{"id":73,"date":"2024-09-19T13:08:50","date_gmt":"2024-09-19T11:08:50","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/?p=73"},"modified":"2024-09-19T15:23:02","modified_gmt":"2024-09-19T13:23:02","slug":"armenischer-verkehr-zwischen-geschick-und-wahnsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/2024\/09\/19\/armenischer-verkehr-zwischen-geschick-und-wahnsinn\/","title":{"rendered":"Armenischer Verkehr &#8211; Zwischen Geschick und Wahnsinn"},"content":{"rendered":"<p>Hallo zusammen!<\/p>\n<p>Ich denke, dass jeder von euch sofort ein bestimmtes Bild im Kopf hatte, als ihr die \u00dcberschrift gelesen habt. Und Spoiler: Vermutlich lagt ihr nicht allzu weit daneben. Da ich mich hier in diesem Blog aber darum bem\u00fche, keine Vorurteile zu reproduzieren und Armenien so differenziert wie m\u00f6glich abzubilden, werde ich mit euch ein weinig weiter in die (Un-) Tiefen des armenischen Verkehrswesens einsteigen. Schnallt euch an und los geht\u00b4s\u2026<\/p>\n<p>\u2026 nur damit ihr ganz schnell feststellt, dass es grunds\u00e4tzlich zwar Anschnallgurte gibt, diese aber meist hinter den Sitzen versteckt sind. Wenn ihr sie rausgefriemelt bekommt, gibt es zwei Szenarien, die passieren k\u00f6nnen:<\/p>\n<ol>\n<li>Ihr kassiert einen b\u00f6sen Blick eures Taxifahrers (und gegebenenfalls auch ein paar eingeschnappte Worte) oder<\/li>\n<li>Euch f\u00e4llt auf, dass das Gurtschloss (ja, ich musste die Bezeichnung googlen) nicht sichtbar und ebenfalls unter den Polstern vermauert ist.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Tja, in Armenien gilt die Anschnallpflicht eben nur f\u00fcr den Fahrer und den Beifahrer. Allerdings habe ich es bisher nur selten erlebt, dass sich der Fahrer auch wirklich anschnallt. Besonders am\u00fcsant war eine Situation, in der uns auf der Taxifahrt nach Yerewan ein Polizeiauto entgegenkam und der Fahrer hektisch, ja beinahe panisch versucht hat, sich schnell doch noch anzuschnallen (es hat nicht geklappt; war dann aber auch egal, sobald das Polizeiauto an uns vorbeigefahren war).<\/p>\n<p>Wo ich schon bei besagter Taxifahrt bin: Es war die erste Taxifahrt von Dana und mir nach Yerewan. Also haben wir uns ganz bequem \u00fcber eine App namens \u201eYandexGo\u201c ein Taxi gerufen und sind f\u00fcr knapp 18 Euro pro Person zwei Stunden nach Yerewan ged\u00fcst. Die App funktioniert \u00fcbrigens wirklich prima und ist super bequem und einfach zu bedienen. Daran k\u00f6nnte sich Deutschland ein Beispiel nehmen, wenn Taxifahren dort nicht ein halbes Verm\u00f6gen kosten w\u00fcrde. Ein weiterer gro\u00dfer Vorteil der App ist auch, dass die Preise vorher bereits festgelegt sind und man sich je nach Gruppengr\u00f6\u00dfe auch einen Minibus rufen k\u00f6nnte. Meistens sind die Fahrer (ich habe noch keine Frauen gesehen) auch schon nach wenigen Minuten bei dir. Genug der Werbung und zur\u00fcck zur Story:<\/p>\n<p>Diese Taxifahrt hat mich nachhaltig gepr\u00e4gt. Ich hatte keinerlei Vorbehalte, als ich in das Auto stieg. Nat\u00fcrlich hatte ich den rasanten armenischen Fahrstil schon miterlebt, ihn bis dahin aber nicht als besorgniserregend empfunden. Meine Besorgnis wurde jedoch sp\u00e4testens dann massiv erregt, als unser Fahrer mit 110 km\/h durch eine Kurve bretterte, die als \u201esehr eng\u201c angek\u00fcndigt und eigentlich auf eine Geschwindigkeit von 30 km\/h beschr\u00e4nkt worden war. Ich hatte ernsthafte Bedenken, dass wir einfach aus der Kurve kippen. Nachdem die Kurve (streng genommen gab es mehrere und in meinen Augen zu viele dieser Kurven) \u00fcberlebt worden war und ich mich ein wenig beruhigt hatte, fiel ich direkt wieder vom Glauben ab: Mitten auf der Autobahn bei 100 km\/h \u00f6ffnete der Fahrer ganz entspannt seine T\u00fcr, um sie dann mit voller Wucht wieder zuzuknallen. Was man halt mal eben so macht.