{"id":12,"date":"2012-02-29T08:39:46","date_gmt":"2012-02-29T07:39:46","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/frauzauberimgrossstadtdschungel\/?p=12"},"modified":"2013-01-27T19:19:40","modified_gmt":"2013-01-27T16:19:40","slug":"ein-echtes-moskauer-eis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/frauzauberimgrossstadtdschungel\/2012\/02\/29\/ein-echtes-moskauer-eis\/","title":{"rendered":"Ein echtes Moskauer Eis"},"content":{"rendered":"<p>Gestern war es endlich so weit. Ich habe das erste Mal Moskauer Eis in Moskau gegessen &#8211; Wahnsinn. Nat\u00fcrlich hat es viel sahniger und schokoladiger geschmeckt als Zuhause und zu meiner Freude konnte ich feststellen, dass die Auswahl an Eis nahezu unbegrenzt zu sein scheint. Ebenfalls unbegrenzte Zugriffsm\u00f6glichkeiten bietet das Sahneregal, das Wurstregal, das Fischregal, das Pelmeniregal und das Kuchenregal. Wenn ich also an etwas erkranken werde, dann ist es Diabetes und Skorbut. Letzteres wohl aus dem Grund, dass Obst und Gem\u00fcse doch eher im kleineren Rahmen dargeboten werden, dies jedoch zu fast un\u00fcbertrefflichen Preisen. Eine Gurke f\u00fcr fast f\u00fcnf Euro schmeckt bestimmt auch hier nur wie Wasser mit ein wenig Gem\u00fcsenote. Und wenn ich mir \u00fcberlege, wie viele Zwiebeln ich f\u00fcr das Geld in mich hinein sch\u00e4len k\u00f6nnte, wird der Entscheidung die Entscheidungsf\u00e4higkeit entzogen. &#8222;Zwiebeln statt Gurken&#8220;&#8230;oder so&#8230;wobei sich gewisse Amtstr\u00e4ger diesen Wahlspruch in den kommenden Tagen eher klein auf ihre Plakate schreiben sollten.<!--more--><\/p>\n<p>Ein weiteres Hochgef\u00fchl gibt es t\u00e4glich an den Metropiepsern. Ganz selbstverst\u00e4ndlich z\u00fccke ich meine Portemonnaie und halte es, ohne meine Metrokarte heraus zu nehmen, an den Scanner. Danach laufe ich absolut selbstbewusst zur Rolltreppe &#8211; f\u00fcr einen Kleinstadtmenschen ein freudiger Fortschritt. Nur bl\u00f6d, wenn ich dann zur falschen Metro laufe und auf der Rolltreppe bemerke, dass was nicht stimmt. Die Geduld der Moskau \u00e4hnelt dann doch ihrer bezahlbaren Gem\u00fcseauswahl&#8230;<\/p>\n<p>Aber es geht noch abgefahrener. Heute fr\u00fch hat in der Metro so ein Mensch innerhalb von 20 Sekunden seinen Zauberw\u00fcrfel komplett den Farben nach geordnet. Ich habe noch nie so schnelle Finger gesehen und die Geschwindigkeit seiner Hirnfunktion sind f\u00fcr meine wahrscheinlich ziemlich unbegreiflich. In der Metro lernen, hei\u00dft f\u00fcr das Leben lernen. Ich wei\u00df jetzt auch, warum die Metrostationen so sch\u00f6n sind. Die Erbauer hatten einfach Mitleid mit dem Fahrpersonal, das den Gro\u00dfteil des Tages nur schwarz sieht. Deswegen haben sie die einzelnen Stationen sehr individuell und pomp\u00f6s gestaltet, damit aller zwei bis drei Minuten ein Lichtblick zu verzeichnen ist (wenn ich mich endlich getraue ein Foto zu machen, erscheint es dann genau&#8230;hier).<\/p>\n<p>Sprachlich gibt es leider noch keine Lichtblicke, aber immerhin bekomme ich fast immer was ich will. Niemand hat Lust sich mit mir und meinem Russisch auseinander zu setzen; erst recht nicht die Beamten am Registrierungsschalter. Und ein L\u00e4cheln als Kommunikationsversuch versteht leider nicht jeder&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern war es endlich so weit. Ich habe das erste Mal Moskauer Eis in Moskau gegessen &#8211; Wahnsinn. 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