{"id":82,"date":"2010-11-23T11:36:33","date_gmt":"2010-11-23T10:36:33","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/?p=82"},"modified":"2010-12-13T07:18:34","modified_gmt":"2010-12-13T06:18:34","slug":"terelj-nationalpark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/2010\/11\/23\/terelj-nationalpark\/","title":{"rendered":"Terelj Nationalpark"},"content":{"rendered":"<p>Terelj Nationalpark<\/p>\n<p>Nachdem ich den Ferien ein paar Projekte mit den Kindern gestartet habe, wollte ich auch einmal aus der Stadt heraus kommen.\u00a0 Und da Judith und Louisa auch gerade in UB waren, haben wir beschlossen zu viert in den Nationalpark Terelj \u00f6stlich von UB zu fahren. Im Reisef\u00fchrer fanden wir ein Ger-Camp eines Holl\u00e4nders, der uns auch in UB mit dem Auto abholen wollte. Laut &#8222;Lonley Planet&#8220; sollte dieser Ausflug 15 Euro kosten . Bert sollte uns Freitag um 12 Uhr an der Chinesischen Botschaft abholen. Am Tag zuvor und auch in der Nacht hatte es noch mal geschneit, aber es war trotzdem kalt. Als Bert dann mit seinem roten Auto kam, fanden Judith, Johanne und ich auf der R\u00fcckbank des Laders Platz. Louisa sa\u00df auf dem Beifahrersitz und unser Gep\u00e4ck wurde im offenen Lader hinten verstaut. Dann ging unsere Tour los, w\u00e4hrend wir noch ein bisschen bibberten, \u00f6ffnete Bert das Fenster und meinte es sei wie in einer Sauna. Bert sprach auch sehr gutes Deutsch, sodass es kaum Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten gab. Als wir endlich aus der Stadt waren fing es auch schon wieder an zu schneien und der Wind fegte auch den Schnee sch\u00f6n glatt. An der Einfahrt zum Nationalpark sa\u00df leider keine, sodass wir die 3000 Tugrik nicht zahlen mussten. Dann kamen wir ins \u00d6rtchen Terelj, wo es unter anderem noch ein gro\u00dfes teures Hotel gibt.<\/p>\n<div id=\"attachment_86\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/yaks.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86\" class=\"size-thumbnail wp-image-86\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/yaks-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-86\" class=\"wp-caption-text\">Auf dem Weg trafen wir eine Horde Yaks<\/p><\/div>\n<p>Sonst eine Bar und f\u00fcnf Tante Emma L\u00e4den. Sonst vor allem Ferienh\u00e4uschen. Nun fing die Holperpiste an. Wir fuhren \u00fcber den zugefrorenen Fluss und durch den sch\u00f6n verschneiten Wald. Unsere Herzen \u00f6ffneten sich vor Gl\u00fcck. Nach ca. zwei Stunden Fahrzeit kamen wir zum Camp. Das Camp bestand noch aus zwei Jurten, die f\u00fcr den Winter sind. Das Sommercamp war<\/p>\n<div id=\"attachment_83\" style=\"width: 234px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/auf-dem-berg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83\" class=\"size-medium wp-image-83\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/auf-dem-berg-224x300.jpg\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/auf-dem-berg-224x300.jpg 224w, https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/auf-dem-berg-479x640.jpg 479w, https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/auf-dem-berg.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-83\" class=\"wp-caption-text\">Bei unserer ersten kleinen Wanderung auf den Berg BIBBER<\/p><\/div>\n<p>schon abgebaut. Die Jurte der Familie hatte zwei Vorbauten und drum herum K\u00fche und Pfe<\/p>\n<p>rde. Viele Hunde, unter anderem auch f\u00fcnf Welpen, lie<\/p>\n<p>fen herum. Gleich wurden wir gebeten in die Jurte zu kommen. Unsere Sachen k\u00f6nnten wir sp\u00e4ter holen, erst einmal Lunch. Es gab Brot mit selbstgemachtem Gauda, Gurken, Tomaten und auch Wurst. Tee und Kaffee. Bert fragte uns was wir gerne essen wollten, und so w\u00e4hlten wir Kartoffeln mit holl\u00e4ndischem Gulasch f\u00fcr die Canarier und eine Gem\u00fcse-Tofu-Pfanne f\u00fcr die Vegetarier.\u00a0 Nach dem Lunch begutachteten wir unsere Jurte und heizten sie ein. Daraufhin wollten wir die Umgebung etwas erkunden. Sobald wir ein paar Minuten gegangen waren, fing es auch schon wieder mehr an zu blasen. Wir liefen zum n\u00e4chstgelegenen Berg und hatten eine nette Aussicht \u00fcber das Tal, in dem das Camp liegt.