<\/p>\n<p>Auch sein \u00dcberholverhalten verdient hier eine Erw\u00e4hnung: Stellt euch eine zweispurige Stra\u00dfe vor. Auf der einen Seite der eigene Verkehr und auf der anderen der Gegenverkehr. Jetzt stellt euch vor, dass auf der Gegenfahrbahn ein Auto \u00fcberholt und auch schon ziemlich nah ist. Was w\u00fcrdet ihr tun? Genau! Ihr \u00fcberholt auch und hupt dabei. Gl\u00fccklicherweise scheint es in Armenien \u00fcblich zu sein, die Standstreifen bei \u00dcberholvorg\u00e4ngen mitzubenutzen, aber als da vier Fahrzeuge auf einer zweispurigen Stra\u00dfe nebeneinander waren, habe ich mein ganzes Leben hinterfragt. Generell kam mir der Verdacht, dass unser Fahrer vielleicht irgendeinen Streckenrekord brechen wollte, von dem wir nichts wussten.<\/p>\n<p>Lediglich ein Mal musste er vom Gas runter, was er selbstverst\u00e4ndlich erst in aller letzter Sekunde tat: Als pl\u00f6tzlich mitten auf der Stra\u00dfe K\u00fche standen. Dana und ich konnten unseren Augen kaum trauen, aber hier der Beweis:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00011.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-76\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00011-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00011-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00011-624x832.jpg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00011.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie lie\u00dfen sich nicht aus der Ruhe bringen und waren damit wesentlich entspannter als ich. Die Entspannung kam erst, als ich aus dem Taxi aussteigen konnte. Zur Verteidigung aller armenischer Taxifahrer: Es sind nicht alle so wahnsinnig. Wir hatten auch schon Taxifahrer, die sehr r\u00fccksichtsvoll gefahren sind. Au\u00dferdem verdient es auch ein wenig Bewunderung, dass verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig so \u201ewenig\u201c Unf\u00e4lle passieren. Man muss schon geschickt sein, um sich derart durch den Verkehr schl\u00e4ngeln zu k\u00f6nnen. Insbesondere durch den Gro\u00dfstadtverkehr Yerewans.<\/p>\n<p>Wenn ihr mich fragt, fahre ich dennoch wesentlich lieber Marschrutka. Das sind die regionalen Kleinbusse, die hier sehr regelm\u00e4\u00dfig fahren und sehr g\u00fcnstig sind (23 Cent pro Fahrt). Da ich zur Schule meistens etwas fr\u00fcher als die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen dran bin, bekomme ich regelm\u00e4\u00dfig einen Sitzplatz und kann die Fahrt ganz entspannt genie\u00dfen. Sie haben feste Haltestellen, halten aber auch auf Wunsch \u00fcberall entlang der Strecke. Was ich an ihnen auch sehr faszinierend finde, ist das Ph\u00e4nomen, dass \u00e4lteren Menschen grunds\u00e4tzlich immer einen Platz angeboten wird. Sobald jemand einsteigt, der den Platz dringender braucht, stehen die Menschen auf. Das finde ich wirklich sehr sch\u00f6n. Bei all dem Schw\u00e4rmen \u00fcber Marschrutkas sollte ich jedoch auch erw\u00e4hnen, dass die Dinger bei \u00dcberf\u00fcllung die H\u00f6lle sind. Hier in Gyumri habe ich es noch nicht erlebt, aber bei den Bussen in Yerewan:<\/p>\n<p>Wenn du glaubst, dass der Bus voll ist, beweisen dir die Armenier, dass noch mindestens 25 Personen hineinpassen. Der Bus ist dann so voll gequetscht, dass das \u00d6ffnen der T\u00fcren kaum noch m\u00f6glich ist. Und wenn doch, dann nur weil einige Menschen hinauspurzeln. Gep\u00e4ck wird hierbei \u00fcbrigens so verteilt, dass es m\u00f6glichst wenig Platz einnimmt. Einen regionalen Unterschied zwischen Gyumri und Yerewan gibt es \u00fcbrigens beim Bezahlen der Busfahrten: In Gyumri wird dem Fahrer das Geld meistens beim Einsteigen oder kurz danach gegeben, w\u00e4hrend das in Yerewan erst nach der Fahrt geschieht. Unabh\u00e4ngig davon ist es aber \u00fcberall \u00fcblich, das Geld Fremden zum Durchreichen in die Hand zu dr\u00fccken, und niemand kontrolliert, ob du bezahlt hast. Das Ganze basiert auf Vertrauen, was wieder mal ein sch\u00f6ner Gedanke ist. Mein Eindruck wird immer mehr best\u00e4rkt, dass wir in Deutschland und vielen anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern viel zu oft davon ausgehen, dass uns andere Menschen etwas Schlechtes wollen. Dieser Gedanke scheint hier v\u00f6llig fern zu sein.