{"id":3,"date":"2015-09-05T00:07:48","date_gmt":"2015-09-04T22:07:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/?p=3"},"modified":"2015-09-05T00:07:48","modified_gmt":"2015-09-04T22:07:48","slug":"lindau-bonn-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/2015\/09\/05\/lindau-bonn-berlin\/","title":{"rendered":"Lindau &#8211; Bonn &#8211; Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Pl\u00f6tzlich ging alles ganz schnell: Ich erinnere mich, wie ich im November zu Hause in Lindau  tats\u00e4chlich meine Bewerbung f\u00fcr diesen Freiwilligendienst abschickte. Ich malte mir aus, wie es sein w\u00fcrde, eine Zeit lang im Ausland zu sein und war unglaublich gespannt, ob ich genommen werden w\u00fcrde. Und tada, der PAD lud mich im Februar zum Auswahlgespr\u00e4ch nach Bonn ein. Allerdings dachte ich, dass dieses Gespr\u00e4ch weniger gut verlaufen sei.<br \/>\nDie Tage bis zur Bekanntgabe im April, ob man einen Platz bekommen hatte, wollten einfach nicht vergehen und je l\u00e4nger ich wartete, desto sicherer war ich mir, dass ich in Bonn nur wirres Zeug geredet habe und bestimmt kein Stellenangebot erhalten w\u00fcrde. Dementsprechend \u00fcberrascht war ich, als die E-Mail von Kulturweit endlich bei mir einging: Einsatzstellenangebot in Plovdiv, Bulgarien am Fremdsprachengymnasium Ivan Vasov. Ich war so unglaublich gl\u00fccklich und gleichzeitig irgendwie \u00fcberfordert. Bulgarien? S\u00fcdosteuropa? Wo genau liegt das denn? Was sprechen die Leute da? Ich hatte mich vorher noch nie gro\u00dfartig mit Osteuropa besch\u00e4ftigt und alles, was mir spontan zu meinem Einsatzland einfiel war \u201eGoldstrand\u201c und \u201e\u00e4rmstes Land der EU\u201c. Ich musste jedoch schnell feststellen, dass das nicht nur mir so ging, sondern auch gr\u00f6\u00dftenteils meinem Umfeld. Diese Tatsache war mit ausschlaggebend daf\u00fcr, dass ich den Platz direkt annahm. Ich wollte mehr \u00fcber Bulgarien wissen. \u00dcber Osteuropa, die Menschen dort.<br \/>\nDas alles ist nun schon einige Monate her und nun sitze ich hier in der N\u00e4he von Berlin am Werbellinsee, zwischen B\u00e4umen, R\u00e4uchertofu und vielen neuen Gesichtern (\u00fcber 240 um genau zu sein, wobei ich besonders meine Zimmergenossin Vanessa und Bulgarien- Kollegin Cosima schon ins Herz geschlossen habe) und schreibe meinen ersten Blog Beitrag. Endlich mal. Dabei geht mir unser Thema aus der heutigen Homezone, dem \u201eMeeting\u201c von 12 Freiwilligen und einem Trainer, w\u00e4hrend welchem man zahlreiche verschiedene relevante Themen  bespricht und diskutiert, nicht wirklich aus dem Kopf. Umgang mit Sprache und Bildern. Es lassen sich durch gleiche Bilder unterschiedliche Geschichten erz\u00e4hlen. Lediglich entsteht der Unterschied, ob wir bei \u201eerstens\u201c oder \u201ezweitens\u201c beginnen zu erz\u00e4hlen. So kann letzteres die Geschichte von Kindern in Indien sein, von denen der Vater sich entschied Suizid zu begehen. Beginnt man jedoch mit \u201eerstens\u201c erh\u00e4lt man die Geschichte eines Bauern, der  dem Konkurrenzkampfes mit den reicheren L\u00e4ndern nicht l\u00e4nger standhalten konnte und den Freitod w\u00e4hlte. Ein Bild, zwei Geschichten.<br \/>\n  Ich habe in den letzten Tagen so viel erfahren. Von Versicherungen und Partnerorganisationen \u00fcber Greenwash, Kapitalismus und Kantors 4 players Modell, was ich alles sehr interessant fand.<br \/>\nJedoch qualmt mir vor lauter Vortr\u00e4gen und Input der Kopf..<\/p>\n<p>Bis bald<br \/>\nEure Elisa &lt;3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pl\u00f6tzlich ging alles ganz schnell: Ich erinnere mich, wie ich im November zu Hause in Lindau tats\u00e4chlich meine Bewerbung f\u00fcr diesen Freiwilligendienst abschickte. Ich malte mir aus, wie es sein w\u00fcrde, eine Zeit lang im Ausland zu sein und war unglaublich gespannt, ob ich genommen werden w\u00fcrde. 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