{"id":82,"date":"2010-10-13T17:04:36","date_gmt":"2010-10-13T09:04:36","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/?p=82"},"modified":"2011-04-25T02:05:29","modified_gmt":"2011-04-24T18:05:29","slug":"ein-mal-jurte-und-zuruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/2010\/10\/13\/ein-mal-jurte-und-zuruck\/","title":{"rendered":"Ein Mal Jurte und zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Endlich habe ich sie von n\u00e4her gesehen als aus dem Flugzeug: Die mongolische Steppe! Und wer meint Steppe sei abwechslungsarm und langweilig, der irrt sich aber gewaltig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber erst mal der Reihe nach: Samstagmorgen um 6 Uhr steh ich auf, zieh mir Thermounterw\u00e4sche, ein Hemd, zwei Pullis (f\u00fcr alle ejt-ler: der ejt-fleace ist jetzt steppenerprobt und f\u00fcr \u201esehr gut\u201c befunden worden), nur eine Hose (bin ich hart) und eine Jacke an. Die M\u00fctze und den Schal muss ich wohl nicht erw\u00e4hnen \ud83d\ude42<\/p>\n<div id=\"attachment_84\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a31.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84\" class=\"size-medium wp-image-84\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a31-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a31-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a31-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-84\" class=\"wp-caption-text\">In UB wird kr\u00e4ftig geheizt...sch\u00f6ne Route f\u00fcr einen Morgenspaziergang...<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Los geht\u2019s also durch das \u201eszenische\u201c Industrieviertel von Ulaanbaatar, wo die Kohlekraftwerke so langsam auf Hochtouren kommen, denn es ist kalt! Die Berge rings um die Stadt sind wieder einmal schneebedeckt und dieses Mal auch Teile der Stadt. Mein Ziel ist erst mal Elenas Bleibe, weil uns da Anne abholen will. Unser Ziel: Amarbajasgalantijn Chijd, einer der letzten, noch erhaltenen, Kl\u00f6ster der Mongolei. W\u00e4hrend der sowjetischen Zeit wurden hier n\u00e4mlich die meisten Kl\u00f6ster zerst\u00f6rt und die Lamas verjagt oder get\u00f6tet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Knapp au\u00dferhalb der Stadt halten wir an, denn hier steht einer der gro\u00dfen Steinhaufen mit blauen T\u00fcchern. Diese hei\u00dfen \u201eOvoos\u201c (wahrscheinlich total falsch geschrieben, aber egal) und sind den Geistern gewidmet. Man l\u00e4uft drei Mal im Uhrzeigersinn herum und wirft jedes Mal einen kleinen Stein hinauf. Dabei w\u00fcnscht man sich etwas (zB eine sichere Reise trotz wahrscheinlich lebensm\u00fcden Idioten im Stra\u00dfenverkehr). Au\u00dferdem haben wir ein blaues Tuch dabei, einen \u201eKhadag\u201c, das wir auf dem Ovoo festbinden. Die blauen T\u00fccher sind ein Symbol f\u00fcr den ewig blauen Himmel in der Mongolei.<\/p>\n<div id=\"attachment_85\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a41.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-85\" class=\"size-medium wp-image-85\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a41-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a41-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a41-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-85\" class=\"wp-caption-text\">Der gro\u00dfe Ovoo vor UB auf dem Weg nach Darchan<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_86\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a51.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86\" class=\"size-medium wp-image-86\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a51-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a51-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a51-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-86\" class=\"wp-caption-text\">Die Stra\u00dfe nach Darchan: Grenzenlose Weiten \ud83d\ude42 <\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach dem wir die Geister f\u00fcr uns gewonnen haben fuhren wir weiter in Richtung Darchan um Louisa einzuladen. Zum Picknick an einem Fluss gabs zus\u00e4tzlich zu allem m\u00f6glichen Mitgebrachten auch noch traditionell ger\u00e4ucherten Fisch, den wir bei einer H\u00e4ndlerin am Stra\u00dfenrand gekauft hatten. Der schmeckt richtig gut und wird dort frisch aus dem Fluss geangelt. Nach der Vesperpause verlie\u00dfen wir die Stra\u00dfe, denn das Kloster liegt mitten im Nirgendwo. Und hier begann der abenteuerliche Teil der Reise denn in der Steppe macht sich jeder seine eigene Stra\u00dfe, wie man an den vielen Spurrillen erkennt. Au\u00dferdem ist gerade die Zeit im Jahr wenn die Nomaden ihr gesamtes Vieh vom Sommer- zum Herbstlager, oder gleich ins Winterlager treiben. So sieht man gigantische Mengen an Schafen, Ziegen, Pferden, K\u00fchen (!) und zugeh\u00f6rige Nomaden, die die Tiere geschickt mit ihren Pferden zusammenhalten, durch die Steppe preschen.<\/p>\n<div id=\"attachment_88\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a61.