{"id":47,"date":"2022-09-09T16:02:03","date_gmt":"2022-09-09T14:02:03","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/?page_id=47"},"modified":"2023-03-01T15:10:38","modified_gmt":"2023-03-01T14:10:38","slug":"die-durchfuehrung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/die-anreise\/die-durchfuehrung\/","title":{"rendered":"Die \u00fcber 48 Stunden Reise"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr mich waren es von Halle bis in die bayrische Hauptstadt ein entspannter dreist\u00fcndiger Ritt im ICE Sprinter. M\u00fcnchen diente als Treffpunkt, da wir alle in Deutschland verstreut wohnen und eigentlicher Start der Reise war. Es kamen alle peu \u00e1 peu an, viele mit gen\u00fcgend Puffer, nur eine traf es besonders hart. Ihr Zug versp\u00e4tete sich um 2h aufgrund eines Personenunfalls und sollte nun um 20:02 den Hauptbahnhof erreichen, aber der Nachtzug nach Rom fuhr doch schon um 20:10 los. Ahhhh! Verst\u00e4ndliche Ungewissheit breitete sich unter uns auf. Acht Minuten Umsteigezeit mit schwerem Koffer und Handgep\u00e4ck ist\u2026 ja ist sportlich? Abenteuerlich? Nicht zu schaffen? Doch na klar. Wir beschrieben, wo das Gleis ist und eine kam ihr entgegen um zu helfen. Die anderen stiegen w\u00e4hrenddessen ein und hofften. Gl\u00fccklicherweise waren alle f\u00fcnf Freiwilligen um 20:08 im Zug. Puuhh! Was dieser Zug noch f\u00fcr Erlebnisse mit sich bringen w\u00fcrde, wussten wir bis dahin auch noch nicht.<\/p>\n<p>Als wir alle in unserem Abteil sa\u00dfen und auf die Abfahrt warteten, herrschte auf dem Gang ein Gewusel. Wie sich herausstellte fehlten drei Waggons! Der Nightjet fuhr mit einer halben Versp\u00e4tung aus M\u00fcnchen in Richtung \u00f6sterreichische Grenze nach Salzburg und hielt hier geschlagene 187 Minuten. Ja, richtig gelesen, wir hatten drei Stunden Versp\u00e4tung. Glasklare Sache, dass unser Anschlusszug in Rom nicht mehr zu erreichen war. Aber nun hie\u00df es erst mal durch die Night zu jetten. Ich konnte \u00fcberhaupt nicht schlafen. Einerseits kann ich eh nicht in Sitzposition zu Ruhe kommen und andererseits gab es nicht genug Platz f\u00fcr die gro\u00dfen Koffer, welche dann im Fu\u00dfraum vor uns standen und wenig Platz zum Ausstrecken boten. Na ja, ich bin schon immer mal eingenickt, aber erholsam war es nicht. Sei es drum. Die Alpen in der Nacht und einen Sonnenaufgang in Italien waren Entsch\u00e4digung genug. Am fr\u00fchen Morgen hie\u00df es dann Planen und \u00dcberlegen, wie wir weiter fahren sollten. Aufgrund der gro\u00dfen Versp\u00e4tung endete der Zug in Bologna. Nun gab es zwei Optionen: Mit einem anderen Zug weiter nach Rom und dann nach Bari oder den Direktzug von Bologna nach Bari nehmen, hierbei wussten wir aber nicht, ob die Fahrkarten noch gelten. Also schnell ins Reisezentrum, denn der Direktzug, welcher nat\u00fcrlich sehr entspannt f\u00fcr uns w\u00e4re, fuhr schon in 45 Minuten ab. Hier machten wir Kontakt mit einem italienischen Bahnangestellten, der trotz meines Zweifels die Fahrscheine nicht umbuchen zu k\u00f6nnen,\u00a0 nur kurz mit den Schultern zuckte und druckte uns ohne Murren und Knurren kostenlos Billetts nach Bari. Gl\u00fccklich und zufrieden stiegen wir in ein &#8211; meines Erachtens \u2013 wirklich modernen Zug, der uns sechs Stunden an der Adriak\u00fcste immer in den S\u00fcden tuckerte. Viel Zeit zum Schlafen, Kaffee trinken, griechisch lernen, die Umgebung anschauen und einfach mal nichts tun.