{"id":291,"date":"2015-01-30T17:11:43","date_gmt":"2015-01-30T22:11:43","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/?p=291"},"modified":"2015-02-05T11:35:08","modified_gmt":"2015-02-05T16:35:08","slug":"mein-jamaikanisches-alphabet-p-t","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/2015\/01\/30\/mein-jamaikanisches-alphabet-p-t\/","title":{"rendered":"Mein jamaikanisches Alphabet: P-T"},"content":{"rendered":"<p><strong>Parken:<\/strong> Wenn man mit dem Auto auf einen geschlossenen Parkplatz, z.B. eines Supermarkts, der Uni, oder eines Hotels f\u00e4hrt, bekommt man an der Schranke von dem Securitymitarbeiter eine Karte, die man bei der Ausfahrt wieder abgeben muss, als Beweis daf\u00fcr, dass man derjenige war, der mit diesem Auto gekommen ist. An manchen Orten wird auch der Name und das Kennzeichen notiert. Daf\u00fcr bedarf es nat\u00fcrlich zwei weiter Sicherheitskr\u00e4fte. So etwas nennt man dann Arbeitsteilung. Ohne Frage ist es Jamaika zu w\u00fcnschen, dass sich die Sicherheitslage in Zukunft bessert, doch es ist nicht zu verleugnen, dass das Gewerbe der <em>Private Security<\/em> vielen Menschen Arbeit verschafft.<\/p>\n<p><strong>Patois:<\/strong> Das jamaikanische Kreolisch, auch bekannt als Patois oder Patwa(h), ist eine auf Jamaika verbreitete Kreolsprache mit englischen Wurzeln. Die meisten jamaikanischen Reggae-K\u00fcnstler singen in Jamaika-Kreolisch. Viele nichtjamaikanische, auch deutsche, Reggae- und Dancehall-Musiker benutzen daher in ihren Texten ein an das Patois angelehntes Englisch. Bestes Beispiel ist der deutsche K\u00fcnstler Gentleman. Patois ist definitiv als Muttersprache der Jamaikaner zu bezeichnen, jedoch wird es nicht als offizielle Landessprache anerkannt. Erfreulicherweise gibt es eine Bewegung hin zum Unterrichten in Schulen auf Patois und auch erste Sprachkurse k\u00f6nnen von Ausw\u00e4rtigen besucht werden. Hier eine Art W\u00f6rterbuch: <a href=\"http:\/\/niceup.com\/patois.html\" target=\"_blank\">http:\/\/niceup.com\/patois.html<\/a> Siehe auch: <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/2014\/09\/26\/wah-gwaan\/\" target=\"_blank\">https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/2014\/09\/26\/wah-gwaan\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Queen:<\/strong> Staatsoberhaupt Jamaikas ist noch immer Queen Elizabeth II, die den Titel K\u00f6nigin von Jamaikas tr\u00e4gt. Sie wird vertreten durch einen Generalgouverneur, der durch den Premierminister und sein Kabinett ernannt wird. Sowohl K\u00f6nigin als auch Generalgouverneur haben gr\u00f6\u00dftenteils zeremonielle Aufgaben, darunter die Ernennung des Premierministers und der Minister. An der Spitze der Regierung steht aktuell die Premierministerin Portia Simpson Miller.<\/p>\n<p><strong>Rastafari:<\/strong> Gr\u00fcn, gelb, rot. Ein jeder assoziiert diese Farben mit Jamaika, h\u00e4lt sie gar f\u00fcr die Farben der jamaikanischen Flagge. In Wahrheit sind es die panafrikanischen Farben, die das Identit\u00e4tsmerkmal der Rastas sind. Auch ich musste mich vor Ort erst in das Thema einfinden. Am pr\u00e4gendsten war dabei die Vorf\u00fchrung des Dokumentarfilms \u201eThe Price of Memory\u201c (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AeU3hPiakNU\" target=\"_blank\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AeU3hPiakNU<\/a>). Der Film berichtet \u00fcber die Altlasten der Sklaverei in Jamaika und die Forderung der Rastas auf Reparationszahlungen durch England sowie den Wunsch nach Repatriierung nach Afrika. Doch das ist nur ein Aspekt der Rastafari-Bewegung. Mehr Informationen bietet der Wikipedia-Eintrag: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rastafari#Symbole\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rastafari#Symbole<\/a> sowie dieser Radiobeitrag: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/12\/31\/dlf_20141231_0942_499dbb47.mp3\" target=\"_blank\">http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/12\/31\/dlf_20141231_0942_499dbb47.mp3<\/a><\/p>\n<p><strong>Route Taxis:<\/strong> Kingston und Umgebung verf\u00fcgt \u00fcber ein relativ stabiles Netzwerk an Omnibussen (Fahrpl\u00e4ne gibt es keine und auch Haltestellen werden bis auf die aller wichtigsten nicht benannt). Doch der eigentliche Personenverkehr findet durch <em>Route Taxis<\/em> und <em>Coaster Buses<\/em> statt. Route Taxis fahren, wie es der Name andeutet, eine festgelegte Strecke, auf der man an jedem Punkt