dem wir am vorigen Tag ungemein modische Brautpaare bewundern durften. Auf dem Weg begegneten uns immer wieder freundlich winkende Menschen, durch die Gassen tollende Kinder und gelassen an den unm\u00f6glichsten Orten herumstolzierende H\u00fchner, die von einer Legebatterie sicherlich noch nie geh\u00f6rt hatten.<\/p>\n<p>Obwohl wir mittlerweile so einige h\u00fcbsche Felshaufen gesehen hatten, wurden wir doch immer wieder aufs Neue \u00fcberrascht, bis wir schlie\u00dflich sogar auf ein paar hochinteressante, von Menschenhand geformte Steinkl\u00f6tze stie\u00dfen. An einen sonnengefluteten Hang au\u00dferhalb einer kleinen Siedlung \u00a0klammerten sich \u00a0vergilbte, mit eingemei\u00dfelten Schriftzeichen versehene Felsbl\u00f6cke, die in halbrunde Mauern eingelassen waren. Als wir neugierig von unseren Fahrr\u00e4dern gestiegen waren, stellten wir fest, dass es uns auf einen alten chinesischen Friedhof verschlagen hatte! Ehrf\u00fcrchtig sahen wir uns um, schritten zwischen den Gruft-Eing\u00e4ngen hindurch und stolperten \u00fcber erloschene Feuerstellen und die \u00dcberreste von Chinab\u00f6llern. Feuerstellen und Chinab\u00f6ller? Ein Friedhof schien nun wirklich nicht gerade der geeignetste Ort zu sein, um eine Grillparty zu veranstalten!<\/p>\n<div id=\"attachment_444\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2648.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-444\" class=\"size-medium wp-image-444\" alt=\"Chinesischer Friedhof\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2648-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2648-300x168.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2648-500x281.jpg 500w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2648.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-444\" class=\"wp-caption-text\">Chinesischer Friedhof<\/p><\/div>\n<p>Was war hier wohl passiert? Die Antwort darauf verbirgt sich im chinesischen Beerdigungsritual. Die Traditionen unterscheiden sich von Region zu Region und wurden vor allem von Konfuzianismus und Buddhismus beeinflusst. Unter Umst\u00e4nden kann es bis zu hundert Tagen dauern, bis eine Zeremonie vollst\u00e4ndig abgeschlossen ist. Heutzutage geschieht das aus nachvollziehbaren Zeit- und Geldersparnisgr\u00fcnden nur noch selten. Stirbt ein Familienmitglied, werden die Verwandten zum Beerdigungsort eingeladen. Die G\u00e4ste tragen daf\u00fcr anders als bei uns nicht nur ausschlie\u00dflich schwarz, aber d\u00fcstere, wenig beschwingte Farben. Ein wirklicher Dresscode existiert nicht mehr, allerdings sollte man den Toten nicht gerade in roter Sterbekleidung aufbahren, da er sich sonst in einen Geist verwandelt.<\/p>\n<p>\u00dcblicherweise knien die Trauernden w\u00e4hrend dem Ritual vor dem Sarg nieder und weinen und klagen lautstark, um den Verstorbenen zu ehren. Je wichtiger und gro\u00dfartiger der Verschiedene war (und je mehr Geld er im Diesseits zur\u00fcckgelassen hat), desto lauter wird geklagt. Oft werden auch professionelle \u201eKl\u00e4ger\u201c eingeladen, die durch ihr Klagen zu einer bedr\u00fcckten Atmosph\u00e4re beitragen und so das Bewusstsein um den erlittenen Verlust verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend l\u00e4uft die Trauergemeinde mit dem Sarg vom Zeremonialgeb\u00e4ude zum Friedhof, begleitet von einer Kapelle, die mit ihrer ohrenbet\u00e4ubenden Musik b\u00f6se Geister vertreibt. Je h\u00f6her der Tote begraben wird, desto leichter wird es ihm fallen, ins Jenseits \u00fcberzutreten. Deshalb liegen die meisten Friedh\u00f6fe an H\u00fcgeln. Hier z\u00fcndet man Feuerwerksk\u00f6rper an, um die D\u00e4monen auf Distanz zu halten und verbrennt \u201eTotengeld\u201c und Papiernachbildungen von wertvollen Gegenst\u00e4nden wie Autos, H\u00e4user und sogar Fernseher. Der Verstorbene soll es auf seiner Reise eben so angenehm wie m\u00f6glich haben und ein Fernseher im Warteraum vor dem letzten Gericht kann ja nicht schaden.<\/p>\n<p>Wie es danach f\u00fcr den Toten weitergeht? Laut meiner zuverl\u00e4ssigsten Quelle f\u00fcr Allgemeinwissen \u00fcber China, Chang E, gelangt der Verschiedene durch den Nebel zu einer Br\u00fccke. Auf dieser erwartet ihn eine alte Frau, die ihm eine Schale mit Suppe reicht. Trinkt er diese Schale, vergisst er alle Erfahrungen, Erlebnisse und Erinnerungen aus dem letzten Leben. Erst dann darf er auf der Br\u00fccke voranschreiten und als unbeschriebenes Blatt in ein neues Leben \u00fcbergehen.<\/p>\n<p>Wer bei der heutigen Was-Sie-schon-immer-\u00fcber-China-wissen-wollten-aber-noch-nie-dar\u00fcber-nachgedacht-haben-Stunde gut aufgepasst hat, wei\u00df jetzt also, dass eben keine Grillparty auf dem Friedhof stattgefunden hat. Weil sich unsere Lust, dort zu dinieren, ebenfalls eher in Grenzen hielt, kehrten wir nach unserer kleinen Expedition wieder zu unseren Fahrr\u00e4dern zur\u00fcck und setzten unsere Tour fort. Trotz des durch st\u00e4ndiges Fotografieren eher gem\u00e4\u00dfigten Tempos erreichten wir irgendwann das Dorf, das wir mit KFC besucht hatten. Auch heute fehlte wie erwartet jede Spur von Seidenb\u00e4llen, daf\u00fcr jedoch verwies ein verlockendes Stra\u00dfenschild nach \u201eShangri-La\u201c, was ungef\u00e4hr mit \u201eGarten Eden\u201c gleichzusetzen ist. Zwar war die Zeit bereits ein wenig fortgeschritten, aber einen Abstecher ins Paradies konnten wir uns wirklich nicht entgehen lassen. Also folgten wir einer unglaublich langweiligen Hauptstra\u00dfe, bis wir endlich vor den Toren des Garten Eden standen. Dummerweise verlangte man f\u00fcr die vermutlich sehr h\u00fcbsch angelegte Parkanlage einen weniger paradiesischen Eintrittspreis, sodass wir unverrichteter Dinge von dannen zogen. Dies w\u00fcrde allerdings nicht das letzte Shangri-La bleiben, dass ich auf meiner Reise besuchte, doch bis ich das n\u00e4chste Mal die Schwelle zum Paradies \u00fcberschritt, sollte es noch eine ganze Weile dauern.