{"id":39,"date":"2013-10-30T00:17:00","date_gmt":"2013-10-30T06:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/?p=39"},"modified":"2013-10-30T00:20:33","modified_gmt":"2013-10-30T06:20:33","slug":"viaje-de-trabajo-das-erste-mal-auf-dienstreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/2013\/10\/30\/viaje-de-trabajo-das-erste-mal-auf-dienstreise\/","title":{"rendered":"Viaje de Trabajo \u2013 das erste Mal auf Dienstreise"},"content":{"rendered":"<p>Bereits am ersten Tag \u00fcberfiel man mich mit der Ank\u00fcndigung, dass ich am 14.10. f\u00fcr eine Woche mit auf Dienstreise fahren werde. Eine Dienstreise in 4 St\u00e4dte, mit 3 Busfahrten, 2 Fl\u00fcgen, \u00dcbernachtungen in 3 Hotels, zwei ausgiebigen sehr mexikanischen Abendessen, 3 Messeauftritten, unz\u00e4hligen neuen Bekanntschaften, gef\u00fchlten 3000 Beratungsgespr\u00e4chen und ziemlich wenig Schlaf. Alles in allem eine beeindruckende und tolle Erfahrung.<\/p>\n<p>Los ging es Montagmorgens um 7.00h. Zun\u00e4chst stand ein Auftritt in einer deutschen Schule hier in Mexiko-Stadt an. Deutsche Schule bedeutet, dass die Kinder haupts\u00e4chlich auf deutsch unterrichtet werden, nach dem Deutschen Schulsystem ausgebildet werden und die M\u00f6glichkeit haben das deutsche Abitur zu machen. Dadurch sind sie dann automatisch berechtigt an einer Uni in Deutschland zu studieren. So w\u00e4re also der Anlass unseres Besuchs zu erkl\u00e4ren. Vor insgesamt 140 Sch\u00fclern wurden von den 6 awesenden Unis kleine Vortr\u00e4ge gehalten und dann gabs eine Art kleine Messe. An Infotischen konnten sich die Sch\u00fcler \u00fcber Studienangebote informieren. Irgendwie ein seltsames Gef\u00fchl mal wieder in einer Schule zu sein. Und dieses Mal auf der anderen Seite zu stehen&#8230; Die Sch\u00fcler waren sehr durchmischt. Wer glaubt an einer deutschen Schule nur Sch\u00fcler mit deutschen Vorfahren zu treffen, irrt sich. Einige haben schon einen deutschen Hintergrund, allerdings ist das l\u00e4ngst nicht mehr die Mehrheit, wie uns die Studienberaterin mitteilte. So fr\u00fch los ging der Tag \u00fcbrigens, da ich alle Teilnehmer der Schulmesse in ihrem Hotel einsammeln durfte und mit ihnen zusammen im Bus richtung deutsche Schule fahren durfte. Das war tats\u00e4chlich das erste Mal, dass ich mit einem Schild in der Hand in einer Hotellobby stand und quasi \u201emeine\u201c Reisegruppe in Empfang genommen habe.<\/p>\n<p><i>Pseudo-friedliches Puebla und Beratungsmarathon<\/i><\/p>\n<p>Nach der Schulmesse ging es dann nach einem kurzen Halt, bei dem noch weitere Aussteller von weiteren deutschen Unis hinzugestiegen waren, Richtung Puebla. Puebla liegt eine ca. 4-St\u00fcndige Autofahrt s\u00fcd\u00f6stlich von Mexiko-Stadt und z\u00e4hlt zu einer der vielen Kolonialst\u00e4dte Mexikos. Den <i>Z\u00f3calo <\/i>(zenraler Hauptplatz) der Stadt s\u00e4umt eine rieeeesige Kathedrale, die mich an die sevillanische erinnerte. Genauso die umstehenden Geb\u00e4ude \u2013 eben alle im Kolonialstil. Puebla war im Vergleich zu Mexiko-Stadt eine willkommene Abwechslung. \u00dcberschaubar, relativ ruhig und irgendwie friedlich. Mein Hotelzimmer rundete diesen Eindruck ab. Ersteinmal \u00fcberhaupt die Tatsache ein eigenes Hotelzimmer zu bewohnen (das habe ich vorher noch nie) und dann das super-breite und bequeme Bett, das gro\u00dfz\u00fcgige Bad mit Badewanne. Das Hotel hatte sogar einen Pool (so wie die zwei folgenden auch), allerdings waren die \u00d6ffnungszeiten und meine Arbeitszeiten nicht wirklich kompatibel. Hier konnte ich mich ganz gut vom Tag erholen. Der n\u00e4chste Tag w\u00fcrde n\u00e4mlich sehr anstrengend werden..