{"id":407,"date":"2016-02-14T02:49:24","date_gmt":"2016-02-14T01:49:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/?p=407"},"modified":"2016-02-14T13:31:28","modified_gmt":"2016-02-14T12:31:28","slug":"tsagaan-sar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/2016\/02\/14\/tsagaan-sar\/","title":{"rendered":"Tsagaan Sar"},"content":{"rendered":"<p>Tsagaan Sar ist das Neujahrsfest der Mongolen. \u00dcbersetzt hei\u00dft es \u201e<em>wei\u00dfer Mond<\/em>\u201c. Es wird \u2013 \u00e4hnlich wie das chinesische <em>Luna New Year<\/em> oder zu Deutsch: <em>Fr\u00fchlingsfest<\/em> \u2013 nach dem Mondkalender berechnet. Dieses Jahr fand Tsagaan Sar vom 9.2. bis zum 11.2.2016 statt. Der Beginn des neuen Jahres l\u00e4utet gleichzeitig das Fr\u00fchjahr ein. Ab diesem Zeitpunkt wird es w\u00e4rmer. Und Tatsache. Die ersten zwei Tage von Tsagan Sar sollten mild werden! Wir hatten Temperaturen von bis zu 0 Grad. Und \u2013 wie immer \u2013 strahlenden Sonnenschein. Da kommen schon richtig Fr\u00fchlingsgef\u00fchle auf!<\/p>\n<p>Vor Tsagaan Sar wird die gesamte Wohnung geputzt, die W\u00e4sche gewaschen und auch die Seele gereinigt. Man startet mit positiven Gedanken ins neue Jahr. Man l\u00e4sst alle b\u00f6sen und schlechten Gedanken zur\u00fcck und schaut mit Zuversicht in die Zukunft.<\/p>\n<p>Tsagaan Sar ist ein Familienfest. Man besucht s\u00e4mtliche Verwandte. Angefangen bei den eigenen Eltern und Geschwistern bis hin zu den Geschwistern der Gro\u00dfeltern. Und dabei gibt es Regeln, die man ber\u00fccksichtigen muss:<\/p>\n<ol>\n<li>Die J\u00fcngeren besuchen die \u00c4lteren. Begonnen wird beim \u00c4ltesten oder der \u00c4ltesten. Wichtig, da man ihnen so den n\u00f6tigen Respekt und die n\u00f6tige Ehre entgegen bringt. Dann geht es dem Alter nach.<\/li>\n<li>Zu Beginn erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung mit einem feierlichen \u201eAmar bain oo?\u201c (<em>Hallo, geht es gut<\/em>?). \u201eSaihan shine jil oo?\u201c (<em>Haben Sie ein gutes Neujahr<\/em>?) wird man anschlie\u00dfend gefragt. Dabei gibt man sich K\u00fcsschen auf die Wangen. Der J\u00fcngere st\u00fctzt den \u00c4lteren. Man streckt sich beide Arme ungef\u00e4hr im 90\u00b0 Winkel entgegen. Der J\u00fcnger greift von unter die Arme des \u00c4lteren und fasst diese am Ellenbogen.<\/li>\n<li>Als Gast bekommt man Geschenke. Im Gegenzug schenken die G\u00e4ste Geld, erkl\u00e4rte mir meine Gastmutter. Es ist also ein teures Fest. Die Geschenke fallen unterschiedlich aus. Manche Familien verschenken generell das gleiche. Andere schenken den kommenden Verwandten spezielle Geschenke. So handhabt jede Familie es etwas anders. Und die Geldbetr\u00e4ge, die der Gast gibt h\u00e4ngen auch von Bedeutung, Alter und Verwandtschaftsgrad ab.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese\u00a0Informationen hatte noch: Es werden Buuz gegessen. Also Teigtaschen mit Fleisch. Wodka und suutei tsai (Milchtee) getrunken. Dann mal los!<\/p>\n<div id=\"attachment_409\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/10.2._2.-Tag-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-409\" class=\"size-full wp-image-409\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/10.2._2.-Tag-1.jpg\" alt=\"Buuz - die gef\u00fcllten Teigtaschen\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-409\" class=\"wp-caption-text\">Buuz &#8211; die gef\u00fcllten Teigtaschen<\/p><\/div>\n<hr \/>\n<h1><strong>Der Vorabend: Bituun. <\/strong><\/h1>\n<p>Am Abend zuvor wird viel gegessen. Richtig viel. Mit vollem Magen startet man dann ins neue Jahr. Das bedeutet, dass das kommende Jahr gut wird und man viel hat. Einer Legende nach kommt am Vorabend die G\u00f6ttin Tara. Sie kommt am sp\u00e4ten Abend und z\u00e4hlt die lebendigen Seelen. Bis dahin sollte man wach bleiben. Denn Tara z\u00e4hlt nicht die Schlafenden. Also schlecht, wenn man schon schl\u00e4ft. F\u00fcr Tara werden Kekse und Milch vor die T\u00fcr gestellt.