{"id":105,"date":"2017-04-24T17:20:22","date_gmt":"2017-04-24T15:20:22","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/?p=105"},"modified":"2017-05-02T10:23:36","modified_gmt":"2017-05-02T08:23:36","slug":"gemeinsam-in-dapaong","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/2017\/04\/24\/gemeinsam-in-dapaong\/","title":{"rendered":"Gemeinsam in Dapaong"},"content":{"rendered":"<p>Einmal ans andere Ende Togos: Die diesj\u00e4hrige Exkursion des Deutschclubs der Uni Lom\u00e9 f\u00fchrte uns nach Dapaong, eine Stadt ganz im Norden des Landes unweit der Grenze zu Burkina Faso. Wir waren eine Gruppe mit etwa f\u00fcnfzig Studierenden verschiedener Fakult\u00e4ten der Uni Lom\u00e9 und auch sieben Deutschen. F\u00fcnf Tage waren angef\u00fcllt mit einem interessanten Programm: Wir sahen Grotten und einen gewaltigen Stausee. Wir besichtigen eine der gr\u00f6\u00dften Bibliotheken Togos, eine Baumwollfabrik und ein Zentrum zur F\u00f6rderung von Frauen. Wir sprachen mit dem B\u00fcrgermeister, wir erkundeten das Museum der Region Savanes. Wir schlenderten \u00fcber den Grand March\u00e9, versuchten die Pflanzen im Lehrgarten eines Ausbildungszentrums zu erraten, ein Teil unserer Gruppe besiegte Sch\u00fcler eines Lyc\u00e9es im Fu\u00dfballspiel und wir erhielten eine F\u00fchrung direkt am Grenz\u00fcbergang.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/files\/2017\/04\/IMG_2932.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-107\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/files\/2017\/04\/IMG_2932-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"199\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/files\/2017\/04\/IMG_2840.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-108\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/files\/2017\/04\/IMG_2840-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"262\" height=\"200\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch das Wichtigste f\u00fcr mich: Wir taten all dies gemeinsam. Abends spielten wir und tanzten ein bisschen, schnitten Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten. Jeden Abend wurde Leckeres gekocht. Wir hatten Spa\u00df mit Ewe \u2013 ich, weil ich lernen und die Studierenden, weil sie mir helfen und mir den neuen togoischen Namen Adjovi verpassen konnten. Wir tranken Haferbier und litten gemeinsam unter der Hitze, die so trocken war, dass sie unsere Kehlen kratzen und Lippen brennen lie\u00df. Und wenn ich mich jetzt, nach unserer R\u00fcckkehr nach Lom\u00e9 so umh\u00f6re, so erinnern wir uns alle ein bisschen an die Hitze. Aber vor allem an die Gemeinschaft.<\/p>\n<h1>\u00a0Was bleibt<em><br \/>\n<\/em><\/h1>\n<p><em>Brice: Von dieser Reise wird mir besonders die Besichtigung von den H\u00f6hlen von Nok und deren H\u00f6hlenmalerei in Erinnerung bleiben, denn sie sind einzigartig in Togo hier! Au\u00dferdem kann ich niemals das Spiel gegen die Sch\u00fcler von Lydaville vergessen, weil ihr Spielplatz sehr, sehr schlecht war, f\u00fcr mich auf jeden Fall! Ich habe viel gelernt, von der Vorbereitung bis hin zur Realisierung hab ich jetzt viele Erfahrungen in Planung und Durchf\u00fchrung von Ausfl\u00fcgen gesammelt. Der Umgang mit Menschen anderer Kulturen ist auch wichtig. Dank dieser Reise habe ich auch die Gelegenheit ergriffen, um mich mit dem Alltag der Menschen im Nordtogo auseinanderzusetzen; was sie essen, was sie trinken und was sie jeden Tag erleben m\u00fcssen, besonders die Hitze!<\/em><\/p>\n<p><em>Sebastian: Mir werden besonders die gemeinsamen Abende in Erinnerung bleiben. Und ich nehme ganz viel von der Reise mit, vielleicht das Erstaunlichste f\u00fcr mich war die unersch\u00f6pfliche Reserve an Energie und Spa\u00df, die die Studenten gezeigt haben. Das hat irgendwie die gute Stimmung in der Gruppe immer wieder angefeuert. Selbst wenn alle total kaputt waren.