{"id":56,"date":"2009-10-19T19:28:57","date_gmt":"2009-10-19T23:28:57","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/2009\/10\/19\/leben-in-sucre\/"},"modified":"2009-10-19T19:36:31","modified_gmt":"2009-10-19T23:36:31","slug":"leben-in-sucre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/2009\/10\/19\/leben-in-sucre\/","title":{"rendered":"Leben in Sucre"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt ist es doch schon etwas l\u00e4nger her, dass ich das letze Mal hier etwas geschrieben hab, deswegen erz\u00e4hl ich jetzt einfach mal etwas \u00fcber meinen Alltag hier und was ich sonst so getrieben hab\u2026<\/p>\n<p>Womit fang ich an? Ich wohne immer noch im ICBA, bin aber momentan dabei mich nach einer Wohnung umzusehen. Hier im ICBA ist es zwar super sch\u00f6n, aber etwas teuer und au\u00dferdem ist es eben eher wie im Hotel, obwohl das Personal schon sowas wie ne kleine Familie ist. Mir fehlt das einfach langsam bisschen mein eigenes Heim zu haben, selber was zu kochen und so weiter. Wenn ich was gefunden habe dann mehr dazu!<\/p>\n<p>Weil ich euch jetzt vermutlich fragt was eigentlich dieses omin\u00f6se ICBA ist erz\u00e4hl ich am besten dazu auch noch ein wenig. Das ICBA (Instituto Cultural Boliviano Alem\u00e1n) ist eine Kultureinrichtung, die von Gerd Mielke, dem hiesigen Honorarkonsul geleitet wird. Hier werden Deutsch- und Spanischkurse angeboten, Kulturveranstaltungen organisiert wie etwa Konzerte oder neulich ein kleines Oktoberfest und es gibt Ausstellungen wie etwa zum Fall der Mauer. Au\u00dferdem gibt es das \u201cKulturcaf\u00e9 Berlin\u201d, in dem man beispielsweise Bratkartoffeln und manchmal Apfelstrudel essen kann. Die Spezialit\u00e4t des Caf\u00e9s sind jedoch sogenannte \u201cPapas Rellenas\u201d, riesige Kartoffeln, etwas paniert und gef\u00fcllt mit K\u00e4se, sehr lecker\u2026<\/p>\n<p>Eine andere wichtige Einrichtung des ICBAs ist das \u201cEcomuseo\u201d, das Programme zur Information \u00fcber den Klimawandel, Wasserprobleme, Recycling, M\u00fclltrennung und \u00e4hnlichem anbietet. Das ist sehr wichtig, da viele Leute dar\u00fcber hier nicht so viel wissen wie in Deutschland und au\u00dferdem der Klimawandel hier schon sichtbarere Folgen zeigt als in Deutschland. Zum Beispiel sind Versteppung, beziehungsweise Desertifikation und Wasserknappheit (oder Verschmutzung) ein gro\u00dfes Problem. Dass man aber etwa gegen die Kontamination von Fl\u00fcssen sehr wohl etwas unternehmen kann sieht man ja beispielsweise heute in Deutschland. Deshalb finden hier dazu und zu \u00e4hnlichen Themen Vortr\u00e4ge, Workshops, Ausfl\u00fcge oder F\u00fchrungen f\u00fcr Schulklassen statt. Geleitet wird das ganze von bolivianischen Freiwilligen, koordiniert von Felix, einem Weltw\u00e4rtsfreiwilligen aus Deutschland. Dessen Vorg\u00e4nger Konstantin war bis gestern auch noch hier, obwohl sein Freiwilligendienst eigentlich schon im August beendet war, jedoch hatte er hier ziemlich etwas aufgebaut mit dem Ecomuseo und ist deswegen noch etwas l\u00e4nger geblieben.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich hatte das den Vorteil, dass ich \u00fcber ihn schon diverse Bolivianer kennen gelernt habe, wie etwa die \u201cMasis\u201d, eine bolivianische Folklore Gruppe, die neulich sogar in Deutschland auf Tour war. Hier in Sucre hat die Gruppe zus\u00e4tzlich ein soziales Musikprojekt f\u00fcr Kinder aus Immigrationsfamilien, d.h. Familien die auf der Suche nach Arbeit in die Stadt ziehen, jedoch dort einen ziemlichen Kulturschock erleben, was f\u00fcr die Kinder Identifikationsprobleme bringt, die oftmals Drogenprobleme und \u00e4hnliches verursachen\u2026 \u00dcber die Musik wird den Kindern nun eine Perspektive gegeben mit der sie sich identifizieren k\u00f6nnen, da viel der bolivianischen Folklore vom Land kommt.<\/p>\n<p>Im Ganzen ist das dann eine Gruppe von ca 30 Kindern und Jugendlichen, die zusammen mit den Masis Panfl\u00f6te und \u00e4hnliche traditionelle Instrumente spielen, was sich im Ergebnis wirklich eindrucksvoll anh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Dazu gibts jetzt auch mal ein paar Bilder:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Sucre15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Sucre15_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Sucre 15\" width=\"541\" height=\"407\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Sucre16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Sucre16_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Sucre 16\" width=\"542\" height=\"407\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/26.Sept38.