Erste Eindrücke

Zunächst fiel es mir nach der ganzen Aufregung an der Grenze schwer einzuschlafen, doch irgendwann schien es mir doch gelungen zu sein. Als ich wieder aufwachte, schien mir die Sonne ins Gesicht. Über dem Bus lag eine angenehme Ruhe, da die meisten schliefen.

Und das, ja genau das war der Moment in dem ich mich ein kleines bisschen in Belarus verliebte. Der Blick aus dem Fenster zeigte mir unberührte Wiesen, Wälder und Moore bis zum Horizont. Die Farben hier, schienen mir anders zu sein als in Deutschland. Das Grün war weniger intensiv und alles strahlte eine angenehme Ruhe aus.

Bevor ich mir aber noch weitere Gedanken machen konnte waren wir zu meinem Leidwesen schon angekommen. Und ehe ich mich versah, stand ich mit meinem Rucksack vorne, meinem Rucksack hinten und dem Koffer mitten in Minsk, umgeben von riesigen Gebäuden und riesigen Straßen. Zu allem Überfluss war auch noch mein Handyakku nahe der 0 Prozent, weswegen ich den Weg zum Hostel möglichst schnell finden musste. Einfach nur schnell in den Bus TK 2701 und dann noch sieben Minuten laufen. Kann ja wohl nicht so schwer sein. Dachte ich.

Ich schaffte es innerhalb einer halben Stunde nicht mal die richtige Busstation zu finden. Als ich sie dann doch gefunden hatte, musste ich feststellen dass ich kein Ticket hatte und leider auch keine belarussischen Rubel um mir eines beim Busfahrer zu kaufen. Und da beschloss ich jetzt erst mal einen Teil meines Gepäcks loszuwerden, weil ich so nämlich nirgendwo hinkam. Irgendwann hatte ich es tatsächlich geschafft meinen großen Rucksack im Luggage Room des Bahnhofs abzugeben, wobei ich betonen will, dass ich für das Ticket 1,50 belarussische Rubel (konnte ich mit Karte zahlen) gezahlt habe und in Berlin für einen Spind 6 Euro! Jetzt musste ich nur noch den Weg zum Hostel finden, aber das war mit nur noch dem Koffer und dem kleinen Rucksack ein Kinderspiel. Das Laufen mit Gepäck war ich aus Berlin schon gewohnt, dort war ich weitaus größere Strecken gelaufen. Trotzdem brauchte ich zwei kleine Trinkpausen bis ich beim Hostel Trinity angekommen war. Und hey zum Glück hat mein Handyakku solange gehalten!Image

Im Hostel empfingen mich schon 2 andere Freiwillige, die schon am Tag zuvor angekommen waren. Ihnen schilderte ich meine Grenzerfahrung und bereute ziemlich schnell nicht auch geflogen zu sein. Da schien das alles viel einfacher gewesen zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.