{"id":639,"date":"2014-11-16T20:28:50","date_gmt":"2014-11-16T18:28:50","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/?p=639"},"modified":"2014-11-17T14:12:21","modified_gmt":"2014-11-17T12:12:21","slug":"wie-misst-man-ein-jahr-im-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/2014\/11\/16\/wie-misst-man-ein-jahr-im-leben\/","title":{"rendered":"Wie misst man ein Jahr im Leben?"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: right\">&#8222;Five hundred twenty five thousand six hundred minutes<br \/>\nFive hundred twenty five thousand moments so dear<br \/>\nFive hundred twenty five thousand six hundred minutes<br \/>\nHow do you measure, measure a year?<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: right\">In daylights, in sunsets<br \/>\nIn midnights, in cups of coffee<br \/>\nIn inches, in miles, in laughter, in strife<br \/>\nIn five hundred twenty five thousand six hundred minutes<br \/>\nHow do you measure a year in the life?&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: right\"><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wsj15wPpjLY\">Seasons of Love<\/a>, Rent Musical<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">(Solange ich noch die Aufmerksamkeit habe, zun\u00e4chst ein Hinweis in anderer Sache: Zur Titel- und Liedwahl haben mich meine coolen Freunde inspiriert, die in Rostock gerade ein absolut geniales und in keinster Weise gr\u00f6\u00dfenwahnsinniges Projekt auf die Beine stellen. Hinfahren, angucken! <a href=\"http:\/\/rentinrostock.de\/\">www.rentinrostock.de<\/a>)<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Nun zum Eigentlichen. Ja, wie messe ich dieses Jahr? Was z\u00e4hle ich, was nehme ich mit, was bleibt im Kopf? Wann hat dieses Jahr \u00fcberhaupt angefangen? Mit der Zusage von kulturweit, mit dem Abschicken der Bewerbung oder sogar irgendwie noch davor, als ich mir \u00fcberlegte, dass ich dringend mal wieder f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit weg muss? Und wann hat es aufgeh\u00f6rt? In dem Moment, als ich ins Flugzeug in Windhoek gestiegen bin? Oder erst, als das Flugzeug in Johannesburg den afrikanischen Kontinent verlassen hat? Mit dem offiziellen Datum auf meiner kulturweit-Teilnahmeurkunde? Oder ist es noch gar nicht vorbei, weil es mich immer noch so oft besch\u00e4ftigt und weil diese Zeit ein Teil von mir ist, neue Synapsenverbindungen entstanden sind, die jetzt in meinem Gehirn bleiben?<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich bin angekommen am Windhoeker Flughafen, habe die Eingangshalle betreten und das Erste, was ich zu h\u00f6ren bekam, war: &#8222;Hey, beautiful Lady! How long are you gonna be in Namibia? One year? Oh, then you need a namibian husband! I&#8217;m available, you know!&#8220; Ich bin mit meinem Shuttle-Fahrer, einem reichen Deutschen und einem brummigen, schweigsamen Spanier Richtung Windhoek gefahren, habe mich \u00fcber nackte Pavian-\u00c4rsche gefreut und \u00fcber die deutschen Stra\u00dfennamen gestaunt.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich habe in einem Haus mit im Schnitt f\u00fcnfzehn anderen Praktikanten gelebt und ich habe mit ihnen alles geteilt, Zimmer, Bad, meine Privatsph\u00e4re, die K\u00fcche, den Dreck, und die guten Zeiten. Ich habe am Pool gelegen, habe meine Bahnen unter afrikanischer Sonne gezogen und nachts den Hund der Erzieherin zum Bellen gebracht. (Sie hat uns aber im Pool nicht entdeckt und der Hund wurde zu Unrecht angeblafft.) Ich habe im Warehouse gefeiert, ich habe beim Karaokesingen charmant wenige T\u00f6ne getroffen, ich habe Flunkyball und Volleyball gespielt und Sonntagabende mit Tatort und Cramer-Eis verbracht.