{"id":1306,"date":"2012-05-15T22:32:33","date_gmt":"2012-05-15T14:32:33","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/?p=1306"},"modified":"2012-05-15T22:39:48","modified_gmt":"2012-05-15T14:39:48","slug":"grun-ein-gastbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/2012\/05\/15\/grun-ein-gastbeitrag\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcn &#8211; ein Gastbeitrag"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2012\/05\/P1070416.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1307 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/files\/2012\/05\/P1070416-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"158\" height=\"158\" \/><\/a>Manche sagen, ich w\u00e4r zu faul, andere, ich h\u00e4tte zu viel zu tun und wieder andere, dass ich lieber Blog-Schokolade esse, als einen Notizblog im Internet zu f\u00fchren. Zu letzteren geh\u00f6r auch ich. Ein Mongoleifreiwilliger ohne Blog, ja, das gibt\u2019s. Mein Name ist Simon und ich bin einer der drei k\u00fchnen und wagemutigen \u201ekulturweit\u201c &#8211; Freiwilligen hier in Ulaanbaatar. Das muss jetzt einfach mal reichen f\u00fcr meine Vorstellung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber die Gelegenheit, einen Artikel auf einem Blog zu schreiben, m\u00f6cht ich mir trotz der oben genannten Gr\u00fcnde nicht nehmen lassen und so hat mir Johanna g\u00fctigerweise ihr Portal als Gastautor zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es ist 15. Mai 2012, 5 \u00b0C und wer aus dem Fenster schaut erblickt die ersten gr\u00fcnen Ans\u00e4tze von Bl\u00e4ttern und Gr\u00e4sern. N\u00fcchtern beschrieben, jedoch Emotion pur! Das Gr\u00fcn, wonach man die ganze deutsche Fr\u00fchlingszeit lang in Ulaanbaatar gesucht hat, aber nichts finden konnte. Das Gr\u00fcn, das man nur von Erz\u00e4hlungen kannte und es einfach nicht glauben wollte, dass es wirklich erst im Mai zum Vorschein kommt. Und das Gr\u00fcn, das man lediglich an der Wandtapete unseres Hostels bewundern konnte. Und jetzt ist es da. Naja, also es ist im Kommen. Bei 5 \u00b0C und wenig Sonne w\u00e4chst n\u00e4mlich wieder nicht so besonders viel. Nur gut, dass sich einer der vielen Pr\u00e4sidenten hier Wetterraketen gekauft hat. Aber warme Sonne bringen die leider auch nicht. Nur wenn man es drauf anlegt, pures gr\u00fcn zu erblicken, l\u00e4sst sich sogar auch im normalen Alltag diese gewaltige Farbe sehr oft finden. Der Tod ist hier aber meist sehr nah. Allein bei all den Ampeln, bei denen rot genauso viel z\u00e4hlt wie gr\u00fcn. Nach dem Motto \u201eWer sp\u00e4ter bremst, f\u00e4hrt l\u00e4nger\u201c muss man sich vor allem als Fu\u00dfg\u00e4nger oft riskante Wege bahnen, die mit einem erleichtertem Gesichtsausdruck der mit \u00fcber die Stra\u00dfe gezerrten Mitstreiter gek\u00fcrt wird. Auch wenn gr\u00fcn meine Lieblingsfarbe ist, kann ich nicht von mir behaupten, dass jede Ampel stehen bleiben und diese wunderbare Farbe bewundern bedeutet. In der Hinsicht habe ich mich schon sehr mongolisiert \ud83d\ude09 Das einzige, was mich noch abschreckt, sind die \u201egr\u00fcnen M\u00e4nnchen\u201c. Doch an dieser Farbe erfreuen kann ich mich wieder nicht, da die Polizisten \u00fcblicherweise blaue Kleidung tragen, im Stra\u00dfenverkehr eine gelbe Weste dr\u00fcberziehen und ganz stolz mit ihrem rot leuchtendem Stock wedelnd in eine Trillerpfeife blasen. Erstaunlich, wie laut so Dinger sein k\u00f6nnen, und noch erstaunlicher, dass die Herrschaften keinen H\u00f6rschaden davontragen, wenn sie ihr hochfrequentes Utensil zum Gebrauch machen.<br \/>\nJetzt aber genug vom Stra\u00dfenverkehr und wieder zur\u00fcck zum eigentlichen Thema: Gr\u00fcn. Essen. Im Supermarkt sucht man nicht ganz vergeblich nach \u201eGr\u00fcnzeug\u201c, aber der Kohl, den man findet, soll wohl auch das einzige sein. Getrocknete Kiwis und Oliven geh\u00f6ren zwar auch zum Sortiment, kann man aber nicht direkt als mongolisch z\u00e4hlen, wohingegen Kohl das beliebteste und auch leider einzige ist, was einem neben Fleisch und Milchprodukten stark in Erinnerung bleibt. Da stimmt dann auch das Sprichwort, jeder, der einmal f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in der Mongolei war kennt nur noch Kohl als Gem\u00fcse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wessen Lieblingsfarbe also gr\u00fcn ist, der l\u00e4uft hier in Ulaanbaatar schnell Gefahr, egal wo er hinschaut, in einen gewaltigen Entzug zu geraten. Erfahrungsgem\u00e4\u00df passiert dies aber auch bei denjenigen, die kaum meinen, mit dieser Farbe was am Hut zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Liebe Gr\u00fc\u00dfe vom Simon<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche sagen, ich w\u00e4r zu faul, andere, ich h\u00e4tte zu viel zu tun und wieder&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":631,"featured_media":1307,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[35488],"tags":[],"class_list":["post-1306","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gastbeitrag"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1306"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/users\/631"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1306"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1306\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1309,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1306\/revisions\/1309"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1307"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1306"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1306"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannasmongolei\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}