{"id":10,"date":"2015-09-18T13:51:44","date_gmt":"2015-09-18T11:51:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/?p=10"},"modified":"2015-09-18T13:51:44","modified_gmt":"2015-09-18T11:51:44","slug":"vollkommen-angekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/2015\/09\/18\/vollkommen-angekommen\/","title":{"rendered":"Vollkommen angekommen!"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem der Server vorerst nicht mehr spinnt und ich, wenn auch nur in den ersten zwei Etagen des Sch\u00fclerwohnheims, WLan habe, kann ich mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben.<br \/>\nIch bin heute ganz genau eine Woche in Bulgarien. Unglaublich..<br \/>\nAm 11. September bin ich um 13 Uhr Ortszeit wohlauf in Sofia gelandet. Da Fliegen nicht unbedingt zu meiner Leidenschaft geh\u00f6rt, war der Flug mit zwei Stunden ertr\u00e4glich. Nachdem ich meinen superschweren (ja, 9 Kilo zu schwer, aber f\u00fcr 6 Monate braucht man halt einiges- hat mich gewundert, dass er nicht geplatzt ist) Koffer in Sofia wieder bei mir hatte ging ich mit meinen sieben Sachen zum Ausgang, wo mir auch direkt eine kleine, sehr sympathische Frau lachend zuwinkte &#8211; Meine Mentorin Frau Paskaleva, die w\u00e4hrend meiner Zeit in Plovdiv ein wenig auf mich aufpasst und mir hilft wo sie kann. Nach der eineinhalb-st\u00fcndigen Autofahrt und kurzer Holpertour (die Stra\u00dfe zur Schule ist&#8230;nicht die beste) brachten wir direkt mein Gep\u00e4ck in ein Zimmer im Sch\u00fclerwohnheim. Zimmer 421 im vierten Stock ist offiziell mein kleines Reich mit allem was man braucht: K\u00fchlschrank, Herd, Mikrowelle, Schreibtisch, Schrank, Waschbecken und einem extra Bett f\u00fcr Besuch.<br \/>\nIch hatte gar nicht so viel Zeit mir mein neues Zuhause ganz genau anzusehen, da Frau Paskaleva mir gerne typisch bulgarisches Essen zeigen wollte (war \u00fcbrigens sehr lecker!) und ich danach einen groben \u00dcberblick \u00fcber Plovdiv erhielt: in die Jahre gekommenen Plattenbauten am Rand der Stadt stehen dem Springbrunnen, einer gro\u00dfen Moschee, r\u00f6mischen Ausgrabungen und vielen s\u00fc\u00dfen L\u00e4den in bunten H\u00e4usern der Innenstadt gegen\u00fcber. Plovdiv ist vielseitig! Und so anders. Aber unglaublich sch\u00f6n!<\/p>\n<div id=\"attachment_11\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_1631181.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11\" class=\"wp-image-11 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_1631181-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_1631181-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_1631181.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_1631181-624x351.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11\" class=\"wp-caption-text\">Die gro\u00dfe Dschumja Moschee<\/p><\/div>\n<p>Ich kann gar nicht genau sagen, was ich genau \u00fcber die Stadt dachte, als ich angekommen bin. Ich glaube gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig war ich zu dem Zeitpunkt immer noch in Deutschland. Dementsprechend war ich in den ersten Tagen sehr froh, dass ich Kontakt zu meinen Freunden und meiner Familie nach Deutschland hatte und auch, dass ich das Wohnheim erstmal komplett f\u00fcr mich alleine hatte war gut, um mich an die neue Situation hier zu gew\u00f6hnen. Ich war jeden Tag in der Stadt unterwegs. Mal mit Sch\u00fclern, die mir den Park zeigten und auf einen der sechs H\u00fcgel, auf denen Plovdiv gebaut wurde, stiegen, mal alleine und ich mich auch langsam hier auskenne. Zum Gl\u00fcck ist Plovdiv, obwohl es die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Bulgariens ist, nicht so \u00fcberdimensional gro\u00df, sodass auch Leute mit wenig bis gar keinem Orientierungssinn (ja, ich geh\u00f6re leider zu diesen Menschen) sich nicht ganz so oft verlaufen.<\/p>\n<p>Am Montag wurde ich dann dem Kollegium in der Schule vorgestellt. Besonders die Deutschlehrer sind alle sehr nett und offen. Ich kann mich auf die Arbeit mit ihnen freuen. Auch habe ich jetzt schon einen Schl\u00fcssel f\u00fcr das Lehrerzimmer und darf mich wichtig f\u00fchlen, auch wenn ich es (noch?) nicht unbedingt bin.