{"id":18,"date":"2010-10-12T08:58:46","date_gmt":"2010-10-12T06:58:46","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/?p=18"},"modified":"2010-10-27T08:28:15","modified_gmt":"2010-10-27T06:28:15","slug":"amasbayalgalan-khiid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/2010\/10\/12\/amasbayalgalan-khiid\/","title":{"rendered":"Amasbayalgalan Khiid"},"content":{"rendered":"<p>Ruhe, frische Luft, atemberaubende Natur. Das ist eigentlich das erste was man zu sehen bekommt, wenn man die Mongolei googlet.\u00a0 Ist ja auch klar, wenn mehr als die h\u00e4lte der Einwohner noch auf dem Land leben. Am Wochenende durfte endlich auch ich diese Seite des Landes(wenigstens zum Teil) kennen lernen. Samstagmorgen holten mich Anne, Grit, Johanne und Freddi von zu Hause ab. Der rote Jeep war schon vollgepackt. Mein Rucksack und Schlafsack passten grade noch so in den Kofferraum und ich in die Mitte auf die R\u00fcckbank. Dann ging es los nordw\u00e4rts Richtung Darkhan, wo Louisa auf uns wartete. Auf der dreist\u00fcndigen Fahrt durch die sch\u00f6ne, teils schneebedeckte, abwechslungsreiche Landschaft hielten wir auch kurz nach UB an einem <em>Ovoo<\/em>(gro\u00dfer Steinhaufen, die man auf H\u00fcgeln anfindet \u2013 Dankbarkeit f\u00fcr die Geister und Ans\u00e4ssigen der Gegend, es bringt Gl\u00fcck; sowohl aus dem Buddhismus als auch aus dem Schamanismus), um den wir drei Mal im Sonnengang herumgelaufen sind, jedes Mal einen Stein drauf geworfen\u00a0 und uns etwas gew\u00fcnscht haben. Au\u00dferdem haben wir noch einen blauen <em>Khadag<\/em> angebunden. Es war kalt und der Wind hat geblasen. Dann sind wir wieder in \u201eunseren\u201c Jeep eingestiegen und weitergefahren.<\/p>\n<p>Ein paar Stunden sp\u00e4ter hatten wir Louisa in Darkhan abgeholt und sind weiter bis zum Fluss <em>Orkhon<\/em> gefahren, wo wir zwischen Fluss und einer kleinen Gebetsecke(es war ein kleiner Buddah in den Fels gemei\u00dfelt und dar\u00fcber ein D\u00e4chlein wo auc<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/IMG_4186.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-29\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/IMG_4186-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/IMG_4186-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/IMG_4186-640x426.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/IMG_4186.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>h Khadags angebunden waren. Um an dieses \u00d6rtchen zu kommen sind wir einfach von der Stra\u00dfe ab und auf einem \u201eWeg\u201c gefahren. Nachdem wir uns den Magen vollgeschlagen hatten ging es noch ca. 40 km weiter bis wir nun endlich ganz die Stra\u00dfe verlie\u00dfen und auf Erdspuren fuhren. Manchmal gab es nur eine, es wurden aber auch mal bis zu f\u00fcnf Spuren, wo man sich schon entscheiden musste, wo man jetzt fahren kann. Manchmal ging es schnell, manchmal langsamer. Hoch, runter, r\u00fcttel, mal sachter. Der Jeep hielt alles aus. Mal durch den Fluss. Nach ca. 32 km Fahrt erreichten wir das Tal, wo sich das Kloster befand. Wir sahen es in weiter Entfernung. Zuerst machten wir unsere \u00dcbernachtung im G<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/wiedergeburt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-28\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/wiedergeburt-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/wiedergeburt-200x300.jpg 200w, https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/wiedergeburt-426x640.jpg 426w, https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/wiedergeburt.jpg 512w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>reat Ger klar. Es gab dort vier Jurten, zwei belagerten wir davon. Die Jurte f\u00fcr eine Nacht kostete 10.000 Tugrik. In einer Jurte befand sich in der Mitte der Ofen, dahinter ein kleiner Tisch und drum herum drei Betten(mit super Federmatratze!). Bevor es dunkel wurde, wollten wir noch zum Kloster, denn wie h\u00e4tten wir den Weg zur\u00fcck finden sollen? Leider war das Kloster schon geschlossen, aber oberhalb der Anlage befanden sich eine prachtvolle Stupa und ein Buddah(wei\u00df und Gold), wo Treppen hinauf f\u00fchrten. Als