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich habe gearbeitet, Sandkuchen gebacken, Windeln gewechselt, Pflaster aufgeklebt, Obst geschnitten und Essen verteilt, ich habe gebastelt, Kunstwerke bewundert, Memory gespielt, die Kinder in die Tiefen der deutschen Grammatik (Plural, Artikel, Satzstellung, Verniedlichung, Pr\u00e4positionen&#8230;) gef\u00fchrt und Stempel auf alle m\u00f6glichen und unm\u00f6glichen K\u00f6rperteile gedr\u00fcckt. Ich war Pferd, Auto, Flugzeugbauer, Zauberer oder Hexe, Gefangene und F\u00e4nger (vor allem von Damien, dem kleinen Ausrei\u00dfer), Schaukel-Anschubser, bin auf der H\u00fcpfburg geh\u00fcpft und habe B\u00fccher vorgelesen, am liebsten das eine zehnmal hintereinander.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich bin Taxi gefahren, alleine, zu zweit, zu acht. Ich bin mit Fahrern gefahren, die stolz ihre Deutschkenntnisse pr\u00e4sentierten: &#8222;Du Kartoffelnuss!&#8220;, ich habe Heiratsantr\u00e4ge abgelehnt und witzige Unterhaltungen \u00fcber die Heiratswilligkeit meiner Schwestern und Freundinnen gef\u00fchrt. Ich habe den Frust von Taxifahrern erlebt, \u00fcber die Reglementierungen, \u00fcber die Arbeitszeiten, \u00fcber die nicht vorhandenen Verdienste und die Schwierigkeiten, damit eine Familie zu ern\u00e4hren. Ich habe mich oft unwohl gef\u00fchlt, wenn wir uns zu sechst oder siebt in ein Taxi gequetscht und alle die ganze Zeit nur Deutsch geredet haben. Bin aber doch mitgefahren, man muss ja irgendwie nach Hause kommen.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich habe gute Ratschl\u00e4ge in den Wind geschlagen und bin nachts um zwei mit Isabell \u00fcber die Independence Avenue gelaufen um das Kudu zu besteigen. Ich bin fast sechs Monate lang zweimal in der Woche alleine oder nachher zu zweit zum Sprachkurs und zur\u00fcckgelaufen. Es ist nie etwas passiert und nur manchmal habe ich mich unsicher gef\u00fchlt. Ich bin alleine rumgelaufen, die Berge rauf und runter, habe die Aus- und Ansichten fotografiert und bin immer wieder aus den Autos heraus seltsam angeschaut worden. (&#8222;Warum, zur H\u00f6lle, l\u00e4uft sie?!&#8220;)<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich bin einmal \u00fcberfallen worden, in Begleitung von vier anderen Praktikanten, man hat versucht, mit einem Messer meine Tasche abzuschneiden, bis ich sie hergab. Ich habe zwei Tage sp\u00e4ter einen Anruf erhalten von einer Frau, die meinen F\u00fchrerschein und andere Papiere gefunden hatte und sie mir wiedergeben wollte. Wir sind noch einmal angegriffen worden, zu dritt, nachts auf dem Weg nach Hause, von einem Typen mit Glasflasche, er konnte nichts erbeuten. Ich bin weiter rausgegangen.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich habe w\u00e4hrend der WM im Andy&#8217;s (die deutscheste Kneipe der Welt) an der Theke gestanden, neben mir ein betrunkener, widerlicher Typ, der eine Kellnerin dumm angemacht und \u00fcbelst rassistisch beleidigt hat, weil sie ihm sein Bier nicht schnell genug gebracht hat (was seine Schuld war, weil er nicht mitbekommen hat, wie sie ihn suchte und deshalb das Bier jemand anderem gab). Und ich bin ehrlich, ich habe hilflos daneben gestanden und nicht mehr gesagt als ein viel zu leises &#8222;Jetzt reichts aber mal&#8220;, weil der Typ doppelt so gro\u00df und dreifach so breit und zehnfach so betrunken war wie ich und ich f\u00fchle mich immer noch schlecht deswegen.