{"id":220,"date":"2017-04-25T20:13:00","date_gmt":"2017-04-25T18:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/georgien2016\/?p=220"},"modified":"2017-04-25T20:13:00","modified_gmt":"2017-04-25T18:13:00","slug":"zwischenfazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/georgien2016\/2017\/04\/25\/zwischenfazit\/","title":{"rendered":"Zwischenfazit :)"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium\">Als kleines Zwischenfazit kann ich auf jeden Fall sagen, dass mir der Freiwilligendienst pers\u00f6nlich schon sehr viel gebracht hat. Es war die richtige Entscheidung ein Jahr ins Ausland zu gehen und ich kann es nur jedem empfehlen, der dar\u00fcber nachdenkt. Blo\u00df nicht auf die Leute h\u00f6ren, die sagen, dass man dadurch ein Jahr verliert. Man kann in diesem Jahr sehr viel \u00fcber sich selbst lernen, man wird selbstst\u00e4ndiger und sieht die Welt mit anderen Augen. <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium\">Vor allem lernt man die Dinge zu sch\u00e4tzen, die man in Deutschland als selbstverst\u00e4ndlich angesehen hat. Zum Beispiel kommt es bei mir manchmal (wirklich nicht so oft wie bei anderen!) vor, dass das Wasser nicht funktioniert. Das liegt aber nicht daran, dass es hier kein Wasser gibt, sondern daran, dass irgendwer auf die Idee gekommen ist, es wegen Bauarbeiten auszustellen. Da das nat\u00fcrlich immer ohne Vorwarnung passiert ist es oft ziemlich nervig, zumindest, weil ich an diesen Tagen zuf\u00e4llig immer duschen will. Und man kann sich vorher gar nicht vorstellen, wie bl\u00f6d es zwei bis vier Tage ohne Toilettensp\u00fclung und Dusche ist. Man ist schon verw\u00f6hnt&#8230; <\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_221\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/georgien2016\/files\/2017\/04\/DSCI2696.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-221\" class=\"wp-image-221 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/georgien2016\/files\/2017\/04\/DSCI2696-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/georgien2016\/files\/2017\/04\/DSCI2696-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/georgien2016\/files\/2017\/04\/DSCI2696.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-221\" class=\"wp-caption-text\">Ein tiefgr\u00fcndiges Bild, passend zum Text \ud83d\ude09<\/p><\/div>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium\">Aber auch meine Einstellung gegen\u00fcber Entfernungen hat sich grundlegend ver\u00e4ndert. Ich war bis jetzt immer aus verschiedenen Gr\u00fcnden einmal im Monat f\u00fcr ein Wochenende in Tiflis. Mit dem Zug sind das f\u00fcnf Stunden Fahrt, mit dem Bus oder der Marshrutka sogar sechs bis sieben Stunden. Das h\u00e4tte ich fr\u00fcher ganz bestimmt nicht gemacht. Komisch, vor allem, wenn ich mir \u00fcberlege, wie selten ich in Deutschland bei meiner Oma war. Und die wohnt keine f\u00fcnf Stunden von mir entfernt. Wie gesagt, ich sehe manche Sachen jetzt anders. Aber zur\u00fcck zu Tiflis. Eigentlich lohnt es sich f\u00fcr ein Wochenende auch kaum, aber f\u00fcr mich sind die stundenlangen Fahrten jetzt irgendwie nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches mehr. Und irgendwie lohnt es sich dann allein dadurch, dass ich die anderen besuche.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium\">Nat\u00fcrlich habe ich auch ein paar negative Erfahrungen gemacht. Das will ich jetzt auch nicht \u00fcbergehen oder kleinreden. Manchmal h\u00e4tte ich mir einfach gew\u00fcnscht, dass gewisse Dinge anders gelaufen w\u00e4ren, aber mit ein paar Tagen Abstand betrachtet, war ich auch nicht an allem unschuldig. Auf der anderen Seite muss ich mich vielleicht auch ein bisschen selbst verteidigen. Ich bin erst 19 und ohne die ganz gro\u00dfe Lebenserfahrung, da sollte man nicht so viel von sich selbst erwarten. Man kann nicht auf alle Probleme und Problemchen perfekt reagieren, das musste mir nur auch erstmal klar werden. Aber die kleineren und gr\u00f6\u00dferen Probleme geh\u00f6ren, genau wie die positiven Erfahrungen, auf jeden Fall zum einem FSJ dazu. Ein ganzes Jahr ohne Probleme oder Konflikte w\u00e4re auch in Deutschland und \u00fcberall auf der Welt schwer geworden. Man wohnt auf der Welt ja nicht im rosaroten Wolkenland \ud83d\ude09 <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium\">Mit manchen Dingen, die einem nicht gefallen, arrangiert man sich dann irgendwann einfach, andere kann man selbst verbessern. <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium\">Alles in allem war bei mir aber immer alles im Rahmen und ich habe mir teilweise vermutlich auch einfach zu viele Sorgen gemacht. Was von den Problemen am Ende \u00fcbrig geblieben ist, sind ganz viele Erfahrungen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als kleines Zwischenfazit kann ich auf jeden Fall sagen, dass mir der Freiwilligendienst pers\u00f6nlich schon sehr viel gebracht hat. Es war die richtige Entscheidung ein Jahr ins Ausland zu gehen und ich kann es nur jedem empfehlen, der dar\u00fcber nachdenkt. Blo\u00df nicht auf die Leute h\u00f6ren, die sagen, dass man dadurch ein Jahr verliert. 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