{"id":711,"date":"2012-06-29T00:18:36","date_gmt":"2012-06-28T20:18:36","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/?p=711"},"modified":"2012-07-02T00:20:33","modified_gmt":"2012-07-01T20:20:33","slug":"erstes-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/2012\/06\/29\/erstes-ende\/","title":{"rendered":"Erstes Ende"},"content":{"rendered":"<p>Das erste Ende: Das Ende der Schulzeit, meiner Arbeitszeit. Zwar ist das Schuljahr hier in Russland schon l\u00e4nger vorbei &#8211; seit Ende Mai ist die Schule entv\u00f6lkert, aber nun ging auch meine Arbeitszeit nach den drei wohl arbeitsreichsten Wochen zu Ende. W\u00e4hrend des Sommerkurses, in dem die Zehntkl\u00e4ssler ihre DSD-Arbeit vorbereiteten, war ich jeden Tag immerhin 5 Stunden in der Schule und auch permanent besch\u00e4ftigt. Vielleicht habe ich durch die Inventur, das Vorbereiten neuer Arbeitsmaterialien und das Sortieren alter Kopien auch etwas Sinnvolles, Bleibendes hinterlassen.<\/p>\n<p>Die Schule wird nach den Ferien anders aussehen: Die Renovierungsarbeiten zeigten schon am letzten Tag erste Fortschritte. Dar\u00fcber freue ich mich f\u00fcr die Schule, die ein bisschen Farbe und Leben gut gebrauchen kann. W\u00e4hrend ich in der Nachbarschule ebenfalls Inventur der von der ZfA gestifteten Materialien machte, habe ich gesehen, dass auch russische Schulen eine eigene Seele haben k\u00f6nnen und der <em>postsozialistische<\/em>, pragmatische Eindruck, den meine Schule vermittelt, nicht \u00fcberall noch besteht: Wie ich es aus meiner (alten) Schule kenne, h\u00e4ngen hier Sch\u00fclerwerke aus dem Kunstunterricht an den W\u00e4nden, die in freundlichen Farben bunt gestrichen sind und alle Flure sind hell ausgeleuchtet. Ich hoffe nur, dass die &#8211; auf dem Vorbereitungsseminar vorgestellte und beinahe ber\u00fchmte &#8211; Palme im <em>Wintergarten<\/em> der Deutsch-Etage \u00fcberleben wird&#8230;<\/p>\n<p>&#8222;W\u00fcrdest du gerne l\u00e4nger bleiben?&#8220; &#8211; Nat\u00fcrlich ist mir diese Frage von meinen Eltern gestellt worden und auch ich habe mich das gefragt: Aber trotz all der guten Erfahrungen, die ich gemacht habe, w\u00fcrde ich es jetzt, selbst wenn die M\u00f6glichkeit best\u00e4nde, nicht wollen. Denn meine Arbeit an der Schule, die ja den Kern des Freiwilligendienstes ausmachen soll, hat mich nicht zufrieden gemacht und auch nicht gefordert. Nat\u00fcrlich ist es ein hoher Anspruch, als Abiturientin (mit etwas Abstand zur Schulzeit&#8230;) ohne Lehrerfahrungen und ohne Sprachkenntnisse in einem bestehenden, funktionierenden System <em>n\u00fctzlich <\/em>zu sein, aber h\u00e4ufig habe ich mich sogar einfach \u00fcberfl\u00fcssig gef\u00fchlt. Und so sehr ich diese Stadt mag &#8211; es f\u00fchlt sich immer noch etwas unwirklich an, in dieser Stadt, in St. Petersburg zu <span style=\"text-decoration: underline;\">wohnen<\/span> &#8211; und so sehr es mich freut, wenn ich beinahe selbstverst\u00e4ndlich meine Wege durch die Stadt finde: Ohne Arbeit und t\u00e4gliche Routine f\u00fchle ich mich wie eine Dauertouristin. Zwar habe ich l\u00e4ngst noch nicht alles gesehen (Aufgaben f\u00fcr die n\u00e4chsten\/letzten Wochen!), aber aus touristischer Sicht kenne ich St. Petersburg vielleicht besser als Hannover, wo ich immerhin 19+ Jahre gewohnt habe. Aber hier habe ich eben keine direkten Anl\u00e4sse, in die Wohnviertel zu gehen und die Orte des t\u00e4glichen Lebens mit zu bev\u00f6lkern, die in der Heimatstadt selbstverst\u00e4ndlich in den Lebenskreis geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Darum: Auch wenn ich mich vor dem letzten Tag hier f\u00fcrchte und die Tage f\u00f6rmlich zerrinnen sehe, freue ich mich auf die Zukunft, so unklar sie mir auch im Moment noch ist. Aber vielleicht ist das ja ihr Reiz? Und es bleiben ja noch viele Tage, die genossen werden wollen und k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Fotos der letzten Schulwochen:<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-711 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/229.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/229-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/013_1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/013_1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/st_petersburg_020.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/st_petersburg_020-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/st_petersburg_004.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/st_petersburg_004-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/st_petersburg_028.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/st_petersburg_028-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/st_petersburg_033.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hannavj\/files\/2012\/06\/st_petersburg_033-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Ende: Das Ende der Schulzeit, meiner Arbeitszeit. 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