<\/p>\n<p>Die darauf folgende R\u00fcckfahrt verwandelte sich in dem Moment zu einem H\u00f6llen-Ritt, in dem ich feststellte, dass das linke Pedal meines Fahrrads pl\u00f6tzlich zehn Meter hinter mir auf der Stra\u00dfe lag. Da war wohl eine Schraube locker! So ein Mist, warum musste das ausgerechnet genau am Wendepunkt der Ausfahrt passieren? Selbst als ich das Pedal wieder notd\u00fcrftig anmontiert hatte, wiederholte sich das Debakel alle zweihundert Meter, was meine Motivation nicht gerade f\u00f6rderte. Bei dem Tempo w\u00fcrden wir ja nie in Yangshuo ankommen!<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck fanden wir wenigstens immer wieder ein paar nette und hilfsbereite Mechaniker, die ihr Bestes gaben, um das eigenwillige Pedal festzuzurren. Da sowohl die Schraube als auch deren Einfassung im Pedal derart abgenutzt waren, kamen wir leider selbst mit professioneller Unterst\u00fctzung nie weiter als f\u00fcnfhundert Meter. Einen Bus zu nehmen kam ebenfalls nicht in Frage, weil die selbst ohne ein Reparaturbed\u00fcrftiges Fahrrad \u00fcberquollen. Da die D\u00e4mmerung bald einsetzte, entschieden wir uns daf\u00fcr, den k\u00fcrzesten Weg, n\u00e4mlich die Hauptstra\u00dfe, einzuschlagen. Nach einiger Zeit l\u00f6ste sich die Schraube von Neuem St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck, was die Fahrt \u00e4hnlich unkontrollierbar machte wie ein Ritt auf einem Wasserb\u00fcffel \u2013 wenig beruhigend, wenn man sich die Stra\u00dfe mit rauchspuckenden Lastwagen und Bussen teilt. Trotz dass David und ich uns mit dem st\u00f6rrischen Drahtesel abwechselten, verlie\u00dfen uns allm\u00e4hlich die Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Doch siehe da, kurz bevor die Sonne endg\u00fcltig hinter den Karstbergen versank, rollten wir schwei\u00dfgebadet am Ortsschild von Yangshuo vorbei \u2013 sodass mein Rad bedenkenlos ein letztes Mal den Geist aufgeben konnte. Als ich schlie\u00dflich mit einer Schraube in der einen und einem Pedal in der anderen Hand durch die T\u00fcr unseres Hostels schritt, er\u00f6ffneten uns die netten Mitarbeiter zur Feier des Tages, dass wir doch einfach h\u00e4tten anrufen k\u00f6nnen, dann h\u00e4tte uns umgehend jemand mit einem neuen Fahrrad ausgestattet. Gut zu wissen.<\/p>\n<div id=\"attachment_445\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2656.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-445\" class=\"size-medium wp-image-445\" alt=\"Flussschnecken aus dem Li River\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2656-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2656-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2656-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2656.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-445\" class=\"wp-caption-text\">Flussschnecken aus dem Li River<\/p><\/div>\n<p>Als Belohnung f\u00fcr die \u00fcberstandenen Strapazen wollten wir uns in der West Street eine ordentliche St\u00e4rkung g\u00f6nnen. Dass ich mit einem Teller voller lokaler Flussschnecken nicht unbedingt die richtige Wahl traf, h\u00e4tte ich mir vielleicht gleich denken k\u00f6nnen. Allerdings hatte ich vor einiger Zeit herausgefunden, dass die vermeintlichen Schnecken, die ich bei meinem ersten Besuch in der Hu Bu Xiang gegessen hatte, in Wahrheit Teile eines Ochsenfroschs waren und so musste ich das der Vollst\u00e4ndigkeit halber einfach ausprobieren. Mit einem Zahnstocher bewaffnet versuchte ich, eine gekochte Schnecke nach der anderen aus ihrem gedrehten H\u00e4uschen zu locken. Hmm, lecker, schmeckte noch schleimiger als Seidenraupen! Aber warum starrte mich dieser Chinese neben mir die ganze Zeit so besorgt an? Egal, wahrscheinlich stellte ich mich einfach nur ein bisschen ungeschickt an. Oder auch nicht. \u201eDon\u2019t eat the black part of the snail \u2013 it\u2019s snail shit!\u201c Tja, da w\u00e4r mir die mittlerweile zehnte Schnecke fast im Hals stecken geblieben. Dreiundzwanzig rechtzeitig abgebissene, Knoblauch-lastige Fleischporti\u00f6nchen sp\u00e4ter f\u00fchlte ich mich zwar wenig ges\u00e4ttigt, aber ein wenig wie als h\u00e4tte ich einmal ordentlich mit der Zunge \u00fcber den Grund des Li Rivers geschleckt.<\/p>\n<div id=\"attachment_446\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2663.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-446\" class=\"size-medium wp-image-446\" alt=\"Waschgang am Ufer des Li Rivers\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2663-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2663-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2663-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2663.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-446\" class=\"wp-caption-text\">Waschgang am Ufer des Li Rivers<\/p><\/div>\n<p>Unsere vergangenen Erlebnisse hielten Lisie, Flo, David und mich nicht davon ab, noch eine zweite Radtour zu wagen. Dieses Mal in die entgegengesetzte Richtung \u00a0\u2013 und selbstverst\u00e4ndlich auf anderen Fahrr\u00e4dern. Dummerweise war unsere neue Route gepr\u00e4gt von unerwarteten Weggabelungen, sodass wir in jedem D\u00f6rfchen gesch\u00e4tzte zwanzig Sackgassen und Hinterh\u00f6fen einen Kurzbesuch abstatteten, bevor uns hilfsbereite Hausbesitzer wieder zur\u00fcck auf den rechten Weg lotsten. Doch Sackgassen m\u00fcssen nicht immer bedeuten, dass man falsch abgebogen ist \u2013 denn manche davon erwiesen sich als durchaus sehenswert. So landeten wir unverhofft am Ufer des Li-Rivers, an dem zwei Frauen im klaren Wasser ihre Kleider schrubbten und ein Mann sein kleines S\u00f6hnchen mit dem nassen Element vertraut machte. Hier begegneten wir dar\u00fcber hinaus den einzigen Touristen, die an dem Tag ebenfalls beschlossen hatten, aufs Rad zu steigen. Dem \u00e4lteren englischen Ehepaar und ihrem chinesischen Guide sollten wir an diesem Tag noch \u00f6fters \u00fcber den Weg radeln.<\/p>\n<div id=\"attachment_448\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2679.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-448\" class=\"size-medium wp-image-448\" alt=\"Knollenernte\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2679-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2679-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2679-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2679.