wir wieder unten im kleine \u201eD\u00f6rfchen\u201c waren, d\u00e4mmerte es schon. Jetzt wurde es Zeit zum Ger Camp zur\u00fcck zu kommen. Der Gerbesitzer heizte die Jurte im Nu ein und wir begannen zu kochen. Salat und Spagetti mit Tomatenso\u00dfe s\u00e4ttigten unsere M\u00e4gen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen war der Himmel in einem kr\u00e4ftigen blau gef\u00fcllt, ohne eine einzige Wolke, die Sonne schien und w\u00e4rmte das betaute Gras. Nach einem Fr\u00fchst\u00fcck in der Jurte ging es wieder zum Kloster. Es ist eins der drei gr\u00f6\u00dften buddistischen Geb\u00e4uden der Mongolei. Es wurde zwischen 1727 und 1737 von den Manchu erbaut. Es ist eins der noch zum gr\u00f6\u00dften Teil erhalt<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/jurte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-27\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/jurte-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/jurte-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/jurte-640x426.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/elenamongolia\/files\/2010\/10\/jurte.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>enen Tempel nach der Zerst\u00f6rung durch die Kommunisten 1937. Diesmal war es offen und wir konnten hinein. Wir sahen junge M\u00f6nche(Lamas) in ihren Gew\u00e4ndern herumlaufen und in modernen Kannen S\u00fc\u00fctei Tsai(mongolischer Milchtee \u2013 gesalzen) tragen. Teils war das Kloster alt, aber das Gold und Tierfiguren auf den D\u00e4chern waren neu und gl\u00e4nzten. Westlich des Klosters befinden sich noch mal acht Stupas, zu denen wir auch nochmals gefahren sind. Dies war auch etwas h\u00f6her gelegen und man hatte eine wundervolle Aussicht \u00fcber das Tal. Schon bald starteten wir unseren R\u00fcckweg. Zuerst haben wir uns verfahren, weil wir uns auf ein anderes Auto verlassen haben, der dann aber auch nicht den Weg wusste und nicht den Fluss \u00fcberqueren konnte. Na gut, also zur\u00fcck und dann haben Anne und Grit doch noch die richtige Spur gefunden. Es r\u00fcttelte und sch\u00fcttelte auf dem Weg, und hinter jedem Berg befand sich eine andere Art von Landschaft. Steppe mit Gras, mal ohne Gras\u2026 zeitweise f\u00fchlten wir uns wie in Afrika. Wo waren die L\u00f6wen? In der \u201eafrikanischen Steppe\u201c machten wir dann Picknick. Bald sahen wir schon wieder ein paar Jurten, die entweder noch ihr Sommerlager hatten, andere aber waren auch schon dabei, ihr Winterlager aufzubauen.<\/p>\n<p>Nach einiger Zeit erreichten wir die Stra\u00dfe, wo es dann in schnellerem Tempo zur\u00fcck nach Darkhan ging. Pl\u00f6tzlich \u00fcberholte uns ein Bus. Er \u00fcberholte in seinem \u00fcbertriebenen Tempo nicht nur uns, sondern auch die vor uns fahrenden Autos. Pl\u00f6tzlich wurden wir von der Polizei gestoppt und er beschwerte sich, dass wir zu viert auf der R\u00fcckbank sa\u00dfen. Haben wir das verstanden? \u2013 Was ist falsch? 80.000 Tugrik? F\u00fcr was? Zum Schluss konnten wir dann doch einfach so weiterfahren.<\/p>\n<p>In Darkhan angekommen hatten wir drei UBler auch nicht mehr viel Zeit, da wir den sieben Uhr Bus nach UB noch bekommen wollten. Die Tickets brauchten wir auch noch! Der Schalter hatte schon zu, also dr\u00e4ngelten wir uns auf die mongolische Art und Weise vor und bekamen sogar noch drei Pl\u00e4tze zusammen. Der Bus war rappelvoll und es wurden im Gang noch Bretter zwischen die Sitze gepackt, damit es mehr Sitzpl\u00e4tze gibt. Dann wurden die Lautsprecher in einer Lautst\u00e4rke angeschaltet, sodass es auch keiner \u00fcberh\u00f6ren konnte, was im mongolischen Fernsehen kommt. Nach drei Stunden waren wir dann endlichen in UB, vom Busbahnhof nahm ich zusammen mit Freddi ein Taxi. Dem Taxifahrer musste man mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen erkl\u00e4ren, wo man lang wollte. Zum Gl\u00fcck musste man zu mir nur einmal rechts abbiegen.<\/p>\n<p>Hier ist wieder alles dreckig, laut und staubig! Hoffentlich kommt bald die n\u00e4chste Tour aufs Land!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ruhe, frische Luft, atemberaubende Natur. 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