cześć świecie! -29.08.2019

Kleiner Kommentar am Rande. Ich habe diesen Blogeintrag bereits am 29,08,2019 verfasst, habe es bislang aber noch nicht geschafft diesen abzutippen, da ich immer auf Papier schreibe.

Cześć świecie!

Nun bin ich schon 5 Tage unterwegs und kann es nicht glauben, dass es bald nach Tschechien geht. Schließlich kann ich immer noch kaum ein Wort auf Tschechisch abgesehen von meinem One-Night-Stand (ONS) Vokabular. Zur Erklärung ich saß vor ein paar Tagen da und habe drüber nachgedacht, was ich auf Tschechisch sagen kann. Dabei kam ich zu folgenden Ergebnis:

Ahoj!- Hallo!                                                                                                                                                      jmenuji se- Ich heiße                                                                                                                                      pojď se mnou- komm mit mit                                                                                                                 Chci spát – Ich möchte schlafen                                                                                                                 Chtěl bych pivo – Ich hätte gern ein Bier                                                                                                Chtěl bych kachnu – Ich hätte gern die Ente  

Die einzige Konversation in der ich mir den Gebrauch von all diesen Wörtern vorstellen konnte, war ein ONS. Ich weiß die Ente passt nicht ganz ins Bild, aber ich kann mir vorstellen, dass es Leute gibt die gerne Ente zum Frühstück essen würden. Und wieso eigentlich nicht? Je nachdem wann man aufsteht, kann es schließlich ja auch schon Mittagszeit sein!

Wie bereits erwähnt bin ich am 24.08.2019 ganz früh zuhause losgefahren, mein treues Gefährt namens Schrotti hat mich auf diesem Weg begleitet. Nachdem Schrotti am Abend zuvor mit meinem gesamten Hab und Gut beladen wurde und ein paar Geschenken für meine Familie in Polen, lag er bestimmt 30 cm tiefer als sonst. Bis oben vollgepackt startete ich meine Reise, weg von Zuhause, weg von meinen Eltern und meinen Freunden. 

Der Abschiedsschmerz war stärker, als ich ihn mir vorstellte. Die ersten 3 Stunden der Fahrt zu meiner Oma, die nur 100 km von meinem Einsatzort entfernt wohnt, musste ich weinen wie ein Schlosshund. Nicht weil ich nicht wegwollte, sondern weil ich erst in den letzten Tagen lernte, all die für mich sonst so selbstverständlichen Dinge zu schätzen. Zum Beispiel jede Nacht die Sterne durch mein Dachfenster zu beobachten, oder einfach zu jeder Uhrzeit in jedem Aufzug einfach zu meiner Freundin Lea zu gehen, die nebenan wohnt. Nach über 12 Stunden Fahrt kam ich schließlich in Rybnik an, wo ich meine erste Nacht ganz weg von zuhause bei meiner Uroma verbrachte.

Ich war so unglaublich froh, als mich meine polnischen Freunde empfingen, die mir nicht glauben wollten, dass ich nicht für eine Woche komme. Ungläubig starrten sie mich an, als ich sagte, hey ich bleibe in Cesky Tesin für 6 Monate. „Wie jetzt? In Czieszyn?“ „Nein in Cesky Tesin, das ist der tschechische Ortsteil“ „Aber das ist doch ganz nahe! Baranek (Lämmchen) was willst du denn da? “  Mit einer kleinen Überraschungsparty, mitten in der Woche am nächsten Tag, zeigten mir meine Freunde, dass ich hier nicht alleine sein werde. Doch mir ist bewusst, dass ich nicht in dieser polnischen Blase versinken möchte. Ich möchte raus aus dieser Komfortzone.  Deshalb habe ich zwar alle Sachen bei meiner Oma abgestellt, und somit den ganzen Wohnbereich meines nur 3 Jahre älteren Onkels Patryk eingenommen, sorry noch mal an dieser Stelle, aber meinen Koffer für Tschechien für über einen Monat gepackt, sodass ich nicht ständig, trotz der geringen Distanz und des hervorragenden Essens, zu ihr fahre

(Bilder von der Party oder dem besetzten Zimmer gibt es nicht. Dieses Chaos kann und will ich euch nicht antun! <: ) )

Bevor ich nach Berlin reise am 29. schaue ich mir heute zum drölften mal meine Lieblingsstadt an, Krakau! In diesem FSJ geht es schließlich nicht nur, darum zu helfen, gutes zu tun und den interkulturellen Austausch zu fördern, nein, es geht auch um Selbstfindung, und dazu gehört es auch sich selbst etwas Gutes zu tun. Es war ein wunderschöner Tag in Krakau, ich zeigte den anderen Bewohnern meines 14 bettigen Zimmers alle Insider-Plätze der Stadt bevor es schließlich anfing zu schütten und durch unvorteilhaft gewählte Kleidung meinerseits, die Tour beendet werden musste. Ein weißes Sommerkleid ist leider nicht für Gewitter gemacht. Doch selbst bei Regen schafft es Krakau mich zu verzaubern und meine retro Zugfahrt von 5 Stunden bei 39 Grad zu vergessen. Ich meine seht selbst:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wie man unschwer erkennen kann, macht es super Spaß, 5 Stunden bei gefühlten 20 km/h und 39 Grad unterwegs zu sein … NICHT.

 
Aber zum Glück hatte ich ja Cria dabei (Cria werden die Babys von Alpakas genannt, ich fand den Namen irgendwie passend):

Ich komme endlich zum Punkt keine Angst:

Habe ich zu wenig versprochen? Ein wunderschöner Regenbogen über dem Rynek (Marktplatz).

Und wie das mit mir so ist, habe ich es mir nicht verkneifen können mit meinen Zimmergenossen trotz dessen, dass mein Flieger um 6 Uhr morgens nach Berlin ging, feiern zu gehen:

 

Aus 14 werden im Laufe des Tages und abends auch gerne mal weniger, wie ihr wisst. Hier seht ihr einen Teil meiner multikulti Hostelclique, der Rest war grade mit wichtigerem beschäftigt wie zum Beispiel Bier holen.

Um 3 Uhr am Morgen hieß es schließlich Abschied nehmen, alles was mir von meinem Krakau Aufenthalt blieb, sind ein Haufen neuer Leute, die ich hoffentlich wiedersehen werde, die Fähigkeit auf 10 verschiedene Arten und Weisen das Hinterteil zu komplementieren auf Portugiesisch und eine Texas Flagge, an dieser Stelle noch mal danke an Jay. To make sure you understand this Jay: Thank you for the flag!

xoxo

Lämmchen

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