Von Abschieden und wie die Zeit verfliegt

14 Tage noch. Dann heißt es vorerst Abschied nehmen. Darin werde ich immer besser denn die letzten Monate waren geprägt von diversen Verabschiedungen. Manche taten mehr weh (die letzten Monate waren auch durch zahlreiche Tränen geprägt) und andere fielen mir leichter. Wie zum Beispiel die Verabschiedung der Schule. Ich hatte während meiner Abiturphase Angst, nach den Prüfungen in ein Loch zu fallen und überhaupt nicht zu wissen, was ich mit mir anfangen soll. Vermutlich habe ich mir deshalb die Zeit danach auch so voll gestopft. Statt Langeweile arteten die letzten Monate dann aber in puren Freizeitstress aus und ich hatte kaum Zeit, die vielen verschiedenen Eindrücke zu verarbeiten. Ein Luxusproblem, ich weiß. Aber wenn es gut lief, hatte ich gerade mal zwei Nächte Zuhause, bis ich wieder aufbrach. Am Ende bleiben jedoch viele gemeinsame Momente, an die ich mich gerne zurückerinnern werde und die ich mit Leuten erleben durfte, die ich für eine Weile nicht mehr sehen werde. Ich war in Lissabon, auf dem Simsalaboom, in Amsterdam, Tallin, Helsinki, Berlin,  Stockholm, St. Petersburg und zwischendurch immer mal wieder in Schwerin um noch zu arbeiten. Und nun also bald Sofia. Für ein halbes Jahr. Als ich die Zusage von Kulturweit bekam, war ich anfangs zugegebenermaßen etwas enttäuscht. Nach dem Abi steht mir die Welt offen, ich kann überall hinreisen, mein Fernweh ist riesig und dann bleibe ich doch in Europa, dachte ich. „Aber einen Kulturschock können Sie auch hier bekommen“, „beruhigte“ mich meine Betreuerin in Bulgarien am Telefon und nun bin ich sogar froh, dass es mich für das Erste „nur“ 1.482,79 km entfernt  verschlägt und ich  Weihnachten Zuhause mit meinen Lieben verbringen kann (damit hätte ich letztes Weihnachten wirklich nicht gerechnet).

Es fühlt sich wie ein kleines Abenteuer an, in welches ich bald starte und mein ganzer Körper ist voller Vorfreude auf die vielen Menschen und Geschichten, die mir auf meinem neuen Weg begegnen werden. Viele davon werde ich schon morgen  kennenlernen, denn da breche ich nach Berlin zum zehntägigen Vorbereitungsseminar auf. Ich freue mich aber auch auf Sofia. Eine neue Kultur. Ein neuer Alltag. Die Manege für meinen Gedankenzirkus wird dieser Blog sein. Hier werde ich meine Eindrücke mit euch teilen und versuchen, dass ein oder andere Gemüt von besorgten Familienmitgliedern zu beruhigen. Bis es aber losgeht, versuche ich mir noch weiter das kyrillische Alphabet beizubringen und genieße die letzten Momente Zuhause.

Eure Greta

L I S S A B O N vom 22. Juli bis 30. Juli

Simsalaboom vom 3. bis zum 5. August

Ankunft in A M S T E R D A M am 7. August

Eremitage in S T . P E T E R S B U R G

Das absolute Highlight: ABBA Museum in S T O C K H O L M

B E R L I N vom 23. bis 26. August

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