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-88\" class=\"size-medium wp-image-88\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a61-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a61-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a61-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-88\" class=\"wp-caption-text\">frischer, ger\u00e4ucherter Fisch am Stra\u00dfenrand<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_89\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-89\" class=\"size-medium wp-image-89\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a7-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a7-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a7-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-89\" class=\"wp-caption-text\">Einsteigen, es geht weiter!<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach einigen Stunden Fahrt durch diverse Wetterzonen (es kam wirklich vor, dass man in ein Tal fuhr, in dem Schnee lag, blo\u00df um danach um die Ecke zu fahren und bei strahlendem Sonnenschein die Nomaden in T-Shirts rumlungern zu sehen \u2013 wie sie das aber machten war mir unklar, denn kalt war es am Samstag trotzdem \u00fcberall\u2026), sahen wir bald ein riesiges wei\u00dfes Monument auf einer Bergkuppe in der Ferne: Die nagelneue Shanti-Stupa des Klosters. Bevor wir aber zum Kloster weiter fuhren organisierten wir uns noch eine Bleibe f\u00fcr die Nacht: zwei Jurten \ud83d\ude42<\/p>\n<div id=\"attachment_90\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-90\" class=\"size-medium wp-image-90\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a8-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a8-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a8-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-90\" class=\"wp-caption-text\">Diese Woche kauf ich mir Winterstiefel \ud83d\ude42<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Danach ging es an Gr\u00e4bern, die mindestens so alt sind wie Stonehenge, vorbei in Richtung Kloster. Rings um das Kloster ist eine winzige Siedlung \u2013 Ein paar H\u00fctten, einige Jurten, zwei L\u00e4den und ein paar Plumpsklos. Das Kloster ist von hohen Mauern umgeben und nat\u00fcrlich sind wir zu sp\u00e4t um noch eingelassen zu werden. Aber wir k\u00f6nnen noch bei einem fantastischen Sonnenuntergang die gigantische Shanti-Stupa und eine riesige Buddha-Statue besichtigen. Wir steigen an vergoldeten Gebetsrollen, vielen kitschigen Plastiklampen und falschen Seerosen eine lange Treppe nach oben zum \u00fcberdimensionierten Monument, auf dem Buddha sogar in dreifacher Ausf\u00fchrung zu sehen ist. Auf dem Altar liegen haufenweise R\u00e4ucherst\u00e4bchen, Tee, Streichh\u00f6lzer (die komplette Packung wird angez\u00fcndet) und irgendeine Masse, die aussieht wie Reis mit Milch. Bei der Stupa sieht es \u00e4hnlich aus: Alles in allem zu viel Kitsch! Ohne die sehr chinesisch wirkenden Plastiklaternen h\u00e4tte alles schon viel monumentaler ausgesehen, aber den Einheimischen scheint es ja zu gefallen (zumindest solange sie nicht merken, dass man die Plastiklaternen als chinesisch empfinden k\u00f6nnte\u2026).<\/p>\n<div id=\"attachment_92\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a42.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-92\" class=\"size-medium wp-image-92\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a42-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a42-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a42-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-92\" class=\"wp-caption-text\">das Buddha-Monument<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<div id=\"attachment_93\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a32.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-93\" class=\"size-medium wp-image-93\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a32-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a32-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a32-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-93\" class=\"wp-caption-text\">einer der Tempel im Kloster strahlt im Sonnenuntergang<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Nacht in der Jurte war sehr lustig. Anne und Grit hatten eine, wir Freiwilligen die andere. Gekocht wurde auf dem Ofen (mongolisch eher untypisch: vegetarische Spagetti). Nachts hatten wir mit dem Wetter ein riesen Gl\u00fcck, da sich die Wolken, die zuvor noch zu einem dramatischen Sonnenuntergang beigetragen hatten, sich verfl\u00fcchtigten. So wurden wir Zeugen einer der wundersch\u00f6nsten Sternenhimmel, die ich je gesehen habe. Leider hat meine Kamera trotz \u201eSternenhimmel\u201c-Option versagt den klaren n\u00e4chtlichen zu fotografieren. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf unseren n\u00e4chsten Ausflug aufs Land, fern von Abgasen und Lichtverschmutzung. Trotz klarem Himmel war es vor allem nachts eiskalt. In unserer Jurte war es zwar warm, aber auch nur so lang wie der Ofen an war. Der Schlafsack und zwei zus\u00e4tzliche Decken waren Pflicht; So wurde es nachts in der Jurte auch mal -10 Grad!