<\/p>\n<p>Tag 2 der Reise fing erneut mit einer Schulmesse im <i>Colegio Humboldt <\/i>in Puebla an. Im Grunde das gleiche Prozedere, wie in Mexiko-Stadt, allerdings vor weniger Sch\u00fclern und in einer gr\u00f6\u00dferen und noch besser ausgestatteten Schule. Auf dem \u00fcbergro\u00dfen Schulhof wirkten unsere 7 St\u00e4nde fast verloren. Auf der Fahrt zur Schule erfuhr ich, dass Puebla, als eine der St\u00e4dte gilt, die von vielen Familien der <i>narcos<\/i> (Drogenh\u00e4ndlern) bewohnt wird. Demzufolge w\u00e4re auch der friedliche Eindruck Pueblas zu erkl\u00e4ren, man spricht sich unterneinander ab, dass es hier friedlich bleibt, damit die eigenen Familien in Sicherheit sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/PA140820.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-40\" alt=\"PA140820\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/PA140820-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/PA140820-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/PA140820.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Der Z\u00f3calo in Puebla<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Abschluss gabs noch ein Mittagessen, bevor es dann mit 5-Min\u00fctigem Stopp im Hotel direkt zum ersten Messeauftritt ins <i>Centro de Convenciones <\/i>ging. Dort hie\u00df es dann an unserem Infostand, zwischen ca. 45 anderen Infost\u00e4nden von Unis aus 10 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, 5 Stunden (fast) ohne Pause beraten. Haupts\u00e4chlich zu den Stipendienangeboten des DAAD aber auch zu allgemeinen Fragen bez\u00fcglich des Studiensystems in Deutschland. Eine weitere interessante Frage war allerdings auch die, wo es in Deutschland w\u00e4rmer w\u00e4re als in Hamburg (im Sommer), der Interessentin war es da zu kalt&#8230;. Auch eine M\u00f6glichkeit den geeigneten Studienort zu finden. Nach diesem Beratungsmarathon, wurde schnell zusammengepackt und es ging zur\u00fcck ins Hotel.<\/p>\n<p><i>Klassenfahrt-Flair<\/i><\/p>\n<p>Der dritte Tag der Reise war quasi ein freier Tag. Wir sa\u00dfen den Gro\u00dfteil der Zeit im Bus nach Le\u00f3n , das nordwestlich von D.F. liegt. Insgesamt hat die Fahrt 6 Stunden gedauert, da einer der Busse an einem Autobahn\u00fcbergang gefilzt wurde. Die Reise traten wir mit allen 48 Ausstellern in 2 Bussen an. Mein Kollege Edi, der die Reise haupts\u00e4chlich begleitete, um die deutsche Delegation zu betreuen und Ansprechpartner f\u00fcr landesspezifische Fragen und Probleme zu sein, und ich bem\u00fchten uns darum die Deutschen m\u00f6glichst in einen Bus zu setzen, um den \u00dcberblick zu behalten. Ein paar Holl\u00e4nder waren allerdings auch dabei und ich glaube auch Engl\u00e4nder. Auf jeden Fall war diese Busreise von einen klassenfahrts\u00e4hnlichen Stimmung gepr\u00e4gt. Alle unterhielten sich munter und wanderten ab und zu im Bus hin und her, um auch mal bei den anderen mitzureden, jeder musste irgendwann mal die Bus-Toilette aufsuchen, die sich nur mit Gewalt \u00f6ffnen lie\u00df, was den nahesitzenden Personen Freude bereitete, und irgendwer hatte einen ziemlich lang anhaltenden Lachanfall, der ziemlich ansteckend war. Trotzdem war die Fahrt lang und die Klimaanlage viel zu kalt.