{"id":128,"date":"2017-06-15T15:41:27","date_gmt":"2017-06-15T13:41:27","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/?p=128"},"modified":"2017-06-15T16:44:31","modified_gmt":"2017-06-15T14:44:31","slug":"eine-frau-geht-ihren-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/2017\/06\/15\/eine-frau-geht-ihren-weg\/","title":{"rendered":"Eine Frau geht ihren Weg"},"content":{"rendered":"<p>Ich bedanke mich recht herzlich f\u00fcr den Bericht, den Ines Adjari in diesem Monat mit uns teilt. Sie erz\u00e4hlt von ihrem Alltag als Frau in Togo. Sie gibt uns einen Einblick, wie mutige und starke Frauen die Gesellschaft Togos pr\u00e4gen.<\/p>\n<p><strong><em>Kannst du kurz erz\u00e4hlen, wie dein Lebensweg bis jetzt aussieht: Wie bist du aufgewachsen, zur Schule und Universit\u00e4t gegangen und wie sieht dein Leben und Beruf heute aus?<\/em><\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Ich m\u00f6chte dir zuerst mal f\u00fcr diese Gelegenheit danken, die du mir gibst, um \u00fcber mein Leben zu sprechen. Ich bin Ines Adjari und bin in Atalot\u00e9 geboren. Atalot\u00e9 ist ein Dorf, das in Kant\u00e8 liegt, also in der Region de la Kara. Ich bin in einer katholischen Familie aufgewachsen und als ich sechs Jahre alt war, bin ich mit meiner Mutter nach Sokod\u00e9\u00a0 umgezogen, denn mein Vater arbeitete dort. Sokod\u00e9 liegt in der Region centrale. In Sokod\u00e9 habe ich die Grundschule bis zum Gymnasium besucht und im Jahre 2008 habe ich das Abitur bestanden. Nach dem Abitur wollte ich Germanistik an der Universit\u00e4t studieren. Togo hat zwei Universit\u00e4ten: Universit\u00e9 de Lom\u00e9 und Universit\u00e9 de Kara. Universit\u00e9 de Kara ist nicht weit von Sokod\u00e9, ich wollte mich tats\u00e4chlich an dieser Uni einschreiben, aber es gibt leider keine Deutschabteilung dort. Deswegen war ich dazu gezwungen, nach Lom\u00e9 zu fahren. In Lom\u00e9 war es immer nicht einfach. Aber Gott sei Dank. Im Jahre 2015 habe ich die Masterarbeit mit dem Thema \u201eDie Wortmagie in afrikanischen und deutschen Volkserz\u00e4hlungen\u201c verteidigt. Ich habe eigentlich die afrikanischen und deutschen Volksm\u00e4rchen verglichen, indem ich die Wichtigkeit des Wortes und dessen Wirkung auf Menschen bzw. Dinge hervorhebe. Nach meinem Masterstudium habe ich einen Bachelor im Bereich Projektmanagement gemacht. Heute arbeite ich als Assistentin bei der KfW-Entwicklungsbank. Zusammengefasst sehen mein Leben und mein Beruf gut aus. Ich bin damit zufrieden.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><em>W\u00e4re der Weg anders gewesen, wenn du ein Junge w\u00e4rst?<br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Das ist eine schwierige Frage. Ich hatte niemals daran gedacht. Ich wei\u00df nicht genau.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><em>Denkst du, es gibt Bereiche, in denen es M\u00e4dchen und Frauen in Togo schwerer haben, als Jungen und M\u00e4nner?<\/em><\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Theoretisch gibt es keine schweren Bereiche f\u00fcr M\u00e4dchen bzw. Frauen. Frauen sowie M\u00e4nner besitzen f\u00fcr mich dieselben F\u00e4higkeiten, um sich in allen Bereichen auszubilden. Jedoch sind die Realit\u00e4ten nach der Ausbildung anders. Wenn wir den politischen Bereich oder Verwaltungsbereich als Beispiel nehmen, dann bemerkt man, dass es nach der Ausbildung f\u00fcr Frauen sehr schwer ist, manche Stelle zu kriegen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><em>Gibt es in Togo ein typisches Bild einer Frau in der Gesellschaft?<\/em><\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Um eine solche Frage zu beantworten, sollte man eine Umfrage machen. Jedoch werde ich meine Meinung geben, indem ich auf das Leben von Bekannten verweise.<\/p>\n<p>Ich denke, eine togoische Frau ist im Allgemeinen eine mutige Frau, die immer versucht, wirtschaftlich und unabh\u00e4ngig zu sein. Es gibt viele Frauen, die sich allein nach dem Tod ihrer M\u00e4nner um ihre Kinder k\u00fcmmern. Meine liebe Mutter geh\u00f6rt dazu.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><em>Ver\u00e4ndert sich die Rolle der Frau gerade und in Zukunft?<br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<blockquote><p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong>Im Vergleich zum Leben von unseren Urm\u00fcttern, werde ich ja sagen. Es gibt eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung. \u00a0Die Rolle der Frau in der Gesellschaft hat sich ver\u00e4ndert. Fr\u00fcher beschr\u00e4nkte sich die Rolle der Frauen auf die Theorie der drei K: K\u00fcche, Kinder und Kirche. Sie konnte nicht etwas anderes als das machen. Sie durften gar nicht in die Schule gehen usw. Heute haben die Frauen und die M\u00e4nner dieselben Rechte und ich denke, eine Frau ist im Stande alles zu machen, was ein Mann machen darf. Dank der Frauenrechte bin ich in die Schule gegangen, habe sogar einen Master absolviert und kann auch eine Dissertation schreiben, wenn ich will. Und ich bin sicher, dass weitere Ver\u00e4nderungen in Zukunft geschehen werden.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bedanke mich recht herzlich f\u00fcr den Bericht, den Ines Adjari in diesem Monat mit uns teilt. Sie erz\u00e4hlt von ihrem Alltag als Frau in Togo. 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