{"id":134,"date":"2015-12-01T14:25:47","date_gmt":"2015-12-01T13:25:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/ghanabegreat\/?p=134"},"modified":"2015-12-07T10:09:06","modified_gmt":"2015-12-07T09:09:06","slug":"rwandaful-tales-zwischenseminar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/ghanabegreat\/2015\/12\/01\/rwandaful-tales-zwischenseminar\/","title":{"rendered":"Rwandaful Tales of a Zwischenseminar"},"content":{"rendered":"<p>Zum Gl\u00fcck bin ich soeben fertig geworden mit meinem Projektplanpackpapier, denn hier in Kigali ist gerade ein el ni\u00f1o artiger Regen am Werk und l\u00e4sst eine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Pf\u00fctze unseren Seminarraum fluten. Heute ist schon Donnerstag und das Seminar ist fast vorbei. Wider Erwarten war es bisher extrem cool, wie eine Klassenfahrt ohne Bettruhe und strenge Unterstufenlehrerinnen.<br \/>\nAber bevor ich weiter ins Detail gehe und alles sch\u00f6n chronologisch von vorne aufziehe, m\u00f6chte ich doch gern von Kathis und meiner abenteuerlichen Reise auf der von Opodo als &#8222;verd\u00e4chtig&#8220; eingestuften Reiseroute von Accra nach Kigali berichten.<br \/>\nKurz nachdem ich den letzten Eintrag ver\u00f6ffentlicht hatte, bekamen Kathi und ich eine Benachrichtigung dar\u00fcber, dass unser Flug nach Nairobi auf kurz vor Mitternacht verschoben wurde. War an sich kein Problem, wenn da nicht der Anschlussflug am Samstagmorgen nach Kigali gewesen w\u00e4re, den wir leider nicht mehr bekommen w\u00fcrden.<br \/>\nNach jeweils zwei Anrufen bei Travelgenio und Kenya Airways und einer \u00fcberaus inkompetenten Fl\u00fcsterfrau fanden wir heraus, dass nichts mehr f\u00fcr uns getan werden konnte und die Herrschaften am Flughafen das schon richten w\u00fcrden.<br \/>\nAm Abend fuhren wir dann also tats\u00e4chlich los, gegen 21 Uhr war das Taxi da und wir waren trotz einiger Nervereien noch hoch motiviert. Zumindest bis meine Mama anrief und uns mitteilte, dass unser Flug nochmals nach hinten verschoben diesmal auf 8:30 Uhr am n\u00e4chsten Morgen. Okay. Klasse. Die Motivation sank schlagartig, aber wir wollten trotzdem noch nicht vollkommen den Glauben an eine Reise nach Rwanda verlieren.<br \/>\nWir hatten Gl\u00fcck, denn anders als in Twi wird in Suaheli das Wort Kulanz offenbar besonders gro\u00df geschrieben. Kenya Airways entschuldigte sich zun\u00e4chst f\u00fcr die Unannehmlichkeiten und steckte uns Flugg\u00e4ste anschlie\u00dfend in einen Bus, der uns zu einem Luxushotel mit Pool und Buffet bringen sollte. Keine Vorleistung, keine Fragen, kein Schimmel &#8211; wei\u00dfe, gest\u00e4rkte Bettlaken, kleine Badezimmerpr\u00f6bchen und ein Abendbrot- und Fr\u00fchst\u00fccksb\u00fcffet, was sich sehen lassen konnte. Croissants und frisches Obst, gebackene Bohnen und Eier, wir kosteten unseren ungeplanten Zwischenstopp so richtig aus, bis es dann mit dem kleinen Shuttlebus wieder zum Flughafen ging und wir nun endlich unsere Reise antreten konnten.<br \/>\nDer Flug war lang, aber angenehm. Gro\u00dfz\u00fcgig wurden Getr\u00e4nke ausgegeben, das Essen war lecker und sogar Filme brachten sie, da kann sich die TAP mal eine Scheibe von abschneiden.<br \/>\nIn Nairobi angekommen, bleiben und um die sechs Stunden bis zum Weiterflug nach Kigali, aber auch hier lie\u00df uns unsere Airline nicht im Stich und bot kostenlose Snacks am Gate 17 an. Wir vertrieben uns die Zeit mit ein bisschen Souvenirshoppen, Snackklatsch und der Analyse von verschiedenen anderen Wartenden.