{"id":303,"date":"2013-06-21T00:04:01","date_gmt":"2013-06-20T22:04:01","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannainestland\/?p=303"},"modified":"2013-06-21T00:04:01","modified_gmt":"2013-06-20T22:04:01","slug":"von-volkerverstandigung-uber-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/johannainestland\/2013\/06\/21\/von-volkerverstandigung-uber-grenzen\/","title":{"rendered":"Von V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung \u00fcber Grenzen&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem lauten Rattern setzt sich der Zug in Bewegung. Die dicken,schwarzen Rauchwolken verbieten es mir noch einen letzten Blick auf Tallinns Altstadt zu erhaschen.<\/p>\n<p>Was habe ich mir eigentlich dabei gedacht? Ich &#8211;\u00a0 ein junges M\u00e4del begibt sich ganz alleine auf die erste eigene Reise ihres Lebens. Ohne Russischkenntnisse, jedoch mit K\u00e4sebroten und einem englischen Metroplan im Gep\u00e4ck machte ich mich per Bahn auf nach Moskau. 14 Stunden sollte der ganze Trip dauern. Doch mit jedem Kilometer mehr, die wir durch estnische Wildnis bummelten wurde ich ruhiger. In meine Abteil sa\u00dfen au\u00dfer mir nur Russen &#8211; irgendwie ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl. Ich wurde jedoch als Ausl\u00e4nderin herzlich aufgenommen und von allen Seiten auf Russisch zugetextet. Ein junger Student aus St.Petersburg versuchte mir die Wortwitze der alten Damen auf Englisch zu vermitteln. Solch \u00fcberm\u00e4\u00dfige Offenheit war nach drei Monaten estnischer Zur\u00fcckhaltung schon. Kurz vor der estnischen Grenzstation wurde es dann pl\u00f6tzlich ruhiger und s\u00e4mtliche Karten- und Picknickrunden verschwanden wieder in den Taschen und Koffern &#8211; so schnell wie sie eben aufgetaucht sind. Ziemlich z\u00fcgig war die Kontrolle passiert und wir konnten \u00fcber eine Zugbr\u00fccke und ein Meer aus Maschendraht und Warnlichtern nach Russland einfahren. Dort wartete schon ein Rund-um-Check auf uns.\u00a0 Ein Grenzbeamter wollte mir fast nicht glauben,dass ich mit Brille noch die gleich Person wie in meinem Pass bin.Bis wir wieder losrollten vergingen fast zwei Stunden.<\/p>\n<p>Nachdem ich einige Minuten alle kyrillischen Schriftzeichen inspizierte, die an meinem Fenster vorbeiflogen, war ich motiviert. So habe ich mir als Betthupferl noch das russische Alphabet geg\u00f6nnt.<\/p>\n<p>Mit der D\u00e4mmerung wurden Schlafmasken und Ohropax hervorgeholt, die Sitze zur\u00fcckgeklappt und flei\u00dfig losgeschnarcht. So tr\u00e4umte auch ich von russischen Bliny mit Smetana, dem gro\u00dfartigen Ballett und vielem mehr. Und eh ich wieder aufwachte war es nur noch eine Stunde bis nach Moskau. Dort warteten dann zwei liebe M\u00e4dels auf mich, die mich erst einmal mit einem Russland-Grundversorgungspaket wie Zugticket, Metroticket, Geld und nat\u00fcrlich vielen Tipps ausstatteten. Kurze Verschnaufpause und dann ging es auch schon los ins Get\u00fcmmel.<\/p>\n<p>Doch dazu bald mehr&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem lauten Rattern setzt sich der Zug in Bewegung. Die dicken,schwarzen Rauchwolken verbieten es mir noch einen letzten Blick auf Tallinns Altstadt zu erhaschen. Was habe ich mir eigentlich dabei gedacht? 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