{"id":65,"date":"2021-04-21T12:25:12","date_gmt":"2021-04-21T10:25:12","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/?p=65"},"modified":"2021-04-21T13:47:08","modified_gmt":"2021-04-21T11:47:08","slug":"allein-allein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/2021\/04\/21\/allein-allein\/","title":{"rendered":"Allein allein"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche war komisch. Anders weis ich es nicht zu beschreiben. Ich hatte allgemein wenig zu tun, das Wetter lies seiner Laune freie Hand. So kam es also dass ich Freitag, Samstag und Sonntag spontan komplett frei hatte und nicht wusste was mit mir anzufangen war. Ich h\u00e4tte auch zu anderen Kultis fahren k\u00f6nnen, klar. Aber das Experiment war es mir wert. F\u00fchlt es sich an wie ein verschwendetes Wochenende? Ja, absolut. War es es wert? Ja absolut.<\/p>\n<p>Etwas Neues ausprobieren war am Freitag die Divise und auch wenn jetzt viele mit dem Kopf sch\u00fctteln: Ich kann keine Pfannkuchen machen. Meine Oma ist einfach die Superheldin darin, also habe ich es noch nie ausprobiert. Bis Freitag. Ich habe mir das Rezept von Oma geholt (Bisschen dies, dann das dazu. Naja schaust du wie viel du brauchst. Dann machst du das, kannst aber auch das machen. Oder wenn du das dazu machst, schmeckt auch das gut dazu&#8230;) und habe es gewagt. Ich muss auch sagen, es hat gerochen wie bei Oma. Ausgesehen haben sie nicht wie bei Oma und Geschmack war jetzt nicht perfekt, aber sie haben geschmeckt. Und ich habe gefallen daran gefunden, Pfannkuchen zu machen.<\/p>\n<div id=\"attachment_66\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3508.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-66\" class=\"size-medium wp-image-66\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3508-300x400.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3508-300x400.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3508.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-66\" class=\"wp-caption-text\">naja fast<\/p><\/div>\n<p>Einfach in den n\u00e4chsten Bus stiegen und losfahren. Den Tipp hat mein Bruder mir nun schon oft gegeben, Am Freitag habe ich es mich noch nicht getraut, aber am Samstag habe ich genau das gemacht. Ich war in einem Viertel der Stadt, dass ich noch nie gesehen hatte. Es sah sehr modern aus und sehr gepflegt. Im Nachhinein habe ich auch herausgefunden, dass dieses Stadtviertel zu den neueren Lublins z\u00e4hlt (Weglin). Nach kurzer Zeit stie\u00df ich aber auch viel Gr\u00fcnfl\u00e4che und nahm es mir zum Ziel hier einmal durchzulaufen. Leichter gedacht als getan, meine Schuhe sind immer noch braun und meine F\u00fc\u00dfe fingen nach 4 Stunden durch die Gegend laufen auch langsam weh. Zu allem \u00dcberfluss gaben meine Kopfh\u00f6rer den Geist auf. Nichtsdestotrotz bin ich am Abend noch in die Stadt gefahren und spontan noch zu Wika. Es war spontan, kurz und sch\u00f6n. Aber es hat mir auch Kraft gegeben. Ja, ich bin allein. Aber nicht mehr lange. Und wenn es mir schlecht geht, habe ich so viele Leute, an die ich mich wenden kann. Ich bin mir sicher, jeder hat mindestens eine Person. Manchmal muss man auch \u00fcber seinen eigenen Schatten springen und sagen, was los ist. Das ist nicht immer leicht, aber sehr wertvoll.<\/p>\n<div id=\"attachment_68\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3528.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68\" class=\"size-medium wp-image-68\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3528-300x400.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3528-300x400.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3528.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-68\" class=\"wp-caption-text\">irgendwo im nirgendwo<\/p><\/div>\n<p>Sonntag bin ich ein wenig durch die Stadt, habe mir mein erstes Eis dieses Jahr gekauft und sogar wieder eine neue Ecke gefunden. Gan still an einem Bach. Ein Fahrradweg daneben. Die M\u00f6glichkeit sich ans Wasser zu setzen und an nichts zu denken. Oder \u00fcber alles nachzudenken. Daf\u00fcr liebe ich Lublin. Man findet immer irgendwie eine neue Stelle eine neue Ecke, einen neuen wundersch\u00f6nen Ort. Man muss nur die Augen offenhalten, mutig sein und auf sein eigenes Gesp\u00fcr h\u00f6ren. Und Zeit Management ist in der Regel auch sehr wichtig. Um 19 Uhr anfangen, wenn um 20 Uhr die Sonne untergeht ist nicht immer gut. Nur wenn man Sterne gucken will. Was so \u00e4hnlich ist, wie am Bach zu sitzen. Man kann \u00fcber alles nachdenken. Oder eben \u00fcber nichts.<\/p>\n<div id=\"attachment_69\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3537.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69\" class=\"size-medium wp-image-69\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3537-300x400.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3537-300x400.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/dreil\/files\/2021\/04\/IMG_3537.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-69\" class=\"wp-caption-text\">direkt neben der Altstadt<\/p><\/div>\n<p>Ich habe jedenfalls das Gef\u00fchl, dass alles nun immer mehr bergauf geht. Das Wetter ist wundervoll. Also selbst einfach in einen Park setzen (von denen Lublin unz\u00e4hlig viele hat) und lesen. Oder Musik h\u00f6ren (wenn man neue Kopfh\u00f6rer hat). Schon das ist dann ein gelungener Ausflug.<\/p>\n<p>Zur Zeit bin ich noch sehr gefangen zwischen &#8222;ich m\u00f6chte jeden Tag was Neues sehen, etwas erleben und entdecken&#8220; und &#8220; Theoretisch gesehen lebe ich hier. Da ist es okay, auch mal nichts zu tun&#8220;. Ich finde es schwer dazwischen die richtige Balance zu finden. Ich weis nicht, ob ich das bis zum Ende meines FSJs lerne. Oder ob ich es lernen sollte, Denn manchmal ist es gut Dinge verschieden anzugehen. Um jetzt dem Melancholie Niveau der letzten Eintr\u00e4ge beizubehalten :<\/p>\n<blockquote><p>Es gibt immer gute Tage, schlechte Tage, \u00fcberw\u00e4ltigende Tage, zu m\u00fcde Tage, Ich bin toll Tage, ich kann nicht mehr Tage. Und trotzdem jeden Tag wirst du da sein und mitmachen<\/p><\/blockquote>\n<p>Soweit von mir. Mal sehen was die n\u00e4chste Woche mit sich bringt.<\/p>\n<p>Bleibt gesund, bleibt lieb<\/p>\n<p>Leana<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche war komisch. 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