Besuch, Weliki Nowgorod und wieder Besuch

VINCENT

Ich habe mich sehr gefreut, dass mein Freund extra nach Russland geflogen ist, um mich zu besuchen.

Ganz früh morgens haben wir uns am Flughafen getroffen, anderthalb Stunden nachdem ich aus Jekaterinburg zurückkam. Dann haben wir eine Kleinigkeit gegessen und sind sehr lange einfach durch die Stadt spaziert und ich habe ihm meine Lieblingsorte und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt. Abends sind wir früh völlig übermüdet schlafen gegangen, weil wir beide kaum länger als zwei Stunden geschlafen hatten. In der Woche haben wir vor allem die gemeinsame Zeit sehr genossen und uns aber natürlich auch die Stadt angeschaut.

Hier sind Vincents Eindrücke von seiner Woche in St Petersburg:

Smolny 

Spieleautomatenmuseum 

Offene Brücken 

Pawlowsk 

 

Katzencafé

New Holland Island

Kasan Kathedrale 

Blutskirche 

Singer Haus 

Hermitage

Die Stadt

 

Wir beide

Sehr schön fand ich auch, dass Vincent ein paar meiner Freunde kennengelernt hat. An einem Abend waren wir mit Nastja und ihrem Freund Julian, der auch extra aus Deutschland hergeflogen ist, Essen. Unseren letzten gemeinsamen Abend haben wir sehr nett und lustig mit Slava, Grischa, Anja und noch einer Freundin von Slava verbracht und dann war die Zeit auch schon um…

 

WELIKI NOWGOROD

Auf Maltes Empfehlung hin habe ich mir Weliki Nowgorod angeschaut. Ich habe auf den kulturweit Seminaren viele Leute getroffen, die mir erzählt haben, wie toll es ist, allein zu reisen. Dafür hatte ich bisher nie Gelegenheit bzw. auch einfach kein das Bedürfnis danach. Jetzt allerdings fand ich die Idee ganz verlockend und dachte, zwei Tage mal irgendwo nicht ganz so weit weg sind vielleicht ein guter Einstieg. Also habe ich mir sehr spontan Montagmorgen Tickets gekauft und bin dann Montag Mittag mit dem Zug hingefahren. Zuerst bin ich einfach ein bisschen rumgelaufen und habe ein kleines Kloster entdeckt.

Dann habe ich mir den Kreml angeschaut.

 

Nationaldenkmal Tausend Jahre Russland

 

Dort befindet sich unter anderem ein ewiges Feuer, wie in so vielen Städten.

Und natürlich wieder Kirchen.

Außerdem kann man oben ein bisschen rumlaufen und die Aussicht genießen, was besonders toll ist, da sich hinter den Mauern des Kremls ein Strand verbirgt.

 

Außerdem bin ich noch mehr oder weniger ausversehen in ein Mini Glockenmuseum gegangen.

In der Nähe des Kremls befindet sich ein schöner Brunnen.

Am späten Nachmittag habe ich mich auf den Weg zum Hostel gemacht. Das hat alles reibungslos und tatsächlich komplett auf Russisch funktioniert und ich hatte das 6er Zimmer sogar für mich allein. Den Abend habe ich, bis es zu dunkel wurde, mit meinem Buch Meister und Margarita am Strand verbracht, das war sehr schön.

Ich hatte seit Ende Mai nicht mehr alleine in einem Zimmer geschlafen oder hatte mehr als eine halbe Stunde für mich. Ich liebe Menschen und ich liebe vor allem die Menschen sehr, die in dieser Zeit um mich waren, aber irgendwie war es auch schön, mal wieder Raum für sich zu haben.

Am nächsten Tag habe ich mir eine Kirche in der Nähe des Hostels angeschaut.

 

Ich bin durch einen großen Park zu einem Kloster gelaufen. Die Anlage war sehr schön grün und am Wasser gelegen, die Kirche hatte nur leider geschlossen.

Später habe ich mir noch weitere Kirchen auf der Nicht-Kreml-Seite angesehen.

 

Zum Schluss habe ich dann ein wirklich schönes Kunstmuseum besucht, in dem ich allerdings erstaunlicherweise fast in jedem Raum komplett allein war.

Diesen Briefkasten muss ich unbedingt noch erwähnen:

Gegen Ende hat es leider geregnet und ich habe mich in ein Café gesetzt und dort mein Buch weitergelesen. Danach hatte ich noch Zeit, mit meinen beiden Omas zu telefonieren, was mir sehr gutgetan hat, und danach ging auch schon mein Zug.

 

 

Zurück in St Petersburg habe ich mir das Museum für Religionsgeschichte angeschaut, was Grischa mir empfohlen hat und was auch wirklich sehr interessant war! Am besten haben mir die Räume zum Buddhismus gefallen.

 

CORI UND FYNN

Vier Tage Alleinsein hat dann auch gereicht und ich habe mich sehr gefreut, dass meine lieben Schulfreunde Cori und Fynn mich besucht haben! Auf dem Weg vom Flughafen nach Hause haben wir einen ersten Stopp beim Siegespark gemacht.