<\/p>\n<p><i>Abendessen mit der Honorarkonsulin und Mariachi-Band<\/i><\/p>\n<p>Am Abend fanden sich dann alle deutschen Aussteller in einem Restaurant zusammen, dass seinem Namen alle Ehre machte <i>Tequila y mariachi<\/i>. F\u00fcr den Mittwochabend war ein Abendessen mit der Honorarkonsulin und ihrem Ehemann angesetzt. Im Vorfeld hatte ich mich mit ihr in Verbindung gesetzt und sie hatte uns das Restaurant empfohlen. Es war vollgepackt mit allerlei mexikanischem Dekorationsartikeln. Die Decke war restlos mit bunten Papier-Girlanden behangen und auch sonst gab es eigentlich nichts, das nicht bunt gewesen w\u00e4re. Und eine <i>mariachi<\/i>-Band spielte nat\u00fcrlich auch. An unserer langen 20-Mann-Tafel, erwischte ich den Platz neben dem Ehemann der Honorarkonsulin. Ich habe mich an dem Abend ziemlich viel unterhalten und bin garnicht so viel zum Essen gekommen, da ich ausserdem beauftragt war den Abend fotografisch zu dokumentieren. Insgesamt aber ein sehr spannender Abend, der damit endete, dass die herzliche Frau Honorakonsulin uns dazu einlud das zu besichtigen, was Le\u00f3n als Hauptatraktion zu bieten hat: die Lederproduktion. So sollten wir am n\u00e4chsten Tag eine Lederfabrik und eine Stiefelfabrik besuchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2839.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-41\" alt=\"IMG_2839\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2839-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2839-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2839.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Leder und Cowboystiefel \u2013 Mit einer Vegetarierein in der Gerberei<\/i><\/p>\n<p>Fast alle Aussteller meldeten sich f\u00fcr die Tour durch die Fabriken an. Die Tour war interessanter, als ich erwartet h\u00e4tte. In der Lederfabrik stank es etwas und die arme Vegetarierein der Gruppe, hielt sich fast durchg\u00e4ngig die Nase zu. Auch die Nicht-Vegetarier staunten allerdings \u00fcber die Masse der Produktin: 4.000 Kuh-H\u00e4ute werden hier t\u00e4glich zu Autositz-Bez\u00fcgen verarbeitet. Spannend war au\u00dferdem der Blick ins Labor, in dem die Abnutzung des Leders durch Feuchtigkeit, Abreibung und Licht getestet wird. Die Stiefelfabrik stellte nur Stiefel im Cowboy-Stil her. Entsprechend dekoriert war auch die Fabrik, mit vielen Kuh-Totenk\u00f6pfen und alten Ledersatteln. Der Leiter der Fabrik ist Vegetarier, wie er stolz erkl\u00e4rte. Denn ihm liegt N\u00e4chstenliebe und ein bewusster Lebensstil am Herzen. So geht er auch mit seinen Mitarbeitern um und diese \u00fcbertragen diese Liebe entsprechend in die Schuhe, die sie herstellen. An sich ein sch\u00f6ner Ansatz, allerdings konnte er die kritische Nachfrage der Vegetarierin, wie er denn die Verwendung von Tierh\u00e4uten in seiner Fabrik damit vereinbare, nicht wirklich beantworten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2956.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-42\" alt=\"IMG_2956\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2956-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2956-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2956.