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich bin mit zehn anderen Deutschen mit h\u00e4sslichen Helmen und neongelben Warnwesten auf gelben Mountainbikes durch Katutura gefahren, um das Leben jenseits der wei\u00dfen Welt Windhoeks zu sehen. Ich war sonntags in der <a href=\"http:\/\/www.kids-soupkitchen.org\/index.php?id=44\">Suppenk\u00fcche<\/a> und habe mit Kapepo alias dem Mann mit dem Streichholz im Mund, John, Philemon und wie sie alle hei\u00dfen, M\u00f6hren und Kartoffeln und Zwiebeln in glei\u00dfender Sonne geschnippelt und an hungrige Kinderm\u00e4uler verteilt und dabei \u00e4u\u00dferst interessante Unterhaltungen gef\u00fchrt. (&#8222;You know, Doro, you seem to be more black!&#8220; Ah ja. Is it?!) Ich habe mich mit John getroffen, um Oshiwambo zu lernen und habe dabei zum ersten Mal mit meiner P\u00fcnktlichkeit zu k\u00e4mpfen gehabt. (Auf eine halbe Stunde Warten hatte ich mich irgendwie nicht eingestellt.) Ich bin durch das Wellblechh\u00fcttenlabyrinth in Katutura gelaufen, habe Frauen auf Plastikst\u00fchlen vor ihren H\u00e4usern begr\u00fc\u00dft (&#8222;Walelepo meme!&#8220;), die Orientierung v\u00f6llig verloren, aber zum Gl\u00fcck nicht den Anschluss an unsere kleine Gruppe, habe die Wasserverteilungsstellen gesehen, an denen man sich mit einem Chip Wasser in Kanister f\u00fcllen kann, habe mich unter interessant verlegten Stromleitungen geb\u00fcckt und habe Boereworsst\u00fcckchen vom Grill probiert. Ich bin von Shebeen zu Shebeen gezogen, habe mit gef\u00fchlt allen und jedem Bier getrunken und mich beim Tanzen v\u00f6llig zum Affen gemacht. Ich habe einen Gottesdienst miterlebt inklusive D\u00e4monenaustreibung und wurde von der Pastorsfrau mit der unbeschreiblich tiefen Stimme beherzt an ihren goldglitzernden Busen gedr\u00fcckt. (Also, das Kleid war goldglitzernd. Nicht der Busen.)<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich habe das Farmleben und die Herzlichkeit der Farmersleut&#8216; kennengelernt und Diskussionen \u00fcber Wilderer und Farmarbeiter beigewohnt. Ich habe gesehen, was so manche Farmersfrau alles kann und bin in den Genuss von selbstgemachtem Farmbrot, Farmeiern, Farmmilch, Biltong, Trockenwurst und Rauchfleisch gekommen. Ich bin hinten auf dem Bakkie mit Posten gefahren, habe Tore ge\u00f6ffnet (meist mehr als weniger erfolgreich!), habe Geier \u00fcber einem toten Rind kreisen sehen, das man schon aus 300m Entfernung riechen konnte und von den Schakalen ausgeh\u00f6hlt wurde und seine Kennmarke im Busch gefunden. Ich habe eine Giraffe gestreichelt und Kudus elegant \u00fcber Z\u00e4une springen sehen, ich habe mit K\u00fchen am Feuer gesessen und einen sehr sabbrigen Ball bestimmt tausend Mal f\u00fcr einen sehr unausgelasteten Hund geworfen. Ich habe die Selbstverst\u00e4ndlichkeit kennengelernt, mit der hier Achtj\u00e4hrige Autofahren und Schie\u00dfen und Tiere auszunehmen lernen und das scheinbar unersch\u00f6pfliche Talent der Farmer, aber auch wirklich alles irgendwie reparieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich hatte mein erstes Oktoberfesterlebnis, mit 1L-Bierkr\u00fcgen, auf denen Palmen und Giraffen zu sehen waren und habe deutsche Brauchtumspflege auf diversen Karnevalsveranstaltungen betrieben.