<\/p>\n<p>So auch beim Zugfahren, wo man immer jemanden zum Plaudern finden. Auf meiner letzten Zugfahrt von Yerewan nach Gyumri (der Zug f\u00e4hrt dreimal am Tag) sa\u00df ich bei einem \u00e4lteren Ehepaar, zwei \u00e4lteren Damen und einem Mann, mit denen ich keine gemeinsame Sprache gesprochen habe. Dennoch habe ich mich bei ihnen sehr aufgehoben gef\u00fchlt und wir haben gemeinsam herzlich gelacht, als ich das Angebot einer Dame, mich mit einem Wildfremden anhand eines Bildes zu verheiraten, vehement ausgeschlagen habe. Sp\u00e4ter habe ich von ihr, vielleicht als Wiedergutmachung, ein Bonbon bekommen. Der Zug braucht drei Stunden, ist langsam unterwegs und h\u00e4lt an jedem Dorf, aber daf\u00fcr hat man Zeit, die armenische Landschaft zu bewundern (dazu wird irgendwann sicherlich auch noch ein Beitrag kommen). Gerade wollte ich auch noch schreiben, dass die Sitze eigentlich echt bequem sind, aber meine Mitbewohnerin musste die leidvolle Erfahrung machen, einen Zug mit Holzb\u00e4nken zu erwischen. Naja, immerhin kann man sich \u00fcber den Preis von 1400 AMD (3,26 Euro) f\u00fcr drei Stunden Zugfahrt nicht beschweren.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt noch drei schnelle Fakten:<\/p>\n<ol>\n<li>Zebrastreifen werden so gut wie immer beachtet und haben manchmal sogar eigene Ampeln.<\/li>\n<li>Sowohl an den Ampeln f\u00fcr Autos als auch bei denen f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger laufen die Sekunden der jeweiligen Phase runter.<\/li>\n<li>Die Stra\u00dfen hier sind teils im besseren Zustand als in Deutschland und teils katastrophal. Letzteres ist aber meistens nur bei Stra\u00dfen, abseits des Hauptverkehrs der Fall. Da wird dann flei\u00dfig \u201eWeich-dem-Schlagloch-aus\u201c und\/oder \u201eDurchsch\u00fctteln-der-Extraklasse\u201c gespielt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Damit ist hoffentlich das Wesentliche zum armenischen Verkehr gesagt und ich kann diesen super lagen Eintrag schlie\u00dfen. N\u00e4chstes Mal wird es wieder mehr Bilder und weniger Text geben, also seid auf das Thema gespannt. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Bis bald!<\/p>\n<div id=\"attachment_74\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/20240919_0909231.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-74\" class=\"wp-image-74 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/20240919_0909231-300x430.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/20240919_0909231-300x430.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/20240919_0909231-624x895.jpg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/20240919_0909231.jpg 714w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-74\" class=\"wp-caption-text\">Eine Marschrutka.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_77\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00031.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-77\" class=\"size-medium wp-image-77\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00031-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00031-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00031-624x832.jpg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/IMG-20240913-WA00031.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-77\" class=\"wp-caption-text\">Lilly, Nila und ich (von rechts nach links) im Bus in Yerewan.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_75\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/Screenshot_20240919_142247_Chrome1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-75\" class=\"wp-image-75 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/Screenshot_20240919_142247_Chrome1-300x231.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/Screenshot_20240919_142247_Chrome1-300x231.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/Screenshot_20240919_142247_Chrome1-768x592.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/Screenshot_20240919_142247_Chrome1-624x481.jpg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2024\/09\/Screenshot_20240919_142247_Chrome1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-75\" class=\"wp-caption-text\">Der Zug (Gyumri-Yerewan). Quelle: https:\/\/www.railway.am\/<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo zusammen! Ich denke, dass jeder von euch sofort ein bestimmtes Bild im Kopf hatte, als ihr die \u00dcberschrift gelesen habt. Und Spoiler: Vermutlich lagt ihr nicht allzu weit daneben. 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