Ferien in Sankt Petersburg

Pünktlich zum Beginn der Ferien konnte ich ein letztes Mal umziehen. Jetzt wohne ich im Zentrum und Anne ist sogar meine Mitbewohnerin. Es ist wirklich toll, nicht jedes Mal früher nach Hause gehen zu müssen, weil sonst keine Metro mehr fährt oder man wegen der offenen Brücken nicht mehr auf die Insel kommt. Orte, die früher immer „total weit weg“ waren, sind auf einmal gar nicht mehr so weit weg und soo viel ist plötzlich zu Fuß erreichbar!

 

Am 08. Juli habe ich meinen ersten Geburtstag ohne meine Familie gefeiert. Es war schon ein bisschen seltsam, die gewohnten Traditionen nicht zu haben, aber Nastja hat mir einen Kuchen gebacken und ein Lied gesungen, weil ich ihr erzählt habe, dass wir das zu Hause immer so machen, das war sehr süß und ich hatte einen sehr schönen Tag. Nastja und ich waren in einem meiner russischen Lieblingsrestaurants essen, waren ein bisschen shoppen und haben die Party vorbereitet. Abends haben wir alle zusammen in der neuen Wohnung gefeiert: meine drei Nastjas, Slava, Angèle und Anne waren da und Jannis, mein neuer Mitbewohner, war auch zwischenzeitlich mit dabei. Wir hatten einen sehr schönen, lustigen Abend und auch die Menschen, die sich vorher nicht kannten, haben viel miteinander gelacht! Ich habe sehr süße Geschenke bekommen: sehr witzige Karten mit lieben Texten, ein Nackenkissen mit Van Gogh Motiv, Bücher, eine Teedose in Matrioschka-Form, eine Flasche Wodka und eine Flasche Amaretto (ich wollte seit einem Monat Amaretto kaufen und habe einfach nirgends welchen gefunden!), Süßigkeiten und einen Kurs, bei dem ich meine eigene Matrioschka anmalen kann!

Ich habe mich sehr gefreut, dass Malte, ein anderer kulturweit-Freiwilliger, der in Perm an einer Deutschen Schule arbeitet, mich in SPB besucht hat! Manche Dinge hat er sich allein angeschaut, bei anderen bin ich mitgekommen. Wir waren z.B. zusammen im Erarta Museum, was wirklich eins meiner liebsten Museen hier ist.

Am letzten Tag sind wir auf den Turm der Smolny Kirche gestiegen, von wo aus man einen tollen Blick auf die Stadt hat.

Das absolute Highlight in dieser Woche war eine relativ spontane Tour über die Petersburger Dächer bei Sonnenuntergang. Es war einfach nur grandios, die Bilder sprechen für sich:

     

Ich hatte mir immer vorgenommen, nach Vyborg zu fahren und habe es jetzt endlich geschafft. Meine Stern Nastja und ich haben einen sehr schönen Tag zu zweit dort verbracht. Das Wetter war toll und wir haben uns einfach die Stadt angeschaut, sind durch einen Park mit dem wunderschönen Namen Monrepos (frz. für meine Erholung) spaziert, haben gegessen und mal wieder richtig gequatscht.

 

Ehrlich gesagt habe ich nicht ganz Ferien, sondern musste Texte für das Jahrbuch der Deutschen Schule korrigieren. Allerdings von zu Hause aus und auch keine Unmengen, weswegen es sich trotzdem anfühlt wie Ferien. Es tut so gut, auch einfach mal auszuschlafen, einfach mal einen Tag lang nichts zu machen, was mir sonst so schwerfällt. Eine sehr schöne Abwechslung, andererseits freue ich mich sehr auf meine baldige Russland-Reise! Dazu mehr im nächsten Blogeintrag…

 

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