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-448\" class=\"wp-caption-text\">Knollenernte<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_447\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2677.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-447\" class=\"size-medium wp-image-447\" alt=\"Mein Bester\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2677-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2677-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2677-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2677.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-447\" class=\"wp-caption-text\">Mein Bester<\/p><\/div>\n<p>Zwischen den Siedlungen erwarteten uns weitl\u00e4ufige Felder, die zwar recht brachliegend wirkten, aber offensichtlich irgendetwas Ausgrabungsw\u00fcrdiges bargen. \u00dcberall knieten n\u00e4mlich Bauern dicht \u00fcber dem Boden und buddelten seltsame, undefinierbare Objekte aus. Ich verga\u00df jedoch bald, mir dar\u00fcber weiter Gedanken zu machen, weil ich zu meiner Freude doch tats\u00e4chlich eine unbeobachtete, friedlich in der Pampa grasende Wasserb\u00fcffel-Familie entdeckte. Die mussten nat\u00fcrlich sofort aus der N\u00e4he untersucht werden. Ein bisschen idiotisch ist es vielleicht schon, sich so f\u00fcr einen Haufen Paarhufer zu interessieren, vor allem wenn man sich umgekehrt vorstellt, wie sich ein Tourist in Deutschland \u00fcber eine Milchkuh freut, als h\u00e4tte er gerade das letzte Einhorn gefunden. Naja, da konnte man mir wohl einfach nicht helfen.<\/p>\n<p>Passend zu unseren knurrenden M\u00e4gen verschlug es uns am fr\u00fchen Nachmittag mal wieder in eine h\u00fcbsche Sackgasse am Flussufer, die praktischerweise mit dem einzigen Restaurant weit und breit ausgestattet war. Dort kl\u00e4rten sich gleich zwei kulinarische Mysterien auf. Einerseits kroch mir pl\u00f6tzlich ein wohlbekannter, s\u00fc\u00dflich-w\u00fcrziger Duft in die Nase. Nach einigem Herumschn\u00fcffeln wusste ich auch, wovon der wohl ausging: den gep\u00f6kelten Fleischst\u00fccken, die an einer Leine aufgeh\u00e4ngt in der frischen Luft trockneten. Das war also die traditionelle Leckerei, mit der Tante Tao tagelang die Luft im Wohnheim zum Stehen gebracht hatte. Irgendwann musste ich die wohl noch kosten \u2013 aber nicht heute.<\/p>\n<div id=\"attachment_449\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2684.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-449\" class=\"size-medium wp-image-449\" alt=\"Trockenfleisch f\u00fcrs Fr\u00fchlingsfest\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2684-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2684-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2684-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2684.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-449\" class=\"wp-caption-text\">Trockenfleisch f\u00fcrs Fr\u00fchlingsfest<\/p><\/div>\n<p>Anstelle dessen trafen wir hier unverhofft das englische Ehepaar mit ihrem Guide, die ebenfalls nach einer St\u00e4rkung suchten. W\u00e4hrend wir gespannt auf unser Mittagessen warteten, kamen wir mit den dreien ins Gespr\u00e4ch und stellten fest, dass die \u00e4ltere Dame sogar Deutsch sprechen konnte, weil ihre Mutter aus Deutschland kam. Viel beeindruckender fand ich allerdings, dass die beiden in ihrem fortgeschrittenen Alter immer noch fast jedes Jahr nach China reisen und dort ganz wunderbar zurechtkommen. So einen Abenteuergeist sollte man sich bewahren! Die nette Lady wusste n\u00e4mlich so einiges \u00fcber ihre Reisen zu berichten, wor\u00fcber wir nur staunen konnten. Harold hingegen, ein Gro\u00dfvater wie er im Buche steht, mit wei\u00dfem Vollbart, gro\u00dfen Brillengl\u00e4sern und gutm\u00fctigen, wissenden Augen, \u00fcberlie\u00df lieber seiner kommunikativen Angetrauten das Wort und sch\u00e4lte seelenruhig irgendwelche braunen Schabutzkis. Was war das wohl? \u201eWater Chestnuts\u201c \u2013 scheinbar etwas, das man in England sehr gerne isst \u2013 und ebenjene Feldfr\u00fcchte, die die Bauern in der Umgebung gerade \u00fcberall ausbuddelten.<\/p>\n<div id=\"attachment_450\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2694.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-450\" class=\"size-medium wp-image-450\" alt=\"My Preciousss!\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2694-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2694-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2694.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-450\" class=\"wp-caption-text\">My Preciousss!<\/p><\/div>\n<p>Nachdem Opi uns der Reihe nach eine w\u00e4ssrig mundende Wasser-Kastanie ausgeteilt und wir uns satt gegessen hatten, verabschiedeten wir uns von dem goldigen Paar und brachen auf zum n\u00e4chsten Hinterhof. Hier stolperten wir gewisserma\u00dfen \u00fcber einen im Uferdickicht versteckten Opfertempel und eine h\u00fcbsche kleine H\u00f6hle, in der sich Gollum sicher wie zuhause f\u00fchlen w\u00fcrde. Es h\u00e4tte so sch\u00f6n weitergehen k\u00f6nnen \u2013 w\u00e4re Lisie nicht im Matsch ausgerutscht. Resultat: unfreiwilliges Schlammbad f\u00fcr Lisie samt Kleidung und Kamera futsch \u2013 und das an ihrem letzten Tag! Irgendwas musste auf unseren Radtouren einfach schiefgehen!<\/p>\n<p>Wenigstens erreichten wir Yangshuo am Abend mit allen Pedalen dort, wo sie hingeh\u00f6rten \u2013 ein schwacher Trost f\u00fcr die arme Lisie. Zur Erheiterung trafen wir uns mit einem der lustigen Hostel-Mitarbeiter auf der Dachterrasse des Hostels, um ein paar Bierchen in der Abendd\u00e4mmerung zu genie\u00dfen. Unter den dramatisch angeleuchteten Bergw\u00e4nden und dem hell scheinenden Mond verga\u00dfen wir beinahe die Verluste des Tages und lachten \u00fcber die Geschichten, die Mr. Mongo \u00fcber ehemalige Hotelg\u00e4ste zu erz\u00e4hlen wusste (dieser Spitzname soll keinesfalls rassistisch sein &#8211; der Gute interessierte sich einfach ungemein f\u00fcr deutsche Schimpfworte. Und Mongo entwickelte sich recht schnell zu seinem Favoriten\u2026). Als romantischen Abschluss unseres Rooftop-Meetings kramte Mr. Mongo zwei Kung Ming Deng, fliegende Lampions, hervor, die wir in den Nachthimmel steigen lie\u00dfen. Nach dem missratenen Experiment am Yangtse-Ufer w\u00e4hrend der goldenen Woche stand ich diesen Dingern ein wenig skeptisch gegen\u00fcber, doch unter professioneller Anleitung entschwebten die Laternen tats\u00e4chlich aus unseren H\u00e4nden. So sahen wir zu, wie die rot gl\u00fchenden Lichter zu den Sternen aufstiegen, im Stillen w\u00fcnschend, dass die Reise in Zukunft ohne Unf\u00e4lle weiterging.