{"id":175,"date":"2014-02-08T13:32:58","date_gmt":"2014-02-08T11:32:58","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/estlandcaro\/?p=175"},"modified":"2014-02-08T13:32:58","modified_gmt":"2014-02-08T11:32:58","slug":"ok-ich-nehm-das-jetzt-einfach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/estlandcaro\/2014\/02\/08\/ok-ich-nehm-das-jetzt-einfach\/","title":{"rendered":"Ok, ich nehm das jetzt einfach&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wohnungssuche eesti keeles<\/strong><\/p>\n<p>Endlich umgezogen! Ich sitze auf dem Bett in meinem noch sehr unaufger\u00e4umten neuen Zimmer, f\u00fchle mich hier soweit aber schon sehr wohl. An Schr\u00e4nken und Kommoden ist hier mehr vorhanden, als ich mit meinen aktuellen Besitzt\u00fcmern f\u00fcllen kann, inklusive einem Nachttisch, mein Bett ist 30 cm breiter geworden, mein Weg zur Arbeit 15 min l\u00e4nger, mein Weg in die Stadt 2o min k\u00fcrzer. In meinem Zimmer hat ein\/-e Vormieter\/-in ein Meer an gelben, gr\u00fcnen und schwarzen Papierschmetterlingen an der Wand hinterlassen, in meiner K\u00fcche gibt es jetzt ein Gefrierfach im K\u00fchlschrank, einen fest installierten Backofen, einen Toaster und vor allem ein Fenster, in der Wohnung habe ich jetzt eine Waschmaschine, die nichts kostet, daf\u00fcr Internet, f\u00fcr das ich bezahlen muss. Aber auch die Miete ist 50 Euro teurer geworden. Die Anzahl an Mitbewohnern hat sich verdreifacht, um in mein Zimmer zu kommen, brauche ich nur noch einen statt vier verschiedenen Schl\u00fcsseln, die Wohnung ist unaufger\u00e4umter. Es hat sich also ein bisschen was ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Vor gut einer Woche hat mein Kollege Michael mir geholfen, meine Sachen mit dem Auto aus dem Studentenwohnheim in Mustam\u00e4e in die neue Wohnung zu bringen. Diese habe ich \u00fcber das Internet gefunden und die Suche war doch ziemlich anstrengend. Weil ich meinen Platz im TTU Dormitory sowieso nur bis Ende Juni hatte und so fr\u00fcher oder sp\u00e4ter sowieso rausgemusst h\u00e4tte, fing ich im Dezember an, mich im Internet mal ein bisschen umzusehen. Nie h\u00e4tte ich gedacht, dass Google-\u00dcbersetzer so n\u00fctzlich sein kann. Irgendwann merkte ich, dass man hier, wenn man umziehen m\u00f6chte, wirklich dranbleiben muss. G\u00fcnstige Zimmer sind hei\u00df begehrt und potenzielle Mieter, die ein Angebot sehen, rufen oft sofort an, sehen sich die Wohnung noch am gleichen oder am n\u00e4chsten Tag an und unterschreiben den Vertrag sofort vor Ort. Mit meinem anf\u00e4nglichen Mail-Schreiben kam ich \u00fcberhaupt nicht weiter, mit Anrufen und dem Erproben meiner reichlic hbegrenzten Estnischkenntnisse am Telefon dann schlie\u00dflich schon. Nach drei Zimmerbesichtigungen innerhalb von zwei Tagen musste ich mich dann sofort entscheiden, damit die Angebote nicht wieder weg waren. Und so habe ich dann ohne noch gro\u00dfartig dar\u00fcber nachzudenken dieses Zimmer ine einer Vierzimmer-Altbauwohnung relativ im Zentrum genommen. Dar\u00fcber bin ich jetzt richtig froh, auch wenn es teurer ist. Aber etwas zum gleichen Preis wie mein Dormitory-Zimmer zu bekommen, w\u00e4re auch fast unm\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Ein bisschen komisch war es dann doch, als ich letzten Sonntag die restlichen Sachen zusammengepackt hatte, die Wohnung nochmal geputzt hatte und abends mein Zimmer mit seiner praktisch orientierten, simplen Einrichtung und der Neonr\u00f6hre als Beleuchtung verlie\u00df. Genauso leer, wie ich es viereinhalb Monate vorher bei meiner Ankunft vorgefunden hatte. Ein bisschen ans Herz gewachsen ist mir mein Plattenviertel Mustam\u00e4e (wobei ich das ja dank meiner Arbeit auch so noch fast jeden Tag besuche) und mein kleines Zimmer doch. Auch der Abschied von meiner Mitbewohnerin war dann noch ein bisschen traurig, obwohl wir uns durch unsere v\u00f6llig verschiedene Tagesrhythmen gar nicht so viel \u00a0zu Gesicht bekommen hatten und obwohl ich ja \u00fcberhaupt nicht aus der Welt bin, aber in dem Moment hat es sich etwa so angef\u00fchlt.<\/p>\n<p>Jetzt f\u00fchle ich mich hier aber richtig wohl, es ist viel einfacher, hier auch mal Besucher da zu haben, und gem\u00fctlicher ist es schon. Und ich merke, dass ich schon wieder eine ganze Menge geschrieben habe, vor allem von Charlottes und meiner Fahrt nach St. Petersburg und meinem Besuch mit anderen Freiwilligen in Tudulinna muss ich auch noch mal erz\u00e4hlen, aber das werde ich in einem anderen Beitrag machen. Und Fotos von meinem neuen \u00a0Zimmer kommen dann, sobald es sich in einem f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit verantwortbaren Auf- und Einger\u00e4umtheitszustand befindet. (;<\/p>\n<p>Bis dahin viele Gr\u00fc\u00dfe und noch ein sch\u00f6nes Wochenende euch!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wohnungssuche eesti keeles Endlich umgezogen! Ich sitze auf dem Bett in meinem noch sehr unaufger\u00e4umten neuen Zimmer, f\u00fchle mich hier soweit aber schon sehr wohl. 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