<\/em><\/p>\n<p><em>Eug\u00e8ne: F\u00fcr mich war interessant, wie wir uns gleichbehandelt haben. Es gab Studierende von verschiedenen Semestern, es gab Dozenten, die uns begleitet haben, es gab auch Nicht-Studierende wie ihr, aber wir waren immer zusammen, a\u00dfen zusammen und spotteten \u00fcbereinander. Es gab keine Hierarchie. Mit dieser Reise hab ich KommilitonInnen und FreundInnen besser kennengelernt. Ich hab pers\u00f6nlich meine\u00a0 Teamf\u00e4higkeit verbessert, ich hab auch gelernt, unter Druck zu arbeiten und eine Gruppe zu leiten. Ich hab auch mein Sprachniveau erh\u00f6ht, durch die Gelegenheit, mich mit MuttersprachlerInnen auszutauschen.<\/em><\/p>\n<p><em>Karine: Es herrschte eine tolle Stimmung. Die Art und Weise, wie jeder dazu beitragen hat, hat mir sehr gefallen. Besonders die Besichtigung der Grotte von Nok und das Lied, dass die Schwester uns gesungen hat, werden mir in Erinnerung bleiben. Dank der Reise habe ich den Norden Togos entdeckt. Dabei habe ich viel gelernt, n\u00e4mlich wozu die Grotte fr\u00fcher diente. Ich habe auch erfahren, dass das Hauptgericht in der Gegend der Reisteig ist. \u00dcber das Institut Bonita Haus habe ich Informationen bekommen hinsichtlich der F\u00e4cher und Ausbildung.<\/em><\/p>\n<p><em>Aziz: [&#8230;] Die Bereitschaft [meines Teams], alles daran zu setzen, damit dieser Traum in Erf\u00fcllung geht, wird mir auf ewig in Erinnerung bleiben. Gemeinsam haben wir organisatorische Probleme gel\u00f6st und pessimistischen Reaktionen von allen Seiten getrotzt. Meine Freude war einfach unbeschreiblich, als wir schlie\u00dflich diese Reise antreten wollten. Daraus haben wir alle eine lebenswichtige Lehre gezogen: Immer den Mut zu kleinen Anf\u00e4ngen haben. [&#8230;] Ich selber war vorher niemals nach Dapaong gefahren. Ich\u00a0 habe aber mit dem Deutschklub viel entdeckt und meine landeskundlichen Kenntnisse erweitert. [&#8230;] Ich habe einfach Neues erlebt und gelernt. Die Reiseteilnehmer waren alle wirklich toll und es gab darunter nette Leute, die sich freiwillig an den verschiedenen Aufgaben beteiligten. Das alles war f\u00fcr mich sehr pr\u00e4gend. Ich w\u00fcrde jedem raten, bei egal welchem Projekt im Leben immer durchzuhalten, auch wenn alles schiefzugehen scheint.<\/em><\/p>\n<p><strong>Eine Woche Gl\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Mir bleibt, Danke zu sagen. Danke an das Organisationsteam, das die Reise m\u00f6glich gemacht hatte, jeden Tag bis nach Mitternacht Besprechungen hielt und die Woche voller Verantwortung gro\u00dfartig meisterte. Danke an all die netten Menschen, die ich kennenlernen durfte und die mich f\u00fchlen lie\u00dfen, als w\u00e4re ich beinahe selbst Studentin in Lom\u00e9. Danke f\u00fcr dieses pure Gl\u00fcck, das ich die ganze Woche lang empfand.<\/p>\n<p>Danke danke danke.<\/p>\n<p>Akp\u00e9 kaka.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/files\/2017\/04\/Dapaong.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-109 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/files\/2017\/04\/Dapaong-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"296\" height=\"172\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/files\/2017\/04\/18049943_10208788242087968_812943865_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-113\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/evaentdeckttogo\/files\/2017\/04\/18049943_10208788242087968_812943865_o-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"171\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einmal ans andere Ende Togos: Die diesj\u00e4hrige Exkursion des Deutschclubs der Uni Lom\u00e9 f\u00fchrte uns nach Dapaong, eine Stadt ganz im Norden des Landes unweit der Grenze zu Burkina Faso. 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