Die neue Generation

Die kalte Jahreszeit in Odessa ist schon seit einer Weile angebrochen. Der Wind weht Nebel über das schwarze Meer und die Sonne hat sich für die nächsten Monate verabschiedet. Doch bevor sie ihren Winterschlaf antrat wurden die letzten sonnigen Tage noch richtig genutzt, denn im September kamen mich Jonas und Amina besuchen. Die alte Kerngruppe von Quintastik war wieder vereint. Wer hätte gedacht, dass das in Odessa sein wird?

Unter Wasser im schwarzen Meer


Die Stadt wurde erkundet und auch das mittlerweile schon ziemlich kühle Meer wurde noch einmal bebadet. Leider blieben die beiden nur sehr kurz in der Stadt und so hatten wir nur anderthalb Tage und einen Abend. Trotzdem war es eine super Zeit!
Doch so wie Amina und Jonas machten sich auch andere wieder auf den Weg zurück nach Deutschland.

Nachdem ich fast ein halbes Jahr mit Clara, Lina und Svenja die Ukraine erkundet hatte, kam irgendwann der Zeitpunkt an dem ihr Freiwilligendienst endete. So war ich, aus kulturweit-Sicht gesehen, plötzlich alleine. Es ist erstaunlich wie schnell man sich an Leute gewöhnen kann, die man noch vor kurzem garnicht kannte und ich muss zugeben, dass ich die gemeinsame Zeit auch ein wenig vermisse.

Hoffentlich sehen wir uns noch öfters !

Doch glücklicherweise blieb ich nicht lange allein, denn eine Generation geht und eine neue kommt. Wie so oft gab es vor einiger Zeit wieder mal eine Fortbildung in Odessa und ich lernte die neuen Freiwilligen kennen. Marlene, Anne und Henry (der sich als Hannah entpuppte) sollten also von nun an meine neuen kulturweit-Buddys sein und ich muss sagen, dass sie bisher genauso cool drauf sind wie ihre Vorgängerinnen. (Nochmal Glück gehabt ;))

Hannah aka Herny hat das Foto gemacht 🙂

Kurz vor Beginn des Fortbildung in Odessa erreichte meine Schule Nummer 90 ein Hilferuf. Die Schule Nummer 1 in Mykolaiv hatte ernsthafte Probleme. Die bisherigen Deutschlehrer waren weg und es gab nur noch eine Gruppe von neuen Lehrern, die keinerlei Erfahrung zur Vorbereitung des DSD mitbrachten. (DSD = Deutsches Sprachdiplom)
So machte ich mich gleich nach der Fortbildung auf den Weg, um zu helfen. In Mykolaiv hielt ich einige Tage ein Seminar, zu allem was man zum Sprachdiplom wissen muss. Naja, jedenfalls hoffe ich das xD
Ich arbeitete nicht nur mit den Schülern, sondern verbrachte auch meine Freizeit ein wenig mit ihnen. So ging es an einem Tag in den besten Zoo der Ukraine. Natürlich mussten alle auch weiterhin Deutsch reden 😉 Am Ende meiner Zeit an der Schule Nummer 1 fühlte ich mich dann wie ein kleiner Superheld, als mich die Schüler kaum gehen lassen wollten. Vielen Dank für die schönen Erinnerungen!!

Jetzt bin ich schon seit einigen Tagen wieder in Odessa und freue mich schon sehr auf die nächste Woche. Clara hat sich und ein paar Freunde angemeldet und kommt vorbei um hier ein paar Tage zu verbringen. Die nächsten Tage werden also von guter Laune und schlechten Witzen geprägt sein – genau mein Humor also 😉

 

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