{"id":2385,"date":"2012-07-15T14:02:53","date_gmt":"2012-07-15T12:02:53","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kulturweit\/?p=2385"},"modified":"2012-07-15T14:02:53","modified_gmt":"2012-07-15T12:02:53","slug":"balkanroute-abseits-der-donau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/fahrradkarawane\/2012\/07\/15\/balkanroute-abseits-der-donau\/","title":{"rendered":"Balkanroute: Abseits der Donau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tag 7: Von Cetate nach Craiova<\/strong><\/p>\n<p><em>Freitagmorgen. Irgendwo im Nirgendwo. Der Kindergeburtstag ist eindeutig vorbei. Der Asphalt brennt. Die Sonnenstrahlen prasseln unerbittlich auf uns nieder. Die Sicht verschwimmt unter den hei\u00dfen Luftschwaden \u00fcber der Stra\u00dfe. Geier umkreisen unser Nachtquartier, wohl ahnend, dass das Ende unserer Tour nah ist. Unendliche Weiten soweit das Auge reicht, erstrecken sich am Wegesrand. Schwei\u00df ist zum allt\u00e4glichen Begleiter geworden und mischt sich mit Sonnenmilch und Insektenspray zu einer \u00f6ligen Filmschicht, die uns wie eine zweite Haut \u00fcberzieht. Schwei\u00df ist es auch, der uns weckt, wenn wir mit ihm durchtr\u00e4nkt von langgezogenen \u201eAuto\u201c Rufen aus dem Schlaf gerissen <\/em><em>werden. Nur gelegentlich erscheinen am Firmament die Konturen eines Autos. Die Wasserflaschen sind betankt, die Taschen sind gesattelt. Stimmung und Motivation sind hoch, bereit f\u00fcr den erneuten Zweikampf. Hier z\u00e4hlt nur: wir gegen die Stra\u00dfe. Noch wissen wir nicht, welche Pr\u00fcfungen uns noch bevor stehen w\u00fcrden\u2026<\/em><\/p>\n<p><em>7:30 Uhr Ortszeit. Wir starten den Tag, sehr zur Unterhaltung der Einheimischen eines noch recht verschlafend dreinblickenden rum\u00e4nischen Dorfes mit Dehn\u00fcbungen. Die Landschaft der ersten Kilometer rast an uns vorbei w\u00e4hrend wir tagtraumartig, trance\u00e4hnlich unsere Drahtesel \u00fcber Stock und Stein peitschen. Doch dieser hypnotische Zustand fordert seinen Tribut. Ein erster, kleiner Unfall ist zu verzeichnen. Ansonsten katapultieren uns lediglich die Pausen zur\u00fcck in die Realit\u00e4t. Doch Pause ist nicht gleich Pause. Der gemeine Fahrradkarawanenkulturweitfreiwillige(FKKF) hat ein ausgekl\u00fcgeltes System zur Katalogisierung der Pausen entwickelt, welche es zu unterscheiden gilt:<\/em><\/p>\n<p><em>Trinkpause (rund 3 Minuten)<\/em><\/p>\n<p><em>Trinkpause+ Toilette (rund 5 Minuten)<\/em><\/p>\n<p><em>Pause vor dem Berg (je nach Bedarf)<\/em><\/p>\n<p><em>Pause auf dem Berg (bis alle da sind)<\/em><\/p>\n<p><em>Mittagspause (all inclusive 40-45 Minuten)<\/em><\/p>\n<p><em>So erklimmen wir spielerisch Berge, retten Schildkr\u00f6ten von der Stra\u00dfe, machen Gruppenfotos im Sonnenblumenfeld, geben unseren Fahrr\u00e4dern Kampfnamen (Hello Kitty, Wotans Zorn MX Ultra), die das Duell Asphalt- FKKF erleichtern sollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ersch\u00f6pft, m\u00fcde aber \u00fcbergl\u00fccklich erreichen wir unser Nachtlager, die Sporthalle der DSD &#8211; Schule Colegiul National Elena Cuza. Hier werden wir ganz herzlich von Holger Hack, dem Deutschlehrer der Schule, und seinen Sch\u00fclern empfangen. Gemeinsam haben sie sich ein tolles Programm f\u00fcr uns \u00fcberlegt &#8211; eine Sch\u00fclerin f\u00fchrt uns durch die Stadt und am Abend gibt es einen bunten Kulturabend mit Musik, Tanz und mit typisch <\/em><em>rum\u00e4nischen Essen, zubereitet von einer Gruppe Sch\u00fclerinnen. Au\u00dferdem tauschen wir uns \u00fcber unsere Auslandserfahungen aus, denn die Sch\u00fcler kommen selbst gerade von einem Sch\u00fcleraustausch in G\u00fctersloh in Deutschland. <\/em><\/p>\n<p><em>Ein unvergesslicher Abend geht zu Ende und voraussichtlich wird niemand heute Probleme haben, einzuschlafen. Eine gro\u00dfes R\u00e4tsel begleitet die Karawane jedoch noch wie ein Schatten: Wo ist eigentlich Jonathan?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\">Benedikt, Belgrad\/Serbien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 7: Von Cetate nach Craiova Freitagmorgen. Irgendwo im Nirgendwo. Der Kindergeburtstag ist eindeutig vorbei. Der Asphalt brennt. 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