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Messemarathon die zweite und Ausflug nach Guanajuato<\/i><\/p>\n<p>Nach diesen beiden interessanten Ausfl\u00fcgen liefen wir dann alle gemeinsam ins fu\u00dfl\u00e4ufig gelegene Messezentrum. Ein unglaublich gro\u00dfer, moderner Neubau. Unser Stand war direkt am Eingang, es war zwar weniger los, aber der Ansturm wirkte dadurch gr\u00f6\u00dfer. Die 5 Stunden vergingen wieder wie im Flug. Einem meiner Kollegen blieb am Abend im warsten Sinne des Wortes die Stimme weg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2988.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-43\" alt=\"IMG_2988\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2988-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2988-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_2988.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Vor dem gro\u00dfen Ansturm<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag war Ausflugstag. Alle, die Lust hatten, konnten an einem von vorne bis hinten durchorganisierten Touri-Programm teilnehmen. Und zwar in ein wundersch\u00f6nes kleines buntes Kolonial-St\u00e4dtchen, das mich nocheinmal mehr an Sevilla erinnerte. Guanajuato gilt als eine der St\u00e4dte mit den meisten Tunneln. Als Minenstadt (haupts\u00e4chlich f\u00fcr Silber), ist sie quasi mitten in den Berg gebaut und man erreicht sie nur durch Tunnel. Auch spannend ist eine Stra\u00dfe, die sich quasi unter der Stadt hindurchzieht, die ehemals ein Fluss war. Zum Mittagessen wurden wir zu einem Restaurant oberhalb der Stadt gefahren und hatten einen atemberaubenden Ausblick auf das Panorama der Stadt. Guanajuato ist au\u00dferdem Austragungsort eines der gr\u00f6\u00dften Kulturfestivals Lateinamerikas, dem <i>Cervantino<\/i>. Der Name ist vom Schriftsteller Cervantes abgeleitet (sein wohl bekanntestes Werk: <i>Don Quijot<\/i>e). Diese Jahr feierte das Theater-Festival, das zu Beginn nur aus sogenannten <i>entremeses <\/i>(Zwischenspielen) aus Cervantes-St\u00fccken bestand, seinen 41. Geburtstag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_3242.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-44\" alt=\"IMG_3242\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_3242-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_3242-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/IMG_3242.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/PA260925.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-45\" alt=\"PA260925\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/PA260925-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/PA260925-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/df13\/files\/2013\/10\/PA260925.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Flug-Malheur und M\u00fcde im Museum<\/i><\/p>\n<p>Vom Ausflug gings dann direkt weiter zum Flughafen und von dort aus zur letzen Station der Reise: Monterrey, ganz im Norden des Landes. Allerdings gestaltete sich die Weiterreise als nicht ganz so einfach. Der Flug hatte n\u00e4mlich Versp\u00e4tung, weil das Flugzeug, das uns bef\u00f6rdern sollte, auf dem Weg nach Le\u00f3n wieder zur\u00fcckfliegen musste, da es irgendeinen Defekt hatte. Sehr vertrauenserweckend. Insgesamt sind wir letztlich 3 Stunden sp\u00e4ter losgeflogen. Die Fluggesselschaft bat uns als Entsch\u00e4digung nichts anderes als ein paar Getr\u00e4nke und Erdn\u00fcsse an. Es gab allerdings sowieso keine andere Option, alle Fl\u00fcge am n\u00e4chsten Tag waren schon voll. Zudem fand am n\u00e4chsten Morgen ab 9h ein Vernetzungs-Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr die europ\u00e4ischen Unis und mexikanische Bildungseinrichtungen statt. Im Hotel in Monterrey platzten wir dann um 3h morgens in eine Hochzeits-Feier. Die gesamte Gruppe von ca. 50 Leuten, schob sich mit langen Gesichtern hinter der B\u00fchne der Hochzeits-Band vorbei zur Rezeption &#8211; absurde Situation.