Bei mir angekommen haben wir als allererstes ganz klassisch Pelmeni mit saurer Sahne gegessen, um das Russland-Feeling zu erwecken, und sind dann einfach ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Außerdem konnten die beiden direkt am ersten Abend die Erfahrung machen, um vier Minuten vor zehn zum Laden zu rennen und das erstbeste Bier zu kaufen, weil nach zehn kein Alkohol verkauft werden darf. Schon ziemlich witzig, wenn man dabei noch vom Ladenbesitzer angefeuert wird, der einen auch schon kennt.

Den zweiten Tag haben wir mit einer Bootstour über die beiden Kanäle und die Newa gestartet. Wir hatten wahnsinnig Glück mit dem Wetter und es war einfach nur toll.

    

Anschließend sind wir durch den Sommergarten spaziert.

Die Hermitage war (nach einer riiiesigen Sushi Platte bei Tokyo City…) natürlich auch Pflicht! Gerade Cori, die Restauratorin, war hellauf begeistert und hat alle Holzmöbel fotografiert und gesagt, wie schwierig solche Muster im Holz sind, und andererseits die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, wenn etwas nicht perfekt restauriert war. Das war sehr witzig und auf jeden Fall mal ein anderer Blickwinkel.

   

Den Abend haben wir auf dem Dach von Этажи verbracht und den Ausblick genossen.

Am nächsten Tag haben wir uns die Vladimirskaya Kirche angeschaut, die Vincent, als er hier war, liebevoll Starbucks Kirche getauft hat, weil sie seiner Meinung nach nicht aussieht wie eine Kirche und da auch ein Starbucks drin sein könnte. Cori und Fynn waren da Gott sei Dank anderer Meinung.

Danach haben wir bei Cinnabon gefrühstückt. Himmlisch.

Völlig satt sind wir weitergegangen zu Castle Rock, einem Rock & Metal Geschäft, wo Cori und Fynn sich beide ein paar Aufnäher von ihren Lieblingsbands gekauft haben.

Die Kasan Kathedrale habe ich den beiden natürlich auch gezeigt.

Und sogar eine katholische Kirche haben wir entdeckt.

Vor der Blutskirche mussten wir eine kleine Fotosession veranstalten:

…bevor wir uns weiter kulturell gebildet haben, diesmal im Russischen Museum. Dort war ich ganz stolz, denn als ich das erste Mal dort war (im März, lang ist’s her…), hat mir keiner der russischen Künstlernamen etwas gesagt und diesmal habe ich so viele Namen und Bilder erkannt und hab sogar bei einem gedacht, das könnte Schischkin sein und es WAR Schischkin!

  

Abends haben wir uns mit Slava und Grischa getroffen und waren bei Mickey and Monkeys und sind danach fast geplatzt…

Cori und ich haben geteilt und es war trotzdem zu viel

 

Danach waren wir in unserer Stammbar, der Hölle, Nastja ist auch noch für eine Weile dazugekommen, und nachdem die anderen drei schon nach Hause mussten, habe ich Cori und Fynn mit dem russischen Nachtleben vertraut gemacht und wir hatten sehr viel Spaß.

Nach dem Ausschlafen ging es ins letzte Museum, ins Erarta, was einfach eins meiner absoluten Lieblingsmuseen ist und das ich auch gern ein viertes Mal besucht habe.

Später waren Cori und ich noch im Katzencafé (Fynn wollte sich lieber ausruhen), bevor wir alle drei zu meinem liebsten georgischen Restaurant gegangen sind, wo wir himmlisch gegessen und viel mit dem Kellner gelacht haben, alles auf Russisch! Ich habe übrigens Cori und Fynn auch das kyrillische Alphabet und ein paar einfache Wörter und Sätze beigebracht und die beiden haben das echt gut gemeistert, Cori hat sich sogar zwei Mal selbst was bestellen können! (Und ja, wie man merkt, haben wir einfach wahnsinnig viel gegessen, weil die beiden doch so viel an Köstlichkeiten probieren müssen, die es hier gibt! Wir haben auch fast alles von der Essen-Probier-Liste geschafft!)

Sehr spät abends sind wir mit der roten Metro Linie bis fast ganz in den Süden gefahren und sind dann auf dem Rückweg an jeder Station einmal ausgestiegen, haben uns die umwerfende Architektur angeschaut, Fotos gemacht und sind dann alle sechs Minuten weitergefahren.

     

Der krönende Abschluss der Reise war die Öffnung der Brücken. Am Ufer der Newa stehen wahnsinnig viele Leute, nur um sich diese paar Minütchen anzuschauen, und das Ganze wird von russischer Ballettmusik aus Lautsprechern untermalt. Der Flair wird ergänzt durch die zahlreichen Boote auf dem großen Fluss.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Zur Werkzeugleiste springen