<\/p>\n<p>Meine Familie lies das Essen ausfallen. Die Gro\u00dfeltern fliegen \u00fcber Tsagaan Sar nach Prag. Und das hei\u00dft: Am n\u00e4chsten Tag m\u00fcssen wir fr\u00fch raus. Sie zum Flughafen bringen. Also: Abends keine V\u00f6llerei. Und zum Gl\u00fcck durfte ich auch fr\u00fch ins Bett. War n\u00e4mlich ein langer Tag. Bin morgens fr\u00fch aufgestanden, um Super Bowl anzuschauen \ud83d\ude09 Gar nicht so einfach \u00fcbrigens, wenn es im Fernsehen nicht \u00fcbertragen wird! Aber es gibt f\u00fcr alles eine L\u00f6sung.<\/p>\n<hr \/>\n<h1><strong>1.Tag von Tsagaan Sar \u2013 Besuche in UB<\/strong><\/h1>\n<p>Am Morgen des 9.2. wurde fr\u00fch aufgestanden. Traditionell gab es zum Fr\u00fchst\u00fcck Milchreis und suutei tsai (Milchtee). Meine Gastoma und Sanchir (mein Gastbruder) gingen vor die T\u00fcr um den Milchtee in alle Himmelsrichtungen zu opfern. Das steht f\u00fcr die 4 Elemente. Soweit ich das verstanden habe.<\/p>\n<p>Dann rein ins Deel. An Tsagaan Sar tr\u00e4gt man den traditionellen mongolischen Mantel. Oder\u00a0Kleidung im traditionellen Stil. Und los. Ab ins Auto. Es war noch dunkel. Wir kamen am Flughafen an. Als die Gro\u00dfeltern zum Check-In gingen, machten wir uns in der D\u00e4mmerung auf den Weg zum Besuch der ersten Familie.<\/p>\n<p>Auf Richtung Zaisan. Also ging es vom \u00e4u\u00dfersten Westen (Flughafen) in den s\u00fcdlichsten S\u00fcden der Stadt. Auf dem Weg viele parkende Autos am Fu\u00df der Berge. Denn am ersten Tag von Tsagaan Sar besteigt man einen Berg und betrachtet dort den Sonnenaufgang. \u2013 Muss man aber nicht. Wir fuhren an den parkenden Autos vorbei. Zur 1. Wohnung. Nachdem man ankommt, w\u00fcnscht man sich zun\u00e4chst ein gutes neues Jahr. Da wir so fr\u00fch dort waren, mussten wir zun\u00e4chst warten. Die Familie hatte sich noch kein gutes Neujahr gew\u00fcnscht. Und mit der eigenen Familie wird immer angefangen. Dann erst gratulieren die Verwandten und Bekannten.<\/p>\n<p>Es war gerade mal 10 Uhr als ich Buuz zu essen bekam und meinen ersten Wodka trank. Besser gesagt 3. Der 1. Wodka muss komplett leer getrunken werden und bringt Gl\u00fcck. Der 2. bringt Pech. Daher der 3. Der bringt wieder Gl\u00fcck und man kann weiter ziehen. Bei den letzten zwei Shots kann man auch nur nippen. F\u00fcr die Gastgeber ist es allerdings eine gro\u00dfe Ehre, wenn man den Zinn-Becher auch leer trinkt.<\/p>\n<p>Auf jedem Tisch steht ein kleiner Turm aus Neujahrsbrot dekoriert mit Aruul oder S\u00fc\u00dfigkeiten. Oft lag auch W\u00fcrfelzucker drauf. Auch steht ein am St\u00fcck gekochte Hammelr\u00fccken und eine Sch\u00fcssel mit Obst auf dem Tisch. Vom Hammelr\u00fccken bekommt jeder Besucher ein St\u00fcck. Oder auch mehrere. Ist am Ende der 3 Tage viel gegessen worden, so waren viele Besucher da. F\u00fcr den Gastgeber eine gro\u00dfe Ehre.<\/p>\n<div id=\"attachment_410\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/9.2._1.-Tag-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-410\" class=\"wp-image-410 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/9.2._1.-Tag-2.jpg\" alt=\"9.2._1. Tag (2)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-410\" class=\"wp-caption-text\">Der Turm aus Neujahrsbrot<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_411\" style=\"width: 586px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/9.2._1.-Tag-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-411\" class=\"wp-image-411 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/9.2._1.