{"id":406,"date":"2014-03-19T21:13:14","date_gmt":"2014-03-19T20:13:14","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/?p=406"},"modified":"2014-03-19T21:23:43","modified_gmt":"2014-03-19T20:23:43","slug":"nrrische-zeiten-viva-namibia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/2014\/03\/19\/nrrische-zeiten-viva-namibia\/","title":{"rendered":"N&auml;rrische Zeiten &ndash; Viva Namibia!"},"content":{"rendered":"<p>Man hatte sich ja informiert, bevor man aufbrach ins ferne Afrika. \u00dcber Land, Leute und Kulturen und so. Und man konnte es eigentlich gar nicht so richtig glauben, als man eine Reportage sah \u00fcber den Karneval in Namibia. Mit Narrenkappen sollte der sein, und mit B\u00fcttenreden, Schunkeln und Klatschen und nat\u00fcrlich jeder Menge Fl\u00fcssignahrung\u2026 also bitte. Das ist doch Afrika, der Kontinent der Trommeln und T\u00e4nze, hierhin kommen doch die, die vor derartigen Narreteien fliehen! Gut, man gedachte erst einmal abzuwarten und sich das Ganze mit eigenen Augen anzuschauen, schlie\u00dflich gab es das Oktoberfest ja auch tats\u00e4chlich (und das ist doch in etwa so wie Karneval, nur dass man sich da noch ein bisschen besser anonymisieren kann. Dirndl und Lederhosen ver\u00e4ndern das Aussehen halt doch nicht so extrem.).<\/p>\n<p>Nun denn, meine lieben Freunde, ich habe den namibischen Karneval <span style=\"text-decoration: line-through\">mit eigenen Augen gesehen<\/span> am eigenen Leib erfahren. Oh ja. Und es ist noch nicht vorbei! Aschermittwoch, pff. Namibia kann l\u00e4nger! Hier ist das n\u00e4mlich so: Jede halbwegs gr\u00f6\u00dfere Ortschaft, die gen\u00fcgend Narren aufbringt, veranstaltet ihren eigenen Karneval. Aber nicht gleichzeitig wie in Deutschland, das w\u00e4re langweilig und vor allem h\u00e4tten die anderen Karnevalsorte dann nicht die Gelegenheit zu Besuch (und zum Trinken) vorbeizukommen (und die Festzelte w\u00e4ren wohl recht kl\u00e4glich mit Jecken best\u00fcckt, denn so viele n\u00e4rrische Genossen finden sich dann doch nicht. Ist nicht K\u00f6lle hier.). So gibt es den WiKa \u2013 Windhoek Karneval, OsKa \u2013 Ostenkarneval, K\u00fcsKa \u2013 K\u00fcstenkarneval, WaKa \u2013 Walfish Bay Karneval, L\u00fcKa \u2013 L\u00fcderitz Karneval, OtjiKa \u2013 Otjiwarongo Karneval\u00a0 und den TsumKa \u2013 Tsumeb Karneval und dank Wikipedia hab ich auch keinen vergessen und diese finden alle an unterschiedlichen Wochenenden statt.<\/p>\n<p>Genug allgemeine Infos, ran an die lustigen Details unserer Entjungferung in Sachen <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034541.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"margin-left: 0px;margin-right: 0px;border-width: 0px\" title=\"DSC03454[1]\" alt=\"DSC03454[1]\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034541_thumb.jpg\" width=\"113\" height=\"133\" align=\"right\" border=\"0\" \/><\/a>namibischer Karneval. Am vorletzten Wochenende ging es ab Richtung Witvlei, zum OsKa. Drei M\u00e4dels im schicken Gel\u00e4ndewagen auf der Stra\u00dfe in den Sonnenuntergang\u2026 Ach nein, wir waren ja Richtung Osten unterwegs, also mit der Sonne im R\u00fccken. Auch gut, da\u00a0 wird man wenigstens nicht geblendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC036091.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"border-width: 0px;margin-right: 0px;margin-left: 0px\" title=\"DSC03609[1]\" alt=\"DSC03609[1]\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC036091_thumb.jpg\" width=\"116\" height=\"90\" align=\"left\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit im Gep\u00e4ck unsere mit viel Liebe und viel Talent gestalteten Kost\u00fcme <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"border-width: 0px;margin-right: 0px;margin-left: 0px\" title=\"DSC03605[1]\" alt=\"DSC03605[1]\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC036051_thumb.jpg\" width=\"115\" height=\"84\" align=\"left\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0 Warnschilder, die auf den Stra\u00dfen Namibias zu finden sind, kombiniert\u00a0mit jeder Menge Flatterband. (Ok ok, die Idee ist nicht neu, aber daf\u00fcr gut!)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zuerst ging es auf die <span style=\"text-decoration: line-through\">Otjikarate<\/span> Okatjerute-Farm, die praktischerweise direkt bei Witvlei positioniert ist und noch praktischererweise von Isabells Verwandten bewohnt wird, die uns f\u00fcr das Wochenende ein sehr komfortables Dach \u00fcber dem Kopf boten. Da die gesamte Familie ma\u00dfgeblich in die Karnevalsfeiereien involviert war und ganz viel aufbauen musste, hatten wir auch gleich die erste Aufgabe, uns die Unterkunft zu verdingen: H\u00fchner und G\u00e4nse ins Gehege treiben. \u201cKein Problem!