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/26.Sept38_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"26.Sept (38)\" width=\"544\" height=\"409\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/26.Sept51.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/26.Sept51_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"26.Sept (51)\" width=\"545\" height=\"410\" \/><\/a><\/p>\n<p>Achja, der rechts ist \u00fcbrigens jetzt mein Gitarrenlehrer hier\u2026.<\/p>\n<p>Was kann ich sonst noch erz\u00e4hlen?<\/p>\n<p>Mal etwas zu meiner Arbeit, die mir die Zeit hier ja \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich gemacht hat. Ich bin ja viele andere Kulturweitfreiwillige \u00fcber das Goethe Institut als Freiwilliger an einer PASCH-Schule, in meinem Fall die Pestalozzi-Schule in Sucre. PASCH ist eine Initiative des Ausw\u00e4rtigen Amtes, den Deutschunterricht im Ausland zu f\u00f6rdern. Die Schule ist also keine deutsche Auslandsschule, sondern eine bolivianische Schule, die einen Schwerpunkt auf dem Deutschen als Fremdsprache hat. Um sie dabei zu unterst\u00fctzen, sind sie vom Goethe Institut mit modernen Unterrichtsmaterialien ausgestattet worden, ebenso wie PC Beamer usw\u2026 Jedoch bringt das nicht viel wenn es keine Materialien dazu gibt, weshalb zum Beispiel landeskundebezogene Pr\u00e4sentationen erstelle. Au\u00dferdem bin ich manchmal bei den Deutschkursen der Uni dabei, was mir eigentlich noch besser gef\u00e4llt, beispielsweise haben wir f\u00fcr eine Veranstaltung einen kleinen Sketsch \u00fcber die Berliner Mauer einge\u00fcbt.<\/p>\n<p>Generell f\u00fchl ich mich langsam echt wohl hier, zum Schluss gibts noch ein paar Bilder aus Aritumayu, einem Naturpark hier in der N\u00e4he, den wir am Samstag mit dem Ecomuseo\u00a0 besucht haben:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Aritumayu01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Aritumayu01_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Aritumayu 01\" width=\"550\" height=\"414\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Aritumayu10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Aritumayu10_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Aritumayu 10\" width=\"554\" height=\"416\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Aritumayu07.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/Aritumayu07_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Aritumayu 07\" width=\"300\" height=\"448\" \/><\/a> H\u00fcbsch was\u2026. =)<\/p>\n<p>Das Besondere an dem Park ist, dass es dort nicht immer so gr\u00fcn war, also urspr\u00fcnglich schon, aber aufgrund massivem Abholzens usw war dort bis vor einigen Jahrzehnten fast nur noch vertrocknete Erde, aber dann haben sie vor etwa 30 Jahren angefangen Pinien zu pflanzen und damit das Gebiet wieder fruchtbar gemacht, das Ergebnis seht ihr ja auf den Bildern\u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/IMGP4305.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/IMGP4305_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"IMGP4305\" width=\"553\" height=\"416\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/IMG_0383.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/IMG_0383_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"IMG_0383\" width=\"558\" height=\"374\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/IMG_0411.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0pt none\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/IMG_0411_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"IMG_0411\" width=\"555\" height=\"371\" align=\"left\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/IMGP4285.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px;border-top: 0px;border-left: 0px;border-bottom: 0px\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hohnibolivia\/files\/2009\/10\/IMGP4285_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"IMGP4285\" width=\"556\" height=\"417\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Leute auf den Bildern sind vom ICBA, vom Ecomuseo und sonstige  Bolivianer und, wie wohl unschwer zu erkennen, auch ein paar deutsche Freiwillige\u2026<\/p>\n<p>So weit erstmal, bis demn\u00e4chst!<\/p>\n<p>Sucre, 19.10,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt ist es doch schon etwas l\u00e4nger her, dass ich das letze Mal hier etwas geschrieben hab, deswegen erz\u00e4hl ich jetzt einfach mal etwas \u00fcber meinen Alltag hier und was ich sonst so getrieben hab\u2026 Womit fang ich an? 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