{"id":51,"date":"2015-09-18T20:27:52","date_gmt":"2015-09-18T18:27:52","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/evainbelgrad\/?p=51"},"modified":"2015-10-17T16:03:48","modified_gmt":"2015-10-17T14:03:48","slug":"ich-bin-da-oder-ein-hallo-aus-dem-laerm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/evainbelgrad\/2015\/09\/18\/ich-bin-da-oder-ein-hallo-aus-dem-laerm\/","title":{"rendered":"Ich bin da! Oder: Ein Hallo! aus dem L\u00e4rm"},"content":{"rendered":"<p>Ja, auch in bin inzwischen in meinem Einsatzland (Serbien) eingetrudelt. Wie bei den meisten anderen Freiwilligen begann meine erst Arbeitswoche am vergangenen Montag. Ich bin nun also seit einer Woche als Kulturweit-Freiwillige, bzw. Praktikantin, am Goethe Institut Belgrad t\u00e4tig.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Vom Praktikantentum und anderen Arbeitsgeschichten<\/h2>\n<p>Und ich muss sagen, ich f\u00fchle mich sehr wohl in meiner Einsatzstelle. Nat\u00fcrlich habe ich noch nicht alles gesehen und kenne noch nicht alle Projekte, aber die Stimmung ist (fast) immer gut und die KollegInnen freundlich. Das macht doch sehr viel aus! Inzwischen habe ich auch begriffen, warum die Antworten auf meine vorangegangenen Mails immer relativ kurz und mit dem Hinweis \u201egerade haben wir leider nicht viel Zeit\u201c versehen waren. Es gibt n\u00e4mlich tats\u00e4chlich eine Menge zu tun!<\/p>\n<h3>Dieses Internet<\/h3>\n<p>Die Technik ist w\u00e4hrenddessen nicht gerade meine beste Freundin. Dazu muss man sagen, dass das Goethe Institut Belgrad sich gerade in einer gro\u00dfen Umbauphase befindet, d.h. die Techniker sind eigentlich st\u00e4ndig besch\u00e4ftigt. Vielleicht deshalb, wahrscheinlich aber eher weil mich mein Computer abgrundtief hasst, funktioniert mein Benutzeraccount gerade nicht. D.h. ich komme nicht in den Computer an meinem eigentlichen Arbeitsplatz. Die damit einhergehenden Probleme, wie der fehlende Zugriff auf meine Arbeitsmailadresse und auf den Server, ist zwar nervig, hat aber auch Vorteile: Sonst s\u00e4\u00dfe ich wohl kaum hier auf Kalemegdan mit meinem Laptop und k\u00f6nnte demzufolge auch keinen tollen neuen Beitrag verfassen.<\/p>\n<h3>Praktikantentum mal anders<\/h3>\n<p>Die Arbeit selbst ist w\u00e4hrenddessen fantastisch: Heute durfte ich mein erstes eigenes Projekt in Angriff nehmen und bereits zuvor konnte ich meine F\u00e4higkeiten einbringen, z.B. beim Korrekturlesen und Texten. War ich also zun\u00e4chst etwas skeptisch als \u201ePraktikantin\u201c bezeichnet zu werden, hat sich diese Bef\u00fcrchtung in keiner Weise bewahrheitet. Au\u00dferdem bin ich in meiner Rolle nicht alleine: Ich arbeite zusammen mit einem weiteren Praktikanten aus Deutschland, der sein Pflichtpraktikum am Goethe Institut Belgrad macht.<\/p>\n<h3>The Show must go on!<\/h3>\n<p>Ein letztes Schmankerl aus der Arbeit: Aufgrund der Renovierung der R\u00e4umlichkeiten hat man unsere Arbeitspl\u00e4tze auf der B\u00fchne des Veranstaltungsraums eingerichtet. Dort finden zwar manchmal Deutsch-Pr\u00fcfungen statt und wir teilen den riesigen Raum mit dem B\u00fcro der Bauleitung aber hey \u2013 wann hat man schon mal Gelegenheit acht Stunden am Tag auf der B\u00fchne zu stehen (bzw. sitzen)? Mir gef\u00e4llt\u00b4s dort jedenfalls ganz gut \u2013 vorausgesetzt mein Computer schlie\u00dft wieder Frieden mit mir&#8230;<\/p>\n<h2>Und sonst so?