<br \/>\nDen ersten Schultag, der am Ivan Vasov Gymnasium mit einer Feier begann, verpasste ich leider gr\u00f6\u00dftenteils, da die Freiwilligen aus Bulgarien zur Fachberatung in die deutsche Botschaft nach Sofia eingeladen wurden. Ich habe mich sehr darauf gefreut, nicht unbedingt auf das Treffen mit der Fachberatung, aber darauf, die anderen Freiwilligen wieder zu sehen, sich austauschen zu k\u00f6nnen, ob sie sich auch noch nicht ganz zurecht im neuen Land finden und herauszufinden, wie das mit dem Busfahren in Bulgarien funktioniert. Besonders, wenn man kein Bulgarisch spricht. Das Ticket nach Sofia besorgten mir Sch\u00fclerinnen, aber sp\u00e4testens, als ich in Sofia wissen wollte, wann der letzte Bus zur\u00fcck nach Plovdiv f\u00e4hrt, war die Dame am Schalter ratlos.. Sie konnte mit meinem Englisch nichts anfangen, was hier nichts Neues ist. Ich werde hier noch eher gefragt, ob ich nicht Franz\u00f6sisch kann (h\u00e4tte nie gedacht, dass mir meine kaum vorhandenen Franz\u00f6sisch Kenntnisse mal n\u00fctzlich sein k\u00f6nnte). Naja, die Sekret\u00e4rin in der Botschaft musste dann eine Verbindung raussuchen, da kyrillisch lesen auch noch nicht so schnell klappt. Aber ich bin optimistisch, dass das noch wird. Irgendwann. Zumindest wei\u00df ich jetzt wie das mit den Bussen hier funktioniert und kann das Land erkunden, wenn ich frei habe.<\/p>\n<p>Am Mittwoch war dann mein erster Arbeitstag. Ziemlich gut, ich muss nur zwei Minuten dort hin laufen. Ich stellte mich vor einigen Klassen vor und hab bisschen was auf deutsch daher gebabbelt. Die Sch\u00fcler hier sind alle sehr freundlich und motiviert, nur mit der Schuluniform haben sie es nicht so.. da kommen, wie Silvia sagt, oft <em>\u201ewilde Kombinationen dabei raus.\u201c<\/em> Die Stunden enden hier nicht mit einem schrillen Gong, sondern mit Musik, die die Sch\u00fcler jede Woche abstimmen k\u00f6nnen. Interessant wird es, wenn die Stunde dann mit Heavy Metal beendet wird.. \u00dcberarbeitet habe ich mich f\u00fcrs Erste nicht, aber Dank der Besch\u00e4ftigung f\u00fchle ich mich jetzt nach einigen Tagen wirklich und vollkommen angekommen.<\/p>\n<p>Und bin wirklich froh hier zu sein. Ich genie\u00dfe meine Freizeit in der Stadt und entdecke st\u00e4ndig andere sch\u00f6ne Ecken Plovdivs, wie gestern, als ich zusammen mit dem Chinesen, Jiamin, den ich zuf\u00e4llig in der Altstadt bei einem Fl\u00f6tenspieler traf, loszog. Wir gingen durch das Kapana Viertel, einem Labyrinth aus s\u00fc\u00dfen Gassen mit zahlreichen Bars und stiegen auf den Nebet Tepe. Von diesem H\u00fcgel, der mit Ruinen verschiedener Epochen \u00fcbers\u00e4t ist, hat man eine unglaublich tolle Sicht \u00fcber Plovdiv. Bisher mein absoluter Lieblingsplatz, aber ich habe ja noch l\u00e4ngst nicht alles gesehen.. Wenn ich jetzt noch bulgarisch k\u00f6nnte, k\u00f6nnte ich mir keinen besseren Ort vorstellen, um meine 6 Monate zu verbringen..<\/p>\n<p><div id=\"attachment_15\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_17092211.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15\" class=\"wp-image-15 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_17092211-300x169.jpg\" alt=\"20150917_170922[1]\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_17092211-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_17092211.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_17092211-624x351.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-15\" class=\"wp-caption-text\">Nebet Tepe. Am Ende der Ulitsa Dr. Chomakov. Hier haben die Thraker im 2. Jh. die erste Siedlung gegr\u00fcndet.<\/p><\/div><div id=\"attachment_13\" style=\"width: 233px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_1809201.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13\" class=\"wp-image-13 \" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_1809201-150x150.jpg\" alt=\"20150917_180920[1]\" width=\"223\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_1809201-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/hallobulgarien\/files\/2015\/09\/20150917_1809201-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13\" class=\"wp-caption-text\">Kapana-Viertel n\u00f6rdlich der Moschee. Auf deutsch: Die Falle, da man schwer aus dem Stra\u00dfengewirr wieder herausfindet.<\/p><\/div>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis bald<br \/>\nEure Elisa im Entdeckungsrausch &lt;3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem der Server vorerst nicht mehr spinnt und ich, wenn auch nur in den ersten zwei Etagen des Sch\u00fclerwohnheims, WLan habe, kann ich mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Ich bin heute ganz genau eine Woche in Bulgarien. Unglaublich.. Am 11. September bin ich um 13 Uhr Ortszeit wohlauf in Sofia gelandet. 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