{"id":310,"date":"2019-01-20T15:54:12","date_gmt":"2019-01-20T14:54:12","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/fernwehstillerukraine\/?p=310"},"modified":"2019-01-20T15:54:12","modified_gmt":"2019-01-20T14:54:12","slug":"krakau-rzeszow-lviv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/fernwehstillerukraine\/2019\/01\/20\/krakau-rzeszow-lviv\/","title":{"rendered":"Krakau, Rzesz\u00f3w, Lviv"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Urspr\u00fcnglich habe ich geplant, Silvester in Odessa zu verbringen und danach nach Krakau fahren. Aus Odessa wurde am Ende (leider) nichts, daf\u00fcr war ich l\u00e4nger in Deutschland, was aber auch sehr sch\u00f6n war. Also ging es f\u00fcr mich Anfang Januar nach Polen, erst nach Krakau, dann nach <\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Rzesz\u00f3w und zur\u00fcck in die Ukraine, in der ich das Wochenende dann noch mit Freiwilligen in Lviv verbracht habe.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Ich habe mich extra f\u00fcr eine Busfahrt entschieden, weil ich dachte, es sei deutlich angenehmer eine Direktverbindung zu nehmen, die es nur bei einer Busstrecke gibt, als mit dem Zug mindestens zwei Mal umsteigen zu m\u00fcssen. Mit dem Zug w\u00e4re es am Ende trotzdem um einiges schneller und einfacher gewesen.. Um halb zw\u00f6lf morgens sollte mein Bus abfahren und um sieben Uhr abends in Krakau ankommen. Er kam auch wie geplant in Drohobytsch an, nur dass mir beim Einsteigen gesagt wurde, dass dieser nicht der richtige sei und meiner erst um 16 Uhr kommt. Die Leute waren total freundlich und hilfsbereit und haben versucht, so gut es geht, mir zu helfen. Also wollte ich mich schon ziemlich ratlos und etwas verzweifelt zur\u00fcck nach Hause begeben und nachmittags zur\u00fcck kommen. Zum Gl\u00fcck habe ich noch einige Minuten am Bahnhof gewartet, denn die M\u00e4nner kamen sp\u00e4ter nochmal auf mich zu und meinten, dass ich doch mitfahren k\u00f6nnte. Im Internet stand dann auch, dass der Bus nach Krakau erst um 16 Uhr abf\u00e4hrt, gebucht habe ich aber einen fr\u00fcheren Bus, den man gar nicht mehr im Internet sehen konnte. Also sa\u00df ich, nicht ganz sicher, ob es tats\u00e4chlich nach Krakau geht, im Bus und musste zum Gl\u00fcck nicht bis zum Nachmittag warten. In Lviv haben wir dann schon mal fast zwei Stunden warten m\u00fcssen. Zu viele Tickets wurden verkauft, also mussten einige den Bus wieder verlassen, neue kamen rein, was ziemlich lange so ging. Wirklich lange sind wir nicht gefahren, ziemlich schnell kamen wir schon an der Grenze zu Polen an. Ich wusste nat\u00fcrlich, dass die Grenzkontrolle etwas dauern w\u00fcrde. Dass wir am Ende sechs Stunden warten mussten, und davon teilweise \u00fcber zwei Stunden \u00fcberhaupt nicht vorw\u00e4rts kamen, habe ich aber nicht erwartet. Zwischenzeitlich musste ich dann noch mein Hostel umbuchen, weil man in meinem eigentlich nur bis Mitternacht einchecken konnte. Um Mitternacht kam ich dann schlie\u00dflich mit f\u00fcnf Stunden Versp\u00e4tung und mit den Nerven ziemlich am Ende in Krakau an. Und immer mit dem Gedanken, dass ich auch wieder zur\u00fcck in die Ukraine muss. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Die Tage danach verliefen etwas reibungsloser.Obwohl mir vorher oft erz\u00e4hlt wurde, wie sch\u00f6n Krakau sei, konnte ich das in den Tagen, die ich dort verbrachte, nicht ganz nachvollziehen. Anfang Januar ist da einfach kein besonders guter Zeitpunkt, das Wetter war schlecht und die Stimmung in der Stadt war wie das Wetter betr\u00fcbt, so war zumindest mein Eindruck. Aber um Krakau kennenzulernen, war es trotzdem sch\u00f6n und ich konnte einiges von der Stadt sehen. In den zwei Tagen habe ich fast alle polnische Spezialit\u00e4ten probieren k\u00f6nnen, die teilweise den ukrainischen sehr \u00e4hnlich sind. Die Nachmittage\/Abende mit den Freiwilligen aus Krakau, Juli und Moritz, waren wirklich sehr sch\u00f6n und allein deshalb hat sich die Tour auf jeden Fall gelohnt. Wenn man gerade noch aus Drohobytsch kommt, kommt einem Krakau total westlich und manchmal habe ich mich schon fast wie in Deutschland gef\u00fchlt. Hier wurde mir nochmal bewusst, wie unterschiedlich unsere Aufenthalte doch sein k\u00f6nnen. Geografisch liegen unsere Einsatzstellen gar nicht so weit von einander entfernt, aber trotzdem glaube ich, dass unsere Erfahrungen, unser Alltag und Erlebnisse nicht unterschiedlichster sei k\u00f6nnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Freitag ging es dann nach Rzesz\u00f3w, eine Stadt, die mit dem Zug knapp anderthalb Stunden von Krakau entfernt ist. Ich kam dort schon im Dunkeln an, aber das, was ich gesehen habe, hat mir total gut gefallen, eigentlich auch viel besser als Krakau. Eine Nacht habe ich dann bei einer anderen Freiwilligen, Anja, verbracht. Am n\u00e4chsten Morgen sind wir, diesmal mit dem Zug, nach Lviv gefahren. Die Grenzkontrolle ging diesmal um einiges schneller, da man schon im Zug kontrolliert wurde. Ohne Versp\u00e4tung kamen wir in Lviv an, wo wir dann zusammen mit noch zwei anderen Freiwilligen aus Lublin, die auch gerade ein Wochenenden in Lviv verbracht haben, ukrainisch essen gingen. Die Freiwilligen aus Polen waren noch alle so begeistert, wie billig es hier ist. Ich war daf\u00fcr in Polen \u00fcberrascht, wie teuer doch alles ist. Wir haben uns die Stadt noch etwas angeschaut und den Stra\u00dfenmusikern zugeh\u00f6rt, die in Lviv an jeder Ecke des Marktplatzes trotz der K\u00e4lte stehen. Ich war zwar schon oft in Lviv, aber erst wenige Male am Abend. Die Stimmung, die in der Innenstadt abends herrscht, hat irgendwie etwas ganz besonderes.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Am Sonntag waren wir dann umgerechnet f\u00fcr knapp 4\u20ac \u201eall you can eat\u201c fr\u00fchst\u00fccken und haben dann bei einer Free Walking Tour teilgenommen. Sp\u00e4ter sind Anja und ich noch auf das High Castel, den h\u00f6chsten Aussichtspunk in Lviv, gegangen und haben an einer zweiten Free Walking Tour mitgemacht. F\u00fcr mich ging es dann am Nachmittag wieder zur\u00fcck nach Drohobytsch, worauf ich mich nach der Woche dann auch ziemlich gefreut habe. <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urspr\u00fcnglich habe ich geplant, Silvester in Odessa zu verbringen und danach nach Krakau fahren. Aus Odessa wurde am Ende (leider) nichts, daf\u00fcr war ich l\u00e4nger in Deutschland, was aber auch sehr sch\u00f6n war. 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