<\/h2>\n<h3>Die Wohnung<\/h3>\n<p>Auch im privaten Bereich bin ich inzwischen in Belgrad: Ich wohne hier bei einer Geschichtslehrerin, dessen Schwester in der Bibliothek des GI arbeitet. Die Wohnung ist gem\u00fctlich, meine Vermieterin, ihr Sohn, ihre Schwiegertochter und ihre Enkelin sind zuckers\u00fc\u00df. Wir verst\u00e4ndigen uns mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen &#8211; wenn wir uns denn mal sehen. Sie arbeitet n\u00e4mlich ebenfalls und geht meist vor mir aus dem Haus. Was mich daran erinnert: Ich muss unbedingt Serbisch lernen!<\/p>\n<h3>\u201eWelcome to Belgrade!\u201c<\/h3>\n<p>Ja, auch ich hatte eine \u201eWelcome to &#8230;!\u201c-Erfahrung. Und zwar gestern. Da sa\u00df ich etwas m\u00fcde vor dem Nationaltheater, in dem bald das Gastspiel \u201eMurmel Murmel\u201c von der Berliner Volksb\u00fchne beginnen sollte, schaute Menschen an und wartete, dass die Zeit bis zur Vorstellung verging. Als mich dort ein junger Mann auf Serbisch ansprach, konnte ich \u2013 nat\u00fcrlich \u2013 nur mit einem verst\u00e4ndnislosen (aber freundlichen) Blick und \u201eExcuse me?\u201c antworten. Seine Antwort, nach kurzem Stocken, folgte prompt: \u201eWelcome to Belgrade!\u201c<\/p>\n<p><strong>Willkommen bin ich also schon mal, mal sehen wie\u00b4s weiter geht.<\/strong><\/p>\n<h3>Das Ankommen<\/h3>\n<p>Ich w\u00fcrde nicht sagen, dass ich bereits vollst\u00e4ndig angekommen bin. Dazu kann ich einfach noch zu wenig Serbisch (ca. 5-8 W\u00f6rter) und irgendwie habe ich auch noch nicht realisiert, dass diese laute Stadt f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate mein Zuhause sein wird. Oh ja, es ist laut. Und es stinkt! Vor allem im Vergleich zum kleinen, s\u00fc\u00dfen Erfurt, wo ich mein letztes Jahr verbracht habe. Aber ich merke bereits, wie ich mich an die neue Umgebung gew\u00f6hne: Der Verkehr scheint bereits nicht mehr so laut, der Smog ist zumindest au\u00dferhalb der Busse und Hauptverkehrsadern ertr\u00e4glich geworden.<\/p>\n<h3>Hin und Weg?<\/h3>\n<p>Unterdessen muss ich mich mit aller Disziplin, die ich in den hintersten Ecken meiner Hirnwindungen versteckt habe, davon abhalten sofort wieder weg zu fahren. Das hat Belgrad einfach nicht verdient! Aber es gibt doch so viel, was ich sehen will. In Serbien, auf dem Balkan, \u00fcberall! Dennoch: Belgrad ist so spannend, pulsierend und voller Leben, da kann ich nicht schon jetzt wieder wegfahren. Stattdessen sitze ich nach meinem Feierabend nun hier auf der Burg, schaue auf die Save hinunter und tippe vor mich hin. Morgen geht\u2019s dann (nach dem Ausschlafen!) ins Museum f\u00fcr Jugoslawische Geschichte, wo das Goethe Institut eine Ausstellung mit dem Titel \u201eEingeschriebene Erinnerung\u201c hat und im Anschluss oder am Sonntag nach Zemun, dem alten Teil Belgrads. Ich bin gespannt!<\/p>\n<p><strong>Oh, f\u00fcr Tipps in und um Belgrad bin ich \u00fcbrigens sehr dankbar! Vielleicht kennst du ja ein wunderbares Caf\u00e9, dass ich testen soll? Oder eine ganz spezielle Wanderung, die ich nicht verpassen darf? Schreib\u00b4 mir einfach in den Kommentaren!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, auch in bin inzwischen in meinem Einsatzland (Serbien) eingetrudelt. Wie bei den meisten anderen Freiwilligen begann meine erst Arbeitswoche am vergangenen Montag. Ich bin nun also seit einer Woche als Kulturweit-Freiwillige, bzw. 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