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen gingen David, Flo und ich auf eine weitere Runde Spelunking \u2013 und jene zweite Runde barg so einige Special-Features, bei der die Reed Flute Cave in Guilin nicht mithalten konnte. Von einem kleinen Bus lie\u00dfen wir uns irgendwo in der N\u00e4he des Dorfes abliefern, um gleich am Eingang der Gold Water Cave festzustellen, dass wir die einzigen G\u00e4ste waren \u2013 und blieben. Folglich erhielten wir unseren ganz pers\u00f6nlichen H\u00f6hlen-Guide, der uns mit seiner geradezu hypnotischen Stimme durch das Tropfstein-Wunderland f\u00fchrte. Besonders in der obligatorischen knallbunten Beleuchtung erschienen manche der grazilen, feingliedrigen Steingebilde wie surrealistische Kunstwerke, bei denen die verschiedensten Zufallstechniken souver\u00e4n angewendet worden waren. Max Ernst w\u00e4re angesichts der beinahe fleischigen, organisch wirkenden Steinranken, Pilze und Flechten sicher vor Neid erblasst (sp\u00e4testens nachdem er die Stalagtiten passiert h\u00e4tte, die verd\u00e4chtig aussahen wie weibliche Rundungen). Tja, die Natur ist eben selbst der gr\u00f6\u00dfte K\u00fcnstler!<\/p>\n<div id=\"attachment_454\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2722.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-454\" class=\"size-medium wp-image-454\" alt=\"Der Thronsaal des Drachenk\u00f6nigs\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2722-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2722-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2722.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-454\" class=\"wp-caption-text\">Der Thronsaal des Drachenk\u00f6nigs<\/p><\/div>\n<p>Tiefer in der H\u00f6hle fanden wir eine Kammer, die wohl den Thronsaal des Drachenk\u00f6nigs darstellte, der in der Reed Flute Cave seinen Kristallpalast besa\u00df. Vor dem Hintergrund fantastischer steinerner Kaskaden wuchs aus der Mitte des Raums ein m\u00e4chtiger, nat\u00fcrlicher Thron aus Kalkstein empor, der wahrhaft royalste Ort, um seinen Hintern zu betten, den ich je gesehen habe.<\/p>\n<p>Das beste Feature der H\u00f6hle folgte allerdings erst unmittelbar danach \u2013 und zwar in Form des namengebenden goldenen Wassers. Mit dem Wort \u201egolden\u201c hatte man wohl ein bisschen \u00fcbertrieben, denn dahinter verbarg sich n\u00e4mlich nichts anderes als ein unterirdischer See aus Schlamm \u2013 aber so ein Schlammbad soll ja bekanntlich Gold wert sein (wenn man dabei nicht seinen Fotoapparat zerst\u00f6rt). Die Infotafel verriet jedenfalls, dass der wertvolle Matsch Vitamine, Mineralien und Aminos\u00e4uren enth\u00e4lt, die der K\u00f6rper aufnimmt, nebenbei Falten reduziert und den Alterungszyklus der Haut verlangsamt, vor Hautkrankheiten sch\u00fctzt und die k\u00f6rperliche Fitness verbessert. Dreck, der reinigt &#8211; was f\u00fcr ein sensationelles Paradoxon! Wer braucht da noch teure Anti-Aging-Cremes, wenn man auch einfach in ein Schlammloch springen kann \u2013 eine perfekte Ausrede, um mal wieder wie ein Kind im Dreck zu spielen!<\/p>\n<p>Also nichts wie in die vorsorglich mitgebrachten Badehosen und rein ins Kinderparadies! Nachdem der erste K\u00e4lteschock \u00fcberwunden war, konnte die private Schlammschlacht starten. Als einzige Partyg\u00e4ste schlitterten wir die Schlamm-Rutsche hinunter, bemalten unsere Gesichter mit bronzefarbener Kriegsbemalung und lie\u00dfen uns einfach wie im toten Meer treiben \u2013 man f\u00fchlte sich beinahe schwerelos. Wenn man allerdings nicht st\u00e4ndig in Bewegung blieb, begann der Schlamm, auf der Haut auszuh\u00e4rten, was uns leicht beunruhigte. Waren wir wohl nur deshalb die einzigen G\u00e4ste, weil in der n\u00e4chsten Kammer eine Armee erstarrter Schlammkrieger errichtet wurde? So entschlossen wir uns nach einer halben Stunde nachgeholter Kindheit, den Matsch lieber wieder abzusp\u00fclen. Leichter gesagt als getan! Aus den ebenfalls in der H\u00f6hle installierten Duschh\u00e4hnen quoll eiskaltes Wasser, dem wir uns eine halbe Ewigkeit aussetzen mussten, bis wieder ein Flecken Haut zum Vorschein kam.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich f\u00fchlte ich mich danach geradezu porentief rein \u2013 drau\u00dfen an der frischen Luft h\u00e4tte ich dank dieser Intensiv-Therapie garantiert wie Edward in der Sonne gegl\u00e4nzt. Lediglich meine Badehose wird wohl f\u00fcr immer so aussehen, wie als h\u00e4tte ihr Tr\u00e4ger mit chronischer, explosiver Diarrh\u00f6 zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Doch unser Unter-Tage-Wellness-Programm war noch nicht zu Ende. In der n\u00e4chsten Kammer erwarteten uns anstatt einer Schlammkrieger-Armee steinerne Becken, die von hei\u00dfen Quellen gespeist wurden. Dass ein Matsch-See, Tropfsteine und hei\u00dfe Quellen zuf\u00e4llig alle in einer einzigen H\u00f6hle direkt aufeinander folgen, erschien uns doch ein kleines bisschen unwahrscheinlich, aber angesichts der soeben \u00fcberstandenen eisigen Dusche f\u00fchlte es sich himmlisch an, ins dampfende Bad zu gleiten und sich die n\u00e4chsten f\u00fcnfzehn Minuten nicht mehr zu bewegen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2710.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-451\" alt=\"SAM_2710\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2710-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2710-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2710-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2710.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2716.