-Tag-3.jpg\" alt=\"9.2._1. Tag (3)\" width=\"576\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-411\" class=\"wp-caption-text\">Der Hammelr\u00fccken<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In jedem Haus gab der Hausherr \u2013 oder auch G\u00e4ste \u2013 ein Schnupftabak-Fl\u00e4schchen herum. Man kann also reichlich schnupfen. Muss aber nicht. Es reicht, wenn man daran riecht und es dem Besitzer zur\u00fcckgibt.<\/p>\n<p>Ich lernte weitere Tsagaan Sar Br\u00e4uche kennen: Die Familie hat in einen der Buuz ein Geldst\u00fcck eingepackt. Wer dieses Geldst\u00fcck findet, hat besonders viel Gl\u00fcck im kommenden Jahr. Au\u00dferdem muss man in jeder Familie mindestens 20 Minuten bleiben. Das ist die Zeit, die Buuz zum D\u00e4mpfen brauchen. Und man muss \u00fcberall Buuz essen. Je mehr, desto besser. Das bringt dem Gastgeber Ehre entgegen.<\/p>\n<p>N\u00e4chster\u00a0Halt: Der \u00e4lteste Bruder meines Gastvaters. Dieser wohnte wiederum in einer Jurte in der ersten Reihe des Ger-Viertels im Norden. Also einmal quer durch die Stadt. Wir w\u00fcnschten uns ein gutes neues Jahr. Sie h\u00f6rten, dass ich aus Deutschland komme. Ich bekam gleich noch ein Bier. Wir a\u00dfen Buuz, tranken Wodka und Milchtee. Und ich mein Bier. Ich war nicht einmal fertig, da kamen schon weitere Gratulanten. Es wurde eng und wir gingen. So l\u00e4uft das an Tsagaan Sar. Man macht Platz f\u00fcr Nachfolgende. Und man bleibt eh nur ein bisschen sitzen und tauscht sich \u00fcber die Ereignisse des vergangenen Jahres aus.<\/p>\n<p>Es war 12 Uhr als wir uns in den Osten der Stadt aufmachten. Zur Oma meiner Gastmutter. Und zu meiner Mensa-Chefin (der Tante meiner Gastmutter) aus der Schule. Hier kannte ich das einzige Mal an den Feiertagen jemanden \ud83d\ude09 Und es war das einzige Mal, das ich Geld hergab. Allerdings unter ein wenig Protest der Beschenkten und meiner Gastmutter. Auch hier nur ein kurzer Stopp. Buuz. Wodka. Milchtee. Ich konnte es schon jetzt nicht mehr sehen \ud83d\ude00 Dieses Mal aber auch noch Airag. Also vergorene Stutenmilch. Ich freute mich, denn Airag ist zur Abwechslung mal k\u00fchl. Allerdings enth\u00e4lt es auch Alkohol. ca. 2% Vol. Bis jetzt hatte ich au\u00dfer dem Milchtee noch keine alkoholfreien Getr\u00e4nke zu mir genommen. Geschenke. Ich bekam sogar einen kleinen Kaschmir-Schal. Und dann los. Ohne den Airag v\u00f6llig leeren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir fuhren in Richtung S\u00fcdosten. Und wie jedes Mal waren wir fast eine Stunde im Auto unterwegs. Ich nickte beim Fahren ein. Und wachte erschreckender Wei\u00dfe von meinem eigenen Schnarchen auf. Ups\u2026 Dieser bl\u00f6de Alkohol!<\/p>\n<p>Dort angekommen gab es wieder die Begr\u00fc\u00dfung, Buuz und Geschenke. Aber: keinen Wodka! Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck! Z\u00fcgig ging es weiter. Es war halb 3 als wir die Wohnung verlie\u00dfen. Auf zur Familie der Familie. Man ist hier \u00fcberall willkommen. Buuz. Wodka. Geschenke.<\/p>\n<div id=\"attachment_413\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/9.2._1.-Tag-6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-413\" class=\"wp-image-413 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/9.2._1.