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich habe namibisches Bier getrunken, nach deutschem Reinheitsgebot gebraut, ich habe Wein getrunken, wei\u00df und rot und Gl\u00fch-, manchen guten und viel schlechten, ich habe Springbokkies (Pfefferminzschnaps mit Amarula), Amarula und Brandy Coke getrunken und so manches Mal hatte ich deshalb am n\u00e4chsten Tag einen sch\u00f6nen Babalas. Ich habe wilden Spinat gegessen, der zwischen den Z\u00e4hnen knirscht, als w\u00e4re es ein Sandkuchen aus dem Kindergarten und Omajova-Pilze, die auf Termiten-H\u00fcgeln wachsen und so gro\u00df wie Pizza-Teller werden k\u00f6nnen. Ich habe gebraait und Buschmann-Fondue gemacht und dabei gutes Fleisch (Springbok, Gemsbok, Rind&#8230;) zu sch\u00e4tzen gelernt, ich habe verschiedene Potjies probiert (ein Topf \u00fcber der Glut, in den man alles und Fleisch hineinwirft und jeder macht ihn ein bisschen anders und ist \u00fcberzeugt, dass seiner der Beste ist) und konnte mich nicht entscheiden, welcher der Beste ist. Ich habe mit den Fingern gegessen, Millie-Pap in k\u00f6stliche So\u00dfe getaucht, Fleisch von Knochen genagt, Kapana mit Tomatensalat und Spezialgew\u00fcrz genossen und mir an frischem, hei\u00dfen, k\u00f6stlichen Vetkoek die Finger verbrannt. Ich habe Butternut in jeglicher Form verschlungen, aber am liebsten als Suppe und mit Leidenschaft Squashi-H\u00e4lften ausgel\u00f6ffelt. Wie so viele andere bin ich dem Oshikandela, einem f\u00fcrchterlich s\u00fc\u00dfen Trinkjoghurt mit diversen Flavours, und dem Tex-Riegel verfallen. Und nat\u00fcrlich habe ich das Brotproblem entwickelt.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich bin tausende Kilometer \u00fcber Namibias (und S\u00fcdafrikas) lange, gerade Stra\u00dfen gefahren, durch karge Landschaften, scheinbar endlose Weiten, Dornenbuschsteppen, auf Asphaltstra\u00dfen und Gravelpads, durch abgehende Riviere und durchgeweichte Sandpisten, \u00fcber kurvige Bergp\u00e4sse mit atemberaubenden Aussichten und spritschluckenden Steigungen, vorbei an Warzenschweinfamilien, Giraffenh\u00e4lsen, Pavian- und wasserlassenden Elefantenhintern. Ich habe alles gesehen, was die namibische Tierwelt hergibt, ich habe auf einer D\u00fcne gestanden und von dort auf den Atlantik geblickt, ich habe tausende Robbenbabys verzweifelt nach ihrer Mutti rufen h\u00f6ren und w\u00e4re dabei fast am Gestank erstickt. Ich habe in Dachzelten geschlafen, habe Feuer gemacht, um Nudeln zu kochen, wurde von Affen verfolgt und hatte dabei so viel Angst wie noch nie. Ich stand in sintflutartigen Regenschauern, die nach einer Neuauflage des Baus der Arche Noah schrien und in W\u00fcstengebieten, in denen es seit 2011 nicht geregnet hat. Ich habe Sonnenauf- und Unterg\u00e4nge gesehen, unvorstellbare Sternenhimmel und wolkenloses Blau, so strahlend, dass es einem fast in den Augen schmerzt.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich habe das Fahrradfahren vermisst, \u00f6ffentliche Verkehrsmittel, die Unabh\u00e4ngigkeit und Freiheit. Manchmal habe ich meine Freunde vermisst und meine Familie, habe es gehasst, Dinge zu verpassen, die zuhause passieren, wie die Geburt meiner Nichte, die Hochzeit einer Freundin. Ich habe Musik vermisst, weil ich kein Radio hatte, das Internet weder YouTube noch Spotify zugelassen hat und die Auswahl auf meinem Mp3Player mir irgendwann auf die Nerven ging. Ich habe gute Konzerte vermisst (die wenigen, die ich in dem Jahr erlebt habe, waren daf\u00fcr gro\u00dfartig.), Theater, Kino und Caf\u00e9s. Ich