<\/p>\n<p>Es sind schon wieder Tage vergangen, man kommt auf Reisen so schlecht zum Schreiben, es ist Montag und ich sitze im B\u00fcro und habe eigentlich kaum wieder Zeit zum Schreiben, warum wird alles und \u00fcberall just nach dem ersten Advent immer so stressig und viel? Naja, keine Zeit zu jammern, ist ja auch bl\u00f6d, also erz\u00e4hle ich mal weiter.<\/p>\n<p>Wo war ich? Ach ja, Gate 17 in Nairobi. Spulen wir mal vor zu unserer Ankunft in Kigali, endlich waren wir da, der gl\u00e4nzende Marmorfu\u00dfboden sah tats\u00e4chlich nach einem Land aus, was sehr viel Wert auf sein \u00c4u\u00dferes legt, Plastikt\u00fcten verbietet und durch kaum vorhandene Korruption auf sich aufmerksam machen will. Sch\u00f6n war, dass man pl\u00f6tzlich notwendigerweise auf Franz\u00f6sisch los sprudeln konnte, das ging schon los im Taxi, bis vor f\u00fcnf Jahren etwa war le Francais n\u00e4mlich Amtssprache. Wir wussten nicht wirklich, warum die Dame in dem Bed and Breakfast, was der freundliche Taxifahrer f\u00fcr uns ausgesucht hatte, heulte, als wir das Formular ausf\u00fcllten, aber mein Franz\u00f6sisch f\u00fchlte sich zu glatteisig an, als dass ich da einen auf tr\u00f6stenden Touristen gemacht haben wollte. Es war sp\u00e4t, wir hatten ein g\u00fcnstiges Zimmerchen gefunden und schliefen zufrieden ein, nach einem kleinen 20-Hunde-Bell-Konzert.<br \/>\nAm Morgen ging es auf zu unserem ersten ruandischen Fr\u00fchst\u00fcck, &#8222;African Tea&#8220; mit viel Milch und Gew\u00fcrzen, ich liebe dieses Zeug und habe schon Sehnsucht danach. Dann gab es noch Chapati mit Ei und eine andere Teigspezialit\u00e4t, deren Namen ich vergessen habe, Kathi war im siebten Himmel ob ihrer Kenia-Erinnerungen. Kurz danach schwebte auch ich im siebten Freiheits- und Speedhimmel, denn unsere erste Moto-Taxi-Fahrt hatten wir angetreten, jeder vorne und hinten ein Backpack und ab ging das durch den Nieselregen, der schlie\u00dflich so stark wurde, dass man sich irgendwo unterstellte. Zuf\u00e4lligerweise war dies genau der Sonntag der &#8222;Tour de Rwanda&#8220;, die genau durch unsere Strecke f\u00fchrte. Wir wurden also von ruandischen Armstrings und deren Zujublern noch eine Weile aufgehalten, hatte aber durchaus was, zumal wir das Ganze beim Fr\u00fchst\u00fcck noch im Fernsehen bestaunt hatten.<br \/>\nSchlie\u00dflich kamen wir bei Alessa an und da waren auch schon alle Ruandillas, eingesnuggelt, sich vor dem Dauerregen sch\u00fctzend, der besonders uns Ghanaern ordentlich schaffen machte, es wurde uns einfach viel zu kalt. Mit einem kleinen Drink und dem Dschungelbuch verbrachten wir auf der Couch eingekuschelt den Nachmittag, fuhren anschlie\u00dfend Essen zur Mall und besuchten dann das Programm &#8222;Carte Blanche&#8220; in einem fancy Hotel, was einen auf Flughafen machte (zumindest der Sicherheitskontrolle nach zu urteilen). Ich mochte das Franz\u00f6sisch, ich mochte die ostafrikanischen Ges\u00e4nge, die mich so an &#8222;K\u00f6nig der L\u00f6wen&#8220; erinnerte. In Kigali sprach man vorwiegend Kinyarwanda, das klang sch\u00f6n und melodisch. So h\u00f6rte sich auch der Gesang der letzten Truppe an, irgendwann war es vorbei und es ging wieder heim, endlich mal pennen und ausschlafen, ging auch gut zu dritt im Bett.