{"id":107,"date":"2014-01-24T21:10:31","date_gmt":"2014-01-24T20:10:31","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/?p=107"},"modified":"2014-06-25T16:41:22","modified_gmt":"2014-06-25T14:41:22","slug":"jordanien-unendliche-weiten-wir-schreiben-das-jahr-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/2014\/01\/24\/jordanien-unendliche-weiten-wir-schreiben-das-jahr-2014\/","title":{"rendered":"Jordanien &#8211; unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2014."},"content":{"rendered":"<p>Dies sind die Abenteuer der Freya und da es hier in Jordanien mit Bus und Bahn ja bekanntlich nicht weit her ist und das schon gar nicht in Richtung Osten, haben ein Teil meiner Mitbewohner und ich f\u00fcr heute einen Fahrer organisiert, der uns zu den ber\u00fchmten W\u00fcstenschl\u00f6ssern im Osten Jordaniens bringen sollte. Man h\u00e4tte auch ein Auto mieten k\u00f6nnen, aber wer will schon aktiv motorisiert an diesem Verkehr teilnehmen?!<\/p>\n<p>Also stand heute fr\u00fch p\u00fcnktlich um 9 Uhr unser jordanischer Fahrer vor der T\u00fcr&#8230; naja, und wer war noch nicht so weit? Nat\u00fcrlich, die internationale Mitfahrgemeinschaft. Verkehrte Welt&#8230;<\/p>\n<p>Irgendwann hatte dann aber die Besatzung doch ihre Pl\u00e4tze im Auto eingenommen (die kleine Freya selbstverst\u00e4ndlich auf der R\u00fcckbank in der Mitte eingequetscht&#8230; da war es wenigstens nicht so schlimm, dass es keinen Anschnaller gab). Und so ging es gen Osten. Erst durch verschiedene Viertel in Amman. Dann in die offene Ebene und das Bild ver\u00e4nderte sich. Gef\u00fchlte Lichtjahre Unterschied.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfenschilder zeigten uns an, dass die Distanz zwischen unserem Auto und Saudi-Arabien \/ Irak betr\u00e4chtlich zu schrumpfen begann, denn auf der Stra\u00dfe, die sich vor uns erstreckte, war fast nichts los (es ist Freitag!). Lediglich unz\u00e4hlige LKW, die in diesem Dreil\u00e4ndereck G\u00fcter hin und her transportieren, befuhren die Stra\u00dfen. Aber auch diese stellten kein wirkliches Hindernis dar, nachdem sich links und rechts der Stra\u00dfe quasi das Nichts befand und man f\u00fcr alle \u00dcberholman\u00f6ver ausreichend Sicht hatte. Be\u00e4ngstigend war dabei lediglich, dass die Stra\u00dfe schon bei den heutigen 20\u00b0C zu flimmern begann und sich so leichte <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8095.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-112\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8095-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8095-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8095-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Verzerrungen im Stra\u00dfenbild ergaben.<\/p>\n<p>Wie gesagt, links und rechts der Stra\u00dfe befand sich nichts au\u00dfer endloser Weite aus schwarzem Basaltstein sowie Staub, Erde und Sand in unterschiedlichsten Rot- und Braunt\u00f6nen. Wundersch\u00f6n anzusehen, zumindest wenn man sich mit gen\u00fcgend Wasser im klimatisierten Auto mit arabisch sprachigem Fahrer wei\u00df und es nicht Sommer ist. Ab sp\u00e4testens Mai muss diese Gegend wie die H\u00f6lle sein, denn das einzige, das Schatten spenden k\u00f6nnte, sind vereinzelte Strommasten, die ja bekanntlich eher in schlanker Form vorfindbar sind. Ansonsten sieht man in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden besagte Stra\u00dfenschilder, die schrumpfende Distanzen zu L\u00e4ndern anzeigen, in denen man sich- durch deutsche Medien sozialisiert &#8211; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8082.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-108\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8082-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8082-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8082-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>nicht unbedingt aufhalten wollte. Ein seltsames Gef\u00fchl, wenn Dinge aus dem Fernsehen irgendwie auf einmal greifbar werden. Eine weitere potentielle Gefahr trug dann aber doch eher zur allgemeinen Erheiterung bei: \u00a0Stra\u00dfenschilder, die vor der Gefahr warnten, dass unkontrolliert Paarhufer in Form von Kamelen die Stra\u00dfe kreuzen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Am ersten W\u00fcstenschloss angekommen, machte sich zun\u00e4chst Entt\u00e4uschung breit. &#8222;Ganz sch\u00f6n klein!&#8220; lautete das voreilige Urteil. Es stellte sich dann aber schnell heraus, dass man sich bei Dimensionen von <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/DSC_6854.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-109\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/DSC_6854-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/DSC_6854-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/DSC_6854-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Dingen, die einfach nur auf einer endlos weiten Ebene stehen, doch leicht versch\u00e4tzen kann. Und so bestand beinahe die M\u00f6glichkeit, sich im ansonsten fast touristenleeren Schloss zu verlaufen. Schwer beeindruckt setzten wir unsere Fahrt Richtung Osten \u00fcber die flimmernde Stra\u00dfe fort. Bis wir schlie\u00dflich am zweiten W\u00fcstenschloss ankamen. Dieses war &#8211; entgegen aller islamischen Regeln &#8211; mit entsprechenden, gut erhaltenen Fresken verziert, die den Besucher nicht schlecht staunen lassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8124.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-110\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8124-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8124-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/freyainjordanien\/files\/2014\/01\/IMG_8124-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Das dritte Schloss befand sich nicht wie die beiden anderen &#8222;in the middle of nowhere&#8220;, sondern viel mehr mitten in der kleinen Stadt Azraq. Die Bewohner dieser eher trist wirkenden Siedlung haben neben dem Schloss vollkommen unbeeindruckt ihre Hauptverkehrsstra\u00dfe verlegt und so die perfekte Anbindung gesichert.<\/p>\n<p>So haben wir uns vollkommen unbelastet von irgendwelche Katastrophen oder nennenswerten Schwierigkeiten drei wirklich sehenswerte W\u00fcstenschl\u00f6sser angesehen und uns durch endlos wirkende Weiten von schwarz\/rot\/braunem Stein\/Staub\/Sand-Gemisch wieder auf den Heimweg gemacht. (Memo an mich selbst: n\u00e4chstes Mal wieder unkonventionelleres Transportmittel w\u00e4hlen &#8211; erh\u00f6ht den Spa\u00dffaktor)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies sind die Abenteuer der Freya und da es hier in Jordanien mit Bus und Bahn ja bekanntlich nicht weit her ist und das schon gar nicht in Richtung Osten, haben ein Teil meiner Mitbewohner und ich f\u00fcr heute einen Fahrer organisiert, der uns zu den ber\u00fchmten W\u00fcstenschl\u00f6ssern im Osten Jordaniens bringen sollte. 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