\u201d riefen sie und rannten engagiert auf die H\u00fchner zu. Und die H\u00fchner dann so: Flatter flatter, gacker gacker, poock poock pock und sie flatterten auf und davon in alle Richtungen, \u00fcber den gesamten Hof und ins angrenzende Feld, nur nicht in die (zugegebenerma\u00dfen sehr winzigen) \u00d6ffnungen des H\u00fchnerstalls. Wenn sich dann ein H\u00fchnchen versehentlich doch ins Gehege rein verirrte, wurde das von uns mit angemessenen Freudent\u00e4nzen quittiert (und kaum drehten wir uns um, rannte es auch schon wieder raus). Es begann zu d\u00e4mmern, wir waren verzweifelt und ersch\u00f6pft und siehe da, die H\u00fchnchen wanderten eins nach dem anderen von ganz alleine in ihr Zuhause. Damit war meine potentielle Alternativ-Zukunft als Farmersfrau gestorben, bevor sie \u00fcberhaupt begonnen hatte. Auch ok.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Vormittag wurden wir von Farmer &amp; Sohn im Bakkie \u00fcber die Weiten der Farm kutschiert (Posten fahren nennt man das. Ich steck so drin im Slang, vielleicht werd ich doch Farmersfrau), bestaunten B\u00fcsche, Rinder, Aussicht und Wasserpf\u00fctzen und lie\u00dfen uns von den Mossis vergewaltigen.<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034721.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"float: none;margin-left: auto;margin-right: auto;border-width: 0px\" title=\"DSC03472[1]\" alt=\"DSC03472[1]\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034721_thumb.jpg\" width=\"110\" height=\"82\" border=\"0\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034741.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"float: none;margin-left: auto;margin-right: auto;border-width: 0px\" title=\"DSC03474[1]\" alt=\"DSC03474[1]\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034741_thumb.jpg\" width=\"108\" height=\"81\" border=\"0\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034781.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"float: none;margin-left: auto;margin-right: auto;border-width: 0px\" title=\"DSC03478[1]\" alt=\"DSC03478[1]\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034781_thumb.jpg\" width=\"109\" height=\"82\" border=\"0\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034691.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"float: none;margin-left: auto;margin-right: auto;border-width: 0px\" title=\"DSC03469[1]\" alt=\"DSC03469[1]\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC034691_thumb.jpg\" width=\"111\" height=\"83\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC035081.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"margin-left: 0px;margin-right: 0px;border-width: 0px\" title=\"DSC03508[1]\" alt=\"DSC03508[1]\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC035081_thumb.jpg\" width=\"69\" height=\"82\" align=\"left\" border=\"0\" \/><\/a>Und dann war es soweit: den wei\u00dfen Gel\u00e4ndewagen neben den anderen tausend gleichaussehenden Bakkies auf der Wiese vor dem Farmervereinshaus parken, Zelt aufbauen und Kost\u00fcme anziehen und dann rein in die gute Stube zum Elferrat (der hier mangels Williger nur aus sechs Narren besteht), den Funkemariechen, Singen, Klatschen und Tanzen auf Bierb\u00e4nken. Die Zwei-Mann-Big-Band machte Stimmung (Zicke Zacke Prost du Sack!), die B\u00fcttenredner brachten den Saal zum Toben und die Arme von Alt und Jung verschr\u00e4nkten sich zur fr\u00f6hlichen Schunkelei bis in die <span style=\"text-decoration: line-through\">fr\u00fchen <\/span>sp\u00e4ten Morgenstunden.<\/p>\n<p>Und was sagt uns das jetzt? Allein die Tatsache, dass wir unser Kost\u00fcm mit kurzen Kleidchen und Top statt dicker Jacke und Wollstrumpfhose kombinieren konnten, gibt dem ganzen Geschehen eine v\u00f6llig andere Atmosph\u00e4re. Auch die Sonne \u00fcber den Wiesen und wei\u00dfen Bakkied\u00e4chern aufgehen zu sehen statt im Regen auf Bonbonsplittern, zertretenem Popcorn und Bierresten auszurutschen lenkt von der Tatsache ab, dass man soeben eine z\u00fcnftige Karnevalsnacht mit Wolle Petri, Mickie Krause und Konsorten und Klatschen auf der Eins und auf der Drei verbracht hat (und nebenbei mal eben 26 geworden und damit der 30 \u00fcbelst nahe ger\u00fcckt ist). Karneval in Namibia \u2013 so gleich und doch so anders und noch WiKa und WaKa und wie sie alle hei\u00dfen to come, um noch mehr Feldstudien durchzuf\u00fchren. Da simma dabei, dat is prihimaa, Viva Colonia \u00e4h Namibia\u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC035841.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"float: none;margin-left: auto;margin-right: auto;border-width: 0px\" title=\"DSC03584[1]\" alt=\"DSC03584[1]\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/files\/2014\/03\/DSC035841_thumb.jpg\" width=\"135\" height=\"101\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man hatte sich ja informiert, bevor man aufbrach ins ferne Afrika. \u00dcber Land, Leute und Kulturen und so. Und man konnte es eigentlich gar nicht so richtig glauben, als man eine Reportage sah \u00fcber den Karneval in Namibia. 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