-Tag-6.jpg\" alt=\"9.2._1. Tag (6)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-413\" class=\"wp-caption-text\">Meine Gastfamilie. Mit der Tochter der Tante. von links: Oyuka, ich, Sanchir, die Tochter der Tante, Nyak<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das war unser letzter Stopp des Tages. Um 4 Uhr verlie\u00dfen wir UB in Richtung Osten. Stau. Dichter Verkehr. Ich schlief. Ziel war der Khentii Aimag im Osten von Ulaanbaatar. Wo genau es hin gehen w\u00fcrde, wusste ich nicht. Aber ich war mir ziemlich sicher: Wir fahren 3 Stunden. Irgendwie sowas hatte ich in Erinnerung. Das hatte mir meine Gastmutter erz\u00e4hlt. Als ich eine Stunde sp\u00e4ter wieder aufwachte verlie\u00dfen wir gerade die letzten Ausl\u00e4ufer UB\u2019s. Wir fuhren. Und irgendwie kam mir das alles ziemlich bekannt vor. Aber ich bin noch nie in den Osten gefahren. Zumindest nicht in die Richtung. \u2013 Falsch gedacht. Lag wohl daran, dass ich bisher immer anders in den Osten gefahren bin. Ich hatte UB bisher immer im S\u00fcdosten verlassen. Nicht im Nordosten. Auf jeden Fall kamen wir auf einmal bei der Dschingis-Khaan-Statue heraus. \u2013 Ich kannte die Richtung also wirklich! Und eigentlich auch logisch. Wir fuhren auf einer geteerten Stra\u00dfe. Und davon gibt es in Richtung Osten nur eine. Egal ob man im Norden oder S\u00fcden der Stadt raus f\u00e4hrt. Hab mir das nochmal genauer angeschaut. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Auch auf der Stra\u00dfe in Richtung nirgendwo war viel los. Auto an Auto. Ich habe in der Mongolei noch keine Stra\u00dfe so voll gesehen. Also au\u00dferhalb von UB. 18.30: es wurde langsam dunkel. Aber eigentlich m\u00fcssten wir ja bald da sein. 19.30: \u201eBrauchst du eine Pause?\u201c \u2013 Ich? Ne. Alles gut. Aber wie lange fahren wir denn noch? \u2013 150 km. Oh. Mir wurde erst jetzt bewusst, dass wir weit weg fahren. Waren 300 km. Nicht 3 Stunden. Aber kein Problem. Ich bin flexibel. Auf der Fahrt bemerkte ich wieder einmal wie beeindruckend die Dunkelheit der Mongolei ist. Fern ab von UB und anderen kleinen D\u00f6rfern ist nichts zu sehen. Lediglich die Scheinwerfer der Autos beleuchten die Stra\u00dfe. Die Dunkelheit frisst alles andere auf. Atemberaubend.<\/p>\n<p>Tut mir \u00fcbrigens leid, dass aus meinem Versprechen mit der n\u00e4chtlichen \u00dcberlandfahrt nichts wurde. Wir kamen erst um 21:30 in Undurkhaan an. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Wir fuhren zum Haus der Gast-Gro\u00dfeltern. Es ist\u00a0ein\u00a0wundersch\u00f6nes Haus.<\/p>\n<p>Ich war allerdings m\u00fcde. Viele neue Eindr\u00fccke und Erlebnisse. Ich ging ins Bett.<\/p>\n<hr \/>\n<h1><strong>2.Tag von Tsagaan Sar \u2013 Besuche in Undurkhaan.<\/strong><\/h1>\n<p>Gem\u00fctliches aufstehen. Mir war nicht ganz klar, ob heute \u00fcberhaupt etwas passieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>10:20 Uhr: \u201eKirsten, wir gehen los.\u201c \u2013 \u00c4hhh\u2026 Moment. Ich war noch nicht ganz fertig. Das Deel fehlte noch \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Heute war die Verwandtschaft vor Ort dran. Tanten, Onkel sowie Gro\u00dftanten und Gro\u00dfonkel. Man sieht: Es ist viel Verwandtschaft zu besuchen.<\/p>\n<p>Und es lief immer gleich ab. Suutei tsai (Milchtee). Wodka. Schnupftabak. Buuz. Oft auch Airag. Hier auf dem Land schmeckt der Airag \u00fcbrigens besser \ud83d\ude09 Ich sa\u00df immer daneben. Machte was man mir sagte. Nahm meine Sachen mit der rechten Hand an. Am Ellenbogen st\u00fctzte ich den rechten Arm mit der linken Hand. So ist es h\u00f6flich. Und man bringt dem Geber Respekt gegen\u00fcber.<\/p>\n<div id=\"attachment_415\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/10.2._2.-Tag-7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-415\" class=\"size-full wp-image-415\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/10.2._2.-Tag-7.jpg\" alt=\"Der \u00e4lteste Onkel von meiner Gastmutter\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-415\" class=\"wp-caption-text\">Der \u00e4lteste Onkel von meiner Gastmutter<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich versuchte den Gespr\u00e4chen zuzuh\u00f6ren. Sobald das Wort <em>bagsch<\/em> (Lehrer\/in) verstand ich etwas. Und da ging es dann um mich. Jedem wurde erkl\u00e4rt, dass ich die Deutschlehrerin von Sanchir sei. Ich verstand auch so ein bisschen was. Allerdings konnte ich nicht antworten. Oder gar mitsprechen. Daf\u00fcr ist mein mongolisch noch zu schlecht.