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen durfte ich mir freinehmen und habe das <i>Museo Marco <\/i>f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst besucht. Irgendwie war ich zu m\u00fcde, um viel aufzunehmen, allerdings war es wiederrum angenehm mal ein bisschen Ruhe um mich zu haben. Monterrey selbst wirkt unglaublich amerikanisch (ich bin noch nie in Amerika gewesen, aber so \u00e4hnlich stell ich&#8217;s mir vor). Gro\u00dfe breite Stra\u00dfen, hohe H\u00e4user, riesige Autos, wenige Fu\u00dfg\u00e4nger. Auch das Hotel wirkte in vielen Dingen etwas \u00fcberdimensioniert. Z.b. die riesigen schwarzen K\u00e4fige, die im Fr\u00fchst\u00fcckssaal von der Decke hingen und in denen Kanarienv\u00f6gel zwitscherten.<\/p>\n<p><i>Letzter Messemarathon und Cabrito \u2013 nie wieder Fleisch<\/i><\/p>\n<p>Dann stand auch schon der letze Messeauftritt an. Eigentlich war das der entspannteste von allen. M\u00f6glicherweise lag es an der Lage des Stands oder daran, dass alle etwas m\u00fcde und dadurch langsamer waren. Auf jeden Fall waren wir an diesem Tag mit mehr Leuten am Stand des DAADs vertreten, sodass auch mal eine Pause drin war. Trotz aller M\u00fcdigkeit ging es dann auf Wunsch einiger Aussteller ins <i>Rey del Cabrito.<\/i> Ein Restaurant, in dem nur <i>Cabrito<\/i>, sprich Zicklein, verkauft werden. Schon im Schaufenster des Restaurantes waren einige der kleinen Ziegen-K\u00f6rper aufgeh\u00e4ngt. Das <i>Cabrito <\/i>gilt als monterreyische Spezialit\u00e4t. Die Ziecklein werden geschlachtet bevor sie anfangen Gras zu essen. Eigentlich h\u00e4tte mich das alles davon abhalten sollen <i>Cabrito <\/i>zu essen, hat es aber nicht. Ich dachte mir, dass ich es schlie\u00dflich auch probieren m\u00f6chte wenn es eine Spezialit\u00e4t ist. Dieses Mal sa\u00df ich w\u00e4hrend des Essens zwischen zwei Vegetarierinnen, die nichts anderes bestellen konnten, als ungew\u00fcrztes ged\u00fcnstetes Gem\u00fcse und K\u00e4se (nat\u00fcrlich mit Tortillas). Meine <i>Cabrito<\/i>-Brust war ziemlich gro\u00df. Erst schmeckte es auch ganz gut, irgenwann war&#8217;s aber einfach zu viel Fleisch und irgenwie war mir am n\u00e4chsten Morgen etwas schlecht. Mein Vorhaben zumindest eine fleischlose Woche einzulegen, habe ich leider nicht gemeister. Es gibt vergetarische Optionen aber eben nicht \u00fcberall und ohne Fleisch hie\u00dft hier meistens mit H\u00fchnchen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck ging es dann ganz p\u00fcntklich und entspannt, das Flugzeug war sogar so leer, dass ich mich auf drei Sitzen ausbreiten konnte. Endlich Zeit die vielen Eindr\u00fccke zu verarbeiten&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits am ersten Tag \u00fcberfiel man mich mit der Ank\u00fcndigung, dass ich am 14.10. f\u00fcr eine Woche mit auf Dienstreise fahren werde. Eine Dienstreise in 4 St\u00e4dte, mit 3 Busfahrten, 2 Fl\u00fcgen, \u00dcbernachtungen in 3 Hotels, zwei ausgiebigen sehr mexikanischen Abendessen, 3 Messeauftritten, unz\u00e4hligen neuen Bekanntschaften, gef\u00fchlten 3000 Beratungsgespr\u00e4chen und ziemlich wenig Schlaf. 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