{"id":160,"date":"2011-10-23T00:34:15","date_gmt":"2011-10-22T16:34:15","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/?p=160"},"modified":"2012-04-07T23:45:33","modified_gmt":"2012-04-07T15:45:33","slug":"schagai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/2011\/10\/23\/schagai\/","title":{"rendered":"Schagai"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Dieses Wochenende wurde mir eine beliebte Besch\u00e4ftigung v.a. mongolischer Kinder (auf dem Land) gezeigt &#8211; Spiele mit Schafkn\u00f6cheln (Schagai). Eine Altersbegrenzung gibt es jedoch nicht, es wird einfach in der Gemeinschaft gespielt. Die Schafkn\u00f6chel werden in zahlreichen Spielvarianten so \u00e4hnlich wie W\u00fcrfel verwendet. Ein geworfener Kn\u00f6chel kann jeweils mit einer von vier unterschiedlichen Seiten nach oben zu liegen kommen. Die flache Seite oben bedeutet \u201cPferd\u201d, die S-f\u00f6rmige Seite oben bedeutet \u201cKamel\u201d, der runde R\u00fccken oben bedeutet \u201cSchaf\u201d und die Seite mit dem Loch nach oben bedeutet \u201cZiege\u201d.<\/p>\n<div class=\"mceTemp\">\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040644-e1319388425313.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-164\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040644-e1319388425313-150x150.jpg\" alt=\"&quot;Pferd&quot;\" width=\"142\" height=\"142\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040640-e1319388525318.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-162\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040640-e1319388525318-150x150.jpg\" alt=\"&quot;Kamel&quot;\" width=\"142\" height=\"142\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040641-e1319388614155.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-163\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040641-e1319388614155-150x150.jpg\" alt=\"&quot;Schaf&quot;\" width=\"142\" height=\"142\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040639-e1319388646586.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-161\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040639-e1319388646586-150x150.jpg\" alt=\"&quot;Ziege&quot;\" width=\"142\" height=\"142\" \/><\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000\"><em>Schnipsen<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Spieler:<\/span> 2 oder mehr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Dauer:<\/span> \u00fcber 30 Minuten (je nach Anzahl der Spieler)<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Material:<\/span> ab 10 Kn\u00f6chelchen pro Spieler, fester Untergrund (Fu\u00dfboden)<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Ziel:<\/span> alle Kn\u00f6chelchen sammeln und die Gegenspieler leer ausgehen lassen\u00a0 <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040646.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-177 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040646-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"270\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Alle Kn\u00f6chelchen werden auf den Boden gekippt.\u00a0 Sind Kn\u00f6chel in die gleiche Position von Schaf, Ziege, Pferd oder Kamel gefallen, darf der erste Spieler mit dem Abschie\u00dfen beginnen: Dazu wird ein Kn\u00f6chel mit Mittel- und\/ oder Zeigefinger in die Richtung eines artgleichen Kn\u00f6chels geschnipt. Dabei ist es auch erlaubt, eine Hand als Prellwand zu nutzen, so dass der geschnipste Kn\u00f6chel im Winkel weitergeleitet wird und dadurch den Zielkn\u00f6chel trifft (wie beim Billard). Wenn dies gelingt, ohne einen anderen zuvor ber\u00fchrt zu haben, ist dies ein Treffer.\u00a0Dass dabei ein Spielstein im Nachhinein in eine andere Position geraten ist, spielt f\u00fcr seinen Treffer keine Rolle. Der Treffer erlaubt ihm das Entfernen eines Steines f\u00fcr sein Guthaben, wobei er bei der Wahl dessen die Position der verbleibenden ber\u00fccksichtigen sollte, um den Spielverlauf zu seinen Gunsten zu gestalten. Er darf sein Schnipsen so lange fortsetzen (und damit\u00a0 sein Guthaben vergr\u00f6\u00dfern), bis er entweder sein Ziel verfehlt oder einen ungleichen Kn\u00f6chel anschnipst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nun ist Spieler zwei an der Reihe. Er nimmt die verbliebenen Kn\u00f6chel in die Hand, sch\u00fcttelt sie und l\u00e4sst sie fallen. Bei der\u00a0 neuen Anordnung der Kn\u00f6chel muss er\u00a0wie sein Vorg\u00e4nger durch Schnipsen erreichen, dass sich zwei gleiche Kn\u00f6chel ber\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Spiel vird so in der Runde fortgesetzt, bis alle Steine verschnipst sind. Um das Spiel fortzusetzen, werden von jedem Mitspieler erneut zwei Kn\u00f6chel als Einsatz gegeben. An der Reihe ist derjenige, der zuletzt Erfolg beim Schnipsen hatte. Das Spiel geht \u00fcber beliebig viele Runden, bis das Guthaben eines oder mehrerer Mitspieler aufgebraucht ist und diese(r) somit keine Kn\u00f6chel mehr als\u00a0 Einsatz geben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zu den Besonderheiten z\u00e4hlt, dass die letzten vier Kn\u00f6chel im Falle von vier unterschiedlichen Positionen von jedem beliebigen Spieler gegriffen werden d\u00fcrfen. Hier gilt, wer am schnellsten reagiert und zugreift, gewinnt die Kn\u00f6chel, um diese erneut zu werfen etc.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p><span style=\"color: #ff0000\"><em>Pferderennen<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Spieler:<\/span> zwei<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Dauer:<\/span> 10-30 Minuten (je nach L\u00e4nge der Rennstrecke)<em><\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Material:<\/span> beliebig viele Schagaiknochen f\u00fcr die Strecke, 2 als Spielsteine, 4 als\u00a0 W\u00fcrfel<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Ziel:<\/span> als erster am Ende der Reihe ankommen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040645.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-176\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040645-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040645-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040645-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2011\/10\/P1040645.jpg 1632w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eine lange Reihe von Schaigaiknochen wird aufgebaut, die der Anzahl der m\u00f6glichen Schritte der Rennstrecke bis zum Sieg entspricht. Die beiden Spieler stellen rechts bzw. links der Reihe ihren Spielstein auf und w\u00fcrfeln abwechselnd. Dabei gilt ein Pferd als Punkt und erlaubt das Vorw\u00e4rtssetzen des Spielsteins. Maximal sind also vier Schritte in einer Runde m\u00f6glich, im ung\u00fcnstigsten Fall sogar \u00fcber mehrere Runden nicht ein einziger Schritt m\u00f6glich. Gewonnen hat, wer am Ende der Reihe zuerst angekommen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eine Variante ist es, dass das Pferd am Ende einer Strecke umdrehen muss. Dazu sind zwei Punkte n\u00f6tig: Einer um das Pferd umzudrehen und einer, damit es wieder losl\u00e4uft. Diese Punkte k\u00f6nnen in einer oder mehreren Runden gew\u00fcrfelt werden. So kann das Spiel verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Wochenende wurde mir eine beliebte Besch\u00e4ftigung v.a. mongolischer Kinder (auf dem Land) gezeigt &#8211;&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":631,"featured_media":164,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28133],"tags":[],"class_list":["post-160","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-how-to"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/160"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/users\/631"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=160"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/160\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":170,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/160\/revisions\/170"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/media\/164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=160"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=160"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=160"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}