<\/p>\n<div id=\"attachment_84\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/essen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84\" class=\"size-thumbnail wp-image-84\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/essen-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-84\" class=\"wp-caption-text\">Kartoffeln mit Tofupfanne<\/p><\/div>\n<p>Als wir, zumindest ich war verfroren, zur\u00fcck kamen, gab es Gem\u00fcsesuppe. Die ganze Familie und noch andere \u2013 vielleicht geh\u00f6rten sie zur Familie, vielleicht waren sie angestellt \u2013 waren da. Der Holl\u00e4nder ist vor zehn Jahren hier her gekommen und heiratete eine Mongolin. Sie haben drei Kinder. Die \u00e4lteren S\u00f6hne gehen auch in UB zur Schule und die einj\u00e4hrige Lisa, ist zu Hause. Lisa war echt ein typisches, s\u00fc\u00dfes, strahlendes M\u00e4dchen, das dazu noch sehr intelligent ist! Louisa h\u00e4tte sie am liebsten mitgenommen! Und wie wir da so sa\u00dfen, wurde uns bald darauf auch noch gleich das Abendessen serviert. Wir bekamen das gew\u00fcnschte Essen. Der Tofu war so gut angebraten und das Gem\u00fcse auch so \u00fcbelst lecker! Dazu bekamen wir auch noch K\u00e4seso\u00dfe, in die sich Judith einfach nur reinlegen konnte. Unsere Jurte war nun auch sehr warm. W\u00e4hrend wir so Karten spielten(die K<\/p>\n<p>arten bekamen wir auch von der Familie) wurde es immer w\u00e4rmer. Zum Schluss konnte man nicht mal mehr in den Schlafsack kriechen. Anstatt einer Gute-Nacht-Geschichte gab es in unserer Jurte eine Diskussion \u00fcber Hierarchie und Anpassung. J Bevor wir aber schliefen <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/essenjurte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-85\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/11\/essenjurte-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>wo<\/p>\n<p>llten Judith und ich noch eine Nachtwanderung machen, kehrten dann aber schon bald um. Der Grund daf\u00fcr waren drei Autos; wir wurden gewarnt unsere Jurte zu verriegeln, da manchmal liegengebliebene Leute kommen w\u00fcrden. Waren das auch solche? Wir fanden es nie raus, aber kam warm \u2013 vom rennen \u2013 wieder zur\u00fcck. Als wir morgens aufwachten war es schon ein bisschen frisch und es schneite wieder. Um kurz nach neun sollte es Fr\u00fchst\u00fcck geben. Es gab wieder Brot; diesmal sogar zwei Sorten K\u00e4se \u2013 Gauda und K\u00e4se mit K\u00fcmmel. Au\u00dferdem gab es hart gekochte Eier oder K\u00e4se-Spiegelei nach Wunsch. Dann ging es los auf eine Wanderung. Bert fuhr uns \u2013 wir baten um f\u00fcnf Kilometer &#8211;\u00a0 mit dem Auto weg und setze uns aus. Wir liefen dann die Strecke \u2013 ein bisschen ausgebaut \u2013 wieder zur\u00fcck. Lieber im Tal, da es auf dem Berg sehr windete. Nach etwa zwei Stunden kamen wir wieder im Camp an. Ich war die einzige, die abgefrorene Zehen hatte und auch meine H\u00e4nde waren kalt. Die anderen schwitzen. Trotzdem heizten wir die Jurte nochmals ein. Wir benutzen sowohl Holz als auch Kohle. Nun sollten wir etwas von der guten \u2013 f\u00fcrs Cafe Amsterdam in UB gemachte \u2013 Erbsensuppe bekommen. F<\/p>\n<p>antastisch schmeckte sie! Viel Gem\u00fcse und di gelben Erbsen. Wieder war die ganze Familie in der Jurte. Der j\u00fcngere der Jungs hatte sich drei Wochen zuvor das Bein beim Fu\u00dfballspielen gebrochen und humpelte in der Jurte herum. Lisa erfreute uns wieder mit ihrem Lachen. Au\u00dferdem eignete sie sich gut als Fotomodell. Dann wurden uns auch noch K\u00e4se-Chushoor serviert. Klar, eigentlich mit Schafsfleisch gef\u00fcllt, geht aber auch anders. Und sau lecker! Alle bem\u00fchten sich um uns und so wurden unsere M\u00e4gen immer mehr gef\u00fcllt. Zufrieden konnten wir wieder zur\u00fcck in den Schneesturm. Judith tr\u00e4umte immer noch vom Schlachten einer Kuh, was Bert aber dieses Wochenende nicht machen wollte. Am liebsten h\u00e4tte sie es eigenh\u00e4ndigt erledigt und das Fell gleich mitgenommen und sich in ihre Wohnung gelegt. Die K\u00fche waren aber auch einzigartig. Verschiedene Farben und gelocktes Fell. So bleibt nun nur ein Foto zur Erinnerung.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg nach UB sahen wir den \u201eLesenden Mann\u201c und hielten auch bei der Schildk\u00f6rte. Mit abgefrorenen F\u00fc\u00dfen kamen wir abends wieder in UB an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Terelj Nationalpark Nachdem ich den Ferien ein paar Projekte mit den Kindern gestartet habe, wollte ich auch einmal aus der Stadt heraus kommen.\u00a0 Und da Judith und Louisa auch gerade in UB waren, haben wir beschlossen zu viert in den &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/2010\/11\/23\/terelj-nationalpark\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":302,"featured_media":86,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-82","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/users\/302"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":99,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82\/revisions\/99"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=82"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=82"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}