<\/p>\n<p>Kleinstlebewesen krabbeln \u00fcber den Bildschirm meines Laptops, ich musste angeekelt feststellen, dass auch dieser in den letzten Tagen von Schimmel befallen wurde und offenbar auch noch andere Amigos sich an seinem Plastik erg\u00f6tzten. Naja, was soll\u2019s, ich bin jetzt in ein anderes Zimmer umgezogen, nachdem mich einige Seminarteilnehmer gefragt hatten, warum mein Halstuch denn so nach Gift stinke. Schimmel, Sporen, Kleinstlebewesen, Elisa \u2013 eine Symbiose. Yippie!<br \/>\nDas Internet will mal wieder nicht funktionieren und deswegen schreibe ich mal ins Blaue, weil ich mich gar nicht genau daran erinnere, wo ich vorhin aufgeh\u00f6rt habe. Ich glaube, die letzte Nacht vor dem Seminar war das. Ja, am Montagmorgen gab es bei Alessa dann ein sehr liebevolles Fr\u00fchst\u00fcck mit vorz\u00fcglichster Guacamole, richtig gutem K\u00e4se (davon liegt jetzt ein R\u00e4dchen auch in unserem K\u00fchlschrank) und anderen ruandischen Spezialit\u00e4ten. Wir waren optimal gest\u00e4rkt f\u00fcr den ersten Seminartag und kurz darauf ging es mit dem Moto wieder in die Stadt, zu unserer Heimat f\u00fcr die kommenden vier Tage. Ja, es hatte alles ein bisschen was von Klassenfahrt, aber eben sehr cool, wie wir dann wieder auf die Motos aufsteigen und in meinem Kopf so ein alter 90er Jahre Mario Kart-Film abgespielt wurde, das war wirklich immer die erste Assoziation, wenn dann zu zehnt auf die Motos gestiegen wurde und sie sich langsam ihren gemeinsamen Weg durch Kigalis Stra\u00dfen bahnten. <\/p>\n<p>Das Guesthouse war s\u00fc\u00df und angenehm, das Personal auch, nach einer mittelschweren Kakerlakenplage am ersten Abend (bei drei jeweils Zehn-Zentimeter-Oschis, wovon einer aus der Klopapierrolle gehopst kommt, bleibt wohl keine Kehle still, muss ich zu meiner Verteidigung sagen) kam der gute Herbergspapa auch gleich an, fragte, ob er uns irgendwie helfen k\u00f6nnte und verfrachtete uns dann ohne viel Federlesen in das beste Zimmer am Platz, ein eigenes kleines Ferienhaus mit Wohnzimmer, K\u00fcche, zwei B\u00e4dern und drei Schlafzimmern, unser kleines kigalisches Feriendomizil, f\u00fcr Kathi und mich, in dem wir G\u00e4ste empfangen und Filme sehen konnten. <\/p>\n<p>Ich kann die Seminarinhalte vorweg dahingehend zusammenfassen, dass ich sehr froh bin, dass unser Coach so flexibel war und seinen geplanten Karteikarten-P\u00e4dagogenstil nur bedingt durchgezogen hatte. Er lie\u00df uns wirklich viel Freiraum und das war auch genau das, was das Ganze so sch\u00f6n locker und angenehm machte. Am Dienstagabend besuchten wir das dortige Goethe-Institut und lernten auch Alessas Boss kennen, der mehr als gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig war und den ich am besten mit einem Satz aus \u201eWir sind keine Engel\u201c beschreibe: \u201eSo was wie Sie sehe ich heute zum ersten Mal\u201c, Vampir, k\u00f6nnte aber auch den typischen Psycho-Deutschen aus einem Film wie \u201eThe Human Centipede\u201c spielen. Es gibt wirklich extrem seltsame Leute auf dieser Welt.<br \/>\nAbgesehen davon war der Abend sehr sch\u00f6n, wir sahen uns einen Film am Institut an und gingen anschlie\u00dfend in die Stadt, auf das Dach eines kigalischen Wolkenkratzers, das hatte so einen leichten Beigeschmack von Zwielichtigkeit in diesem so perfekt geordneten Kigali, dann ging was rum und einer holte die Gitarre raus und dann wurde gesungen und dazu funkelten Kigalis Lichter in den 1000 H\u00fcgeln dieses Landes. Ich hatte wahnsinnige H\u00f6henangst, aber die Mauer war hoch und Gefahr gab es nicht. Nicht in diesem Moment, nicht an diesem Abend, alles war