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-453\" alt=\"SAM_2716\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2716-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2716-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2716-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2716.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_452\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2711.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-452\" class=\"size-medium wp-image-452\" alt=\"Diese Tropfsteine h\u00e4tten Louise Bourgeois sicher gefallen! Destruction of the Father - Rock Hard Version\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2711-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2711-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2711-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2711.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-452\" class=\"wp-caption-text\">Diese Tropfsteine h\u00e4tten Louise Bourgeois sicher gefallen! Destruction of the Father &#8211; Rock Hard Version<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_477\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/03\/391932_4833579870621_1270508190_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-477\" class=\"size-medium wp-image-477\" alt=\"Schlamm-Krieger\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/03\/391932_4833579870621_1270508190_n-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/03\/391932_4833579870621_1270508190_n-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/03\/391932_4833579870621_1270508190_n-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/03\/391932_4833579870621_1270508190_n.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-477\" class=\"wp-caption-text\">Schlamm-Krieger<\/p><\/div>\n<p>Durch so viel W\u00e4rme, Energie und Mineralstoffe f\u00fchlten wir uns zur\u00fcck am Tageslicht mehr als bereit, die Challenge des Tages anzugehen: hinauf auf nahe gelegenen Mondberg! Weil Flo und ich bereits in Sanya gelernt hatten, dass es sich manchmal lohnte, die eher absch\u00fcssigen Wege zu gehen, vertrauten wir wieder auf die Tipps der Hostel-Mitarbeiter. F\u00fcr gerade einmal umgerechnet siebzig Cent pro Person f\u00fchrte uns eine am Stra\u00dfenrand wartende Frau durch den Bambuswald &#8211; in einem h\u00fcbschen Bogen um den Ticket-Schalter herum zum Wander-Pfad. Herrlich. Bereits von der ersten H\u00fcgelkuppe aus baute sich der Mondbeg in seiner ganzen Pracht vor uns auf, eine pyramidenf\u00f6rmige Erhebung mit einem halbmondf\u00f6rmigen Loch in der Mitte, durch das man den grauen, wolkenverhangenen Himmel sah. Von diesem Tor zu den Wolken trennten uns jedoch noch \u00fcber 700 Stufen \u2013 dabei hatte der Tag doch so entspannt begonnen!<\/p>\n<div id=\"attachment_456\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2749.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-456\" class=\"size-medium wp-image-456\" alt=\"Die W\u00e4chterin des Mondbergs\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2749-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2749-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2749.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-456\" class=\"wp-caption-text\">Die W\u00e4chterin des Mondbergs<\/p><\/div>\n<p>Mit zitternden Knien traten wir einige Zeit sp\u00e4ter in den Schatten des gigantischen Steinbogens. Von den Stalagtiten am weit \u00fcber uns gelegenen Felsengew\u00f6lbe fielen stetig Wassertropfen auf uns hinab \u2013 das Loch im Mondberg war demnach so etwas wie eine riesige Tropfsteinh\u00f6hle unter freiem Himmel. Als wir uns au\u00dfer Atem f\u00fcr einen Moment niederlassen wollten, wurden wir von der W\u00e4chterin des Bergs in Empfang genommen. Die stetig l\u00e4chelnde, alte Dame nannte sich selbst \u201eLady\u201c und erklomm mit ihren 72 Jahren Tag f\u00fcr Tag die unz\u00e4hligen Stufen. Geduldig wartete sie oben bis zur D\u00e4mmerung auf m\u00fcde Wanderer, um ihnen Erfrischungen anzubieten und ihnen stolz ihr kleines Notizbuch zu zeigen, in dem sich bereits viele Generationen von Gipfelst\u00fcrmern verewigt hatten. Lady kannte den Mondberg wie ihre Westentasche, zeigte uns die besten Punkte zum Fotos schie\u00dfen und sogar den verbotenen \u00a0Weg zum Gipfel.<\/p>\n<p>\u201eLady stay here. Too dangerous for old Lady!\u201c Ob es sich wohl lohnte, diesen risikoreichen Weg einzuschlagen? Wenn wir es nicht ausprobierten, w\u00fcrden wir es nie herausfinden. Also k\u00e4mpften Flo und ich uns durchs Gestr\u00fcpp, \u00fcber die knorrigen Wurzeln von B\u00e4umen, die sich tapfer an den Felsen klammerten, immer weiter die steilen, absch\u00fcssigen Serpentinen hinauf, bis wir schlie\u00dflich direkt \u00fcber dem Halbmond befanden. Und feststellten, dass es sich mehr als gelohnt hatte. Auch wenn nirgends drei Meter gro\u00dfe, blaue Wesen herumkletterten, wurde es von hier aus mehr als ersichtlich, dass James Cameron die Landschaft unter uns als Inspiration f\u00fcr seine Halleluja-Berge auf Pandora genommen hatte. Egal, in welche Richtung man den Blick schweifen lie\u00df, \u00fcberall erstreckten sich die zerkl\u00fcfteten, gr\u00fcn getupften Steinriesen bis zum Horizont und kleine Ansammlungen von H\u00e4usern, Flussl\u00e4ufe und Felder f\u00fcllten die ebenen Fl\u00e4chen dazwischen aus. Zum ersten Mal sahen wir auf die Welt der Zauberberge hinab. Traumhaft.<\/p>\n<div id=\"attachment_455\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2740.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-455\" class=\"size-medium wp-image-455\" alt=\"Der Mondberg von Weitem\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2740-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2740-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2740-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2740.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-455\" class=\"wp-caption-text\">Der Mondberg von Weitem<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_457\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2752.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-457\" class=\"size-medium wp-image-457\" alt=\"Freiluft-Tropfsteinh\u00f6hle\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2752-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2752-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2752-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2752.