Frühlingsfest

Gestern war das Frühlingsfest in der Schule. Und weil ich vor dem Waffelverkauf noch bei dem Programm mitwirken sollte, klingelte mein Wecker schon um 7 Uhr. Da es gefühlt seit drei Tagen fast ununterbrochen durchregnet hat, bin ich gestern früh mit dem Uber gefahren. Soweit nichts Besonderes, nur dass der Fahrer anstatt eines Radios einen Bildschirm in der Mittelkonsole hatte, auf dem die ganze Zeit Musikvideos aus den 90ern liefen. Das hat mich ein bisschen an MTV erinnert, bevor es zum Pay-TV Sender geworden ist.
An der Schule angekommen stellte ich dann gleich fest, dass ich eine halbe Stunde zu spät dran war, einer meiner beiden „Auftritte“ hatte bereits ohne mich stattgefunden. War aber nicht so schlimm, jemand anderes hat die Körperteile dann aufgehängt. Mit den Kindern, bei deren Stück ich die Erzählerin war, wartete ich neben der Bühne in einem Extra Raum auf unseren Auftritt. Normalerweise tragen die SchülerInnen hier Schuluniformen. Diese sind aber nicht so klassisch wie man sie aus Teenie High-School Filmen kennt, sondern sehr sportlich und unterschiedlich. Zum Frühlingsfest hatten die Kinder ihre privaten Sachen an, war interessant mal wieder zu sehen, wie Klamotten die Erscheinung eines Menschen beeinflussen. Einige Kinder habe ich kaum wiedererkannt.
Gegen 9 Uhr war es dann soweit, zusammen mit der Klasse ging ich auf die Bühne. Kurz vorher drückte mir eine Lehrerin noch einen Haarreif mit Blumen in die Hand, immerhin war ja Frühlingsfest und viele der Lehrerinnen trugen diese. Nachdem ich die Rahmenhandlung vorgetragen hatte, hatte ich noch etwas Zeit, bis der Waffelverkauf anfing. In der Zeit schlenderte ich zusammen mit zwei Praktikantinnen über die kleine Verkaufsmeile. Dort gab es süße selbstgemachte Sachen, einige seht ihr auf den folgenden Fotos.

Und auch hier im fernen Brasilien kann man bereits im September Weihnachtsdeko erwerben. Nur Spekulatius und Lebkuchen konnte ich bisher noch nicht im Supermarkt finden.
Nach dem kleinen Bummel fing ich dann gegen dreiviertel 11 an beim Waffelverkauf zu helfen. Ich hatte den Morgen extra nicht gefrühstückt, weil ich auf viele kaputte Waffeln hoffte, die ich dann nebenbei weg snacken konnte. Mein Plan ging auf. Gegen 12 Uhr betrat eine Trachtengruppe die Sporthalle und führte begleitet von Volksmusik traditionelle Tänze auf. Da ich ja ursprünglich aus der Nähe aus Rostock komme, löste die Vorführung kein Heimweh bei mir aus, sondern eher Verwunderung. Die ersten deutschen Siedler hier in den 1850/1860er Jahren stammten meinen Informationen nach aus Norddeutschland, die vorgeführten Tänze und Trachten hätte ich eher mit bayrischen Traditionen in Verbindung gebracht.
Gegen 13 Uhr war das Frühlingsfest dann zu Ende und ich habe mir dann zum ersten Mal in Ruhe den Supermarkt in meiner Nähe angeschaut. Im Zuge dessen muss ich auch die erste Korrektur vornehmen. Druckbleistifte kosten anscheinend doch nicht knapp 9€, sondern es gibt auch günstige Modelle. Tee habe ich bisher nur in kleinen Abpackungen und zu einem relativ hohen Preis gefunden. Es soll auch Läden geben, die Lebensmittel, wie z.B. Quinoa oder Haferflocken günstiger verkaufen als im Supermarkt. Vielleicht habe ich da mehr Erfolg.
Abends war ich dann zusammen mit anderen Leuten bei einer Lehrerin zuhause. Erst gab es Käsespätzle und dann haben wir noch den Film „Good Will Hunting“ geschaut. Ich kannte den Film noch nicht, fand ihn aber richtig gut.

Wie bereits oben angesprochen regnet es in Joinville sehr oft, ein Spitzname von ihr heißt auf deutsch so viel wie „Regenville“.  Das stört mich per se nicht, immerhin regnet es in Rostock auch gefühlt ständig. Ich sollte mir für das Jahr trotzdem vielleicht ein Indoor Hobby zulegen, damit ich bei schlechtem Wetter eine Beschäftigung habe. Aktuell überlege ich, ob es Sinn macht, mir für das Jahr eine gebrauchte Nähmaschine zuzulegen.

 

 

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