<\/p>\n<p>Ich sah auch an diesem Tag Wohnungen, ein Holzhaus \u2013 in Deutschland eher als H\u00fctte bezeichnet- und eine Jurte von innen. Die Leute waren interessiert an mir. Die Kinder irritiert. Und Neugierig. Jemand der kein Mongolisch spricht? \u2013 Lustig. Viele sprachen eine Tost auf mich aus. Das nah mich in die Pflicht den Wodka leer zu trinken. Ich wurde \u00fcberall herzlich aufgenommen. Es war sehr sch\u00f6n.<\/p>\n<p>An diesem Tag liefen auch Kinder herum. Sie klopften an den T\u00fcren. Sammelten Geld und S\u00fc\u00dfigkeiten ein. Es ist ein bisschen so, als w\u00fcrden wir zu unserer Oma fahren zum Neujahrs-w\u00fcnschen. Die Kinder hier gehen aber nicht nur zu ihrer Oma.<\/p>\n<p>Es kam auch vor, dass mal niemand da war. Man holte das Handy heraus und versuchte die Person zu erreichen. \u2013 Ohne Handy w\u00fcrde hier dieser Tage nichts gehen. Und jeder \u2013 wirklich jeder \u2013 hat sein Handy dabei. Ist ja jeder unterwegs die Tage. Macht aber nichts wenn jemand nicht da war. Man fuhr einfach weiter.<\/p>\n<p>In einer Familie bekamen wir keine Geschenke. Was war los? In dieser Familie ist im vergangenen Jahr ein enger Angeh\u00f6riger gestorben. Dann gibt es keine Geschenke. Aber dennoch kommt die Verwandtschaft vorbei. Sie beten vor dem hauseigenen Altar. Diesen findet man noch in vielen Wohnungen, vor allem bei \u00e4lteren Leuten. Auch auf dem Land ist es noch weiter verbreitet.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen wurde es bereits dunkel als wir mit unseren Besuchen fertig waren. Ich war ziemlich ko. Die vielen Besuche sind schon auch anstrengend. Wir haben heute insgesamt 9 Familien besucht. Ist ein bisschen wie an Weihnachten. Da sitzt man auch den ganzen Tag herum, isst und ist dann total m\u00fcde. Obwohl man ja eigentlich nicht viel Anstrengendes gemacht hat.<\/p>\n<p>Ganz fertig waren wir f\u00fcr den Tag aber noch nicht. Es war inzwischen dunkel. Von unten rief Oyuka: \u201eKirsten, komm runter und bring deinen Geldbeutel mit.\u201c \u2013 H\u00e4h? Was hatten sie denn jetzt geplant? Steht der 2. Tsagaan Sar Mond am Himmel, so bittet man um Geld und Wohlstand f\u00fcr das neue Jahr. Man \u00f6ffnet den Geldbeutel und dreht ihn im Uhrzeigersinn. Dabei schaut man den Mond an. Man kann sich dabei auch noch etwas w\u00fcnschen. \u2013 Mal sehen, ob es klappt.<\/p>\n<hr \/>\n<h1><strong>3.Tag von Tsagaan Sar \u2013 Einfach nur Heim fahren, oder?<\/strong><\/h1>\n<p>Wieder gem\u00fctlich aufstehen. Ein bisschen was fr\u00fchst\u00fccken.<\/p>\n<p>Auf einmal meinte meine Gastmutter: &#8222;Komm wir schauen uns die Umgebung an.&#8220; Also auf. Die n\u00e4here Umgebung zu erkunden. Gegen\u00fcber vom Haus meiner Gast-Gro\u00dfeltern ist das Theater. Vor dessen Eingangst\u00fcren befindet sich das Regierungs-Geb\u00e4ude des Khentii Aimags.<\/p>\n<div id=\"attachment_417\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-417\" class=\"wp-image-417 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-23.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (23)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-417\" class=\"wp-caption-text\">Das Theater<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_416\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-416\" class=\"wp-image-416 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-10.