{"id":308,"date":"2019-01-15T18:56:40","date_gmt":"2019-01-15T17:56:40","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/fernwehstillerukraine\/?p=308"},"modified":"2019-01-15T18:56:40","modified_gmt":"2019-01-15T17:56:40","slug":"zurueck-in-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/fernwehstillerukraine\/2019\/01\/15\/zurueck-in-der-ukraine\/","title":{"rendered":"Zur\u00fcck in der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Am 21. Dezember ging es f\u00fcr mich endlich nach Deutschland. In den letzten Wochen war ich in Gedanken schon lange in Deutschland, hatte keine Motivation mehr, die Arbeit hat mir wenig Spa\u00df gemacht und ich wollte einfach nach Hause. Die Auszeit in Deutschland hat mir sehr gut getan. Ich hatte eine wundersch\u00f6ne Zeit zuhause, am Ende der zwei Wochen habe ich mich dann auch wieder auf die Ukraine gefreut. Auch wenn ich nat\u00fcrlich nichts dagegen gehabt h\u00e4tte, noch etwas l\u00e4nger in meiner Komfortzone zuhause zu bleiben. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Am 4. Januar flog ich also wieder zur\u00fcck nach Lviv. Abends schaute ich mir noch den Weihnachtsmarkt an, Weihnachten wird hier ja sp\u00e4ter gefeiert, sodass ich gleich wieder in Weihnachtsstimmung versetzt wurde. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Am Samstag bin ich in Drohobytsch angekommen und musste sofort mit meiner Gastfamilie zum Amt, diesmal in Drohobytsch. Nun bin ich auch hier offiziell angemeldet und in weniger als einem Monat muss ich mich \u00fcberall da, wo ich im Dezember schon so oft war, wieder hin, um mich abzumelden. Also alles ein relativ hoher Aufwand f\u00fcr wenige Wochen Aufenthalt noch, aber zum Gl\u00fcck mit gro\u00dfer Unterst\u00fctzung von meinen Gasteltern. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Meinen Urlaub habe ich extra so geplant, dass ich das ukrainische Weihnachten in Drohobytsch bei meiner Gastfamilie verbringen kann und erst danach weiter reise. Dabei habe ich aber nicht damit gerechnet, dass meine Gastfamilie gar nicht hier, sondern in Polen bei Verwandten feiert. Wirklich ukrainisch Weihnachten feiern konnte ich dann also nicht, aber die Sch\u00fclerInnen und LehrerInnen haben mir danach ausgiebig von ihren Weihnachtstagen erz\u00e4hlt, sodass ich am Ende, auch wenn ich nicht dabei war, mir zumindest ein Bild von den Traditionen und Br\u00e4uchen machen kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Der Sonntag und Montag nach meiner Ankunft war nicht so leicht. Das Ankommen ist mir schwerer gefallen als gedacht. Nach zwei Wochen zuhause, in denen ich fast nur unterwegs und unter Menschen war, war es ziemlich ungewohnt wieder alleine zu sein. In den letzten Monaten habe ich mich zwar daran gewohnt, aber in Deutschland habe ich gemerkt, dass ich dann doch lieber mit Freunden unterwegs bin als meine Wochenende alleine verbringen zu m\u00fcssen. Da ich im Dezember nicht wirklich gl\u00fccklich an der Schule war, hat der Gedanke, dass die Schule bald wieder beginnt, meine Stimmung auch nicht verbessern k\u00f6nnen. Aber irgendwie gingen die Tage um und am Dienstag ging es dann nach Polen. Aber dazu gibt es noch einen extra Eintrag.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Sonntagabend bin ich dann von einer sehr ereignisreichen und sch\u00f6nen Woche in Polen und Lviv zur\u00fcckgekommen. Wirklich ausruhen konnte ich mich nicht, Montag war nach \u00fcber drei Wochen wieder Schule angesagt. In der Ukraine wird am 13. Januar das sogenannten Altneujahr gefeiert. Die meisten feiern es gar nicht, manche aber eben schon. So haben erstaunlich viele Sch\u00fcler am ersten Schultag gefehlt, was die LehrerInnen aber \u00fcberhaupt nicht gest\u00f6rt hat. Im Gegenteil, sie waren sogar \u00fcberrascht, dass ich schon wieder da bin. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Nach der Woche in Polen mit anderen Freiwilligen habe ich mich wieder mehr auf die Schule gefreut, weil ich mich austauschen konnte (diesmal mit Freiwilligen, die nicht in meiner Homezone sind, mit denen ich vorher also kaum Kontakt hatte) und gemerkt habe, dass es den anderen teilweise sehr \u00e4hnlich geht. Ich habe mir vorgenommen, mich so viel es eben geht einzubringen, Neues auszuprobieren und die letzten Wochen zu genie\u00dfen auch wenn es eben nicht so l\u00e4uft, wie ich es mir vorstelle. Der erste Teil der Woche hat auch wieder viel mehr Spa\u00df gemacht als im Dezember. Ich konnte schon einiges im Unterricht machen und Zuhause vorbereiten. Von Stress kann man da nat\u00fcrlich noch lange nicht reden, aber zumindest im Moment habe ich auf jeden Fall keine Langeweile:)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">Was meine Laune auch ziemlich verbessert hat: Zum einen soll das Wetter bis Ende Januar um die Null Grad sein, also nicht wirklich k\u00e4lter als ich es aus Deutschland gew\u00f6hnt bin. Zum anderen merke ich , wie jeden Tag die Sonne sp\u00e4ter untergeht. Schon jetzt habe ich so viel mehr vom Tag als noch im Dezember. Nach den ziemlich kalten, dunklen und kurzen Tagen im Dezember ist das ein ziemlicher Unterschied.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 21. Dezember ging es f\u00fcr mich endlich nach Deutschland. In den letzten Wochen war ich in Gedanken schon lange in Deutschland, hatte keine Motivation mehr, die Arbeit hat mir wenig Spa\u00df gemacht und ich wollte einfach nach Hause. 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