{"id":185,"date":"2013-10-13T22:10:52","date_gmt":"2013-10-13T20:10:52","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/?p=185"},"modified":"2013-10-13T22:10:52","modified_gmt":"2013-10-13T20:10:52","slug":"fliegen-nach-namibia-fuer-anfaenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/frauthee\/2013\/10\/13\/fliegen-nach-namibia-fuer-anfaenger\/","title":{"rendered":"Fliegen nach Namibia f\u00fcr Anf\u00e4nger"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman\">Es ist nicht unbedingt so, dass mit einem Visum in der Tasche dann am Ende tats\u00e4chlich alles geritzt w\u00e4re und so eine Reise nach Windhoek v\u00f6llig problemlos verlaufen w\u00fcrde. W\u00e4re ja im Grunde genommen auch langweilig. (Hab ich schon erw\u00e4hnt, dass ich ein gro\u00dfer Freund der profanen Langeweile bin?) Erstmal ist ja meine Flugroute schon echt clever gew\u00e4hlt:\u00a0Von Rostock nach Berlin\u00a0(das allerdings noch mit dem Zug und dementsprechend v\u00f6llig problemlos, liebe Bahnzweifler), von Berlin nach London, von London nach Johannesburg, von Johannesburg nach Windhoek. Da sieht man viel mehr von der Welt als wenn man direkt von Frankfurt nach Windhoek fl\u00f6ge. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman\">Am Berliner Flughafen herrscht mal wieder Bombenstimmung dank eines herrenlosen Koffers, w\u00e4hrend ich dort sitze und warte, dass ich vom StandBy-Status f\u00fcr den Flug von London nach Johannesburg upgegradet werde und einen echten Sitzplatz bekomme. Sollte laut des netten Schaltermannes \u00fcberhaupt kein Problem sein, solche \u00dcberbuchungen kommen schon mal vor. H\u00e4? Man muss doch kein gro\u00dfer Mathematiker sein, um die Sitzpl\u00e4tze im Flugzeug zu z\u00e4hlen und dementsprechend viele Tickets zu verkaufen. Naja, steckste nich drin in der Platzvergabe. Nat\u00fcrlich ergibt sich erstmal nichts und ich steige ins Flugzeug nach London ohne den Schimmer einer blassen Ahnung, ob ich von da weiterfliegen oder vielleicht auch noch eine Nacht in London verbringen darf (da solls ja auch sch\u00f6n sein, wie ich geh\u00f6rt habe). Trotzdem ist meine Freude einfach riesig. Ich sitze tats\u00e4chlich in einem Flugzeug, hebe ab und komme meinem Ziel Windhoek n\u00e4her! Endlich.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman\">London: Heathrow soll sehr gro\u00df sein, hab ich geh\u00f6rt. Nimm dich in acht, hab ich geh\u00f6rt. Du musst schnell sein, hab ich geh\u00f6rt. Dass du blo\u00df nicht deinen Flug verpasst, hab ich geh\u00f6rt. H\u00e4tte sich keiner Sorgen machen m\u00fcssen. Dank meiner einzigartigen Gabe, anderen hinterherzulaufen sowie Schilder zu lesen, diese zu verstehen und ihren Anweisungen zu folgen, schaffe ich es v\u00f6llig problemlos vom Ankunftsort zum Abflugsort. Und ich erhalte tats\u00e4chlich nach f\u00fcnf Minuten Warten einen Sitzplatz im Flugzeug! Wollten nicht alle mit? Jemand krank geworden? Mir egal, ich bin auf dem Weg nach Johannesburg. Check!\u00a0Die n\u00e4chsten elf\u00a0Stunden verbringe ich mit Flugbegleiter Nicky, der sein Grinsen nicht ausgeknipst kriegt und sich jedesmal \u00fcberschw\u00e4nglich bedankt, wenn ich mich dazu herablasse, von ihm ein stilles Wasser, meinen Mitternachtssnack oder mein Fr\u00fchst\u00fcck entgegenzunehmen. Eine meiner leichteren \u00dcbungen! Am sch\u00f6nsten ist es, als er mich fragt, ob es zu meinem feudalen Mitternachtsmahl vielleicht ein Wein sein d\u00fcrfte. Und Afrika sieht \u00fcbrigens vom Flugzeug aus wie ein riesiger, faltiger und vertrockneter Elefantenpopo bzw. eher meine Vorstellung von solch einem. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman\">Johannesburg: Es k\u00f6nnt alles so einfach sein, ist es aber nicht. W\u00e4re sch\u00f6n gewesen, h\u00e4tte ich einfach wie alle anderen Passagiere, die in Johannesburg umstiegen, mitgehen k\u00f6nnen, ohne Gep\u00e4ck, zum n\u00e4chsten Schalter. Nee, nee. Wei\u00df ich aber erst, nachdem ich zehn Minuten in der Schlange gewartet habe, um dann den ganzen Weg zur\u00fcckzugehen. (der Jo\u2019burger Flughafen ist gro\u00df.) \u00dcber eine halbe Stunde Anstellen in der Schlange f\u00fcr ein Visum, damit ich mein Gep\u00e4ck abholen darf, durch den Flughafen hetze, Gep\u00e4ck wieder einchecke und eine Boardkarte kriege, um dann wieder durch den ganzen Flughafen zum Gate zu hetzen. Kein Problem, ich bin jung und habe einen guten Orientierungssinn, au\u00dferdem viel Geduld, Gelassenheit und eine top Kondition, sodass dies keinerlei Stressbelastung f\u00fcr mich bedeutet. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman\">Und dann, endlich endlich endlich: Windhoek. Ich steige aus dem Flugzeug, laufe \u00fcber das Rollfeld und bin ein bisschen \u00fcberrascht, dass ich mir die Wolkendecke beim Landeanflug tats\u00e4chlich nicht eingebildet habe. Warm ist es trotzdem mit Jeans, Tuch, Fleece- und Windjacke. Ich bin in Afrika! Mein Koffer ist tats\u00e4chlich gleichzeitig mit mir angekommen, und auch der Fahrer des Shuttles, den die Schule f\u00fcr mich organisiert hat, steht schon in der Ankunftshalle und erwartet mich. (Ich gehe einfach mal davon aus, dass mit dem Schild \u201eDorotea Larote\u201c ich gemeint bin. Wenn jemand mit diesem Namen immer noch am Flughafen wartet, tuts mir aufrichtig leid.) Man muss noch ein bisschen fahren, bis man wirklich in Windhoek ist und ich sehe die ersten pavian\u00e4hnlichen Affen am Stra\u00dfenrand, die mir ihre unbehaarten Hintern zur Begr\u00fc\u00dfung entgegenstrecken. Hallo Namibia! <\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist nicht unbedingt so, dass mit einem Visum in der Tasche dann am Ende tats\u00e4chlich alles geritzt w\u00e4re und so eine Reise nach Windhoek v\u00f6llig problemlos verlaufen w\u00fcrde. W\u00e4re ja im Grunde genommen auch langweilig. 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