friedlich und sch\u00f6n. <\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag bestiegen wir Mount Kigali, zum Gl\u00fcck nicht mit der Besteigung des Villarica zu vergleichen (vielleicht sollte ich an dieser Stelle einen Link zu eben diesem Blogeintrag vor ungef\u00e4hr anderthalb Jahren setzen). Es war gem\u00e4chlich, die Sonne schien warm auf den Pelz, der Ausblick war nicht zu erstaunlich, weil wir nicht wirklich hoch kamen. Ich glaube, die Kleinstlebewesen haben jetzt auch die Kontrolle \u00fcber meinen K\u00f6rper \u00fcbernommen, es kribbelt \u00fcberall. Was muss das immer so eklig sein. Am Nachmittag nutzten wir die Zeit f\u00fcr ausgiebiges Souvenirshoppen und sahen uns einen chinesischen Supermarkt an, den sie \u201ePlastic Paradise\u201c nannten und sp\u00e4testens der Geruch darin lie\u00df den Namen absolut gerechtfertigt erscheinen. Da gab es Spazierst\u00f6cke neben Elektro\u00f6fen, K\u00fcchenutensilien aller Art neben Plastikblumen, man h\u00e4tte dort einen Rundumschlag f\u00fcr die Einrichtung seines eigenen Plastikpalastes veranstalten k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>F\u00fcr Donnerstagvormittag war die bedr\u00fcckendste Episode des Seminars geplant, ein Besuch des Genozide Memorial.  Das war das erste Mal, dass ich tats\u00e4chlich geweint habe bei dem Besuch eines Museums. Ich war sehr dankbar \u00fcber diese Einheit, weil man dieses Thema so, wie es dort dargestellt war, wohl an keinem anderen Ort der Welt besser nahe gebracht bekommen kann. Am Ende wurde man durch eine Sektion gef\u00fchrt, die \u00fcber Genozide aller Epochen informierte. Trotz dieser sehr vielen sehr tiefgr\u00fcndigen Informationen ist es mir absolut schleierhaft, wie Menschen aus Fleisch und Blut mit Herz und Seele dazu in der Lage sind, ihre eigenen Freunde und Familienmitglieder mit einer Machete abzuschlachten, nur, weil sie einer anderen Gesellschaftskategorie angeh\u00f6ren.<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich waren alle Teilnehmer nach dieser Einheit sehr ber\u00fchrt, bedr\u00fcckt und fassungslos. Es f\u00e4llt mir auch jetzt noch schwer, wieder den Bogen zum n\u00e4chsten Thema zu finden. Donnerstagnachmittag. Das war der Zeitpunkt, an dem dieser ganze in Einzelteile aufgeteilte Eintrag angefangen hat, bei der kleinen \u00dcberschwemmung. Wir k\u00fcmmerten uns um unsere Projekte. Und das erinnert mich an meinen Zeitdruck. Ich will einen Film machen, klein und fein, 7-10 Minuten, ein Portr\u00e4t mit drei Protagonisten, psssst, mehr verrat ich nich. Sag ich nich! Damit sollte ich jetzt mal beginnen. Habe schon technisch was in die Wege geleitet heute. Ich bleibe dran und naja, ihr seht ja dann hier, ob ich nen Link poste oder nicht. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Der Freitag zeichnete sich vor allem durch Kathis und meine Tour zum Kimironko Markt und unser anschlie\u00dfendes Teekr\u00e4nzchen aus, rote Erde und ein Gef\u00fchl wie auf der Vega Grande in meinem hei\u00df geliebten Santiago\u2026als wir mit dem Moto nach Hause kamen, waren die anderen schon in vollen Partyvorbereitungsz\u00fcgen, da wurde gebacken und geduscht, wenig sp\u00e4ter standen wir beim Beerpongtisch und zogen die Kerle ab. Oh, Beerpong. Eins der wenigen Spiele auf dieser Welt, das ich wirklich mag. Nein, ich bin kein Alkoholiker und ich w\u00fcrde das auch mit Wasser spielen. Es geht mir mehr um dieses Erfolgsgef\u00fchl, wenn der Ball direkt in den Becher f\u00e4llt, zielsicher und geschmeidig. Reiche Leute haben Tennis, wir haben Beerpong. Fertig. Es gab dann auch Avocadowein, man probierte auch vom Ingwer- und Bananenwein, man erz\u00e4hlte viel und wollte Katzenpfoten waschen, ohne b\u00f6se Absichten. Es gab mehr Kuchen und irgendwann wurde man ganz m\u00fcde, dann ging man den ganzen Weg \u00fcber H\u00fcgel und Matscht\u00e4ler, bis man zufrieden ins Bettchen fallen konnte.