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (10)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-416\" class=\"wp-caption-text\">Das Regierungsgeb\u00e4ude des Khentii Aimags<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir gingen noch zu einem kleinen Park mit einem Denkmal f\u00fcr den 2. Weltkrieg. Zusammen mit den Russen k\u00e4mpften die Mongolen gegen die Japaner. Den Ort Undurkhaan gibt es auch nur wegen dem 2. Weltkrieg. Hier waren im Krieg sowjetische Soldaten stationiert. Und somit ist Undurkhaan das zweit\u00e4lteste Aimag-Zentrum in der Mongolei. Die Stadt hat ca. 17.000 Einwohner. Der Aimag mit seinen 20 Sum-Zentren (D\u00f6rfern) gut 70.000.<\/p>\n<div id=\"attachment_419\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-27.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-419\" class=\"wp-image-419 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-27.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (27)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-419\" class=\"wp-caption-text\">Das Denkmal an den 2. Weltkrieg<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-26.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-418\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-26.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (26)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann wieder nach Hause. Und doch nochmal kurz los um Leute zu besuchen. Die besten Freunde des Vaters. \u2013 Die waren aber nicht da. So machten wir uns auf den Weg zum Kloster Shadavdarjaaliin. Es liegt am Rande der Stadt. Man hat einen wunderbaren Blick auf die Berge am Horizont. Und die Anlage ist ziemlich sch\u00f6n. Hier stand bereits seit 1660 ein Kloster. 1938 wurde es bei der allgemeinen S\u00e4uberung jedoch ausgel\u00f6scht. Erst 1990 wurde es am alten Ort wieder aufgebaut. \u2013 Dann aber los. Zu den Freunden. Dort war bereits bekannt, dass ich mitkommen w\u00fcrde. Ich bekam dieses Mal einen goldenen Becher. Was hei\u00dft das denn? \u2013 Es ist eine besondere Ehre. Ich bin ein besonderer Gast. Hei\u00dft aber auch, dass man austrinken muss. Zu den 5 Buuz musste ich 5 Becher Wodka trinken. Aus dem Goldenen. Der Wodka ist ja auch gut zur Verdauung. Na, dann! So viele Buuz habe ich \u00fcbrigens bei keiner anderen Familie verdr\u00fcckt. Am Ende wurde noch eine Sch\u00fcssel mit Fleisch herum gereicht. Es sah etwas seltsam aus. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Ziemlich fettes Fleisch. Die Haut auch komisch. \u2013 Es war Murmeltier. Ich probierte. Es war Fett. Mehr Fett als Fleisch. Schmeckte nach gegrillt. Anders als anderes Fleisch. N\u00e4her beschreiben kann ich es gerade leider nicht. \ud83d\ude09<\/p>\n<div id=\"attachment_423\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-38.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-423\" class=\"wp-image-423 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-38.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (38)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-423\" class=\"wp-caption-text\">Klostermauer mit den Bergen am Horizont<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_424\" style=\"width: 586px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-40.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-424\" class=\"wp-image-424 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-40.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (40)\" width=\"576\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-424\" class=\"wp-caption-text\">Meine Gastfamilie beim drehen der Gebetsm\u00fchlen<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-31.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-421\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-31.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (31)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-33.