zu- und aussteigen kann. Und das immer f\u00fcr den gleichen Preis (100 JM$), egal, wie lange man sitzenbleibt. Bedeutet: Man hockt meist gequetscht mit wildfremden Menschen in einer klapprigen Karre und h\u00e4lt aufgrund der waghalsigen Fahrman\u00f6ver des <em>Drivers<\/em> ununterbrochen die Luft an. In jedem Fall ist es die schnellste Art und Weise von A nach B zu kommen. Coaster Buses sind Route Taxis nur in Form eines Kleinbusses. Auch \u00dcberlandfahrten k\u00f6nnen mit diesen Vans get\u00e4tigt werden. Dabei ist anzumerken, dass Route Taxis und Coaster immer versuchen, eine maximale Anzahl an Passagieren zu transportieren. Wenn man also in ein leeres Fahrzeug steigt, muss man sich so lange gedulden, bis der Fahrer, oder sein Kumpane auf der Stra\u00dfe weitere Passagiere zum Einsteigen bewegt hat. Das sieht dann folgenderma\u00dfen aus: <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/118280885\" target=\"_blank\">https:\/\/vimeo.com\/118280885<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Schwimmen:<\/strong> Mindestens 75 % aller Jamaikaner k\u00f6nnen nicht schwimmen. Und das auf einer Insel, wo jeder Einwohner nicht mehr als 35 km entfernt vom Wasser lebt. Wie so vieles, kann dieses Ph\u00e4nomen wieder mit der Kolonialzeit begr\u00fcndet werden, wo Schwimmen ein Fluchtmittel h\u00e4ttel darstellen k\u00f6nnen. Heute fehlt es den meisten Jamaikanern an finanziellen Mitteln, um ihren Kindern Schwimmkurse zu bezahlen (<a href=\"http:\/\/jamaica-gleaner.com\/gleaner\/20060625\/focus\/focus3.html\" target=\"_blank\">http:\/\/jamaica-gleaner.com\/gleaner\/20060625\/focus\/focus3.html<\/a>). Umso herausragender ist die Leistung von der Jamaikanerin Alia Atkinson, die im Dezember als erste schwarze Schwimmerin den Weltmeistertitel holte (<a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2014\/12\/07\/sport\/swimming-atkinson-world-first\/\" target=\"_blank\">http:\/\/edition.cnn.com\/2014\/12\/07\/sport\/swimming-atkinson-world-first\/<\/a>). Wenn das mal nicht Ansporn genug ist, den Schwimmsport in Jamaika zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Soon come:<\/strong> Der Lieblingsausspruch der Jamaikaner (neben \u201eno problem\u201c) dr\u00fcckt ihre Lebenseinstellung aus. Nicht immer funktioniert alles mit der Pr\u00e4zision und p\u00fcnktlich zur vereinbarten Zeit, wie wir es von daheim gewohnt sind.<\/p>\n<p><strong>Tourismus:<\/strong> Obwohl Tourismus f\u00fcr Jamaika die wichtigste Quelle an ausl\u00e4ndischen Devisen darstellt, profitiert die Insel davon nur zu einem Bruchteil. Die meisten Touristen sind Pauschalreisende: Das bedeutet, dass etwa 80 Prozent des Geldes, das die ausl\u00e4ndischen Besucher f\u00fcr ihren Urlaub in Jamaika ausgeben, nie im jamaikanischen Wirtschaftskreislauf ankommt. Das zeigt eine Studie der Weltbank aus dem Jahr 2011. Selbst das Essen f\u00fcr die Touristen kommt oft nicht aus Jamaika: Laut einer Studie der US-amerikanischen Universit\u00e4t Florida haben jamaikanische Hotelbesitzer im Jahr 2009 um die 63 Millionen Dollar f\u00fcr importierte Lebensmittel ausgegeben. Doch es geht auch anders: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/nachhaltiger-tourismus-in-jamaika\/a-16329726\" target=\"_blank\">http:\/\/www.dw.de\/nachhaltiger-tourismus-in-jamaika\/a-16329726<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Parken: Wenn man mit dem Auto auf einen geschlossenen Parkplatz, z.B. eines Supermarkts, der Uni, oder eines Hotels f\u00e4hrt, bekommt man an der Schranke von dem Securitymitarbeiter eine Karte, die man bei der Ausfahrt wieder abgeben muss, als Beweis daf\u00fcr, &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/2015\/01\/30\/mein-jamaikanisches-alphabet-p-t\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1456,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21,28968,565,581,585,590,182,580,591,577,70221,386,829,564,81,583],"tags":[],"class_list":["post-291","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-anekdoten","category-gastland","category-geschichte","category-gesellschaft","category-gesundheit","category-glaube","category-kunst","category-lebensgeschichte","category-menschen","category-mentalitaet","category-musik","category-natur","category-religion","category-sprache","category-wirtschaft"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1456"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/floinjamaica\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}