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-457\" class=\"wp-caption-text\">Freiluft-Tropfsteinh\u00f6hle<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_458\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2773.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-458\" class=\"size-medium wp-image-458\" alt=\"Daher hatte Cameron also Inspiration f\u00fcr die Halleluja-Berge!\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2773-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2773-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2773-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2773.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-458\" class=\"wp-caption-text\">Daher hatte Cameron also Inspiration f\u00fcr die Halleluja-Berge!<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_470\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2761.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-470\" class=\"size-medium wp-image-470\" alt=\"Zauberberge bis zum Horizont\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2761-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2761-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2761-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2761.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-470\" class=\"wp-caption-text\">Zauberberge bis zum Horizont<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_471\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2784.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-471\" class=\"size-medium wp-image-471\" alt=\"Bierfisch\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2784-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2784-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2784-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2784.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-471\" class=\"wp-caption-text\">Bierfisch<\/p><\/div>\n<p>Da wir vor der Dunkelheit zur\u00fcck in Yangshou sein wollten, verabschiedeten wir uns von Lady und \u00fcberlie\u00dfen den Mondberg wieder seiner einsamen W\u00e4chterin. Um den Tag abzurunden, bestellten wir uns in einem der weniger touristisch-\u00fcberteuerten Restaurants eine der ber\u00fchmtesten lokalen Spezialit\u00e4ten. Nein, keine Flussschnecken, sondern eine ordentliche Portion Bierfisch. Um mir die Wartezeit zu vertreiben, inspizierte ich die auch hier zum Trocknen aufgeh\u00e4ngten Fleischst\u00fccke \u2013 und wurde von dem \u00fcberschw\u00e4nglichen Laoban doch gleich dazu eingeladen, sie zu probieren. F\u00fcr ein St\u00fcck Fleisch schmeckte das Ganze ungew\u00f6hnlich s\u00fc\u00df, aber nicht so absto\u00dfend wie ich erwartet hatte. Trotzdem stellte der Bierfisch dagegen die reinste Offenbarung dar, denn die leicht mit Bier versetzte So\u00dfe erweckte in mir leise Erinnerungen an Schweinebraten.<\/p>\n<p>Leider brachen die dunklen Wolken am darauf folgenden Morgen in Regen aus, sodass wir uns gezwungen sahen,\u00a0 unseren letzten Tag in Yangshuo auch wirklich in Yangshuo zu verbringen. Wenigstens bot sich uns so die Gelegenheit, den Fleisch- und Gem\u00fcsemarkt zu besuchen. Zwar hatte ich bereits schon einige dieser riesigen Hallen gesehen mit ihren wimmelnden Wasserbecken, Bergen von Gr\u00fcnzeug und \u00fcbereinandergestapelten Vogelk\u00e4figen, doch dieser hielt eine etwas unangenehme \u00dcberraschung f\u00fcr uns bereit. In den hinteren Nischen des Markts konnte man live bei den Schlachtungen zusehen \u2013 und was dort geschlachtet wurde, l\u00f6ste bei mir recht zwiesp\u00e4ltige Gef\u00fchle aus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2795.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-472\" alt=\"SAM_2795\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2795-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2795-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2795.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Richtig, hier verkaufte man Hundefleisch. An Fleischerhaken hingen hier anstatt Schweinshaxen geh\u00e4utete Hunde. Und dahinter dr\u00e4ngten sich in st\u00e4hlernen K\u00e4figen ihre noch lebenden Artgenossen aneinander. Apathische, tr\u00fcbe Augen starrten zwischen den Gitterst\u00e4ben hervor, Augen, die ihr Schicksal wohl bereits genau kannten. Auf jemanden, der mit Hunden als Freund und Begleiter des Menschen aufgewachsen ist, wirkte das nat\u00fcrlich etwas verst\u00f6rend. Andererseits muss man sich genauso klar werden, dass man im Gegenzug bei uns in Europa Schweine industriell hinrichtet \u2013 Tiere, deren emotionale Intelligenz die eines Hundes sogar noch \u00fcbersteigt.<\/p>\n<p>Dennoch m\u00f6chten nur wenige deswegen auf ihr Schnitzel verzichten und beim Anblick eines abgepackten, eingeschwei\u00dften St\u00fccks Fleisch im Supermarkt denkt man eben kaum daran, dass das auch mal ein lebendiges, f\u00fchlendes Wesen war. Wie man der Integrierung verschiedener Tiere auf dem Speiseplan gegen\u00fcber steht, h\u00e4ngt meiner Meinung nach gr\u00f6\u00dftenteils davon ab, wie man sozialisiert wurde. Und in manchen Regionen geh\u00f6rt eben auch der Hund noch zum Speiseplan. Damit muss ich wohl meine in einem anderen Blog-Eintrag getroffene Aussage, Hunde w\u00fcrden nur von der \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerungsschicht gegessen werden, korrigieren. Trotzdem bleibt es ein Klischee, dass man sein Fiffy lieber zuhause lassen sollte, wenn man von einem Chinesen zum Essen eingeladen wird!<\/p>\n<div id=\"attachment_473\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2799.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-473\" class=\"size-medium wp-image-473\" alt=\"Da hat wohl jemand einen Bienenstock ausger\u00e4uchert\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2799-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2799-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2799.