{"id":184,"date":"2018-10-16T20:41:37","date_gmt":"2018-10-16T18:41:37","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/fernwehstillerukraine\/?p=184"},"modified":"2018-10-16T20:41:37","modified_gmt":"2018-10-16T18:41:37","slug":"der-blick-ueber-den-tellerrand-oder-raus-aus-der-komfortzone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/fernwehstillerukraine\/2018\/10\/16\/der-blick-ueber-den-tellerrand-oder-raus-aus-der-komfortzone\/","title":{"rendered":"Der Blick \u00fcber den Tellerrand oder Raus aus der Komfortzone"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Der Slogan von kulturweit lautet \u201edie Komfortzone endet am Tellerrand. #SuchdasWeite\u201c. Aber wo endet der Tellerrand wirklich und wann verlassen wir unser Komfortzone? <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Habe ich automatisch meine Komfortzone verlassen, weil ich mein Zuhause, meine Familie und Freunde hinter mich gelassen habe und alleine in ein fremdes Land gegangen bin? Habe ich dann aber nicht schon l\u00e4ngst eine neue Komfortzone aufgebaut? Und schaue ich jeden Tag \u00fcber den Tellerrand, weil ich auch fast jeden Tag etwas Neues, aus meinen Augen ungew\u00f6hnliches sehe?<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Aber ich merke selbst wie ich zur Bequemlichkeit neige. Dazu habe ich ein ganz gutes Beispiel:<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Mit dem Ukrainisch lernen komme ich bis jetzt nicht so voran, wie ich es mir am Anfang vorgestellt habe. Bis jetzt ist das auch nicht weiter schlimm, schlie\u00dflich bin ich seit gut einem Monat hier und in der Zeit standen andere Dinge erst mal im Vordergrund. Aber als ich mir vor ein paar Tagen das bewusst gemacht habe, kam sofort der Gedanke: Ich komme bis jetzt ja auch so ganz gut zurecht, auch wenn ich kein Ukrainisch kann, finde ich neue Bekanntschaften, kann mich frei bewegen und hatte bis jetzt auch in der Stadt keine gr\u00f6\u00dferen Probleme. Dann muss ich ja gar nicht die Sprache lernen&#8230;<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Die Motivation Ukrainisch zu lernen ist tats\u00e4chlich bei mir nicht besonders gro\u00df. In weniger als 5 Monaten eine neue Sprache und Schrift so gut zu lernen, dass man wirklich kommunizieren kann, ist schwer, da ist ein halbes Jahr etwas zu kurz. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Und so schnell geht es, dass man aus Bequemlichkeit in seiner Komfortzone bleibt und eben nicht den Blick \u00fcber den Tellerrand wagt.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Aber als mir das alles so bewusst wurde, war mir zum einen klar, dass noch nichts zu sp\u00e4t ist. Nur weil ich den ersten Monat nicht so viel gelernt habe, wie ich mir vorher vorgenommen habe, hei\u00dft es ja nicht, dass ich das in den n\u00e4chsten Monaten nicht \u00e4ndern kann. Und zum anderen geht es ja auch nicht zwangsl\u00e4ufig darum, die Sprache zu lernen um mich zu verst\u00e4ndigen. Schlie\u00dflich lebe ich hier, dann sollte man sich wenigstens bem\u00fchen und die Sprache versuchen zu lernen, egal wie schnell man dann wirklich sprechen kann. Dazu hilft es mir auch bestimmt den Unterricht zu planen. Wenn ich Ukrainisch lerne, verstehe ich pl\u00f6tzlich warum die j\u00fcngeren Sch\u00fcler immer so oft den selben Fehler machen. Und nat\u00fcrlich geh\u00f6rt die Sprache auch zum Land dazu, und um das Land zu verstehen, muss man bestenfalls auch die Sprache verstehen, zumindest das \u201eGrundger\u00fcst\u201c der Sprache. Das alles sind Gr\u00fcnde, die Sprache zu lernen, auch wenn es alleine manchmal echt schwer ist, es durch zu ziehen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Mein Sprachkurs hat letzte Woche angefangen, ich versuche meine Priorit\u00e4ten etwas zu \u00e4ndern und immer etwas Zeit f\u00fcr Ukrainisch in meinen Tag einzuplanen. Aber ich finde, dass es einfach ein gutes Beispiel ist, wie schnell man dazu tendiert eben nicht seine Komfortzone zu verlassen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Das waren auch nur meine aller ersten Gedanken, die mir in den Sinn kamen. Ich habe aber nie ernsthaft dar\u00fcber nachgedacht, mich in den n\u00e4chsten Monaten nicht mit der Sprache zu besch\u00e4ftigen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Aber das sollte mich vielleicht anregen, \u00f6fters dar\u00fcber nach denken, ob ich gerade unbewusst in meiner Komfortzone bleibe, und eben den Blick \u00fcber den Tellerrand immer wieder neu wagen und meine Komfortzone dabei zu verlassen:)<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Ich k\u00f6nnte aber jetzt auch einige Situationen aufz\u00e4hlen, in denen ich meine Komfortzone bewusst oder unbewusst, aktiv oder eher passiv verlassen habe. In manchen Situationen wurde ich eher \u201egezwungen\u201c aus meiner Komfortzone heraus zu gehen, manchmal habe ich mich aber auch selbst dazu entschlossen, diese \u201eHerausforderung\u201c anzunehmen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: large\">Und dabei habe ich dann auch einen Blick \u00fcber den Tellerrand geworfen, was vielleicht auch eine kleine Belohnung f\u00fcr das Verlassen der eigenen Komfortzone sein kann?<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Slogan von kulturweit lautet \u201edie Komfortzone endet am Tellerrand. #SuchdasWeite\u201c. Aber wo endet der Tellerrand wirklich und wann verlassen wir unser Komfortzone? 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