{"id":1,"date":"2010-03-25T20:00:10","date_gmt":"2010-03-25T19:00:10","guid":{"rendered":""},"modified":"2010-03-25T20:05:01","modified_gmt":"2010-03-25T19:05:01","slug":"hello-world","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/felixb\/2010\/03\/25\/hello-world\/","title":{"rendered":"Blitzlichtgewitter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Blitzlichtgewitter<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Es war noch tiefste Nacht als ich aus dem Schlaf gerissen wurde. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es erst kurz nach 1 Uhr war. Noch vollkommen schlaftrunken war mir zun\u00e4chst nicht bewusst, was meine n\u00e4chtlich Ruhe gest\u00f6rt haben k\u00f6nnte. Erst nach und nach bahnte sich der ohrenbet\u00e4ubende L\u00e4rm der mich umgab seinen Weg in mein Bewusstsein. Ich wusste ihn zun\u00e4chst nicht recht einzuordnen und beschloss nachzusehen, was denn los sein k\u00f6nnte. Pl\u00f6tzlich durchzuckte ein helles Licht fuer den Bruchteil einer Sekunde die Dunkelheit meines kleinen Zimmers. Ich ging zum Fenster und zog die Vorh\u00e4nge zur\u00fcck. Draussen tobte ein heftiges Unwetter. Es goss in Str\u00f6men und die Sturmb\u00f6hen brachten die B\u00e4ume ins Wanken. Bisweilen bogen sie sich sogar so stark, dass die Wipfel nahezu im rechten Winkel zu den Wurzeln standen. Der L\u00e4rm der mich umgab war eine Mischpoke aus dem Wind, der um das Haus fegte und den dicken Regentropfen, die unnachgiebig auf das Wellblechdach einschlugen. Es h\u00f6rte sich wie ein nicht enden wollender, vielstimmiger Trommelwirbel an. Bisweilen wurde dieser vom Donner unterst\u00fctzt, der vielfach verst\u00e4rkten, kurzen Paukenschl\u00e4gen glich. Immer wieder erhellten Blitze kurzzeitig die Dunkelheit. Die Intervalle zwischen den einzelnen Blitzen, waren dabei so kurz, wie man sie in Deutschland nur vom Blitzlichtgewitter des roten Teppichs kennt, wenn sich Stars und Sternchen die Ehre geben. \u201eNaja, schlafen kannst du jetzt erstmal eh nicht mehr.\u201c, dachte ich, machte mir einen kleinen Imbiss, setzte einen Tee auf, schnappte mir eine Decke und setzte mich auf die \u2013 gl\u00fccklicherweise \u00fcberdachte \u2013 Terasse, um mir das Spektakel noch ein wenig anzuschauen. Es war wirklich beeindruckend.<\/p>\n<p>Als ich mich wieder hinlegte, hatte der Regen ein wenig nachgelassen und wirkte, verglichen mit dem vohergehenden Trommelwirbel, eher wie ein sanftes Pl\u00e4tschern. In Deutschland und ohne die Eindr\u00fccke der letzten Stunden haette ich ihm wohl dennoch das Pr\u00e4dikat \u201eWolkenbruch\u201c zugeschrieben. Auch hatte sich der Donner gewandelt. Er glich nun nicht mehr kurzen Paukenschl\u00e4gen, sondern langezogenen Basssequenzen die W\u00e4nde und Fenster vibrieren lie\u00dfen, wie es mir bisher nur aus den \u201eDub-Dances\u201c bekannt war, wo sich die Bassboxen zu mannshohen T\u00fcrmen stapeln. Als es ich dann schlussendlich doch einschlafen konnte, war es bereits nach vier.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag plauderte ich ein wenig mit dem Mann vom Sekretariat der EPET-Schule und erz\u00e4hlte ihm, dass es solche Gewitter in Deutschland nicht gebe. Achja das Gewitter, erwiderte er. Zum Glueck w\u00e4re es nicht so schlimm und das Sturmzentrum noch ein gutes St\u00fcck von Ober\u00e1 weg gewesen. Na dann!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blitzlichtgewitter \u00a0 Es war noch tiefste Nacht als ich aus dem Schlaf gerissen wurde. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es erst kurz nach 1 Uhr war. 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