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-473\" class=\"wp-caption-text\">Da hat wohl jemand einen Bienenstock ausger\u00e4uchert<\/p><\/div>\n<p>Das Einzige, was ich mir letztendlich auf dem Markt kaufte, war ein Beutel Bienenbrot von chinesischen Killerbienen, allerdings nicht, weil ich nach den Seidenraupen ein Faible f\u00fcr Insekten entwickelt hatte. In Bienenbrot wurden keine Sechsbeiner verarbeitet; es besteht aus Pollen, der mittels Bienenspeichel haltbar gemacht wurde. Die goldgelben, aromatischen Zuckerkristalle enthalten Spurenelemente, Vitamine, Proteine und Enzyme \u2013 fast so gut wie der Schlamm aus der Gold Water Cave.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach unserer letzten Nacht im Hostel von Mr. Mongo brachen wir zum gro\u00dfen Finale unserer Reise durch die Guangxi-Region auf. Wieder einmal stiegen wir fr\u00fchmorgens in einen Bus, der uns weg von Yangshuo brachte in ein Gebiet, wo sich die Zauberberge zu einem Gebirge vereinigten. Unseren ersten Stopp legten wir in einem beschaulichen Dorf an einem Fluss ein. Diese Siedlung hat es geschafft, einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde zu erhalten, und zwar als \u201eDorf mit den l\u00e4ngsten Haaren\u201c. Die weiblichen Mitglieder der roten Yao-Minderheit schneiden sich ihre Lockenpracht n\u00e4mlich nur einmal im Leben beim Eintritt ins sechzehnte Lebensjahr \u2013 kein Wunder, dass die durchschnittliche Haarl\u00e4nge der ortsans\u00e4ssigen Damen 1,7 Meter betr\u00e4gt. Das funktioniert \u00fcbrigens auch ohne Spitzen- und Haarbruchpflege von L\u2019Oreal und Co. \u201eReiswasser\u201c lautet die Geheimformel. Dahinter verbirgt sich kein Codename f\u00fcr das ultimative Super-Shampoo, sondern tats\u00e4chlich nichts anderes als Wasser, das zum Saubersp\u00fclen von Reis verwendet wird. Wer sich also mal wieder eine T\u00fcte Uncle Ben\u2019s aufkocht, sollte den Sud danach nicht einfach in den Abguss kippen, denn das kann man sich ja auch in die Haare schmieren.<\/p>\n<div id=\"attachment_474\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2808.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-474\" class=\"size-medium wp-image-474\" alt=\"Immer dieses Gesinge!\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2808-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2808-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2808.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-474\" class=\"wp-caption-text\">Immer dieses Gesinge!<\/p><\/div>\n<p>Im lokalen Theater zeigten einige Yao-M\u00e4dels, dass sie ihr Leben nicht nur mit der Pflege ihres wallenden Kopfschmucks verbringen, sondern auch ganz ergreifend singen k\u00f6nnen und ihre traditionellen T\u00e4nze noch lange nicht verlernt haben. Au\u00dferdem erfuhren wir, dass die Guten nicht nur eine, sondern gleich drei Lagen Haare in ihre Frisur verflechten: ihre noch wachsenden, die, die sich beim Eintritt ins Erwachsenenalter abgeschnitten haben und einen Strang ausgefallener, wieder aufgesammelter Haare. Aber wozu nur der ganze Aufwand? Ganz einfach, lange Haare bringen im Volksglauben langes Leben, Gl\u00fcck und Reichtum \u2013 da w\u00e4re es ja eine Schande, wenn mal eins verloren geht!<\/p>\n<p>Am Ende der Inszenierung luden die Frauen schlie\u00dflich noch zum gemeinsamen Tanz \u2013 und ehe ich wusste, wie mir geschah, wurde ich doch glatt von zwei hysterisch kichernden Chinesinnen auf die B\u00fchne gehievt. Zum Gl\u00fcck stellte sich das T\u00e4nzchen, bei dem sich alle im Kreis an den H\u00e4nden hielten, als nicht gerade kompliziert heraus, daf\u00fcr als umso ausgelassener und temperamentvoller. Zum Abschied erhielt jeder einen Schluck vom lokalen Reisschnaps-Gebr\u00e4u f\u00fcr die Linderung der blauen Flecken \u2013 und einen herzlichen Kniff in den Hintern. Sehr sympathisch, diese Damen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2813.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-459\" alt=\"SAM_2813\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2813-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2813-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2813-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2813.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2815.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-460\" alt=\"SAM_2815\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2815-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2815-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2815-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2815.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2829.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-461\" alt=\"SAM_2829\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2829-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2829-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2829-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2829.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_462\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2835.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-462\" class=\"size-medium wp-image-462\" alt=\"Getrocknete Ratten\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2835-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2835-300x168.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2835-500x281.jpg 500w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2835.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-462\" class=\"wp-caption-text\">Getrocknete Ratten<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_464\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2841.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-464\" class=\"size-medium wp-image-464\" alt=\"Bambusreis\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2841-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2841-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2841-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2841.