<br \/>\nDoch Zeit zum Ausschlafen blieb nicht, am n\u00e4chsten Morgen ging es nach einem weiteren First Class Fr\u00fchst\u00fcck in Alessas Bude zum Lake Kivu, um die drei Stunden eingequetscht zwischen Backpacks und Radkappe in einem Kleinbus, der mich wieder einmal an Bolivien erinnerte. Der Ausblick war traumhaft und malerisch, ich muste regelm\u00e4\u00dfig an diese Szene in &#8222;K\u00f6nig der L\u00f6wen&#8220; denken, in der Timon und Pumbaa Simba ihren Lebensraum zeigen, wie sie dann diesen Lianenvorhang da wegheben und dann sieht man etwas Paradiesisches. So war das, als ich da mit gro\u00dfen Augen tiefe Abh\u00e4nge mit diesen h\u00fcbschen gr\u00fcnen Treppenterrassen bewunderte. Das Guesthouse am See war bestens gelegen, danke an Alessa an dieser Stelle (um mich nochmal ganz herzlich zu bedanken, Danke, wirklich, Danke \ud83d\ude09 :p xD), wir sahen dann hinaus auf den See und sa\u00dfen einfach und genossen und abends gab es ein typisch ruandisches Buffet. Es machte sich dann ein Brummsch\u00e4del bemerkbar, ich fiel in einen tiefen Schlaf und am Morgen ging es schlie\u00dflich wieder zur\u00fcck nach Kigali, zum Flughafen und heim, nach Hause in die W\u00e4rme, die stickige Luft, die einem den Dreck unter die Fingern\u00e4gel treibt, aber wir waren wieder da und gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Zum Abschluss des Ganzen kam es am Flughafen schlie\u00dflich zu einer kleine, wie soll ich sagen, &#8222;Rosamunde-Pilcher-unter-Palmen&#8220;-Situation, das trifft es ganz gut: wir wurden da abgeholt von einem Freund von Talitha, ein Oboruni mit Mammutfaktor, na ihr wisst schon, so Mogli sieht ein anderes Menschenkind und denkt sich &#8222;Was ist das? So etwas habe ich noch nie gesehen.&#8220;, vielleicht sah mein Gesicht auch genau danach aus, jedenfalls w\u00e4re dieser Oborunikandidat der perfekte Pilcher-John-Wayne-Typ gewesen, kommt da ganz l\u00e4ssig an, mit einem Handbruchh\u00e4ndedruck, Twi perfekt beherrschend, pl\u00f6tzlich einen Landrover dabei habend, schon zwei Jahre hier wohnend, alles total cool und l\u00e4ssig. Und dabei war der j\u00fcnger als Kathi und ich, was dem ganzen so eine gute Portion Pilcher-Ironie aufsetzte. <\/p>\n<p>Jetzt sind wir wieder hier und vorhin habe ich den Weihnachtsbaum geschm\u00fcckt. Fr\u00f6hlichen ersten Advent nachtr\u00e4glich, \u00fcbrigens. Ich habe auch gestern ganz viel Geburtstagspost bekommen, einen herzlichen Dank an alle lieben Sender. \ud83d\ude42 Ich muss mal meine Fotos sortieren, dann kommen wieder welche. Jetzt st\u00fcrze ich mich mal wieder in die Vorweihnachtsgesch\u00e4ftigkeit. Besucht ein paar Weihnachtsm\u00e4rkte f\u00fcr mich mit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Gl\u00fcck bin ich soeben fertig geworden mit meinem Projektplanpackpapier, denn hier in Kigali ist gerade ein el ni\u00f1o artiger Regen am Werk und l\u00e4sst eine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Pf\u00fctze unseren Seminarraum fluten. 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