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-422\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-33.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (33)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_420\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-46.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-420\" class=\"wp-image-420 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-46.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (46)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-420\" class=\"wp-caption-text\">Der reichlich gedeckte Tisch bei den Freunden des Vaters<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann ab nach UB. Ich war froh hier auf dem Land gewesen zu sein. Unglaublich sch\u00f6n. Es war ein beeindruckender Aufenthalt, der mir noch weitere Einblicke in das mongolische Leben gegeben hat. Auf dem Weg zur\u00fcck schaute ich so lange aus dem Fenster, bis die Dunkelheit nichts mehr erkennen lie\u00df. Es war wundersch\u00f6n. Ich werde die Landschaft vermissen. Unendliche Weiten. Berge. Unbesiedelte Wildnis. Freie Tiere.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-425\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-4.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (4)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-426\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-5.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (5)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-427\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/11.2._3.-Tag-6.jpg\" alt=\"11.2._3. Tag (6)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als wir den Khentii Aimag verlassen, passieren wir eine Maut-Station. Hier zahlt man jedes Mal, wenn man \u00fcber die Grenzen eines Aimags f\u00e4hrt. Nur im eigenen Aimag zahlt man nicht. \u2013 Ich war dieses Mal allerdings etwas irritiert. Au\u00dfen standen 2 Personen, die die Autoreifen abspritzten. Was ist denn jetzt los? \u2013 Mein Verdacht war richtig. Im Khentii Aimag gibt es kranke Tiere. Deshalb die Desinfektion um eine \u00dcbertragung und Ausbreitung zu vermeiden. Na, toll. Und ich hatte Murmeltierfleisch gegessen. Dabei \u00fcbertragen doch Murmeltiere hier in der Mongolei noch die Pest. \u2013 Aber kein sorge. Hab auch gelesen, dass man nur davon betroffen sein kann, wenn man auf Jagd geht. Vom Essen des Fleisches stand da nichts \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Wir kamen nach UB. Ich freute mich. Es war kurz nach 9 Uhr und so h\u00e4tte ich noch etwas Zeit ein paar Sachen zu organisieren. Ich hatte ja 3 Tage kein Internet. Dann meinten meine Gasteltern: \u201eTsagaan Sar ist noch nicht vorbei. Wir fahren jetzt noch zu einer Familie.\u201c \u2013 Ich dachte sie machen einen Scherz. Taten sie nicht. N\u00e4chste Familie. Milchtee. Buuz. 3 Wodka-Shots. Ich wei\u00df, warum ich in n\u00e4chster Zeit auf Alkohol faste. Das ist jetzt echt n\u00f6tig!<\/p>\n<hr \/>\n<h1><strong>Der Tag danach. <\/strong><\/h1>\n<p>Dies ist der Tag, an dem man seinen Kollegen ein gutes neues Jahr w\u00fcnscht. 8.00 Uhr sollte es losgehen. 9.00 Uhr fing es dann wirklich an. Und siehe da: Es ging so wie die Tage zuvor auch. Man begr\u00fc\u00dfte sich. Und habe ich einen mal vergessen, so kam derjenige zu mir und wollte mich auch noch begr\u00fc\u00dfen. Das Kollegium hier an der Schule kennt mich mittlerweile. Es gab keine Buuz. Keinen Wodka. Wir mussten ja noch arbeiten. Aber es gab Airag. Und Fleisch.<\/p>\n<div id=\"attachment_429\" style=\"width: 1290px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2._In-der-Schule-7.