{"id":319,"date":"2019-02-06T16:56:17","date_gmt":"2019-02-06T15:56:17","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/fernwehstillerukraine\/?p=319"},"modified":"2019-02-14T17:03:42","modified_gmt":"2019-02-14T16:03:42","slug":"wird-schon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/fernwehstillerukraine\/2019\/02\/06\/wird-schon\/","title":{"rendered":"Freie Zeit"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Manchmal l\u00e4uft es leider nicht so, wie man es sich<\/span><\/span><span style=\"font-size: large;font-family: Calibri, sans-serif;text-align: center\">\u00a0w\u00fcnscht, vorstellt oder geplant hat. Dass es in der Ukraine Quarant\u00e4ne gibt, habe ich schon beim Vorbereitungsseminar von den anderen Freiwilligen geh\u00f6rt. In den vergangenen Monaten h\u00e4tte ich gegen ein paar Tage\/Wochen frei zu haben nichts dagegen gehabt. Jetzt ist es wahrscheinlich f\u00fcr mich der schlechteste Zeitpunkt, an dem die Schule h\u00e4tte schlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Das Wochenende habe ich mit Juli in Lviv verbracht. Moritz konnte leider nicht kommen, er hat keinen Reisepass und musste deswegen den Bus relativ schnell verlassen, sodass f\u00fcr ihn die Reise sehr schnell beendet war. F\u00fcr Juli war es das erste Mal in Lviv, f\u00fcr mich wahrscheinlich das letzte Mal. Die zwei Tage haben wir voll ausgenutzt mit Sightseeing, Freewalking Touren und ganz viel Kaffee, Schokolade und anderem typisch ukrainischem Essen. Das Wochenende war auf jeden Fall ein ganz toller Abschluss von der Stadt, die mir mittlerweile echt ans Herz gewachsen ist und in der ich mich total wohl f\u00fchle. Vor allem die ganzen kleine Caf\u00e9s und Restaurants, die Stimmung die abends in der Stadt herrscht und ein Aussichtspunkt, an dem ich mittlerweile an jeder Tageszeit und bei jedem Wetter war, werde ich vermissen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Montags war ich dann noch einmal in der Schule. Am Ende des Schultags wurde dann bekannt gegeben, dass die Schule f\u00fcr mindestens eine Woche schlie\u00dft. Zu viele Sch\u00fclerInnen sind krank. F\u00fcr mich kam das ziemlich \u00fcberraschend, im Dezember haben in meinen Klassen viel mehr Sch\u00fclerInnen gefehlt, aber es soll wohl eine Krankheit herumgehen, die sehr ansteckend ist. Erst habe ich \u00fcberlegt schon diese Woche zur\u00fcck zu fliegen. Aber weil zum jetzigen Zeitpunkt keiner sagen kann, ob n\u00e4chste Woche wieder Schule ist, wollte ich hier bleiben, um mich eventuell noch verabschieden zu k\u00f6nnen. Dann war der Plan nach Odessa zu fahren, aber mit der Vorstellung habe ich mich irgendwie nicht so wohl gef\u00fchlt. W\u00e4hrend ich in Krakau war, habe ich mir eigentlich vorgenommen, im Winter keine Stadt mehr in Osteuropa anzuschauen. Bei schlechtem und kaltem Wetter und dann noch alleine macht das eben nur halb so viel Spa\u00df. Au\u00dferdem ist bei mir ein bisschen \u201edie Luft raus\u201c zu reisen, da vor allem die An\/Abreise hier nicht ganz so bequem und einfach abl\u00e4uft wie in Deutschland. Letztendlich habe ich mich dann dazu entschieden, einfach in Drohobytsch zu bleiben. Sport machen, viel Lesen, lange schlafen und einfach die freie Zeit genie\u00dfen \u2013 bald werde ich davon wohl nicht mehr so viel haben. Bis jetzt habe ich die Zeit auch ganz gut genutzt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Trotzdem w\u00fcrde ich gerade viel daf\u00fcr geben, ganz normal in die Schule gehen zu k\u00f6nnen. Ich bin schon ziemlich traurig, dass sich das so entwickelt hat, ich die letzten Wochen nicht einfach noch in der Schule genie\u00dfen und Zeit mit den Sch\u00fclerInnen verbringen und ausnutzen kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Ich dr\u00fccke gerade die Daumen, dass die Schule n\u00e4chste Woche wenigstens f\u00fcr ein paar Tage ge\u00f6ffnet wird, damit ich mich noch pers\u00f6nlich verabschieden kann. Alles andere w\u00e4re leider ein ziemlich bl\u00f6der Abschied und Ende meines FSJ. Aber das kann am Ende keiner beeinflussen, deswegen hei\u00dft es jetzt abwarten.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Eine f\u00fcnfte Klasse hat mich am Montag, nachdem bekannt war, dass Quarant\u00e4ne ist, ganz spontan schon verabschiedet. Sie haben ein Plakat gebastelt und mir eine beschickte Trachtenbluse geschenkt, was mich unglaublich gefreut hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Wenn wir Freiwilligen in der Ukraine eins gelernt haben, dann, dass alles am Ende schon gut geht, auch wenn es zwischenzeitlich nicht so aussieht. \u201e<i>Wird schon<\/i>\u201c ist da der Gedanke, mit dem wir schon einige Situationen \u00fcber- und durchlebt haben. Sei es, dass wir in Lviv beim Bahnhof stehen und bemerken, dass unser Bus zum Zwischenseminar in 10 Minuten an einem anderen Bahnhof au\u00dferhalb der Stadt abf\u00e4hrt, dass man drei Tage vor der Ausreise nach Deutschland noch kein verl\u00e4ngertes Visum hat oder eben in den letzten Tagen vor Ende des FSJs die Schule schlie\u00dft. Am Ende werde ich bestimmt irgendwie noch die M\u00f6glichkeit haben mich zu verabschieden und mit einem sch\u00f6nen Ende und positiven Gef\u00fchl nach Deutschland zu fliegen.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal l\u00e4uft es leider nicht so, wie man es sich\u00a0w\u00fcnscht, vorstellt oder geplant hat. Dass es in der Ukraine Quarant\u00e4ne gibt, habe ich schon beim Vorbereitungsseminar von den anderen Freiwilligen geh\u00f6rt. 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