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-464\" class=\"wp-caption-text\">Bambusreis<\/p><\/div>\n<p>Nun konnte es endlich zum sprichw\u00f6rtlichen H\u00f6hepunkt des Ausflugs weitergehen. Noch h\u00f6her in die Berge zu den Dragon\u2019s Backbone Reisterrassen! Am Morgen hatte mir der Nebel noch ein wenig Sorgen bereitet, doch mittlerweile genossen wir klare Sicht und Sonnenschein, sodass wir zuversichtlich durch die Reisbauern-Siedlung pilgerten auf der Suche nach dem besten Aussichtspunkt. Allein die engen Gassen zwischen den h\u00f6lzernen H\u00e4usern waren durchaus sehenswert. Auf schmalen Stufen bahnten wir uns den Weg den Hang hinauf, balancierten immer wieder auf Betonplanken \u00fcber tief eingegrabene Wasserl\u00e4ufe und staunten \u00fcber die seltsam geformten Fleischst\u00fccke, die am Stra\u00dfenrand zum Trocknen aufgeh\u00e4ngt waren. Bei n\u00e4herem Hinsehen erkannte ich, dass es sich dabei um ein paar getrocknete Ratten handelte! Die wollte ich allerdings lieber nicht probieren; stattdessen bestellten wir uns zwei Portionen Bambus-Reis zum Mittagessen. Dieser Reis wird mit Gem\u00fcse und Fleisch in ein St\u00fcck Bambusrohr gef\u00fcllt und anschlie\u00dfend gegrillt. Sieht zwar ganz originell aus, schmeckt ohne reichlich Sojaso\u00dfe aber recht \u00f6de.<\/p>\n<p>Dennoch bereute danach ein bisschen, nicht mehr davon gegessen zu haben, denn der Weg zum Aussichtspunkt durch die Reisterrassen hatte es ganz sch\u00f6n in sich. Insgeheim bewunderte ich die Bauern zutiefst daf\u00fcr, dass sie jene Wege t\u00e4glich zur\u00fccklegten, um ihre au\u00dfergew\u00f6hnlich geformten Felder zu beackern. Nat\u00fcrlich lohnte sich der Aufstieg letztendlich voll und ganz. W\u00e4hrend wir schlie\u00dflich auf dem h\u00f6chstgelegenen Pfad entlangwanderten, erstreckte sich unter uns ein Kunstwerk, das Mensch und Natur gleicherma\u00dfen geschaffen hatten \u2013 und das nebenbei noch den Lebensunterhalt der lokalen Bev\u00f6lkerung sicherstellte. Unz\u00e4hlige Schichten von Gr\u00fcn und Braun lagerten sich in immer gleichen Abst\u00e4nden \u00fcbereinander, schlangen sich in sanften Kurven um die Berge und liefen in Spiralen auf den H\u00fcgelspitzen zusammen. In der Mitte dieses Meers von erdfarbenen B\u00e4ndern schmiegten sich die H\u00e4user des Dorfes mit ihren dunklen Ziegeld\u00e4chern an den Bergr\u00fccken und verschmolz mit der Umgebung. Neben uns reflektierte das Sonnenlicht in einem der vielen Wasserkan\u00e4le und weit unter uns f\u00fcllten einige Dorfbewohner ihre K\u00f6rbe mit saisonalem Gem\u00fcse. Bei so einem Panorama verga\u00df man beinahe, dass das Ganze nur bestehen kann, weil es intensiv von der Regierung gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2838.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-463\" alt=\"SAM_2838\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2838-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2838-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2838-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2838.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2857.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-465\" alt=\"SAM_2857\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2857-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2857-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2857-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2857.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2888.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-466\" alt=\"SAM_2888\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2888-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2888-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2888-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2888.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2893.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-467\" alt=\"SAM_2893\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2893-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2893-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2893-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2893.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2910.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-469\" alt=\"SAM_2910\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2910-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2910-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2910-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2910.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2898.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-468\" alt=\"SAM_2898\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2898-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2898-300x199.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2898-450x300.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/journey\/files\/2013\/02\/SAM_2898.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Trotzdem waren die Dragon\u2019s Backbone Reisterrassen f\u00fcr mich das sch\u00f6nste Zusammenspiel von Mensch und Natur, das ich bisher gesehen habe. So fuhren wir schlie\u00dflich zufrieden und ergriffen nach Guilin, wo sich unsere Wege f\u00fcrs Erste trennten. Flo und David kehrten zur\u00fcck nach Wuhan, ich hingegen setzte meine Reise am n\u00e4chsten Tag in Richtung K\u00fcste fort. Die Region Guangxi hatte mich mit ihren zauberhaften Landschaftsformen, vielen Gelegenheiten zum Spelunking und dem vielf\u00e4ltigen, wenn auch teilweise etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Essensangebot einigerma\u00dfen \u00fcberw\u00e4ltigt. Nun freute ich mich aber schon sehr darauf, mich mal wieder auf ebenen Stra\u00dfen ins Gewimmel der Gro\u00dfstadt zu st\u00fcrzen, denn meine F\u00fc\u00dfe qualmten ordentlich vom vielen Klettern und Treppensteigen. Noch wusste ich nicht, das Guilin und Yangshuo meinen F\u00fc\u00dfen und mir gerade einmal einen milden Vorgeschmack auf das gegeben hatten, was mich noch erwartete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits w\u00e4hrend unserem ersten abendlichen Spaziergang durch Yangshuo wurde uns ersichtlich, warum die meisten Reisenden nur einen kurzen Abstecher nach Guilin machen und so schnell wie m\u00f6glich nach Yangshuo weiterziehen. 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