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<div id=\"attachment_95\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-95\" class=\"size-medium wp-image-95\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a9-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a9-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a9-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-95\" class=\"wp-caption-text\">Nach der K\u00f6nigsjurte am Werbellinsee scheint sie nat\u00fcrlich winzig, aber das ist eine echte Jurte \ud83d\ude09 Das ist aber auch eine Viehtreiberjurte, der kleinste Typ. Normale Jurten sind doch etwas gr\u00f6\u00dfer. Aber f\u00fcr eine Nacht wars auf jeden Fall genug.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten Morgen gingen wir zur\u00fcck ans Kloster und tats\u00e4chlich: Wir durften rein. Das erste was einem an dem Kloster auff\u00e4llt sind V\u00f6gel. Raben, Elstern, Dolen und Tauben kreisen in Schw\u00e4rmen um die Tempel und die Pagoden und veranstalten einen L\u00e4rm, der sich nach der Ruhe der Steppe beinahe mit den Autos in UB messen lassen kann. Dazu kommt noch das Quietschen und Scheppern der etlichen Gebetsrollen. Aber meistens ist es auch hier sehr ruhig. Die Mongolei ist von Touristen noch kaum erschlossen wurden und so musste ich nicht mehrere Stunden warten um ein buddhistisches Wiedergeburtsritual zu machen (Ich glaube Bilder erkl\u00e4ren hier mehr als tausend Worte \ud83d\ude42 ) Au\u00dferdem wohnten wir noch einer Sutren-Vorlesung bei. Hierbei sitzen die Lamas an einem Tisch und rezitieren die Sutren, jedoch jeder so oft und so schnell wie er will. Wenn man es dann noch schafft, durch das Durcheinander zu blicken, versteht man trotzdem nichts, weil alles auf Tibetisch ist\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<div id=\"attachment_96\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-96\" class=\"size-medium wp-image-96\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a21-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a21-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a21-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-96\" class=\"wp-caption-text\">Sein negatives Karma los zu werden ist total einfach: Man kriecht durch eine viel zu kleine \u00d6ffnung in eine klaustrophobisch enge Kuppel, dreht sich irgendwie drei mal nach rechts, schiebt dabei mehrere Bolzen aus dem Sockel und blickt am Ende aus dem winzigen Lock in der Kuppel. Anschlie\u00dfend hat man viel Spa\u00df dabei aus dem Ger\u00e4t wieder raus zu kommen \ud83d\ude42 <\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_98\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98\" class=\"size-medium wp-image-98\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a22-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a22-225x300.jpg 225w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a22-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-98\" class=\"wp-caption-text\">das Innere des gro\u00dfen Tempels<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Weg nach Hause F\u00fchrte uns auf einem anderen Weg (der nicht immer ganz klar war) wieder einmal quer durch die Steppe. Es dauerte l\u00e4nger, weil wir oft anhielten und uns umschauten. Wir entdeckten zum Beispiel rein zuf\u00e4llig in einer verwitterten Felswand uralte Fresken von Steinb\u00f6cken, die wahrscheinlich auch mehrere tausend Jahre alt waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<div id=\"attachment_97\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-97\" class=\"size-medium wp-image-97\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a10-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a10-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/imlanddernomaden\/files\/2010\/10\/a10-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-97\" class=\"wp-caption-text\">Jenseits von Afrika ist diesseits der Mongolei \ud83d\ude09 <\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Unser letztes Ziel mit dem Gel\u00e4ndewagen war Darchan. Anne, Grit und Louisa blieben hier, Elena, Johanne und ich mussten den letzten Bus zur\u00fcck nach UB nehmen \u2013 das hei\u00dft 3 \u00bd Stunden Fahrt in einem doch sehr vollen Bus. Das Problem dabei: Nach ca. 10 min wurde die eigentlich ganz gute Musik abgeschaltet und der Flachbildschirm vorne im Bus angeschaltet. Es lief irgendeine mongolische live-Comedysendung, was kein Problem gewesen w\u00e4re, wenn die Lautst\u00e4rke nicht auf einem absoluten Maximum gewesen w\u00e4re (dass auch ja kein m\u00fcder Europ\u00e4er, der eh nichts versteht schlafen kann\u2026). \u00dcberhaupt war das Motto der Sendung wahrscheinlich \u201eLaut ist lustig\u201c, denn die Komiker auf der B\u00fchne br\u00fcllten in ihre Mikros, als w\u00e4ren diese kaputt \u2013 typisch mongolisch halt. Zur\u00fcck in UB war dann endg\u00fcltig Schluss mit ruhiger Landidylle. Ich freu mich auf jeden Fall jetzt schon auf unseren n\u00e4chsten Ausflug\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich habe ich sie von n\u00e4her gesehen als aus dem Flugzeug: Die mongolische Steppe! Und wer meint Steppe sei abwechslungsarm und langweilig, der irrt sich aber gewaltig. 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