{"id":53,"date":"2022-09-19T18:40:47","date_gmt":"2022-09-19T16:40:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/?page_id=53"},"modified":"2023-03-01T14:58:16","modified_gmt":"2023-03-01T13:58:16","slug":"das-vorbereitungsseminar-eine-mentale-achterbahnfahrt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/das-vorbereitungsseminar-eine-mentale-achterbahnfahrt\/","title":{"rendered":"Das Vorbereitungsseminar"},"content":{"rendered":"<p>Ruhe kennt das Seezeitresort am Werbellinsee nahe Berlin eh nur selten, aber als rund 300 junge, engagierte Freiwillige das Gel\u00e4nde betraten, sollte sie f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Tage wirklich aus bleiben: jetzt hie\u00df es diskutieren, reflektieren und vernetzen, was das Zeug h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Erst einmal ein riesiges Dank an das Orga-Team, kulturweit und die Angestellten des Resorts f\u00fcr ein reibungsloses und super organisiertes Gelingen des Seminars. Bravissimo!<\/p>\n<p>Die zehn Tage dienten nicht dazu, uns auf das spezifische Ausreiseland vorzubereiten, sondern uns bewusst drauf einzustellen, was in den folgenden Monaten auf einen zukommen kann in Hinsicht auf: die Schere zwischen Arm und Reich, Diskriminierung in jeglicher Hinsicht, die emotionale Belastung fern der Heimat zu sein, politischer Einstellungen und sooo vieles mehr. Folglich versuchte ich alle Bereiche m\u00f6glichst abzudecken, um eben gut vorbereitet zu starten. Ich besuchte bei Anne Scholmeyer den Reflexionsraum &#8222;Wei\u00df sein &#8211; was nun. Was mache ich mit meinem wei\u00dfen Privileg&#8220;. Aus diesem Kurs habe ich viel mitgenommen. Er war nicht nur aufschlussreich, sondern auch fantastisch aufgebaut. Gemeinsam er\u00f6rterten wir, ja, was wir nun mit diesem &#8222;wei\u00dfem Privileg&#8220; anstellen sollen; griffen unterbewusst stets pr\u00e4sente, aber mit der Zeit vergessene &#8211; aus dem Privileg resultierende &#8211; Vorteile auf und teilten einfach unsere Gedanken in einer Gruppe. Weiterhin erhielt ich von Mari\u00e1n einen wunderbaren therapeutischen Workshop zum Thema Heimweh und Selbsterkenntnis. Da alle Teilnehmenden damit einverstanden sind diese Stunden als SafeSpace anzusehen, werde ich dazu nichts weiter ver\u00f6ffentlichen. Aber f\u00fcr meinen Teil ging ich ruhig, mit dem Gef\u00fchl der Sicherheit und Geborgenheit zur\u00fcck in das Wusel der Vernetzung.<\/p>\n<p>Nein damit ist keine Anbetung an die Spinnen gemeint, sondern die Verbindungsm\u00f6glichkeit unter uns Freiwilligen in Kontakt zu kommen und zu halten. Zu Beginn, wollte man noch alle kennen lernen, allein schon die Frage woher man aus Deutschland komme und wohin man gehen werde, war interessant genug. Doch viele neue Leute zu treffen und sich gleichzeitig mit tiefgr\u00fcndigen Themen zu besch\u00e4ftigen, lassen auch ein junges energiegeladenes Gehirn zum erm\u00fcden kommen. Somit bildeten sich mit der Zeit kleine Freundesgruppen, die sicher noch lange halten werden. Allenfalls war es wunderbar mit Personen Zeit zu verbringen, die die gleiche Meinung teilen, weltoffen und kommunikativ sind und den Willen haben das System Mensch irgendwie zu hinterfragen. Bleibt so wie ihr seid oder werdet halt noch besser!<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen waren auch die Workshops zum &#8222;Antifeminismus&#8220; mit Kim und &#8222;Utopien f\u00fcr Hoffnungsvolle und Hoffnungslose&#8220; mit Johanna. Bei Ersterem haben wir uns mit den Meinungen und Einstellungen der M\u00e4nnerRechtsBewegung, PickUp-Artists und Incels besch\u00e4ftigt. Man mag es kaum glauben, aber auch hier lachten wir, nicht wegen eines Witzes, viel mehr wegen der Ungl\u00e4ubigkeit und Zweifel \u00fcber solch existierende Ansichten. Utopien kannte ich bereits aus dem Ethikunterricht von der perfekten, leider nicht erreichbaren Welt, oder doch? Ist eine gerechte, faire, soziale und gl\u00fcckliche Welt so utopisch, wie wir es uns immer vorstellen? Nein, denn &#8222;man kann sich noch so viel w\u00fcnschen und hoffen, aber manchmal muss man auch einfach machen&#8220;, sagte Johanna und blie\u00df die Kerze aus, die wir zuvor versuchten mit Gedanken unserer Utopien auszublasen.<\/p>\n<p>Ich hatte eine fesselnde, interaktive, reiche und bedeutsame Zeit mit unglaublich tollen Themen bei denen nie der kritsiche Ton fehlte. Vielen Dank und nun hinaus in die Welt auf den Winden, die uns tragen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ruhe kennt das Seezeitresort am Werbellinsee nahe Berlin eh nur selten, aber als rund 300 junge, engagierte Freiwillige das Gel\u00e4nde betraten, sollte sie f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Tage wirklich aus bleiben: jetzt hie\u00df es diskutieren, reflektieren und vernetzen, was das &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/das-vorbereitungsseminar-eine-mentale-achterbahnfahrt\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3063,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-53","page","type-page","status-publish","hentry"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/53"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3063"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=53"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/53\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":129,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/53\/revisions\/129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}