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-429\" class=\"wp-image-429 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2._In-der-Schule-7.jpeg\" alt=\"12.2._In der Schule (7)\" width=\"1280\" height=\"960\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-429\" class=\"wp-caption-text\">Auch die Sch\u00fcler meiner 5. Klassen kamen in traditioneller Kleidung<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_430\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2._In-der-Schule-11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-430\" class=\"wp-image-430 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2._In-der-Schule-11.jpg\" alt=\"12.2._In der Schule (11)\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-430\" class=\"wp-caption-text\">Die Begr\u00fc\u00dfung der Lehrer<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_431\" style=\"width: 586px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2._In-der-Schule-18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-431\" class=\"wp-image-431 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2._In-der-Schule-18.jpg\" alt=\"12.2._In der Schule (18)\" width=\"576\" height=\"768\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-431\" class=\"wp-caption-text\">Meine Lehrerin Bayarmaa und ich<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2._In-der-Schule-20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-432\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2._In-der-Schule-20.jpg\" alt=\"12.2._In der Schule (20)\" width=\"576\" height=\"768\" \/><\/a><\/p>\n<p>Abends war ich dann noch beim Stammtisch der Mongolisch-Deutschen Br\u00fccke. Hier treffen sich Mongolen, die deutsch Sprechen und Deutsche. Auch hier wurde Tsagaan Sar gefeiert. So klang der Abend noch ganz sch\u00f6n aus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2_Mongolisch-Deutsche-Br\u00fccke2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-433\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/files\/2016\/02\/12.2_Mongolisch-Deutsche-Br\u00fccke2.jpg\" alt=\"12.2_Mongolisch-Deutsche Br\u00fccke(2)\" width=\"960\" height=\"540\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das war mein mongolisches Tsagaan Sar Fest. Ein wundersch\u00f6nes Erlebnis, dass so traditionell ist. Ich habe mich gefreut so nah dabei sein zu k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gr\u00fc\u00dfe aus dem mongolischen Fr\u00fchling! Und aus dem Jahr des Affen. \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tsagaan Sar ist das Neujahrsfest der Mongolen. \u00dcbersetzt hei\u00dft es \u201ewei\u00dfer Mond\u201c. Es wird \u2013 \u00e4hnlich wie das chinesische Luna New Year oder zu Deutsch: Fr\u00fchlingsfest \u2013 nach dem Mondkalender berechnet. Dieses Jahr fand Tsagaan Sar vom 9.2. bis zum &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/2016\/02\/14\/tsagaan-sar\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1735,"featured_media":434,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21,588,565,585,182,577,564],"tags":[48759,12344,103840],"class_list":["post-407","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-familie","category-gastland","category-gesellschaft","category-glaube","category-menschen","category-religion","tag-mongolei","tag-tradition","tag-tsagaan-sar"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/407"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1735"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=407"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/407\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":438,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/407\/revisions\/438"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/media\/434"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/diemongoleierleben\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}