habe das Gr\u00fcn vermisst (dieses Gr\u00fcn, das mich fast erschlagen hat, als ich es jetzt wiedergesehen habe) und die Wolken. Manchmal. Oft habe ich aber auch gar nichts vermisst, habe das Andere geliebt, die W\u00e4rme, die Aussicht auf Windhoek von jedem H\u00fcgel, die Grundgelassenheit der Menschen. Ich habe meinen PC die meiste Zeit ausgelassen (nicht nur, weil er nicht anging), ich habe viel gelesen, Gutes und Schlechtes. Ich habe zwei neue Sprachen <del>gelernt<\/del> versucht zu lernen und viel zu viel schon wieder vergessen.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ich habe so viel W\u00e4rme und Gastfreundschaft erfahren, habe Bekanntschaften gemacht und neue Freunde gefunden. Ich habe mich einsam gef\u00fchlt, ich habe gezweifelt, ich war w\u00fctend auf mich und andere, frustriert von der Arbeit oder auch vom Leben drumrum, manchmal war ich \u00fcberfordert, ich bin an meine Grenzen gesto\u00dfen und habe sie immer mal wieder \u00fcberschritten, ich habe selten geweint und viel gelacht, ich habe gefeiert, gesungen und getanzt; und sehr oft war ich ganz einfach sehr gl\u00fccklich.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ja, so ungef\u00e4hr war es wohl, mein Jahr, und es fehlt doch noch so viel, was aber vielleicht nicht hierhin geh\u00f6rt oder den Rahmen sprengen w\u00fcrde oder auch schon an anderer Stelle erz\u00e4hlt wurde. Was ich noch zu sagen habe: Wenn ihr fertig gelesen habt, geht raus. Guckt euch die Welt an. Macht einen Novemberspaziergang im Nebel, fahrt ans Meer. \u00d6ffnet Fenster und T\u00fcr, lasst frische Luft und neue Leute rein. Nutzt Gelegenheiten, die sich ergeben. Geht auf<a href=\"http:\/\/www.kulturweit.de\/de.html\"> kulturweit<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.rausvonzuhaus.de\/\">rausvonzuhaus<\/a> und bewerbt euch. Egal, wo es euch hinverschl\u00e4gt, und wenn es das Nachbardorf oder Siegen ist, es lohnt sich. Immer. (Allein schon f\u00fcr die Bilder und Statusupdates, die ihr im Fratzenbuch posten k\u00f6nnt und die Geschichten f\u00fcr die Enkel sp\u00e4ter.)<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Ach ja. Und dann fehlt nat\u00fcrlich noch das DANKE. An kulturweit und die Steuerzahler, die kulturweit finanzieren. An all die Menschen, die ich kennenlernen durfte und die mein Jahr mit zu dem gemacht haben, was es jetzt f\u00fcr mich bedeutet. An meine Familie, die mich hat gehen lassen (was sollten sie auch tun, ne) und immer f\u00fcr mich da war, auch wenn es um h\u00e4ssliche Dinge wie Bewerbungsangelegenheiten ging. An meine Freunde, die mich mit monatlichen Umschl\u00e4gen, die diverse Notrationen enthielten, versorgt haben, mich besucht haben, mir Briefe und Karten geschickt haben und damit daf\u00fcr gesorgt haben, dass ich nicht vergesse, wie lieb ich sie alle habe. Und ein Danke an alle, die meine Blogeintr\u00e4ge gelesen haben, ich habe mich immer extrem \u00fcber eure Aufmerksamkeit gefreut.<\/p>\n<p class=\"verse\" style=\"text-align: left\">Jetzt ist dann aber endg\u00fcltig Schluss.<strong> Enda po nawa!<\/strong> (&#8222;Verbleibt gut!&#8220; &#8211; ziemlich w\u00f6rtliche \u00dcbersetzung aus dem Oshikwanyama)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Five hundred twenty five thousand six hundred minutes Five hundred twenty five thousand moments so dear Five hundred twenty five thousand six hundred minutes How do you measure, measure a year? 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