{"id":545,"date":"2025-03-04T11:41:08","date_gmt":"2025-03-04T10:41:08","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/?p=545"},"modified":"2025-03-04T11:41:08","modified_gmt":"2025-03-04T10:41:08","slug":"epilog-meines-auslands-abenteuers-armenien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/2025\/03\/04\/epilog-meines-auslands-abenteuers-armenien\/","title":{"rendered":"Epilog meines &#8222;Auslands-Abenteuers Armenien&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left\">Hallo zusammen! \ud83d\ude0a<\/p>\n<p>Wenn ich eines w\u00e4hrend meines \u201eAuslands-Abenteuers Armenien\u201c gelernt habe, dann ist es, dass alles anders kommt als geplant. Und so ist es auch jetzt wieder: Leider musste ich aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden die schwere Entscheidung treffen, mein FSJ in Armenien nach sechs Monaten zu beenden.<\/p>\n<p>Und so ist das hier der letzte Beitrag auf diesem Blog. Diese Gelegenheit m\u00f6chte ich nutzen, um ein bisschen auf meine Zeit in Armenien zur\u00fcckzublicken und ein kleines Fazit zu ziehen:<\/p>\n<p>Das erste, was mir dabei in den Sinn kommt, ist, wie viel ich in dieser kurzen Zeit gelernt habe. Viele Momente haben sich sehr intensiv angef\u00fchlt und ein hohes Ma\u00df an Anpassungs- und Reaktionsf\u00e4higkeit war stets gefragt. Ich wei\u00df nicht, wie oft ich in eine Situation geraten bin, die f\u00fcr mich komplett neu und unerwartet war. Nach dem f\u00fcnfzehnten Mal habe ich aufgeh\u00f6rt zu z\u00e4hlen. Es waren sowohl Alltagssituationen in einem fremden Land, das Zurechtfinden in einer neuen Stadt und an einem neuen Arbeitsplatz oder aber auch technische Herausforderungen im Online-Unterricht mit meinen ukrainischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern. Wenn pl\u00f6tzlich der Strom ausf\u00e4llt und nur noch zwei Sch\u00fclerinnen da sind, muss man erfinderisch werden.<\/p>\n<p>So viel Unerwartetes hat mir eine ganz neue Gelassenheit und die Erkenntnis gebracht, dass sich das Leben nur \u00e4u\u00dferst ungern planen l\u00e4sst und am Ende sowieso macht, was es will. In dieser Unb\u00e4ndigkeit liegen neben Herausforderungen auch viele Chancen und so konnte ich immer wieder feststellen, dass mir geholfen wird, wenn ich mal wieder am Straucheln bin. Und auch auf mich selbst und mein Einfallsreichtum war stets Verlass.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich gerne danke sagen. Danke an alle, die mich auf dieser Reise begleitet haben. Das sind einerseits die Menschen, die vor Ort gewesen: Meine Ansprechpartnerin, die zweite Deutschlehrerin, meine beiden Koordinatoren Benjamin und Yves, meine Mitfreiwilligen, mein Vermieter, meine Nachbarn, der Honorarkonsul, mein Yoga-Lehrer, die anderen Gyumri-Freiwilligen, meine Lieblingstandempartnerin, die drei ukrainischen Lehrerinnen und alle, mit denen sich meine Wege nur kurz gekreuzt haben, die mir gegen\u00fcber aber immer hilfsbereit und offen waren. Es war eine tolle Zeit in Gyumri und Armenien, die vor allem von euch, den Menschen vor Ort, gepr\u00e4gt war und die durch euch so besonders geworden ist. Ihr habt einen festen Platz in meinem Herzen, denn ihr habt mir gezeigt, dass Gro\u00dfherzigkeit keine Sprachbarriere kennt.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich war nicht immer alles nur super und ich hatte teilweise schon ein bisschen mehr zu k\u00e4mpfen, aber f\u00fcr euch w\u00e4re ich geblieben. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen auch meine Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler hier nicht fehlen. Seid euch sicher, dass ich viel Spa\u00df mit und bei euch hatte und immer gern zur Arbeit gegangen bin. Ich habe all die kleinen Zettel, die ihr mir nach dem Unterricht zugesteckt habt, aufgehoben und war zu Tr\u00e4nen ger\u00fchrt, als ihr, liebe F\u00fcnftkl\u00e4ssler, nach meiner letzten Stunde zu mir gest\u00fcrmt sein und mich alle einzeln umarmt habt. Ich werde euch nicht vergessen.<\/p>\n<p>Dank all dieser Menschen war Gyumri ein echtes \u201eZuhause auf Zeit\u201c f\u00fcr mich, doch auch die Menschen, zu denen ich jetzt wieder zur\u00fcckfliege, d\u00fcrfen hier nicht fehlen. Danke an meine Eltern, die immer erreichbar waren und auch ein schwierigeren Zeiten eine wichtige St\u00fctze waren. Danke an meine Freundinnen und Freunde, die nur eine Nachricht oder einen Anruf entfernt waren und sich meine Geschichten aus Armenien immer angeh\u00f6rt haben, auch wenn sie sie schon aus meinem Blog kannten (ein ganz besonderes Dankesch\u00f6n an diejenigen von euch, die diesen Blog verfolgt haben; ich wei\u00df das wirklich zu sch\u00e4tzen). Danke an meine Tanten und Onkel sowie alle anderen Familienmitglieder, die ebenfalls flei\u00dfig mitgelesen haben und sich immer mal wieder bei mir gemeldet haben, um zu h\u00f6ren, wie es mir geht. Danke auch an alle weiteren Leserinnen und Leser dieses Blogs. Es war mir eine Freude, dass so viele von euch mitverfolgt haben, was ich so in Armenien erlebe. Danke, danke, danke. \u2764\ufe0f<\/p>\n<p>Ein letztes Dankesch\u00f6n geht an kulturweit und den PAD: Danke, dass ihr mir dieses Abenteuer (und es war ein Abenteuer) erm\u00f6glicht habt und mich so sehr unterst\u00fctzt habt. Es war eine sch\u00f6ne Zeit mit euch, die ich definitiv vermissen werde. Ich kann allen, die \u00fcberlegen, ob sie ein FSJ im Ausland machen wollen, nur empfehlen, dieses mit kulturweit zu machen. Und auch der PAD ist als Partnerorganisation einfach nur klasse.<\/p>\n<p>Genug des Dankens und zur\u00fcck zu meinem Fazit: Armenien war definitiv kein \u201eeinfaches\u201c Land und es gab schon ein paar H\u00fcrden, aber es ist ein Land mit Herz. Trotz einer kahlen und steinigen Landschaft ist Armenien reich an herzlichen Menschen und einer Kultur des Willkommen-Hei\u00dfens. Wer Hilfe braucht, erh\u00e4lt sie in Armenien ohne zu z\u00f6gern von Fremden. Auch wenn es jetzt zur\u00fcck nach Deutschland geht, war das definitiv nicht mein letzter Besuch. Ich komme eines Tages wieder, versprochen.<\/p>\n<p>Mit diesem Versprechen endet dieser Beitrag und damit auch dieser Blog. Es war mir gro\u00dfe Freude, hier von meinen Erlebnissen zu berichten, und ich freue mich schon darauf, einigen von euch \u201elive\u201c meinen Geschichten zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Bis bald! \ud83d\ude0a<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2025\/03\/IMG-20250226-WA0011.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-549\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2025\/03\/IMG-20250226-WA0011-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2025\/03\/IMG-20250226-WA0011-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2025\/03\/IMG-20250226-WA0011-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2025\/03\/IMG-20250226-WA0011-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2025\/03\/IMG-20250226-WA0011-624x351.jpg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/gyumri2425ilka\/files\/2025\/03\/IMG-20250226-WA0011.jpg 1156w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo zusammen! \ud83d\ude0a Wenn ich eines w\u00e4hrend meines \u201eAuslands-Abenteuers Armenien\u201c gelernt habe, dann ist es, dass alles anders kommt als geplant. 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