<\/p>\n<p>Italien, das bedeutet Pizza, Pasta, verwinkelte Altst\u00e4dte und Siesta. All das hat Bari zu bieten. Zum Gl\u00fcck kamen wir mit genug Puffer am Hafen an und da noch Zeit war, schauten sich einige auf der Suche nach einer Pizzeria die kleinen Gassen und H\u00e4uschen dicht auf dicht an und f\u00fchlten sich schon wie im Urlaub. Um auf die F\u00e4hre zu gelangen wurde die Gruppe etwas unverst\u00e4ndlich angewiesen zum Gate zu gelangen und wir liefen auf einmal zwischen den riesigen LKW-Anh\u00e4ngern \u00fcber den Asphalt. Sicher kamen wir bei der Wachpolizei an, zeigten Personalausweis und Ticket vor, bekamen das Angebot die Koffer auf dem Autodeck abzulegen, holten die Schl\u00fcsselkarten bei der Rezeption ab und ehe man es sich versieht, ist man 28h unterwegs und schaut bei Sonnenuntergang die K\u00fcste Italiens kleiner werden und die Dunkelheit das Schiff einnehmen.<\/p>\n<p>Die Nacht auf der F\u00e4hre konnte ich hervorragend schlafen und morgens sah man bereits die Berge Hellas. Patras war gar nicht mehr weit entfernt und zu meiner \u00dcberraschung kamen wir eine Stunde eher an, als geplant. Ein Geschenk des Poseidons? Meinen Birnengriebsch als Opfergabe warf ich aber nicht ins Meer. Das n\u00e4chste Abenteuer hie\u00df nun griechischer Taxifahrer. Er konnte nur wenig englisch und wir kein griechisch, also wechselte die Sprache zu Gestik und Zeigen aufs Handy, um die gew\u00fcnschte Adresse zu erreichen. W\u00e4hrend der Planung suchte ich \u00fcber Google Maps den Bahnhof von Patras heraus und pinnte es mir an. Wie sich im Nachhinein herausstellte ist dieser Bahnhof nicht mehr in Betrieb. Also bl\u00e4uten wir dem Fahrer die Fahrt \u00fcber ein, wir wollen zu dieser Adresse. \u201ePlease to the train station\u201c \u201eWhere to go?\u201c, fragte er und wir antworteten: \u201eKiato and then Athens\u201c. In Kiato mussten wir n\u00e4mlich umsteigen. Da der ans\u00e4ssige Taxifahrer nat\u00fcrlich seine Stadt kennt und auch wei\u00df, \u2013 im Gegensatz zu uns \u2013 dass von Patras nach Kiato nur ein Bus fahre, sagte er \u201eNai, nai (ja,ja) bus station\u201c. Wir darauf: \u201eOxi, train to kiato\u201c. Da wir so auf unseren Zug bestanden, bot er schon an uns f\u00fcr 30\u20ac pro Person in die n\u00e4chste Stadt zu fahren, da von dort aus ein Zug nach Kiato f\u00e4hrt. Nach langem Hin-und Her machte es Klick und wir verstanden, dass wir zum Busbahnhof mussten. Nun ja, ein erstes Gespr\u00e4ch auf halb griechisch halte ich f\u00fcr einen guten Start in das Jahr. Der Rest der Reise verlief einwandfrei. P\u00fcnktliche Abfahrt des Busses und Zuges und dann standen wir da, in Athen, am Hauptbahnhof und waren mittendrin.<\/p>\n<p>Wenn du wissen m\u00f6chtest, wie ich diese Reise einsch\u00e4tze, lies <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/einfachmalmachen\/?page_id=62&amp;preview=true\">hier<\/a> gerne weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr mich waren es von Halle bis in die bayrische Hauptstadt ein entspannter dreist\u00fcndiger Ritt im ICE Sprinter. 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